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Kranichskulpturen aus dem Buchmühlenpark gestohlen

Kranichskulpturen aus dem Buchmühlenpark gestohlen

06 November 2017 von Gregor Herzfeld

„Gestern abend standen sie noch, und heute sind nur noch die Füße da!“ So meldete sich eine Bürgerin am Freitagmorgen (03.11.) aufgeregt im Rathaus. Gemeint waren die Metallskulpturen der drei Kraniche im Buchmühlenpark. Recherchen innerhalb der Verwaltung ergaben, dass die Kunstwerke nicht in die Winterruhe geschickt worden waren, sondern offenbar während der Nacht von Dieben entwendet wurden. Ein Verlust, der kaum wieder gutzumachen ist, denn es handelt sich um aufwendige Einzelanfertigungen der Odenthaler Kunstschmiede. Erst im März dieses Jahres war die Skulpturengruppe der Öffentlichkeit übergeben worden, nachdem der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach die Kunstwerke hatte anfertigen lassen und sie der Stadt als Geschenk überlassen hatte. Wenig später musste bereits eines der Tiere repariert werden, das von Vandalen verbogen worden war.

Der finanzielle Schaden beläuft sich auf etwa 25.000 Euro, der ideelle Wert der majestätischen Vögel aus Edelstahl und Kupfer geht sicher weit darüber hinaus. Was als  Blickfang und Anziehungspunkt im neuen Stadtpark gedacht war, ist nun zerstört.

Trotzdem hoffen Verschönerungsverein und Stadtverwaltung auf Hinweise aus der Bevölkerung, die die dreisten Täter oder deren Fahrzeug während der Tat in der Nacht vom 2. Auf den 3. November beobachtet oder etwas Verdächtiges gehört haben, so möglicherweise laute Geräusche während der Diebstahlaktion. Hinweise nimmt die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach unter der Telefonnummer 02202 142376 entgegen. Auch die Kreispolizeibehörde kann unter der Rufnummer 02202 2050 kontaktiert werden. Ein Strafantrag wird zur Zeit vorbereitet.

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Polizeistreife konnte Raub unter Jugendlichen verhindern

Polizeistreife konnte Raub unter Jugendlichen verhindern

02 November 2017 von Darian Lambert

Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren bedrohen einen 12- und einen 14-Jährigen.

Die Beamten einer Polizeistreife trafen am Dienstag (31.10.) gegen 17.00 Uhr auf vier Jugendliche an der Hauptstraße.

Zwei der Jugendlichen (12 und 14 Jahre) hatten die Älteren (15 und 16 Jahre) an der Hauptstraße angesprochen. Die Älteren fühlten sich davon offensichtlich provoziert. Einer zeigte einen Schlagring vor, der andere hatte ein Elektroimpulsgerät, das als Taschenlampe getarnt war.

Die beiden Jugendlichen aus Kürten und Odenthal flüchteten vor den Älteren zum Driescher Kreuz. Am dortigen Kreisverkehr wurden sie dann von den Jugendlichen mit den Waffen eingeholt und bedroht. Die Geschädigten sollten einen Euro herausgeben und „abgezogen“ werden.

Der 12-Jährige setzte den Notruf ab. Drei Minuten später waren die Beamten vor Ort und konnten so noch den Raub verhindern. Die beschuldigten Jugendlichen aus Bergisch Gladbach und Odenthal mussten mit zur Wache, wo sie kurz darauf von ihren Eltern abgeholt wurden. Sie erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen versuchtem schwerem Raub. Die mitgeführten Waffen (Schlagring, Elektroimpulsgerät und eine Metallkette) wurden sichergestellt.

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Jetzt wird’s BUNT im Rat der Stadt Köln

Jetzt wird’s BUNT im Rat der Stadt Köln

02 November 2017 von Darian Lambert

Hegenbarth und Gerlach gründen „Ratsgruppe Bunt“ – Piraten am Ende

Die Kölner Ratsmitglieder Lisa Gerlach und Thomas Hegenbarth haben heute gegenüber der Stadt die Gründung der neuen Gruppe BUNT im Rat der Stadt Köln angekündigt. Hierzu erklären beide Stadtverordnete:
„Auch wenn wir nun einen neuen Namen haben, werden wir uns weiter für die Politik einsetzen, für die wir 2014 in den Rat gewählt wurden. Wir stehen ein für Netzpolitik, eine sozial gerechte Politik im Zeitalter der Digitalisierung, Datenschutz, Privatsphäre, Bildung, Inklusion und Integration. Darauf könnt ihr euch weiterhin verlassen.“

Die Ratmitglieder haben der Piratenpartei den Rücken gekehrt. Die Piraten erlebten nach einem fulminanten Hype einen ebenso fulminanten Absturz ins Bedeutungslose. Streiteren innerhalb der Partei und Chaos in der öffentlichen Darstellung haben die Partei letztendlich kentern lassen.

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Randalierende Jugendliche verletzten Polizisten

Randalierende Jugendliche verletzten Polizisten

30 Oktober 2017 von Darian Lambert

Am Freitag (27.10.) gegen 19.30 Uhr pöbelten fünf Jugendliche lauthals auf dem Parkplatz eines Supermarktes an der Odentahler Straße in Bergisch Gladbach. Als der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die Jugendlichen ansprach, wurden er und weitere Personen nach kurzem Streit geschlagen. Weiter schmissen die jungen Leute Gegenstände in den Supermarkt und auch nach den Geschädigten. Die zwei 16-jährigen Bergisch Gladbacher und zwei 19-jährigen Kölner flüchteten zunächst. Im Rahmen der Fahndung nahm die Polizei drei von ihnen unter erheblichem Widerstand fest. Dabei wurde ein Polizist leicht verletzt.

Am selben Abend (27.10.) gegen 23.00 Uhr war ein betrunkener Wermelskirchener in Burscheid aufgefallen. Er urinierte an eine Bushaltestelle in Hilgen an der Straße Nüxhausen. Bei der Personalienfeststellung zog er seine Hose runter und entblößte sich vor den Beamten. Er erhielt einen Platzverweis. Wenig später rief der 35-Jährige selbst den Notruf. Als die Polizisten ein zweites Mal auf ihn trafen, beleidigte er sie fortlaufend, brüllte herum und ging mit erhobenen Fäusten auf sie zu. Der Wermelskirchener leistete heftigen Widerstand bei der Festnahme und trat und schlug die Beamten. Zwei Beamten wurden dabei leicht verletzt.

Alle Beschuldigten erwarten nun Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzungen und Widerstand gegen Polizeibeamte. Die verletzten Beamten konnten nach kurzer Versorgung ihren Dienst fortsetzten.

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Dr. Hermann-Josef Tebroke als Landrat ausgeschieden

30 Oktober 2017 von Gregor Herzfeld

Nachfolger Stephan Santelmann übernimmt Amt

Am Dienstag hat Dr. Hermann-Josef Tebroke durch die Teilnahme an der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages sein Mandat als Bundestagsabgeordneter angenommen. Dieses hat er bei der Bundestagswahl am 24. September errungen. Durch die Annahme ist er aus dem Landratsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises ausgeschieden. Als sein Nachfolger übernimmt Stephan Santelmann ab diesem Mittwoch, dem 25. Oktober, offiziell das Amt des Landrats im Rheinisch-Bergischen Kreis. In dieser Funktion nimmt er bereits erste offizielle Termine wahr, sein Dienstantritt im Bergisch Gladbacher Kreishaus wird am 6. November sein.

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Verkehrsunfall auf dem Arbeitsweg

Verkehrsunfall auf dem Arbeitsweg

29 Oktober 2017 von Gregor Herzfeld

Erst nach rechts und dann nach links ist eine 19-Jährige von der Fahrbahn in Bensberg abgekommen und dabei leicht verletzt worden.

Am Freitag (27.10.) in der Frühe gegen 02.40 Uhr war ein Zeuge zu Fuß auf der Gladbacher Straße in Richtung Innenstadt unterwegs, als er plötzlich hinter sich einen Knall, gefolgt von einem Dauerhupen hörte. Als er zurück ging sah er, dass ein Skoda gegen eine Mauer gefahren war. Er eilte zum Auto und half der 19-jährigen Fahrerin heraus. Die Bergisch Gladbacherin war in der langgezogenen Linkskurve aus unbekannten Gründen erst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit einem Zaun kollidiert. Dann geriet sie nach links von der Fahrbahn ab und fuhr dort gegen eine Mauer.

Zur ambulanten Behandlung wurde die leicht verletzte Fahrerin in ein Krankenhaus gefahren. Der Wagen musste abgeschleppt werden. Es entstand erheblicher Sachschaden.

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Die Martinszüge in Bergisch Gladbach 2017

29 Oktober 2017 von Gregor Herzfeld

Auch in diesem Jahr gibt es in unseren Stadteilen wieder viele Laternenumzüge zu Sankt Martin. Zu den folgenden Terminen finden die uns bis zum jetzigen Zeitpunkt bekannten Martinszüge statt.

Mittwoch, 08.11.2017
Gemeinschaftsgrundschule Paffrath
Uhrzeit: ab 18 Uhr
Weg:        Schule – Pannenberg – Flachsberg – Nußbaumer Str. – Steinenkamp –  
Nußbaumer Str. – Flachsberg – zurück zur Schule

Evangelische Grundschule Bensberg Gartenstraße
Uhrzeit: 17 Uhr
Weg:        Schulhof – Kauler Straße – Rosenhecke – Eintrachtstraße – Kauler Straße – Schulhof

Integrative Kindertagesstätte Wilde Wiese
Uhrzeit: 17 Uhr
Weg:        Gelände Kindergarten – Jägerstraße – An der Engelsfuhr – Jägerstraße – Gelände Kindergarten

Kindergarten am Golfplatz
Uhrzeit: 18 Uhr
Weg:  Robert-Schuhmann Str. –  Luthonstraße (Runde durch die Siedlung)

Donnerstag, 09.11.2017
Gemeinschaftsgrundschule An der Strunde
Uhrzeit: ab 17 Uhr
Weg:         Schulhof – Buchmühlenstraße – Hauptstraße – Konrad-Adenauer-Platz (hier öffentliches Singen rund um den Brunnen) – Laurentiusstraße – Am Broich – Fußweg zum Schulhof – Feuer auf dem Schulhof

Gemeinschaftsgrundschule Gronau
Uhrzeit: ab 17:30 Uhr
Weg:        Schulhof – Dünnhofsweg – Gierather Straße – Rodemich – Neue Mühle – Dünnhofsweg – Mülheimer Straße – Schulhof

Katholische Grundschule Bensberg
Uhrzeit: ab 17 Uhr
Weg:        Innenhof am Rathaus Bensberg – Kadettenstraße – vorbei am Treffpunkt St. Nikolaus – Nikolausstraße – Schloßstraße – Steinstraße – Martinsfeuer auf dem Schulhof

Katholische Grundschule In der Auen
Uhrzeit: 17 Uhr
Weg:        Kirche St. Elisabeth – In der Auen – Am Brücker Bach – Am Eichenkamp – Ackerstraße – Asternstraße – Schwerfelstraße – Schulhof

Freitag, 10.11.2017
Städtische Gemeinschaftsgrundschule Bensberg
Uhrzeit: ab 18 Uhr
Weg.        Schulhof – Karl-Philipp-Straße – Max-Joseph-Straße – Karl-Theodor-Straße – Elisabe-thstraße – Karl-Philipp-Straße – Saaler Straße – Graf-von-Spee-Straße – Hans-Böckler-Straße – Karl-Philipp-Straße –Schulhof

Samstag, 11.11.2017
Bürgerverein Herrenstrunden
Uhrzeit: ab 17:30 Uhr
Weg:         Wortgottesdienst und Martinsspiel der katholischen Grundschule Eikamp in der Pfarr-kirche Herrenstrunden – 17:30 Uhr – Start auf dem Dorfplatz vor der Kirche, Straße Herrenstrunden, durch den Torbogen des Herkenrather Tores auf die Strunder Delle, Straße Herrenstrunden. Auf dem Dorfplatz großes Martinsfeuer und Martinsfeier.

Montag, 13.11.2017
Gemeinschaftsgrundschule Hand und Katholische Grundschule Hand
Uhrzeit: 18 Uhr
Weg:        Schulhof – St.-Konrad-Straße – Im Grafeld – Dellbrücker Straße – Handstraße – Im Grafeld – St.-Konrad-Straße – Schulhof

Dienstag, 14.11.2017
Katholischer Kindergarten St. Laurentius
Uhrzeit: ab 17:00 Uhr
Weg: Kirche St. Laurentius – Laurentiusstraße –  Dr. Robert-Koch-Straße – Kindergarten

Gemeinschaftsgrundschule Heidkamp
Uhrzeit: ab 18 Uhr

Weg:        Schule – Martin-Luther-Str. – ev. Kindergarten – Paulusstr. –
St.-Josef-Str. – Christophorusstr. – Bensberger Str. – Oberheidkamper Str. – Schule

Anschließend Martinsfeuer  und Martinsgeschichte auf dem Schulhof

Die Martinszüge im Geoportal

Der Geoservice der Stadt hat im Internet eine interaktive Karte hinterlegt, auf der alle Zugwege eingetragen sind. Die Karte kann im städtischen Geoportal unter folgendem Link abgerufen werden: http://stadtgl.maps.arcgis.com/apps/MapSeries/index.html?appid=29259fc3c8ff4e529f415ce81ceaff55  

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Ponyhofs Sonnenschein retten - 13.000 Menschen unterzeichnen

Ponyhofs Sonnenschein retten – 13.000 Menschen unterzeichnen

27 Oktober 2017 von Gregor Herzfeld

Per Online-Petition sammelt Marion Hintermaier Unterschriften für den Erhalt des Ponyhofs Sonnenschein in Bergisch Gladbach. Mehr als 13.000 Menschen haben diese Petition online unterzeichnet. Alles innerhalb von 6 Wochen. Dies ist rekordverdächtig.

Die Unterschriften belegten das große Interesse der Bergisch Gladbacher, eine dauerhafte Lösung für den Betrieb zu finden. Hinter den Kulissen ringen die alle Beteiligten um eine gemeinsame Lösung. Sogar die Politiker im Rathaus befassen sich nach einem Antrag der Fraktion „die Linke mit Bürgerpartei GL“ mit der Thematik intensiv.

Die Frist der Anhörung ist derweil verlängert worden.

Für den Erhalt des Ponyhof können Sie hier online unterschreiben:

https://www.change.org/p/b%C3%BCrgermeister-jetzt-gemeinsam-ein-paradies-retten-ponyhof-sonnenschein

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Jugendpolitisches Forum diskutierte über Lebenswelten von jungen Menschen

26 Oktober 2017 von Gregor Herzfeld

Auf große Resonanz stieß das Jugendpolitische Forum im Kreishaus Bergisch Gladbach-Heidkamp, das von den sechs Jugendämtern aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis organisiert wurde. Unter dem Titel „Die Jugend – wer ist das? Lebenslagen – Ausdrucksformen – Handlungsräume“ tauschten sich mehr als 100 Jugendliche, Fachkräfte und Teilnehmer aus der Politik über die Ergebnisse des 15. Kinder- und Jugendberichtes der Bundesregierung aus. Dieser beschreibt die aktuelle Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Er erläutert zudem, unter welchen Herausforderungen sie aufwachsen und welchen Beitrag Gesellschaft, Kinder- und Jugendhilfe leisten müssen, damit das Aufwachsen möglichst gut gemeistert wird.

Mareile Kalscheuer von der Jugendförderung des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe, gab Einblick in die wichtigsten Ergebnisse des Berichts. Demnach werden Jugendliche später selbstständig als früher, haben weniger Freiräume und stehen stärker unter dem Druck, sich qualifizieren und optimieren zu müssen. Sie sind politisch interessiert, hat der Bericht herausgefunden, nutzen aber andere Formen des Engagements als beispielsweise den Beitritt zu einer Partei. „Es gibt daher Bedarf politische Bildungsarbeit neuzugestalten und mehr Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen“, sagte Mareile Kalscheuer. Auch Lena Behnke und Paula Hovestadt aus dem Kinder- und Jugendrat NRW, die gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten auf dem Podium die Ergebnisse des Jugendberichts diskutierten, bestätigten, dass Jugendliche heutzutage in vielen Lebensbereichen stark unter Druck stünden.

Prof. Dr. Andreas Thimmel – Leiter des Instituts für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene der TH Köln – und der Kulturschaffende Gandhi Chahine sprachen sich dafür aus, wieder mehr in die Struktur der Jugendkulturarbeit zu investieren. Dadurch soll nach ihrer Meinung für die Fachkräfte mehr Gestaltungsfreiraum entstehen, um langfristige Angebote zu entwickeln, in denen Jugendliche sich ausprobieren können.

„Die Jugend bewegt sich in einer globalisierten Gesellschaft. Daher muss Kinder- und Jugendhilfe sich auf die Bedürfnisse einer vielfältigen Jugend einstellen“, machte Andreas Rosellen, Projektmanager bei transfer e.V., deutlich und betonte, dass in diesem Bereich viele Chancen für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit lägen.

Auch die Digitalisierung ist ein wichtiges Thema in dem Bericht. Ein Ergebnis ist, dass sich Jugendliche heute wie selbstverständlich zwischen Online- und Offline-Welten bewegen. Torben Kohring, von der Fachstelle Jugendmedienkultur, betonte, dass Fachkräfte in Ihrer Arbeit nicht nur die Risiken, sondern auch die Möglichkeiten von digitalen Medien sehen und nutzen sollten.
Alexander Mavroudis, der der Koordinationsstelle Kinderarmut des Landesjugendamtes Rheinland angehört, machte im Zusammenhang mit der anhaltenden sozialen Ungleichheit im Jugendalter deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit der Fachkräfte im Kampf gegen Armutsstrukturen sei.

Nach dieser spannenden Talkrunde setzte sich die Diskussion anschließend im großen Kreis aller Gäste fort.

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4. Bildungskonferenz stellt Weichen für Digitale Bildung in der Region

25 Oktober 2017 von Gregor Herzfeld

Rheinisch-Bergischer Kreis als Vorreiter in Nordrhein-Westfalen

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist im Bildungsbereich eine der Vorzeigeregionen und Vorreiter im Land Nordrhein-Westfalen. Jetzt wird ein neuer Akzent gesetzt und das Thema „Digitale Bildung gestalten – Medienkompetenz fördern“ in Angriff genommen. Dazu trafen sich rund 150 Gäste zur 4. Bildungskonferenz im Kreishaus Heidkamp. Eingeladen hatten der Kreis und die Bezirksregierung Köln, die gemeinsam im Jahr 2008 das Bildungsnetzwerk im Rheinisch-Bergischen Kreis als Kooperationspartner gegründet haben. Die Gäste aus Kita, Schule, Hochschule, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und von Weiterbildungsträgern tauschen sich dabei in einem ersten Schritt aus, um die Digitale Bildung in der Region künftig fest zu verankern und Perspektiven zu schaffen – ganz im Sinne des Bildungsnetzwerks. Dieses koordiniert und entwickelt Bildungsangebote in der Region und sorgt für die Vernetzung der Schulen unter anderem mit Wirtschaft und außerschulischen Bildungsinstitutionen.

„Bildung genauso wichtig wie Wirtschaftsförderung“
Die gemeinsame Weiterentwicklung bildungsrelevanter Themen spiele im Rheinisch-Bergischen Kreis seit jeher eine herausragende Rolle, lobte Christa Kuhle, Abteilungsdirektorin bei der Bezirksregierung Köln. Das damit verbundene Innovationspotenzial der Region sei darauf zurückzuführen, dass die Bildung insgesamt im Kreis konsequent gefördert und die Vernetzungsprozesse intensiv unterstützt würden. Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke nahm das Kompliment gerne an: „Bildung ist bei uns genauso wichtig wie etwa die Wirtschaftsförderung.“ Zusätzlich zu den bestehenden Handlungsfeldern des Bildungsnetzwerkes Übergang Kindertageseinrichtung-Schule, Übergang Schule-Beruf, schulische Inklusion sowie Bildungsmanagement/lebenslanges Lernen soll künftig im Bereich Digitaler Bildung eine abgestimmte Idee entwickelt werden, die in der Region gemeinsam ausgestaltet wird. „Wir sind damit die erste Region in NRW, die sich in dieser Form der Thematik annimmt“, machte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke deutlich.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis soll künftig als Schwerpunkt der gemeinsamen Aktivitäten stehen, Schulen fit zu machen für die digitale Zukunft und Jugendliche beim Schritt in neue Lern-, Studien- und Ausbildungswelten zu begleiten. Darauf setzt auch die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. Moderne Technologien hätten auch im Handwerk längst Einzug gehalten, erklärte Hauptgeschäftsführer Marcus Otto und ließ durchblicken, dass „Medienkompetenz für Jugendliche beim Schritt ins Berufsleben von großen Vorteil ist.“ Die regionale Wirtschaft wiederum profitiere von geeignetem Nachwuchs.

Ministerin Gebauer betont Bedeutung digitaler Bildung
Als hochkarätiger Gast meldete sich sogar NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer zur Konferenz an. Die Ministerin unterstrich dabei den hohen Stellenwert Digitaler Bildung und betonte, dass der Bund Mittel in Milliardenhöhe für die Schulen in Aussicht gestellt habe. Insbesondere die Vermittlung von Medienkompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern, der Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte stünden dabei im Mittelpunkt.

Mit Wolfgang Vaupel, Geschäftsführer der Medienberatung NRW, und Ulrich Trottenberg, dem ehemaligen Leiter des Fraunhofer Instituts in Sankt Augustin, erläuterten Experten den hohen Stellenwert digitaler Bildung und der dazugehörigen Kompetenzen. Parallel zum Vortragsprogramm hatte das große Plenum Gelegenheit, ganz im Sinne digitaler Vernetzung per Smartphone Fragen an die Referenten senden. Diese Gelegenheit wurde ausgiebig genutzt: „Wer entscheidet, wie das Geld verteilt wird?“ wurde etwa via App gefragt, aber auch: „Muss jede Schule diesen Weg alleine gehen?“ Ein Teilnehmer fasste zusammen: „Infrastruktur ist wichtig, Lernerlebnisse noch wichtiger. Gute Lehrer und Lehrerinnen am wichtigsten.“

Um Eckpunkte für ein Konzept digitaler Bildung in der Region zu entwickeln, schlossen sich die Teilnehmenden im Anschluss zu fünf verschiedenen Themenrunden zusammen. In ihnen wurden verschiedene Aspekte des Schulunterrichts thematisiert. Dazu gehörten beispielsweise virtuelle Fallstricke im Freizeitverhalten, etwa Cybermobbing oder Abofallen, aber auch digitale Anwendungsprozesse in Unternehmen. In einer abschließenden Podiumsrunde setzten sich Sophia Tiemann, Leiterin des Amts für Bildung im Rheinisch-Bergischen Kreis, Schulamtsdirektorin Uschi Resch, Schülerin Cynthia Kipke vom Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg, Ulrich Porschen von der Bezirksregierung Köln, gicom-Geschäftsführer Stefan Hilger und Ingolf Bergerhoff von der Stadt Leichlingen mit Vor- und Nachteilen, Bedingungen und Zielen digitaler (Aus-)Bildung auseinander. Alle Teilnehmer waren sich einig in der Zielsetzung, im Bildungsnetzwerk gemeinsame kreisweite Standards voranzutreiben.

Ergänzend zum Programm konnten sich die Besucher an Informationsständen zu Angeboten rund um Computer und Internet im Rheinisch-Bergischen Kreis ein Update holen: So stellten die Medienscouts NRW ihr „Schüler-schulen-Schüler-Programm“ vor, das Koordinierungsbüro „Übergang Schule-Beruf“ präsentierte mit dem Onlinebewerberbuch eine neue, interaktive Ausbildungsbörse und das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg präsentierte unter anderem Ergebnisse erfolgreicher Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Berufskollegs. Eine besondere Aufmerksamkeit galt hier auch den Medienberatern im Kompetenzteam des Rheinisch-Bergischen Kreises, die als Ansprechpartner für die Unterstützung von Schulen und Schulträgern unter anderem bei der Erstellung eines Medienentwicklungsplans beraten. Damit die Lehrkräfte ihren Unterricht mit neuen Medien gestalten und Medienkompetenz vermitteln können, bietet das Kompetenzteam zudem Lehrerfortbildungen an.

Am Ende eines spannenden Nachmittags war der erste Schritt getan, um die Digitale Bildung im Rheinisch-Bergischen Kreis fest zu verankern. Weitere werden folgen.

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