Archiv | Oktober, 2026

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Römische Hausaltäre und Heldengeschichten: Kölner Museen laden Kinder in den Herbstferien ein

15 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Der Museumsdienst Köln bietet in den Ferien Workshops und Führungen für Kinder und Jugendliche an. Für fast alle Angebote gibt es noch freie Plätze.

In den Herbstferien können Kinder und Jugendliche in den Kölner Museen selbst aktiv werden. Der Museumsdienst Köln hat gemeinsam mit den städtischen Museen ein Ferienprogramm mit Workshops und Führungen zusammengestellt, bei dem experimentiert, gestaltet und geforscht wird. Nach Angaben der Stadt sind bei fast allen Angeboten noch Plätze frei.

Zwei Beispiele: Am Montag, 19. Oktober, lernen Kinder von neun bis 13 Jahren im Workshop „Lararia – göttlicher Schutz daheim“ die Götter kennen, die im römischen Köln verehrt wurden. Danach bauen sie aus Pappe einen eigenen Hausaltar, ein sogenanntes Lararium, und gestalten ihn nach eigenen Ideen. Der Workshop dauert von 11 bis 14 Uhr und findet im Römisch-Germanischen Museum im Belgischen Haus an der Cäcilienstraße 46 statt.

Im Museum Schnütgen geht es am Freitag, 23. Oktober, um Vorbilder: Beim Workshop „Wer ist dein Held?“ entdecken Kinder von neun bis 13 Jahren Ritter, Mächtige und Heilige in Kunstwerken, schlüpfen in Rollen und spielen Szenen nach. Dabei geht es auch um die Frage, was einen Menschen zum Vorbild macht und ob die Heldinnen und Helden von damals heute noch beeindrucken. Auch dieser Workshop läuft von 11 bis 14 Uhr.

Das komplette Programm mit Terminen, Teilnahmebedingungen und Anmeldung steht im Veranstaltungskalender auf museen.koeln. Anmelden kann man sich dort oder per E-Mail an Service.Museumsdienst@stadt-koeln.de. Für Führungen ist in der Regel keine Anmeldung nötig: Interessierte Kinder bekommen etwa 30 Minuten vor Beginn an der Kasse einen Aufkleber für die Teilnahme. Angaben zu den Kosten enthält die Mitteilung nicht.

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Fußball am Tor auf Kunstrasen

Kinder-Fußballcup am 18. Oktober: Anmeldung auch noch am Turniertag möglich

15 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Beim Turnier „Kommen, kicken, Tore schießen!“ in Hand/Gronau sind Kinder von 8 bis 14 Jahren willkommen – als Team oder allein. Im Anschluss folgt ein einwöchiges Fußballcamp.

Spaß, Fairplay und Teamgeist sollen im Mittelpunkt stehen, wenn am Sonntag, 18. Oktober, ab 10 Uhr wieder der Fußballcup „Kommen, kicken, Tore schießen!“ angepfiffen wird. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz an der Gustav-Stresemann-Straße in Hand/Gronau, eingeladen sind Kinder zwischen 8 und 14 Jahren.

Anmelden können sich Fünferteams, Schulmannschaften und auch einzelne Spielerinnen und Spieler – ab sofort per E-Mail an khpiesche@gmail.com oder am Turniertag bis 9.30 Uhr direkt am Platz. Wer noch keine Mannschaft hat, bekommt bei der Suche Hilfe vom benachbarten Jugendzentrum Cross der Katholischen Jugendagentur (KJA). Die Teams sollen eine eigene Trainerin oder einen eigenen Trainer mitbringen.

Kinder, die ohne Mannschaft kommen, sollten von einem Elternteil begleitet werden, der während des gesamten Turniers vor Ort bleibt; eine eigene Kinderbetreuung gibt es nicht. Verzehrgutscheine für die Verpflegung stellt die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft (RBS) zur Verfügung. Zuschauerinnen und Zuschauer sind willkommen.

Auf das Turnier folgt ein einwöchiges Fußballcamp für Kinder aus der Umgebung im selben Alter, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Es geht um Bewegung, gemeinsame Erlebnisse und neue Kontakte – unabhängig von sozialer oder nationaler Herkunft. „Sport schafft Gemeinschaft, erleichtert gesellschaftliche Teilhabe und wirkt sozialer Isolation entgegen“, sagt Yvonne Holtmann vom Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis. Genaue Termine und die Anmeldung für das Camp nennt die Mitteilung nicht.

Veranstaltet werden Turnier und Camp von der Sportjugend des Rheinisch-Bergischen Kreises, der RBS und der Abteilung Soziale Stadtentwicklung der Stadt Bergisch Gladbach. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der BELKAW, dem Landesjugendring NRW, der RBS und der Stadt.

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Verschiebebahnhof Rathaus: Fünf Bürgeranliegen – keine Entscheidung in der Sache

Verschiebebahnhof Rathaus: Fünf Bürgeranliegen – keine Entscheidung in der Sache

15 Oktober 2026 von Darian Lambert

Schleichverkehr am Herkenfelder Weg, eine gefährliche Querung in Bärbroich, Hitze in der Innenstadt: Bürgerinnen und Bürger haben dem Ausschuss für Anregungen und Beschwerden am Mittwochabend konkrete Probleme und durchdachte Vorschläge vorgelegt. Der grün geführte Ausschuss reichte alles weiter – an Gremien und an eine Verwaltung, die schon mit den Altfällen nicht hinterherkommt.

Sie haben Autos gezählt, Unterschriften gesammelt, eine Skizze angefertigt und Fotos gemacht. Am Mittwochabend saßen Bürgerinnen und Bürger aus Paffrath und Bärbroich im Ratssaal des Bensberger Rathauses und schilderten dem Ausschuss für Anregungen und Beschwerden (AAB), was sie tagtäglich erleben: Durchgangsverkehr vor der Haustür, Beinahe-Unfälle an der Reitanlage, Schulkinder auf gefährlichen Wegen. Mit nach Hause nahmen sie vor allem Aktenzeichen. Alle fünf Bürgeranregungen im öffentlichen Teil wurden weitergereicht – an den Mobilitätsausschuss, an einen Fachausschuss oder direkt in die Verwaltung. Entschieden wurde in der Sache nichts.

Auf einen Blick Wann und wo: Mittwoch, 14. Oktober 2026, 17 Uhr, Ratssaal im Rathaus Bensberg – dritte Sitzung des Ausschusses in der laufenden Wahlperiode.Fünf Bürgeranregungen, fünf Verweisungen: drei an den Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen (AMV), eine an einen Fachausschuss, eine an das Sachgebiet Verkehrslenkung.Abstimmungen: viermal einstimmig, einmal mehrheitlich gegen die Stimmen der AfD (Wassersprühbalken).Einmal gegen die Verwaltung: Beim Herkenfelder Weg wollte die Verwaltung die Anregung zurückweisen – der Ausschuss erteilte stattdessen einen Prüfauftrag.Warteschleife: Ältere Anregungen zur Borngasse und zu den Refrather Grundschulen liegen laut Verwaltung „aufgrund begrenzter personeller Kapazitäten“ weiter unbearbeitet.

Das Muster war an diesem Abend immer dasselbe: Vortrag, ein paar Wortmeldungen, Verweisung. Ausschussvorsitzender Dirk Steinbüchel (Grüne) führte zügig durch die Tagesordnung. Für die fünf Anliegen brauchte der öffentliche Teil rund 40 Minuten – für die Eintrachtstraße blieben knapp zwei. Formal ist das nicht zu beanstanden: Der Ausschuss entscheidet in der Regel nicht selbst in der Sache, sondern gibt Anregungen an die zuständigen Stellen weiter. Umso mehr kommt es darauf an, was dort mit ihnen passiert. Und da macht ein Blick in die Sitzungsunterlagen wenig Hoffnung.

Grafik 1: Wohin die fünf Bürgeranregungen weitergereicht wurden. Quelle: DS 0606–0610/2026, eigene Mitschrift.

Herkenfelder Weg: „Anlieger frei“ – und trotzdem fährt jeder durch

Den größten Raum nahm der Herkenfelder Weg ein. Die schmale Straße zweigt in Katterbach von der Kempener Straße ab, führt durch ein Wohngebiet, durch den Wald und an einer Kleingartenanlage vorbei bis zur Borngasse in Paffrath – dort liegen das Kombibad und die Integrierte Gesamtschule Paffrath (IGP). An beiden Enden stehen seit Jahren Schilder: Durchfahrt nur für Anlieger. Daran hält sich nach Schilderung der Anwohner kaum jemand.

Anwohner Michael S. berichtete im Ausschuss von einer Verkehrszählung zwischen Mai und Ende Juli: Rund 150 bis 200 Autos rollen demnach täglich durch – bei gerade einmal etwa 30 Häusern am Weg. Hinzu kommen laut der Zählung rund 187 Radfahrende am Tag, darunter Schulkinder auf dem Weg zur IGP, außerdem Reiterinnen und Reiter des nahen Reitvereins und am Wochenende viele Spaziergänger. Geschäfte oder Arztpraxen gibt es an der Strecke nicht. Wie gefährlich die Lage ist, zeigte sich am 8. August: Ein Pkw landete im Garten eines Anwohners, der Unfall ist polizeilich erfasst.

„Wenn man hört: 150 bis 200 Autos pro Tag […], dann stimmt da was nicht. Dieser Weg dient zur Abkürzung.“  – eine Anwohnerin im Ausschuss

Grafik 2: Der Herkenfelder Weg in Zahlen. Quelle: Angaben der Petenten und Wortbeiträge in der Sitzung.

Die Verwaltung wollte die Sache eigentlich schnell erledigen. In ihrer Vorlage empfahl sie, die Anregung zurückzuweisen. Poller oder andere „modale Filter“ seien nach einem Landeserlass von 2024 unzulässig, wenn sie nur ein bestehendes Verbot durchsetzen sollen; außerdem gefährdeten sie Radfahrende. Den erhobenen Durchgangsverkehr hält die Verwaltung zwar für „nicht gewollt“, aber für „nicht so stark ausgeprägt“, dass daraus eine erhöhte Gefahr entstehe. Für die Kontrolle sei ohnehin allein die Polizei zuständig. Nach dem Unfall im August und bei bis zu 200 Autos am Tag auf einer Straße mit rund 30 Häusern wirkt diese Einschätzung erstaunlich weit weg vom Alltag am Herkenfelder Weg.

Die Petenten reagierten pragmatisch: Sie zogen die Poller-Forderung zurück und baten darum, den Weg so zu gestalten, dass „Anlieger frei“ tatsächlich eingehalten wird – etwa als eingeschränkte Einbahnstraße nach einem Vorschlag des ADFC oder als Sackgasse. Ein Ausschussmitglied warnte „aus beruflicher Erfahrung“ vor der Einbahnstraße: Ohne Gegenverkehr werde dort erst recht schneller gefahren, sinnvoll sei eine echte Sackgasse. CDU-Ratsherr Friedrich Zapf, selbst Anwohner und Vater von vier Kindern, sprach von Zuständen, die „teilweise ein bisschen schwer zu ertragen“ seien, und nannte Berliner Kissen eine „gängige Lösung“, um das Tempo zu drosseln.

Grafik 3: So funktioniert der Schleichweg zwischen Kempener Straße und Borngasse (schematisch, nicht maßstabsgetreu).

Die Grünen bedankten sich für die Anregung und erinnerten selbst daran, dass nach der Borngasse und der Dellbrücker Straße nun schon die dritte Straße rund um IGP und Freizeitbad in Paffrath im Ausschuss landet – und wollten das Anliegen „zusammen mit der SPD“ in den Mobilitätsausschuss verweisen. Die Verwaltung regte an, daraus einen Prüfauftrag zu machen, und sprach von einem „Spagat“ zwischen dem, was verkehrsrechtlich zulässig, und dem, was politisch gewünscht sei.

Am Ende stand ein einstimmiger Prüfauftrag: Im Mobilitätsausschuss (AMV) sollen Wege gefunden werden, wie „Anlieger frei“ am Herkenfelder Weg durchgesetzt werden kann – von der eingeschränkten Einbahnstraße über Fahrbahnverengungen bis zu Berliner Kissen. Für die Anwohner ist das immerhin ein Teilerfolg gegen eine Verwaltung, die ihr Anliegen komplett zurückweisen wollte. Schneller als jede Planung könnten allerdings Kontrollen kommen: Ein Polizeibeamter im Ausschuss kündigte an, das Thema „morgen direkt“ beim Verkehrsdienst vorzulegen.

Grafik 4: Welche Lösungen für den Herkenfelder Weg auf dem Tisch liegen – und wie es um sie steht.

Bärbroich: Sicherheit vielleicht ab 2028

In Bärbroich treffen auf der geraden Ortsdurchfahrt der L 289 Autos, Reiter, Spaziergänger, Hunde, Traktoren und Schulkinder aufeinander. Der Antragsteller schilderte eindringlich, wie Beschäftigte und Reiter der Reitanlage am Gut Bärbroich die Straße queren müssen, wie auf dem Hof täglich mit Traktor und Hoflader gearbeitet wird und dass es im Ort bereits zahlreiche Zusammenstöße gegeben habe – mit Hunden, Katzen, Pferden, Kindern, Rad- und Motorradfahrern. Gefährliche Situationen stünden „nahezu an der Tagesordnung“. Er wünscht sich einen Zebrastreifen an der Hofeinfahrt, Tempo 30 statt 50 und vor allem ein Sicherheitskonzept für den ganzen Ort.

Die Verwaltung stellt in ihrer Vorlage selbst fest, dass es entlang der Ortsdurchfahrt bislang keine gesicherte Querung gibt. Vorrangig prüfen will sie zunächst die Bushaltestelle „Am Rothfeld“, an der viele Schulkinder die Straße queren. Eine bauliche Lösung soll aber erst mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt kommen – „vermutlich im Laufe des Jahres 2028“.

Als SPD-Ratsmitglied Jannes Komenda anregte, schon vorher probeweise einen Zebrastreifen zu markieren, bremste der Vertreter der Verwaltung: Ohne geregelte Fußwegeverbindung drohten rechtliche Probleme, nötig seien bauliche Anpassungen, „sonst haben wir nichts Halbes und nichts Ganzes“. Seinen Vorschlag hatte Komenda ohnehin mit dem Nachsatz versehen, man wolle ansonsten „gerne verweisen“. Auch beim Tempo machte die Verwaltung wenig Hoffnung: Messungen hätten im Schnitt rund 45 km/h ergeben, eine ausgesprochene Raserstrecke sei das nach ihrer Einschätzung nicht. Hinter die rechtlichen Voraussetzungen für Tempo 30 setzte der Verwaltungsvertreter „ein kleines Fragezeichen“.

Grafik 5: Tempo an der Ortsdurchfahrt Bärbroich und Zeitplan der Stadt. Quelle: DS 0609/2026, Aussagen der Verwaltung in der Sitzung.

Ein Durchschnittswert sagt allerdings wenig darüber aus, wie schnell die Schnellsten unterwegs sind. Verkehrsplaner schauen dafür üblicherweise auf die sogenannte V85 – das Tempo, das 85 Prozent der Fahrzeuge nicht überschreiten. Diesen Wert nannte die Verwaltung nicht. Immerhin räumte sie ein, dass der Mobilitätsausschuss die Maßnahme im Sofortprogramm zur Deckensanierung durchaus vorziehen könne, und sagte zu, auch eine vorgezogene Markierung zu prüfen. Einstimmig ging die Anregung in den AMV. Ob SPD und Grüne dort für Bärbroich Druck machen, bleibt abzuwarten.

Hitzeschutz: Die Stadt verpasst ihren eigenen Sommer

Gute Idee, aber nicht so – so lässt sich die Haltung der Verwaltung zum Vorschlag eines Bürgers zusammenfassen, bei Hitzewarnungen an der stark versiegelten Mülheimer Straße Sprühbalken aus ausgemusterten Feuerwehrschläuchen aufzustellen. Zu viel Betreuungsaufwand, zu hoher Wasserverbrauch, hygienische Risiken, urteilt die Verwaltung. Stattdessen verweist sie auf ihr eigenes Projekt: sogenannte Nebellanzen, konzentriert auf die Hauptstraße in der Innenstadt – nicht auf die Mülheimer Straße, um die es dem Antragsteller ging. Pikant: Nach eigenen Angaben hätte dieses Projekt „eigentlich schon zu Beginn dieses Sommers“ in die Umsetzung gehen sollen. Der Sommer ist vorbei, laut Vorlage wird die Installation weiterhin geprüft.

Im Ausschuss fand die Idee breite Unterstützung. Ein Ausschussmitglied empfahl allen Zweiflern „eine kleine Reise nach Frankreich“, wo von Paris bis Mülhausen öffentliche Plätze gekühlt würden; ein weiteres berichtete von erfrischenden Erfahrungen in Litauen und Polen. Die Vertreterin des Seniorenbeirats, Hildegard Gitschier-Piepenbrock, nannte kühle „Oasen“ für ältere Menschen „ganz, ganz wichtig“. Die AfD lehnte ab, ihr Sprecher sprach von „Panikmache“ – in der Innenstadt könne man sich schließlich in klimatisierten Geschäften abkühlen. Bodenständig der Einwurf eines weiteren Ausschussmitglieds: Auch Bäume verdunsteten viel Wasser – „und die kosten ein bisschen weniger“.

Mehrheitlich, gegen die Stimmen der AfD, ging das Thema an den zuständigen Fachausschuss; laut Vorlage soll die Stabsstelle Klimaschutz dort ein Konzept vorlegen. Spätestens 2027 muss die Stadt ohnehin liefern: Nach aktuellem Stand wird ein Klimaanpassungskonzept dann zur kommunalen Pflichtaufgabe.

Wasserdurchlässiger Asphalt: Gute Idee, teure Fragen

Ein Bürger forderte, bei künftigen Sanierungen und Neubauten städtischer Fahrbahnen standardmäßig offenporigen, wasserdurchlässigen Asphalt nach niederländischem Vorbild zu prüfen und vorzugsweise einzusetzen – gegen Starkregen und Hitze, für mehr Grundwasser. In einem Zusatzantrag verlangte er, bei Ausschreibungen die Kosten über die gesamte Lebensdauer zu rechnen statt nur den günstigsten Angebotspreis. Die höheren Herstellungskosten beziffert er selbst auf etwa 15 bis 25 Prozent.

Die Verwaltung bremste auch hier. Bei Sanierungen bleibe meist die alte, wasserundurchlässige Tragschicht liegen, eine neue Deckschicht allein mache eine Straße deshalb nicht durchlässig. Infrage komme die Technik nur beim Neubau, etwa von wenig belasteten Wohnstraßen sowie Geh- und Radwegen – und auch dann erst nach Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises.

Grafik 6: Warum ein neuer Belag allein nicht versickert – schematisch nach der Stellungnahme der Verwaltung (DS 0608/2026).

Für einen kleinen Lacher hatte SPD-Ratsherr Ingo Schütze schon beim Thema Hitzeschutz gesorgt, als er zu Fragen des Straßenbelags ansetzte – „Du bist beim falschen Tagesordnungspunkt“, korrigierte ihn der Vorsitzende. Beim richtigen Punkt fragte er dann nach Frostschäden und der Gefahr durch Öl und Schmierstoffe. Ein CDU-Vertreter mahnte einen Kostenvergleich an, der Haushalt sei „sehr angespannt“: Hält der Asphalt fünf Jahre oder zwanzig? Die Antwort der Verwaltung fiel ernüchternd aus. Man sei „sehr kostensensibel unterwegs“ und werde vieles nur projektbezogen beantworten können.

„Bitte erwarten Sie nicht, dass wir jetzt für all diese Fragen Antworten finden.“  – der Vertreter der Verwaltung

Einstimmig ging die Anregung in den AMV – als „Denkaufgabe“ für künftige Planungen, wie es aus der Verwaltung hieß.

Eintrachtstraße: Eine Spielstraße, die keine ist

Besonders aufschlussreich ist die Vorlage zur Eintrachtstraße. Ein Anwohner beklagt dort zu schnelle Autos, Elterntaxis, Jugendliche in Microcars und Pendler, die den als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesenen Straßenzug als Abkürzung zwischen Friedrich-Offermann-Straße und Kölner Straße nutzen. Weil der Fußgängerbereich wegen der Enge nicht durch einen Bordstein abgetrennt werden kann, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Zudem fehlen Parkplätze für Anwohner.

Die Verwaltung räumt ein: Die bauliche Gestaltung der Straße entspricht gar nicht den Anforderungen an einen verkehrsberuhigten Bereich. Nötig sei eine Überplanung, möglichst mit einfachen Mitteln wie Markierungen und mobilen Einbauten. Wie lange das dauert, könne man noch nicht sagen. Zur gewünschten Anwohnerparkregelung findet sich in der Stellungnahme kein Wort.

Der Antragsteller wollte sein Anliegen eigentlich selbst vorstellen, war aber verhindert – und wäre es auch beim nächsten Sitzungstermin gewesen. Also wurde ohne ihn beraten, in rund zwei Minuten. Zwei kurze Wortmeldungen unterstützten den Vorschlag der Verwaltung, einstimmig ging die Anregung an das Sachgebiet Verkehrslenkung. Damit ist das Verfahren im Ausschuss abgeschlossen; das Ergebnis teilt die Verwaltung dem Bürger direkt mit. Ob und wann sich in der Eintrachtstraße etwas ändert, erfährt die Öffentlichkeit so womöglich nie.

Grafik 7: Wie lange der Ausschuss über die einzelnen Anregungen beriet

Die Warteschleife: Was aus früheren Anregungen wurde

Wie es um die Bearbeitung von Bürgeranliegen steht, zeigt der Durchführungsbericht, den die Verwaltung dem Ausschuss vorlegte. Die Anregung der Grundschulen Kippekausen und Frankenforst aus Refrath vom 10. Juni ist im Mobilitätsausschuss „aufgrund begrenzter personeller Kapazitäten“ bis heute nicht behandelt worden; voraussichtlich am 1. Dezember soll es so weit sein. Die Anregung zur Verkehrssituation in der Borngasse vom 7. März wurde aus demselben Grund in der zuständigen Abteilung noch nicht einmal geprüft – mehr als sieben Monate nach Eingang. Der Vorschlag, den Ratskeller im Rathaus Bensberg als Vereinsheim zur Verfügung zu stellen, kommt frühestens am 17. Dezember erneut auf den Tisch; die Anregung gegen ein Bauprojekt im Strundepark soll am 3. Dezember im Planungsausschuss beraten werden.

Grafik 8: Wie lange Bürgeranregungen schon auf eine Antwort warten. Quelle: Durchführungsbericht DS 0604/2026, Vorlagen DS 0606–0610/2026.

Wer in Bergisch Gladbach eine Anregung einreicht, braucht also einen langen Atem: In den dokumentierten Fällen vergehen vom Eingang bis zur nächsten Beratung rund sechs bis zehn Monate – sofern es überhaupt einen Termin gibt. Und die drei neuen Fälle für den AMV landen ausgerechnet dort, wo schon die Anregung der Grundschulen aus dem Juni mangels Personal in der Verwaltung noch nicht behandelt werden konnte.

Wie es weitergeht

Die nächste Sitzung des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden ist laut Durchführungsbericht für den 17. Dezember vorgesehen. Wann der Mobilitätsausschuss den Herkenfelder Weg, den Asphalt und Bärbroich aufruft, ist offen. Im Anschluss an den öffentlichen Teil tagte der Ausschuss am Mittwoch nicht öffentlich.

Grafik 9: Angekündigte Termine und Fristen – und was noch ohne Termin ist.

Die Beschlüsse im Überblick

TOPAnregungVorschlag der VerwaltungBeschluss des AusschussesAbstimmung
Ö 6Temporäre Wassersprühbalken (25.06.2026)Stabsstelle Klimaschutz legt dem zuständigen Ausschuss ein Konzept vorVerweisung an den zuständigen Fachausschussmehrheitlich, gegen AfD
Ö 7Modale Filter am Herkenfelder Weg (01.07.2026)ZurückweisungPrüfauftrag: „Anlieger frei“ durchsetzen; Beratung im AMVeinstimmig
Ö 8Wasserdurchlässiger Asphalt (17.07.2026)Überweisung an den AMVVerweisung an den AMV, mit Fragen zu Kosten und Haltbarkeiteinstimmig
Ö 9Verkehrssicherheit Gut Bärbroich (25.07.2026)Verweisung an den AMVVerweisung an den AMV, inklusive der gesammelten Ideeneinstimmig
Ö 10Verkehrsberuhigung Eintrachtstraße (21.08.2026)Prüfung durch Sachgebiet Verkehrslenkung, Verfahren beendetwie vorgeschlageneinstimmig

Quelle: Vorlagen DS 0606–0610/2026; Beschlüsse und Abstimmungsergebnisse laut eigener Mitschrift.

KOMMENTAR Bürger liefern – die Stadt verwaltet Man muss es den Menschen vom Herkenfelder Weg und aus Bärbroich hoch anrechnen: Sie haben gezählt, dokumentiert, fotografiert und sich vor einen Ausschuss gesetzt, um für ihre Nachbarschaft zu werben. Das ist gelebte Demokratie. Bekommen haben sie dafür einen Platz in der Warteschleife. Die Verwaltung wollte den Herkenfelder Weg zunächst ganz abweisen, verpasst beim Hitzeschutz ihren eigenen Zeitplan, vertröstet Bärbroich auf 2028 und räumt ein, dass ihre eigene Spielstraße in der Eintrachtstraße nicht den Vorgaben entspricht. Die Borngasse ist nach sieben Monaten nicht einmal geprüft. Und der grün geführte Ausschuss? Er verweist zuverlässig weiter – Grüne und SPD vorneweg, die das Anliegen vom Herkenfelder Weg am liebsten gemeinsam im nächsten Gremium sahen. Natürlich ist der Ausschuss formal nur eine Durchgangsstation. Gerade deshalb darf er nicht zum Abstellgleis werden. Bürgernähe misst sich nicht an korrekt formulierten Überweisungsbeschlüssen, sondern daran, ob sich vor Ort etwas ändert. Ein Probe-Zebrastreifen, ein paar Berliner Kissen, eine Verkehrskontrolle – das sind keine Jahrhundertprojekte. Und der Hinweis auf fehlendes Personal ersetzt keine Prioritäten: Wer Bürgeranliegen ernst nimmt, arbeitet sie zuerst ab. Für alle, die Bürgernähe nicht nur versprechen, ist das ein klarer Auftrag: dranbleiben, nachfragen, Termine einfordern. Genau dafür ist die Bürgerpartei GL angetreten – mehr Bürgernähe, weniger Aktenkreislauf. Jetzt gilt es, die Verwaltung beim Wort zu nehmen. Ein Kommentar der GL-aktuell-Redaktion
Hintergrund: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Nach § 24 der Gemeindeordnung NRW kann sich jede Person schriftlich mit Anregungen und Beschwerden in Angelegenheiten der Gemeinde an den Rat wenden. In Bergisch Gladbach berät darüber der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden. Er entscheidet in der Regel nicht selbst in der Sache, sondern gibt die Anliegen an die zuständigen Ausschüsse oder die Verwaltung weiter. Besetzung: 21 stimmberechtigte Mitglieder – CDU 9, SPD 4, Grüne 4, AfD 2, Volt/Freie Wählergemeinschaft 1, Bürgerpartei GL 1; dazu je ein beratendes Mitglied aus Inklusions- und Seniorenbeirat. Vorsitzender ist Dirk Steinbüchel (Grüne).

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Altenberger-Dom-Straße: Zwei Wochen Vollsperrung für die neue Asphaltdecke

15 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Vom 17. bis voraussichtlich 30. Oktober ist die Altenberger-Dom-Straße zwischen Leverkusener Straße und Ortsausgang Richtung Odenthal komplett gesperrt. Der Verkehr wird in beiden Richtungen über die B 506 umgeleitet.

(Symbolbild)

Für die letzte Bauphase wird die Altenberger-Dom-Straße in den Herbstferien voll gesperrt. Von Samstag, 17. Oktober, bis voraussichtlich Freitag, 30. Oktober, ist der Abschnitt zwischen der Leverkusener Straße und dem Ortsausgang Richtung Odenthal (Zum Scheider Feld) nach Angaben der Stadt nicht befahrbar. In dieser Zeit wird die abschließende Asphaltdecke eingebaut. Auch die Einmündung der Schlebuscher Straße ist gesperrt.

Bis einschließlich Freitag, 16. Oktober, gilt noch die bisherige Einbahnregelung in Richtung Odenthal bis zur Schlebuscher Straße; wer Richtung Köln fährt, wird weiterhin über Schlebusch geleitet. Ab dem 17. Oktober führt die Umleitung dann in beiden Richtungen großräumig über die B 506. Aus Köln kommend beginnt sie an der Kempener Straße, in der Gegenrichtung bereits am Kreisverkehr in Odenthal.

Auch die Buslinien werden an die Sperrung angepasst. Die Verkehrsbetriebe wollen die Änderungen in Kürze auf ihren Internetseiten und an den betroffenen Haltestellen bekanntgeben.

Anliegerinnen und Anlieger der Altenberger-Dom-Straße und der Brahmstraße erreichen ihre Grundstücke während der Vollsperrung nur über den Fahner Weg. Die Grundstückszufahrten selbst sind zeitweise nicht nutzbar: noch bis zum 16. Oktober jeweils von 8 bis 16 Uhr, vom 17. bis 20. Oktober von 7 bis 17 Uhr und vom 21. bis 23. Oktober von 6 bis 17 Uhr – in diesen Tagen werden Haftkleber aufgetragen und die neue Deckschicht eingebaut. Vom 26. bis 30. Oktober folgen jeweils von 8 bis 17 Uhr unter anderem die Fahrbahnmarkierungen.

Im gesperrten Baustellenbereich darf während der Arbeiten weder gefahren noch geparkt werden. So sollen die Beschäftigten geschützt und Schäden an der frischen Asphaltdecke und den neuen Markierungen vermieden werden, erklärt die Stadt.

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Pressemitteilung FHDW Bergisch Gladbach Gladbachs Partnerstädte zu Besuch bei FHDW

Städtepartnerschaften bringen Bergisch Gladbachs Hochschule international voran

15 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Zum 70-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaften hat Bergisch Gladbach Gäste aus mehreren Partnerstädten empfangen. Bei einem Besuch der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) ging es darum, wie aus langjährigen freundschaftlichen Beziehungen neue Kooperationen in Studium und Forschung entstehen können.

Seit 1956 pflegt Bergisch Gladbach Städtepartnerschaften mit Luton in England, Velsen in den Niederlanden und Bourgoin-Jallieu in Frankreich. Zum 70-jährigen Jubiläum kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den Partnerstädten nach Bergisch Gladbach. Gemeinsam mit den örtlichen Städtepartnerschaftsvereinen besuchten sie die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW).

Dabei wurde deutlich, dass die internationalen Beziehungen nicht nur Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sondern auch neue Perspektiven für Hochschulen und Studierende eröffnen.

Campusleiter Peter Tutt begrüßte die Gäste mit einer Bergischen Kaffeetafel. Bei Waffeln, herzhaften Spezialitäten und Kaffee aus der traditionellen Dröppelminna kamen die Besucher miteinander ins Gespräch. Anschließend stellte Tutt die Hochschule bei einer Präsentation und einem Rundgang vor.

Auch FHDW-Präsident Prof. Dr. Eckhard Koch, der Leiter des Campus Mettmann und der Unternehmenskooperation Mettmann und Bergisch Gladbach, Dr. Alexander Brändle, sowie Karin Carroll-Scott, Leiterin des International Office, waren für den Termin angereist.

Koch erläuterte die internationale Ausrichtung der Hochschule. Seit zwei Jahren verfolge die FHDW eine deutlich internationalere Strategie. Dazu gehörten auch englischsprachige Studiengänge, die ab Herbst beziehungsweise im folgenden Jahr angeboten werden sollen.

Neue Kooperation mit Hochschule in Luton

Ein konkretes Beispiel für die Zusammenarbeit ist die neue Kooperation der FHDW mit der University of Bedfordshire in Luton. Damit erhält die Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und der englischen Stadt eine zusätzliche akademische Dimension.

Auch mit einem College im litauischen Marijampolė, einer weiteren Partnerstadt Bergisch Gladbachs, arbeitet die Hochschule bereits zusammen. Solche Verbindungen sollen den internationalen Austausch stärken und Studierenden zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Das International Office plant bereits weitere Kooperationen. Karin Carroll-Scott nannte als mögliches Modell ein sogenanntes „1-plus-1-Programm“. Dabei könnten Studierende Abschlüsse im Ausland und an der FHDW erwerben, die in beiden Ländern anerkannt werden. Langfristig strebt die Hochschule zudem Doppelmasterabschlüsse mit internationalen Partnern an.

Ehrenamt als Grundlage internationaler Kontakte

Der Besuch machte zugleich deutlich, welche Rolle die Städtepartnerschaftsvereine bei der Pflege internationaler Beziehungen spielen. Durch ihr ehrenamtliches Engagement organisieren sie Begegnungen, halten Kontakte aufrecht und schaffen Voraussetzungen für neue gemeinsame Projekte.

Die Zusammenarbeit mit Hochschulen zeigt, dass die seit Jahrzehnten bestehenden Partnerschaften auch für Bildung und Wissenschaft neue Chancen eröffnen. Aus persönlichen Kontakten können so langfristige Kooperationen entstehen, von denen Studierende und Hochschulen auf beiden Seiten profitieren.

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KI am Telefon: Bergisch Gladbach testet Sprachassistent Mähnfred

14 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Der städtische KI-Chatbot Mähnfred soll künftig auch am Telefon Fragen beantworten. Vom 12. bis 25. Oktober testet Bergisch Gladbach den neuen Sprachassistenten in der Telefonzentrale und beim Abfallwirtschaftsbetrieb. Der Test soll zeigen, ob die künstliche Intelligenz den Bürgerservice verbessern kann – auch außerhalb der Öffnungszeiten und in mehr als 100 Sprachen.

Wer bei der Stadt Bergisch Gladbach anruft, könnte in diesen Tagen statt eines Mitarbeitenden zunächst eine künstliche Stimme hören: Der städtische Chatbot Mähnfred wird erstmals als telefonischer Sprachassistent erprobt. Mit dem zweiwöchigen Livetest will die Stadt herausfinden, ob die KI häufige Fragen zuverlässig beantworten und die Erreichbarkeit der Verwaltung verbessern kann.

Mähnfred ist bereits von der Internetseite der Stadt bekannt. Dort beantwortet der Chatbot Fragen rund um die Verwaltung. Für den neuen Test greift die Telefonversion auf dieselbe Wissensbasis zurück. Sie soll Informationen künftig auch Menschen zugänglich machen, die lieber zum Telefon greifen oder außerhalb der regulären Servicezeiten anrufen.

Die Stadt betont, dass der persönliche Kontakt nicht ersetzt werden soll. Vielmehr soll die Technik dort unterstützen, wo sie einen praktischen Nutzen bietet.

Telefonzentrale zeitweise komplett auf KI umgestellt

Besonders weit geht der Test in der städtischen Telefonzentrale. Unter der gewohnten Rufnummer 02202 14-0 übernimmt Mähnfred vom 12. bis einschließlich 20. Oktober sämtliche Anrufe. In diesem Zeitraum ist die Telefonzentrale nicht persönlich besetzt. Der Sprachassistent beantwortet allgemeine Fragen zur Stadtverwaltung. Eine Weiterleitung an Mitarbeitende ist in dieser ersten Testphase nicht möglich.

Ab dem 21. Oktober ändert sich das Verfahren: Während der regulären Öffnungszeiten nimmt wieder eine Mitarbeiterin die Anrufe entgegen. Außerhalb dieser Zeiten springt Mähnfred ein.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Mehrsprachigkeit. Der Voice-Bot kann nach Angaben der Stadt in mehr als 100 Sprachen kommunizieren. Damit soll geprüft werden, ob Menschen mit geringen Deutschkenntnissen leichter an Informationen der Verwaltung gelangen.

„Wir wollen mit dem Test ganz konkret herausfinden, wo uns die Technik einen echten Mehrwert bietet – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für unsere Mitarbeitenden“, erklärt Sascha Kolter, Abteilungsleiter für IT und Zentraler Service. Der persönliche Kontakt solle erhalten bleiben, während die KI zusätzliche Möglichkeiten zur Informationsvermittlung eröffnet.

Mähnfred beantwortet Fragen zu Laub und Reisig

Auch beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) wird der Sprachassistent vom 12. bis 25. Oktober getestet. Dort geht es vor allem um Fragen zur Laub- und Reisigabfuhr, die im Herbst besonders häufig eingehen.

Unter der bekannten Telefonnummer für diesen Service nimmt Mähnfred rund um die Uhr Anrufe entgegen und soll wiederkehrende Fragen direkt beantworten. Anders als in der ersten Testphase der Telefonzentrale bleibt beim AWB die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch bestehen. Wer mit einer Mitarbeiterin sprechen möchte, kann dies ausdrücklich verlangen und wird während der regulären Erreichbarkeitszeiten weitergeleitet.

Außerhalb dieser Zeiten kann Mähnfred auf Wunsch auch Anmeldungen zur Laub- und Reisigabholung aufnehmen. Die erforderlichen Angaben werden telefonisch erfasst und anschließend per E-Mail an die zuständigen Mitarbeitenden übermittelt. Anmeldungen sind weiterhin auf den bisherigen Wegen möglich, vorzugsweise per E-Mail.

„Wenn Mähnfred einen Teil der wiederkehrenden Fragen direkt beantworten kann, hilft uns das im Alltag“, sagt Diana Lauszus, Sachgebietsleiterin Abfallsammlung. Der Bereich eigne sich gut für einen überschaubaren Praxistest, da die zusätzlichen saisonalen Anfragen den Arbeitsalltag des AWB im Herbst besonders beanspruchten.

Stadt bittet Bürger um Rückmeldungen

Ob der neue Sprachassistent tatsächlich eine sinnvolle Ergänzung ist, soll sich im laufenden Betrieb zeigen. Die Stadt möchte herausfinden, welche Fragen Mähnfred zuverlässig beantworten kann, wo Probleme auftreten und welche Verbesserungen erforderlich sind.

Bürgerinnen und Bürger können nach einem Telefonat direkt am Ende des Gesprächs Rückmeldung geben. Außerdem nimmt die Stadt Anregungen per E-Mail an digital@stadt-gl.de entgegen.

Die bekannten Telefonnummern bleiben während des gesamten Tests unverändert. Die Anrufe werden lediglich über die bestehende Telefonanlage an den Sprachassistenten weitergeleitet.

Nach dem 25. Oktober sollen die gesammelten Erfahrungen ausgewertet werden. Anschließend will die Stadt prüfen, ob und in welcher Form der telefonische KI-Service künftig eingesetzt werden kann. Beteiligt sind die Stabsstelle Digitalisierung, die städtische IT, die Telefonzentrale und der Abfallwirtschaftsbetrieb.

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Stadtrat im Zeichen der Haushaltssperre

Stadtrat im Zeichen der Haushaltssperre

14 Oktober 2026 von Darian Lambert

Zwölf Millionen Euro fehlen, das Aus der Fahrradstraßen ist vorerst ausgesetzt, und für das Q1 darf weiter gesammelt werden: Was der Rat am Dienstagabend in Bensberg entschieden hat

Am Dienstagmorgen verhängte Kämmerer Thore Eggert eine Haushaltssperre, am Abend musste sich der Stadtrat mit den Folgen befassen. Bevor es ums Geld ging, lieferten sich die Fraktionen allerdings eine lange Auseinandersetzung über die Fahrradstraßen. Einstimmig ließ der Rat das Bürgerbegehren zum Erhalt des Q1 zu, und die Parkgebühren steigen ab Januar.

Zwölf Millionen Euro unter Plan

Die Stadt rechnet für 2026 mit einem Jahresergebnis, das rund zwölf Millionen Euro schlechter ausfällt als im Haushalt geplant. Als Gründe nennt die Verwaltung geringere Steuereinnahmen, höhere Ausgaben in der Jugendhilfe und zusätzliche Abschreibungen auf Investitionen. Kämmerer Eggert hat deshalb bis zum Jahresende eine haushaltswirtschaftliche Sperre angeordnet.

Sie verschärft die Bewirtschaftungsverfügung, die seit dem 2. September gilt, und erfasst nun auch Investitionen. Jede Ausgabe über 1.000 Euro muss vorher einzeln freigegeben werden: Die Kämmerei prüft, der Kämmerer entscheidet. Was nicht zwingend und dringlich ist, wird zurückgestellt. Gesetzliche Pflichtleistungen, etwa im Sozial- und Jugendbereich, und die Gefahrenabwehr bleiben ausgenommen; die Eigenbetriebe trifft die Sperre nicht unmittelbar.

Ablauf und Zeitplan der Haushaltssperre. Grafik: GL Aktuell

Im Rat erläuterte Eggert, ohne Gegensteuern hätte die Stadt die Schwelle für einen Nachtragshaushalt überschritten. Die Kommunalaufsicht sei informiert und halte die Sperre anstelle eines Nachtragshaushalts nach erster Einschätzung für unbedenklich; eine schriftliche Bestätigung stehe noch aus. Ab dem 1. Januar 2027 gilt die vorläufige Haushaltsführung, den Entwurf für den Haushalt 2027 will die Verwaltung im März vorlegen.

Bürgermeister Marcel Kreutz ordnete die Sperre als weiteren Schritt nach Wiederbesetzungssperre und Bewirtschaftungsverfügung ein. Langfristig wolle die Verwaltung ihre Arbeit über Digitalisierung, Prozessmanagement und Aufgabenkritik grundlegend umbauen.

Wie angespannt die Lage ist, zeigt der Schuldenstand: Anfang September lag die Gesamtverschuldung der Stadt bei 575,1 Millionen Euro, rund 85 Prozent mehr als 2022. Gut 178 Millionen Euro davon sind Kassenkredite, mit denen die Stadt laufende Ausgaben finanziert.

Entwicklung der städtischen Gesamtverschuldung seit 2022. Grafik: GL Aktuell

Aus dem Rat kamen viele Nachfragen: Welche Vorhaben werden zurückgestellt, was bedeutet die Sperre für Vereine und freiwillige Zuschüsse, und wer sitzt im angekündigten Abstimmungsgremium „Ältestenrat plus“? Eggert sagte schriftliche Antworten zu, außerdem Zahlen zur Zinslast und eine Übersicht aller freiwilligen Leistungen der Stadt. Frank Samirae (Bürgerpartei GL) forderte, zuerst bei Aufgabenkritik, Digitalisierung und doppelten Strukturen anzusetzen; Steuererhöhungen dürften nur das letzte Mittel sein.

CDU-Antrag zum Personal geht in den Hauptausschuss

Die CDU verlangte vom Bürgermeister ein „qualifiziertes Konzept zur Steuerung und Reduzierung des Personalaufwands“. Auf Antrag von Volt/FWG verwies der Rat das Papier mit großer Mehrheit in den Hauptausschuss, wo die Personalfragen ausführlicher beraten werden sollen. Dagegen stimmte die Bürgerpartei GL, die angesichts der Haushaltslage auf schnelles Handeln drängte.

Zwei Anträge der AfD scheiterten in allen Punkten. Die Fraktion wollte unter anderem eine Haushaltsnotlage feststellen lassen und Ausgaben an eine Freigabe durch den Rat binden; ein zweiter Antrag zielte auf die Belastung durch die Kreisumlage.

Streit um die Fahrradstraßen

Schon vor dem Rathaus war das Thema präsent: Der Fahrradclub ADFC hatte eine symbolische Fahrradstraße aufgebaut und übergab dem Bürgermeister mehr als 1.000 Unterschriften für Fahrradstraßen in der Stadt.

Im Saal ging es um einen Beschluss des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsflächen (AMV). Mit den Stimmen von CDU und AfD hatte der Ausschuss Ende September beschlossen, auf Fahrradstraßen zu verzichten. Angekündigt war allerdings nur der Rückbau der früheren Fahrradstraße Nachtigallenstraße/Hasenweg. Das Rechtsamt kam deshalb zu dem Schluss, dass der weitergehende Änderungsantrag den Beratungsgegenstand unzulässig erweitert habe. Kreutz hat den Beschluss beanstandet, damit ist er vorerst ausgesetzt.

Das weitere Verfahren nach der Beanstandung des Bürgermeisters. Grafik: GL Aktuell

Die Debatte darüber dauerte rund eine Stunde. CDU-Fraktionschef Michael Metten warf der Verwaltung „Wortbruch“ vor: Nach dem Gerichtsurteil zu den Fahrradstraßen in Frankenforst habe sie entgegen früherer Zusagen ein externes Büro mit einer Verkehrsuntersuchung beauftragt. Kreutz wies das entschieden zurück, auch Jonathan Ufer (Grüne) widersprach. SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt kritisierte, dass die CDU im Ausschuss eine Vertagung abgelehnt hatte; Martin Freitag (Volt/FWG) beklagte, die kleineren Gruppen hätten keine Gelegenheit gehabt, sich zu beraten.

Nun muss der AMV erneut beraten. Bleibt er bei seinem Beschluss, entscheidet der Rat, danach gegebenenfalls die Kommunalaufsicht. Einen Einspruch von SPD, Grünen, Volt/FWG und Linke gegen den Ausschussbeschluss, den die Verwaltung zur Annahme empfohlen hatte, lehnte der Rat später mit 39 zu 32 Stimmen ab, getragen von CDU, AfD, Bürgerpartei GL und Einzelratsmitglied Benno Nuding. Offene Fragen, auch zu möglichen Rechtsmitteln, will die Verwaltung schriftlich beantworten.

Q1: Unterschriften bis zum 23. November

Einstimmig stellte der Rat fest, dass das Bürgerbegehren „Erhaltung des Standorts Quirlsberg 1 für die Jugendarbeit“ zulässig ist. Zu prüfen war dabei nur die rechtliche Form, nicht die Sache selbst, darauf legten Verwaltung und mehrere Redner Wert. Hinter dem Begehren stehen Pfadfinder, die das Gebäude dauerhaft für die Jugendarbeit sichern wollen; der Rat hatte im März einen Neubau für ein „Jugendquartier“ beschlossen.

Bis zum 23. November müssen die Initiatoren nun 4.422 Unterschriften sammeln, fünf Prozent der Wahlberechtigten. Gelingt das, muss sich der Rat erneut mit dem Q1 befassen; folgt er dem Begehren nicht, kommt es zum Bürgerentscheid. Laut Kostenschätzung der Verwaltung kostet eine Sanierung je nach Variante mehrere Millionen Euro, im teuersten Fall mit einem Saal für mehr als 200 Personen rund neun Millionen Euro. Die SPD äußerte die Sorge, ein Erfolg könne zulasten des Schulbaus gehen.

Die nächsten Schritte beim Bürgerbegehren zum Q1. Grafik: GL Aktuell

Parken wird teurer

Ab dem 1. Januar 2027 kostet eine Stunde Parken in Zone 1 zwei Euro statt 1,50 Euro, in Zone 2 1,50 Euro statt einem Euro. Ein Monatsticket kostet künftig 65 Euro, ein Tagesticket sechs Euro. Die Verwaltung begründet die Erhöhung vor allem mit der Umsatzsteuer, die ab 2027 auf Parkgebühren anfällt, und verwies auf die Lenkungswirkung der Gebühren.

Parkgebühren bisher und ab 2027. Grafik: GL Aktuell

Die Bürgerpartei GL warnte vor Folgen für die Ortszentren, die ohnehin mit Leerständen und dem Onlinehandel kämpften, und vermisste eine Stellungnahme von IHK und Einzelhandel. Es passe nicht zusammen, das Parken zu verteuern und es in der Adventszeit dann wieder kostenlos anzubieten. Mit ihrem Vorschlag, die Entscheidung in die Haushaltsberatungen zu verschieben, setzte sie sich nicht durch. Ein Antrag der AfD gegen die Erhöhung wurde mit den Stimmen aller übrigen Fraktionen abgelehnt. Einzelratsmitglied Thomas Santillán verlangte dagegen eine Vollkostenrechnung und eine stärkere Anpassung; seine Änderungsanträge sollen in den Haushaltsberatungen behandelt werden, ebenso eine mögliche weitere Erhöhung zum Ausgleich der Inflation.

Zanders, Museum und Beteiligungen

Einstimmig billigte der Rat das Integrierte Handlungskonzept 2.0 für das Zanders-Areal. Damit kann die Stadt bis Ende Oktober neue Städtebaufördermittel beantragen. Das Paket umfasst 56,7 Millionen Euro bei 60 Prozent Förderung, größter Posten ist die neue Stadtbibliothek. Gebaut ist damit noch nichts: Jede Maßnahme kommt mit belastbaren Kosten erneut in den Rat. Die Bürgerpartei GL gab zu Protokoll, einem Baubeschluss für die Bibliothek nur mit verbindlichem Förderbescheid und bekannten Betriebskosten zuzustimmen.

Auch der Grundsatzbeschluss zur Neukonzeption des Bergischen Museums fand eine Mehrheit. Er gibt die Planung frei; umgesetzt wird nur, wenn mindestens die Hälfte der rund 5,5 Millionen Euro über Fördermittel kommt und der städtische Anteil 2,75 Millionen Euro nicht übersteigt. Die Jahresabschlüsse 2025 von Bädergesellschaft, GL Service und Zanders-Entwicklungsgesellschaft wurden mehrheitlich gebilligt; die Bürgerpartei lehnte den Abschluss der Bäder ab und kritisierte Doppelstrukturen bei den städtischen Beteiligungen. Den geprüften Jahresabschluss 2024 der Stadt nahm der Rat auf einstimmige Empfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses an.

Bestätigt wurden außerdem außerplanmäßige Ausgaben von 1,8 Millionen Euro für die städtische IT und die Freigabe von zwei Stellen an der Feuerwehrschule.

Knappe Niederlage für Bürgerpartei-Antrag

Ungewöhnliche Mehrheiten gab es beim Antrag der Bürgerpartei GL, in der Telefonzentrale der Stadt künstliche Intelligenz einzusetzen. Dafür stimmten die Bürgerpartei, nach einer wiederholten Abstimmung die CDU sowie Einzelratsmitglied Nuding. SPD, Grüne, Volt/FWG und AfD lehnten ab, mit 38 zu 32 Stimmen fiel der Antrag durch. Aus den Reihen der Gegner hieß es, man sei nicht inhaltlich dagegen, die Verwaltung setze das Thema ohnehin um; zudem wurde kritisiert, der Antrag sei offenbar mit KI-Hilfe erstellt worden. Tatsächlich testet die Stadt derzeit zwei Wochen lang einen KI-Assistenten am Telefon.

Die beiden knappen Abstimmungen des Abends. Grafik: GL Aktuell

Kurz notiert

  • Straßenreinigung: Über die Umstellung der Gebühr auf die Grundsteuer B wird erst in den Haushaltsberatungen entschieden.
  • Wohnraumschutz: Den Antrag von SPD und Grünen für eine schärfere Wohnraumschutzsatzung hat der Rat in den Hauptausschuss verwiesen.
  • Frankenforster Straße: Zuständig für den Umbau ist der Landesbetrieb Straßen.NRW, der Wegfall der Parkstreifen diene der Verkehrssicherheit. Kreutz will sich dort für den Erhalt zumindest eines Parkstreifens einsetzen.
  • Blitzer: Der mobile Blitzer-Anhänger hat in einem Jahr rund 600.000 Euro eingebracht.
  • Stadthäuser: Der Umzug ins AOK-Gebäude verschiebt sich voraussichtlich auf Mitte 2027.
  • Fluglärm: Eine Antwort des Landes zur Stellungnahme der Stadt an die Fluglärmkommission steht weiter aus.
  • Neue Gesichter: Drei nachgerückte Ratsmitglieder wurden zu Beginn der Sitzung verpflichtet.

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2026-10-14 Hockeymannschaft mit Bürgermeister

Hockey verbindet über Grenzen hinweg: Erster Jugendaustausch zwischen Bergisch Gladbach und Staines

14 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Gemeinsames Training, ein Freundschaftsspiel und neue internationale Freundschaften: Die U14 des Staines Hockey Club aus England war erstmals zu Gast beim THC Rot-Weiss Bergisch Gladbach. Der dreitägige Austausch soll der Auftakt für weitere Begegnungen zwischen den beiden Partnerstädten sein.

Sport kennt keine Grenzen: Vom 9. bis 11. Oktober haben junge Hockeyspieler aus dem britischen Staines und Bergisch Gladbach erstmals an einem gemeinsamen Austausch teilgenommen. Die männliche U14 des Staines Hockey Club aus Runnymede war zu Gast beim THC Rot-Weiss Bergisch Gladbach. Neben dem Sport standen das gegenseitige Kennenlernen und die Städtepartnerschaft im Mittelpunkt.

Zum Auftakt empfing Bürgermeister Marcel Kreutz die britischen Gäste und ihre Gastgeber am Freitag im Rathaus. Er betonte die Bedeutung persönlicher Begegnungen für die Städtepartnerschaft: Gerade der Sport biete jungen Menschen die Möglichkeit, sprachliche und kulturelle Grenzen zu überwinden und Freundschaften zu schließen.

Anschließend besuchte die Gruppe gemeinsam ein Eishockeyspiel in der Kölner LANXESS Arena.

Training, Freundschaftsspiel und Ausflug nach Köln

Am Samstag wurde es selbst sportlich: Die beiden U14-Mannschaften absolvierten ein gemeinsames Hockeytraining und traten anschließend zu einem Freundschaftsspiel an. Beim gemeinsamen Pizzaessen auf dem Vereinsgelände konnten die Jugendlichen ihre Kontakte vertiefen.

Auch ein Ausflug in die Domstadt gehörte zum Programm. Bei einem Besuch des Kölner Doms lernten die britischen Gäste eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region kennen.

Insgesamt beteiligten sich 34 Gäste aus Staines und 22 Personen aus Bergisch Gladbach an dem Austausch. Neben den Nachwuchsspielern waren auch Eltern, Geschwister und Betreuende dabei.

Private Initiative brachte die Vereine zusammen

Angestoßen wurde die Begegnung von Kate McClean aus Staines. Sie wandte sich mit der Idee eines Austauschs zwischen den beiden Hockeyvereinen an Dennis Brown. Über Nadine Draheim vom Partnerschaftsverein Luton & Runnymede e. V. entstand schließlich der Kontakt zum THC Rot-Weiss Bergisch Gladbach.

Dort griffen Hockey-Abteilungsleiter Hendrik Hollweg und U14-Betreuer Björn Ehrmanntraut die Idee auf und begleiteten die weitere Planung. Unterstützt wurden sie von Alex Neal, Helen Smith, Norbert Brochhagen und Ralf Knöller sowie weiteren ehrenamtlich Engagierten auf beiden Seiten.

Weitere Begegnungen bereits im Blick

Der erste Jugendaustausch soll keine einmalige Veranstaltung bleiben. Beide Seiten haben bereits über weitere gemeinsame Aktivitäten nachgedacht. Künftig könnten auch weibliche Jugendmannschaften in den Austausch einbezogen werden.

Eine mögliche Gelegenheit für ein Wiedersehen bieten die Hockey-Europameisterschaften 2027 in London.

Die Begegnung zeigt, wie sportliches Engagement und persönliche Kontakte die Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und Runnymede stärken können. Für die Jugendlichen dürfte vor allem eines bleiben: neue Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse und die Erfahrung, dass Sport Menschen über Ländergrenzen hinweg verbindet.

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Neun Chefsessel und ein 63-Millionen-Loch

Neun Chefsessel und ein 63-Millionen-Loch

13 Oktober 2026 von Darian Lambert

Aus dem Rathaus · Haushaltssperre 2026

BM Kreutz:
Bin ich Pleite?

Bergisch Gladbach ist so klamm, dass ab sofort jede Ausgabe über 1.000 Euro einzeln genehmigt werden muss. In der Chefetage wurde vorher kräftig aufgestockt: Aus zwei Stellen der Spitzenbesoldung A 16 wurden neun. Warum, will die Verwaltung seit vier Monaten nicht sagen. Ihr Tipp: googeln.

Das Wichtigste vorab Haushaltssperre bis 31. Dezember: Jede gesperrte Ausgabe über 1.000 Euro braucht den Segen des Kämmerers – jetzt auch bei Investitionen.Defizit 2026: geplant 50,9 Millionen Euro, jetzt rund 63 Millionen. Das sind gut 170.000 Euro Miese pro Tag.Ausblick: 2027 droht das Pflicht-Haushaltssicherungskonzept, für 2032 hält die Prognose sogar eine Überschuldung für möglich.Stellenplan seit 2014: plus 44,7 Prozent. Einwohnerzahl: plus 4 Prozent.A 16: von zwei auf neun Stellen. Die mittlere Führungsebene A 14 schrumpft um gut ein Viertel.Unsere Anfragen seit Mai: keine einzige inhaltlich beantwortet.


Pleite verboten, klamm erlaubt

Pleitegehen ist Städten in Nordrhein-Westfalen gesetzlich verboten: Ein Insolvenzverfahren über das Vermögen einer Gemeinde ist nach § 128 der Gemeindeordnung nicht zulässig. Bergisch Gladbach testet gerade, wie nah man trotzdem herankommt.

Kämmerer Thore Eggert hat in Abstimmung mit Bürgermeister Marcel Kreutz eine haushaltswirtschaftliche Sperre nach § 25 Abs. 2 KomHVO NRW angeordnet. Sie gilt bis Silvester und verschärft die Bewirtschaftungsverfügung, die schon seit dem 2. September gilt. Neu ist: Auch Investitionen fallen jetzt darunter.

Für jede gesperrte Ausgabe über 1.000 Euro braucht es vorab eine Einzelfreigabe. Die Kämmerei prüft, der Kämmerer entscheidet. Bis Silvester geht damit jeder Drucker über 1.000 Euro über seinen Schreibtisch.

Grafik 1: So funktioniert die Haushaltssperre. Quelle: TOP-Verteiler 04/2026 der Stadt Bergisch Gladbach vom 13.10.2026.

Die Chefsessel nicht. Gehälter sind Rechtspflicht, vom Bürgerbüro bis zur A-16-Ebene. An der Struktur des Rathauses ändert die Sperre deshalb: nichts.

Der Bürgermeister lässt mitteilen, die Menschen müssten sich „auf ihre Stadt verlassen können“. Stimmt. Verlassen kann man sich vor allem darauf, dass die Sperre keinen einzigen Chefsessel berührt.

Ab dem 1. Januar 2027 folgt nahtlos die vorläufige Haushaltsführung, im Volksmund Nothaushalt. Vom Sperrmodus geht es direkt in den Notbetrieb – ohne Umweg über die Normalität.

Das Loch: rund 63 Millionen Euro

Geplant war für 2026 ein Minus von 50,9 Millionen Euro. Schon dafür musste die Verwaltung knapp 9,5 Millionen Euro „globalen Minderaufwand“ einplanen: eine Einsparung, die erst noch irgendwo gefunden werden muss.

Jetzt erwartet die Stadt ein Ergebnis, das rund zwölf Millionen Euro schlechter ausfällt als geplant. Macht rund 63 Millionen Euro Minus. Das Ziel, beim Defizit unter 50 Millionen zu bleiben, war schon im August Makulatur.

Grafik 2: Das Defizit 2026. Quelle: Stadt Bergisch Gladbach, Haushalt 2026 und Prognose vom 13.10.2026; Berechnung BÜRGERPARTEI GL.

Pro Tag sind das gut 170.000 Euro, pro Kopf rund 550 Euro – vom Säugling bis zur Seniorin. Die Bagatellgrenze der Haushaltssperre reißt die Stadt rechnerisch etwa alle acht Minuten. Auch nachts. Auch sonntags.

Als Gründe nennt die Stadt weniger Steuern, mehr Jugendhilfe und höhere Abschreibungen. Im Hauptausschuss nannte der Kämmerer 13 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer und mindestens sieben Millionen mehr Kreisumlage. Für 2027 rechnet er mit einem Pflicht-Haushaltssicherungskonzept, für 2032 hält die eigene Prognose sogar eine Überschuldung für möglich.

Was ist ein Haushaltssicherungskonzept? Ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) wird Pflicht, wenn eine Stadt ihre Rücklagen in größerem Umfang aufzehrt. Die Kommunalaufsicht muss es genehmigen, bis dahin gilt der Nothaushalt. Unter Druck geraten dann vor allem freiwillige Leistungen wie Kultur, Sport und Vereinsförderung.

Und das Personal? Es ist nicht allein schuld. Aber es ist ein dicker Posten, den die Stadt selbst in der Hand hat: Mehr als jeder fünfte Euro der Aufwendungen fließt ins eigene Personal.

Grafik 3: Personalaufwand im Kernhaushalt. Quelle: Haushaltsbücher 2018, 2023 und 2026, ausgewertet in der Strukturanalyse der BÜRGERPARTEI GL.

Seit 2014 haben sich die Personalkosten fast verdoppelt, von 55,5 auf 110,8 Millionen Euro im Plan 2026. Ein Teil davon sind Tariferhöhungen. Wie groß dieser Teil ist, könnte die Verwaltung beziffern. Die BÜRGERPARTEI GL hat im Mai danach gefragt. Antwort: bis heute keine.

Das Rathaus wächst zehnmal so schnell wie die Stadt

Seit 2014 ist der Stellenplan von 1.056,5 auf 1.528,5 Stellen gewachsen: plus 44,7 Prozent. Die Einwohnerzahl stieg im selben Zeitraum um rund vier Prozent. Das Rathaus wächst also mehr als zehnmal so schnell wie die Stadt, die es verwaltet.

Grafik 4: Stellenplan und Einwohnerzahl 2014 bis 2026. Quelle: Stellenpläne 2014 und 2026; Strukturanalyse der BÜRGERPARTEI GL.

Mit der Personaldichte von 2014 käme die Stadt heute mit rund 1.100 Stellen aus. Im Plan stehen 1.528,5.

Am schnellsten ging es zwischen 2017 und 2022: im Schnitt 5,36 Prozent mehr Stellen pro Jahr. Das liegt genau in dem Korridor, den der britische Marinehistoriker C. Northcote Parkinson schon 1955 beschrieben hat: Verwaltungen wachsen um 5,17 bis 6,56 Prozent im Jahr, egal wie viel Arbeit anfällt.

Parkinson hat das satirisch zugespitzt, aber nicht erfunden. Seine Belege waren echt: Die britische Marine hatte immer weniger Schiffe, die Admiralität immer mehr Beamte. Das galt damals, und es gilt heute – in Bergisch Gladbach steht es im Stellenplan.

Ja, es gibt neue Pflichtaufgaben: Kita-Ausbau, Ganztag, Digitalisierung, Zuwanderung. Die gibt es in Siegen und Neuss aber auch. Dort wuchsen die Stellenpläne bis 2023 um 11,1 und 25,5 Prozent.

Grafik 5: Verwaltungsdichte im Städtevergleich. Quelle: Strukturanalyse der BÜRGERPARTEI GL, Stand 03.05.2026.

Nicht mitgezählt sind die städtischen Töchter: Zanders-Entwicklungsgesellschaft und IPGL planen bis 2028 zusammen 26 Stellen, die in keinem Stellenplan der Stadt auftauchen.

Aus zwei Chefsesseln wurden neun

Den größten Sprung hat die Spitze gemacht. 2014 standen im Stellenplan zwei Stellen der Besoldungsgruppe A 16. Heute sind es neun.

Was ist A 16? A 16 ist die höchste Besoldungsgruppe für Laufbahnbeamtinnen und -beamte. Im Stellenplan heißt das Amt Leitende Direktorin oder Leitender Direktor, in der Regel sind das Fachbereichsleitungen. Darüber kommen nur noch die Wahlbeamten: Bürgermeister und Beigeordnete.

Grafik 6: A-16-Planstellen 2014 und 2026. Quelle: Stellenpläne 2014 und 2026 (Haushaltsplan-Entwurf 2026, S. 399).

Gleichzeitig schrumpfte die mittlere Führungsebene A 14 von 16 auf 11,5 Stellen. 2014 kamen auf eine A-16-Stelle acht A-14-Stellen, heute sind es 1,3. Die Pyramide hat Bauch angesetzt – ganz oben.

Grafik 7: Die Besoldungspyramide 2014 und 2026. Quelle: Stellenpläne Teil A, ausgewertet in der Strukturanalyse der BÜRGERPARTEI GL.

Bergisch Gladbach hat inzwischen mehr Leitende Direktoren als Direktoren: neun zu sechs. Wer hier vom Direktor zum Leitenden Direktor wird, steigt nicht auf, sondern wechselt in die Mehrheit.

Die neunte Stelle kam zuletzt dazu: 2024 standen acht im Plan, seit 2025 sind es neun. Welche, warum und auf welchen Ratsbeschluss hin, hat die BÜRGERPARTEI GL am 10. Juni gefragt. Zwischendurch sollte die Frage nach dem öffentlichen Stellenplan hinter verschlossenen Türen beantwortet werden. Den Antrag der BÜRGERPARTEI GL, sie öffentlich zu behandeln, ließ die Verwaltung ebenfalls unbeantwortet.

Die Antwort im Hauptausschuss am 7. Oktober: keine. Fachbereichsleiter David Sprenger verwies auf eine „formale Antwort“ und darauf, dass er das Organigramm in ungefähr drei Sekunden gegoogelt habe. Wir haben auch gegoogelt. Das Organigramm zeigt Kästchen und Namen. Besoldungsgruppen, Bewertungen, Kosten: Fehlanzeige.

Deshalb noch einmal, zum Mitschreiben und ohne Namen: Welche Funktionen sind mit A 16 bewertet? Wann und wie wurden sie zuletzt bewertet? Was kosten A 15 und A 16 zusammen pro Jahr? Das passt auf eine Seite. Googeln kann man es nicht.

Gespart wird unten. Oben wird gegoogelt.

Ob auch oben gespart wird, belegt die Verwaltung nicht. Wo unten gespart wird, hat sie selbst aufgeschrieben und im Hauptausschuss berichtet:

Tabelle 1: Gespart wird unten. Quelle: Mitteilung zum Personalkostenrahmen (Vorlage 0546/2026) und Hauptausschuss vom 07.10.2026.

Trotzdem reißt die Stadt ihren eigenen Personalkostenrahmen: 2026 um rund 1,15 Millionen Euro, 2027 laut Hochrechnung um rund 4,77 Millionen.

Laut Verwaltung trifft die Wiederbesetzungssperre Führung und Sachbearbeitung gleichermaßen. Beweisen ließe sich das mit einer Liste der Ausnahmen seit Juli. Zugesagt war sie für Oktober. Jetzt soll sie erst mit dem nächsten Halbjahresbericht kommen, weil der Zeitraum zu kurz sei. Ausnahmen zählt man aber nicht in Monaten, sondern in Zeilen.

Chronik: gefragt, vertagt, gegoogelt

Seit Mai fragt die BÜRGERPARTEI GL nach Zahlen zur Personalentwicklung: zwei Anfragen, ein Antrag. Inhaltlich beantwortet wurde bis heute nichts davon. Die Haushaltslage hat sich in dieser Zeit bewegt. Die Antworten nicht.

Tabelle 2: Chronik der Anfragen und der Haushaltslage, Mai bis Oktober 2026.

Was jetzt auf den Tisch muss

Höhere Grund- und Gewerbesteuern sind laut Haushaltsbegleitbeschluss nur das letzte Mittel. Bevor den Bürgerinnen und Bürgern wieder in die Tasche gegriffen wird, gehört die Spitze der Verwaltung auf den Prüfstand. Die BÜRGERPARTEI GL fordert:

  1. Antworten auf die drei Kernfragen zu A 16 – ohne Namen, auf einer Seite und vor den Haushaltsberatungen 2027.
  2. Die Liste der Ausnahmen von der Wiederbesetzungssperre, wie im Juli zugesagt, mit der Angabe, ob Leitungsstellen darunter sind.
  3. Einen Deckel für die Spitze: bis 2030 höchstens so viele A-16-Stellen wie 2018, rund sechs statt neun.
  4. Einen Konzern-Stellenplan, der auch die Töchter zeigt: ZEG, IPGL und Schulbau GmbH.
  5. Fachbereichsleitungen auf fünf Jahre, mit Option auf Verlängerung.

Keiner dieser Vorschläge kostet eine einzige Kita-Stelle. Sie setzen dort an, wo der Stellenplan prozentual am stärksten gewachsen ist: ganz oben.

„Sparen ist glaubwürdig, wenn es oben anfängt“, hat Thomas Klein im Hauptausschuss gesagt. In Bergisch Gladbach fängt Sparen bei 1.000 Euro an. Ob es jemals bei A 16 ankommt, verrät die Verwaltung nicht.

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Sonniger Park am Deutschen Platz in Bensberg

Bensberg eröffnet neugestalteten Deutschen Platz mit Parkanlage

12 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Nach rund acht Monaten Bauzeit ist die Grünanlage am Deutschen Platz und Hindenburgplatz in Bensberg wieder zugänglich. Am Freitag, 16. Oktober, wird die umgestaltete Parkanlage offiziell eröffnet. Im Anschluss verschenkt die Stadt 50 Bäume an Grundstückseigentümer in Bergisch Gladbach.

Mehr Platz zum Spielen, neue Sitzgelegenheiten und eine aufgewertete Grünanlage: Der Deutsche Platz und die angrenzende Parkanlage in Bensberg sind nach umfangreichen Bauarbeiten fertiggestellt. Seit dem 5. Oktober ist das Gelände wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die offizielle Eröffnung findet am Freitag, 16. Oktober 2026, um 14 Uhr gemeinsam mit Bürgermeister Marcel Kreutz statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen.

Besonders Familien und Kinder sollen von der Neugestaltung profitieren. Der Spielplatz wurde erweitert und bietet neue, teilweise barrierefrei nutzbare Spielmöglichkeiten auf mehreren Ebenen.

50 Bäume für Bergisch Gladbach

Direkt im Anschluss an die Eröffnung beginnt um 14.30 Uhr die Bürgerbaum-Aktion von StadtGrün. Wie bereits 2022 und 2024 stellt die Stadt erneut 50 Bäume kostenlos zur Verfügung. Finanziert werden sie aus Mitteln der Baumschutzsatzung.

Das Angebot richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken in Bergisch Gladbach. Die Bäume sollen im Geltungsbereich der städtischen Baumschutzsatzung gepflanzt werden. Die Ausgabe erfolgt, solange der Vorrat reicht.

Das Ende der Veranstaltung ist gegen 15.30 Uhr geplant. Mitarbeitende der Abteilung StadtGrün stehen währenddessen für Fragen zur neugestalteten Anlage zur Verfügung.

Mehr Aufenthaltsqualität und neue Spielmöglichkeiten

Die Arbeiten wurden im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Bensberg umgesetzt. Unter dem Leitgedanken „Wechselvolle Geschichte trifft auf Gegenwart“ sollte die bestehende Parkanlage behutsam weiterentwickelt und als öffentlicher Treffpunkt in der Innenstadt gestärkt werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Platzfläche am Ehrenmal. Sie soll künftig stärker als Stadtplatz und zentraler Begegnungsort dienen. Dafür wurden die Grundfläche leicht angepasst und die Wegeführung mit zwei geradlinigen Achsen klarer gestaltet. Auch die Zugänge zum Platz und zum oberen Bereich der Grünanlage wurden einladender angelegt.

Helles Betonsteinpflaster, wassergebundene Flächen und neue, stadtklimaverträgliche Baumarten mit lichten Kronen sollen für eine offenere Atmosphäre sorgen und zugleich Schatten spenden.

Neue Bepflanzung und Landschaftsliegen

Auch die Grünflächen wurden umfassend überarbeitet. Stark zugewachsene und überalterte Bereiche wurden zurückgenommen und mit einer vielfältigen Auswahl an Stauden und Gehölzen neu bepflanzt. Darüber hinaus wurde die Allee instand gesetzt.

Auf der östlichen Rasenfläche laden neue Landschaftsliegen künftig zum Verweilen ein. Insgesamt soll die neugestaltete Anlage mehr Möglichkeiten zum Spielen, Erholen und Begegnen bieten und den Deutschen Platz als Teil der Bensberger Innenstadt aufwerten.

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