Zum 70-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaften hat Bergisch Gladbach Gäste aus mehreren Partnerstädten empfangen. Bei einem Besuch der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) ging es darum, wie aus langjährigen freundschaftlichen Beziehungen neue Kooperationen in Studium und Forschung entstehen können.

Seit 1956 pflegt Bergisch Gladbach Städtepartnerschaften mit Luton in England, Velsen in den Niederlanden und Bourgoin-Jallieu in Frankreich. Zum 70-jährigen Jubiläum kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den Partnerstädten nach Bergisch Gladbach. Gemeinsam mit den örtlichen Städtepartnerschaftsvereinen besuchten sie die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW).
Dabei wurde deutlich, dass die internationalen Beziehungen nicht nur Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sondern auch neue Perspektiven für Hochschulen und Studierende eröffnen.
Campusleiter Peter Tutt begrüßte die Gäste mit einer Bergischen Kaffeetafel. Bei Waffeln, herzhaften Spezialitäten und Kaffee aus der traditionellen Dröppelminna kamen die Besucher miteinander ins Gespräch. Anschließend stellte Tutt die Hochschule bei einer Präsentation und einem Rundgang vor.
Auch FHDW-Präsident Prof. Dr. Eckhard Koch, der Leiter des Campus Mettmann und der Unternehmenskooperation Mettmann und Bergisch Gladbach, Dr. Alexander Brändle, sowie Karin Carroll-Scott, Leiterin des International Office, waren für den Termin angereist.
Koch erläuterte die internationale Ausrichtung der Hochschule. Seit zwei Jahren verfolge die FHDW eine deutlich internationalere Strategie. Dazu gehörten auch englischsprachige Studiengänge, die ab Herbst beziehungsweise im folgenden Jahr angeboten werden sollen.
Neue Kooperation mit Hochschule in Luton
Ein konkretes Beispiel für die Zusammenarbeit ist die neue Kooperation der FHDW mit der University of Bedfordshire in Luton. Damit erhält die Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und der englischen Stadt eine zusätzliche akademische Dimension.
Auch mit einem College im litauischen Marijampolė, einer weiteren Partnerstadt Bergisch Gladbachs, arbeitet die Hochschule bereits zusammen. Solche Verbindungen sollen den internationalen Austausch stärken und Studierenden zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.
Das International Office plant bereits weitere Kooperationen. Karin Carroll-Scott nannte als mögliches Modell ein sogenanntes „1-plus-1-Programm“. Dabei könnten Studierende Abschlüsse im Ausland und an der FHDW erwerben, die in beiden Ländern anerkannt werden. Langfristig strebt die Hochschule zudem Doppelmasterabschlüsse mit internationalen Partnern an.
Ehrenamt als Grundlage internationaler Kontakte
Der Besuch machte zugleich deutlich, welche Rolle die Städtepartnerschaftsvereine bei der Pflege internationaler Beziehungen spielen. Durch ihr ehrenamtliches Engagement organisieren sie Begegnungen, halten Kontakte aufrecht und schaffen Voraussetzungen für neue gemeinsame Projekte.
Die Zusammenarbeit mit Hochschulen zeigt, dass die seit Jahrzehnten bestehenden Partnerschaften auch für Bildung und Wissenschaft neue Chancen eröffnen. Aus persönlichen Kontakten können so langfristige Kooperationen entstehen, von denen Studierende und Hochschulen auf beiden Seiten profitieren.





