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Neuer Kurs für angehende Tagesmütter und –väter in Kooperation mit dem DRK

13 Juni 2017 von Darian Lambert

Infoabend am 12. Juli

Das Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach und das Deutsche Rote Kreuz kooperieren bei der Qualifizierung von angehenden Tagespflegepersonen.

Alle Interessierte sind eingeladen, sich beim Infoabend am 12. Juli 2017 von 19:00 bis voraussichtlich 20:30 Uhr zu informieren.
Die Veranstaltung findet im DRK Familienbildungswerk, Franz Heider Str. 58, 51469 Bergisch Gladbach.
Die Leitung hat Sylvia Ohmstede von der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach.

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Bergische 50 – Neue Strecke

08 Juni 2017 von Gregor Herzfeld

Neue Strecke verspricht noch mehr Natur und Highlights bei Zweitauflage

– Auch neu: „Schüler-Derby“ – kostenloser Wettbewerb für Schüler mit tollen Aktionen
– McTREK: Outdoor Sportbekleidungsunternehmen unterstützt Bergische 50
– Bergische 50 touristisch wichtige Bedeutung für das Bergische Land
– Veranstalter rechnen mit weit über 1.000 Teilnehmern bei Zweitauflage

Bergisches Land. Die Erlebniswanderung Bergische 50 durch Kürten, Bergisch Gladbach und Odenthal lockt bei ihrer Zweitauflage am 3. September 2017 mit einer neuen Strecke.
´Noch mehr Natur, dafür weniger Asphalt` ist die Essenz der überarbeiteten Streckenführung, die zwischen den Veranstaltern der Bergischen 50, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Unteren Landschaftsbehörde optimiert und nun final abgestimmt wurde. „Wir haben gemeinsam und im Sinne der Veranstaltung eine wirklich tolle Strecke auf die Beine gestellt bekommen. Die Untere Landschaftsbehörde hat uns dabei super unterstützt und wir konnten den Wünschen vieler Teilnehmer entsprechen, noch mehr Wald- und Wanderwege in die Streckenführung zu integrieren“, sagt Veranstalterin Anna Malorny-Hey. Der Start- und Zielbereich wurde von Bergisch Gladbach nach Kürten an die Gesamtschule gelegt. verlegt. Hier locken zahlreiche Attraktionen für Klein und Groß. Ein Rahmenprogramm mit tollen Angeboten regionaler Produkte und Leckereien sowie ein umfangreiches Bühnen-programm sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung und guten Genuss. „Das Bergische hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zur Wanderregion entwickelt.

 

Die Erstauflage der Bergischen 50 hat bereits viele Wanderer angezogen und ich freue mich, wenn wir für die diesjährige Auflage die Strecke optimieren konnten. Kürten wird dabei als neuer Start- und Zielpunkt alle Wanderer auf das Herzlichste begrüßen und wir freuen uns sehr auf einen erlebnisreichen Wandertag. Wir haben die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft direkt vor unserer Haustür, das Bergische Land ist wunderschön – auf diese Art kann man es entdecken“, sagt Kürtens Bürgermeister, Willi Heider.

 

Von hieraus verläuft die 50km lange Wanderstrecke, die in längstens zwölf Stunden absolviert wird, in einem Schlenker nach Kürten-Olpe über die Ortschaften von Bechen, Eikamp, Herrenstrunden, Spitze, Dürscheid, Biesfeld und Eichof, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie der Kirche St. Johann Baptiste, dem Eselsdenkmal Bechen, dem Klettergarten K1, der Burg Zweiffel, dem Strundenfest Herrenstrunden und dem Rathaus von Kürten zurück in den Zielbereich. Die komplette Strecke kann ab sofort unter www.bergische50.de eingesehen werden.

Genussvolle und qualitative Erlebniswanderung garantiert
Die Besonderheit der Bergischen 50 als Erlebniswanderung liegt neben der schönen Streckenführung vor allem in der umfangreichen Verpflegung und perfekten Versorgung der Wanderer. Hier geben sich die Organisatoren besonders viel Mühe und investieren in das Wohl der Teilnehmer. Das Leistungspaket umfasst alles, was das Wanderherz begehrt. Neben einer Wanderkarte in digitaler Form sowie auch als Faltplan, Erfrischungstüchern, Trinkflasche, Ziel-Massage, warmer Mahlzeit, einem Energie-Startpaket mit Müsliriegel, Banane und Apfel, gehört auch eine umfangreiche Strecken- und Zielverpflegung vom Verpflegungspartner REWE dazu. „Die Wanderer sollen einen einmaligen Tag im Bergischen Land erleben. Wir geben daher alles dafür, dass unserer Teilnehmer unbeschwert und gut ernährt vom Start weg bis zum Zieleinlauf Freude und Spaß an ihrer Wanderung haben“, so Anna Malorny-Hey.

 

„Schüler-Derby“ – kostenloser Wettbewerb für Schüler mit tollen Aktionen
Neu im Programm ist ein kostenloser Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn. Sechs Schüler bilden beim „Schüler-Derby“ jeweils ein Team, welches gemeinsam eine zehn Kilometer lange Wanderstrecke bestreitet und dabei Erlebnispunkte bei einer spannenden Wander-Rally sammeln kann.  Jede Schule kann ein oder mehrere Teams für das Schüler-Derby anmelden. Die Teams können als Mädchen-, Jungen- oder gemischtes Team an den Start gehen. „Ziel ist es, das Thema Wandern in die Schulen zu bringen und die Schüler dafür zu sensibilisieren“, sagt Malorny-Hey. Denn Wandern ist ein aktives Naturerlebnis, stellt Kulturverbundenheit her, schafft Bewegung und Regeneration und ermöglicht soziale Kontakte und Geselligkeit. Zudem ist bei der Bergischen 50 Teamfähigkeit gefordert.

Zahlreiche Erlebnisstationen werden hierzu auf der  10-Kilometer-Strecke  eingerichtet, die von den Schülern bewältigt werden müssen. Dabei werden so viele Punkte wie möglich gesammelt. Die Erlebnisstationen decken unterschiedliche Bereiche aus dem schulischen Fächerkanon ab: Sport, Naturwissenschaften, Allgemeinwissen, Geschichte, Biologie, Mathematik und andere spannende Aufgaben warten auf die Schüler. Zwischen den Aufgaben können die Schüler die Natur des Bergischen Landes genießen. Welches Team am Ende die meisten Punkte erspielen konnte, gewinnt das „Schüler-Derby“. Alle Schulen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis werden derzeit vom Veranstalter angeschrieben.

McTREK: Outdoor Sportbekleidungsunternehmen unterstützt Bergische 50
Neben den Neuerungen kann mit McTREK Outdoor Sports auch ein neuer Partner präsentiert werden. „Wir freuen uns sehr, dass die Bergische 50 in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgetragen wird und wir als Outdoor-Spezialist mit dabei sind. Die Premiere hat gezeigt, das Erlebniswanderungen, wie auch die in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindende Spessart 50, absolut Potential haben. Die Menschen möchten Ihre Umgebung und die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen und erleben. Was kann es da Schöneres geben, als in Gemeinschaft die Schönheit des Bergischen Landes zu entdecken? Wir sind wirklich überzeugt davon, dass die Bergische 50 auch in diesem Jahr ein voller Erfolg wird“, sagt Tim Wiese, Marketingleiter YEAH! AG.

“It’s Great Out There!” Plattform für Wanderer der Bergischen 50
Seit Anfang des Jahres ist die YEAH! AG Mitglied der European Outdoor Group und Gründungsmitglied der angegliederten „It’s Great Out There“-Koalition. Ziel dieser Koalition ist es, die Menschen für Aktivitäten in der Natur zu begeistern. Jeder definiert sein perfektes Outdoor-Erlebnis auf ganz unterschiedliche Weise. Für manche sind es die Sonntags-spaziergänge mit Kind und Hund, andere suchen sich die Herausforderungen bei einer mehrtägigen Wandertour in den Bergen. Die ganz individuellen Abenteuer, auch ‚Microadventures‘ genannt, können die Leute direkt in Ihrer näheren Umgebung finden, so auch im Bergischen Land. McTREK Outdoor Sports möchte mit „It’s Great Out There“ zeigen, dass Outdoor in all seinen Facetten Spaß macht, gesund hält und Lebensfreude weckt. Auch die Wanderer der Bergischen 50 können unter www.itsgreatoutthere.com mitmachen. Als Partner und Unterstützer der Veranstaltung bietet McTREK Outdoor Sports allen Teilnehmern von der Bergischen 50 nicht nur die Möglichkeit, sich vor dem Event in den 39 deutschlandweiten Filialen umfassend beraten zu lassen, sondern -wie auch im McTREK Online-Shop- auch die passende Wanderausrüstung für die Bergische 50 zu finden, natürlich zum Niedrigstpreis. Bislang haben sich über 500 Wanderer für die Zweitauflage am 3. September angemeldet. Die Veranstalter rechnen mit einer Beteiligung von weit über 1.000 Wanderern.

 

Touristisch wichtige Bedeutung für das Bergische Land
Auch touristisch gesehen hat die Bergische 50 für das Bergische Land eine wichtige Bedeutung. „Die Bergische 50 ist eine Veranstaltung mit besonderer Bedeutung für das Bergische Wanderland. Sie zieht sportlich orientierte Wanderer aus ganz Deutschland ins Bergische und hat damit einen Leuchtturmcharakter. Die Teilnehmer erwandern sich die abwechslungsreiche Landschaft des Naturparks Bergisches Land und nutzen die hervorragende Wanderinfrastruktur unserer Region. Outdoorsportarten wie Wandern, Trekking, Nordic Walking, Radfahren sind ein wichtiger Teil des Markenkerns des Bergischen Landes, die in den kommenden Jahren weiterhin im Zentrum unseres Marketings stehen werden. Daher ist es für uns ein großer Glücksfall eine professionelle Wanderveranstaltung, wie die Bergische 50 in der Region zu haben, denn sie nutzt die gute Wanderinfrastruktur, um ein buchbares Angebot zu entwickeln und zu vermarkten. Daher sind wir gerne als Partner dabei und unterstützen die Veranstalter mit einer Wanderkarte, die jeder Teilnehmer in seinem Starterset findet und helfen den Gästen bei der Suche nach Hotelzimmern. Außerdem stellen wir uns auch selbst der sportlichen Herausforderung. Im vergangen Jahr haben wir als Staffel teilgenommen in diesem Jahr werden mehrere Mitarbeiter die gesamte Bergische 50 wandern. Ich wünsche alle Teilnehmern viel Spaß, gutes Wetter und einen herrlichen Tag im Bergischen“, sagt Tobias Kelter, Geschäftsführer Naturarena Bergisches Land GmbH.


Anmelden kann man sich online unter www.bergische50.de. Der Organisationsbeitrag beträgt aktuell 55,- Euro. 2er- oder 4er-Staffeln können sich ab 95,- Euro anmelden.
Angebote und weitere Informationen zu McTREK unter www.mctrek.de

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Schnellere Bearbeitung der Anträge für Schwerbehindertenausweise

21 Mai 2017 von Gregor Herzfeld

Ausstellung von Schwerbehindertenausweisen:
Kreis ändert Öffnungszeiten in der Stadtmitte – Schnellere Bearbeitung der Anträge – Komplexe Prüfung für das Land

Jedes Jahr gehen beim Rheinisch-Bergischen Kreis 7.000 bis 8.000 Anträge für die Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises ein. Um dieser großen Anzahl effizient gerecht zu werden, werden nun zusätzlich Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Abläufe umgesetzt. Nach personellen Verstärkungen erfolgt nun auch eine Änderung der Öffnungszeiten. Für eine möglichst schnelle Entscheidung ist aber auch die Mithilfe der Antragsteller nötig, die ihre Unterlagen möglichst vollständig abgeben sollten. Dann kann die Bearbeitung schneller starten.

Generell schreibt das Gesetz vor, dass bis zur Ausstellung oder Änderung eines Behindertenausweises viele Personen und Institutionen beteiligt werden müssen. Wenn ein Antrag beim Rheinisch-Bergischen Kreis eingeht, schreiben die Mitarbeiter die Hausärzte, Fachärzte, Krankenhäuser, Rehakliniken, Berufsgenossenschaften, Psychotherapeuten, Krankenkassen oder Pflegekassen an. Die Antworten der Beteiligten dienen dann zur Entscheidung über die Ausstellung eines Behindertenausweises, die Festlegung des Grades der Behinderung und der Merkzeichen. Dazu gehören beispielsweise „G“ für gehbehindert, „aG“ für außergewöhnlich gehbehindert, „Bl“ für blind und „H“ für hilflos. Erst aufgrund dieser besonderen Merkmale können unter anderem Vergünstigen bei den Fahrtkosten in Bus und Bahn erworben werden. Der Grad der Behinderung reicht dafür alleine nicht aus.

Anhand der Expertisen der Beteiligten trifft der Rheinisch-Bergische Kreis dann eine Entscheidung. Durch die Vielzahl der Beteiligten werden in der Regel drei bis sechs Monate benötigt, ehe alle Informationen für eine fundierte Einstufung eingetroffen sind. Hierbei muss bei den Beteiligten oftmals nachgehakt werden. Wenn alle Daten vorliegen, einschließlich der Stellungnahme des ärztlichen Dienstes, dauert es nur noch einige Tage bis zur Entscheidung durch den Rheinisch-Bergischen Kreis. Mit dieser Verfahrensdauer erledigt der Rheinisch-Bergische Kreis die Bearbeitung der Anträge in der gleichen Zeit wie alle anderen kreisfreien Städte und Kreise, die diese Aufgabe im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen wahrnehmen.

Anträge online einreichen

Die Bearbeitung der Anträge und die Bewertung der Informationen ist ein sehr komplexer Vorgang, bei dem viele Aspekte beachtet werden müssen. Schließlich wollen die Mitarbeitenden jedem Antragsteller auch gerecht werden. Dafür benötigen sie Zeit und Konzentration, um möglichst effizient und in guter Qualität eine Vielzahl von Anträgen zu bearbeiten. Um diese Voraussetzungen noch besser zu ermöglichen, verändert der Rheinisch-Bergische Kreis seine Öffnungszeiten. Künftig ist die Stelle für die Ausstellung der
Schwerbehindertenausweise Montag und Mittwoch von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet.

Zusätzlich sind auch am Freitagvormittag – von 8.30 Uhr bis 12 Uhr – die Türen offen. Die Publikumszeiten am gesamten Dienstag und am Donnerstagnachmittag entfallen ab dem 1. Juni. Dies führt dazu, dass Anträge in Zukunft schneller bearbeitet werden können. Kundenzählungen und -analysen haben ergeben, dass 70 Prozent der Besucher lediglich ihre Anträge abgeben möchten. Dies ist selbstverständlich weiterhin zu den Öffnungszeiten des Büros auf dem Zanders Gelände in der Bergisch Gladbacher Innenstadt, An der Gohrsmühle 25, Raum 202, möglich. Außerhalb der Besucherzeiten können die Anträge im Briefkasten hinterlegt werden. Die Abgabe der Papiere ist ebenfalls in den Bürgerbüros der kreisangehörigen Städte und Gemeinden möglich. Aber natürlich lassen sich alle Anträge auch online stellen. Diese Möglichkeit erspart den Gang in eine der zahlreichen Anlaufstellen. Dafür sind alle Informationen auf der Internetseite des Rheinisch-Bergischen Kreises (www.rbk-direkt.de) unter dem Stichwort „Schwerbehindertenausweise“ verfügbar.

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Global Marijuana March am Samstag in Köln

Global Marijuana March am Samstag in Köln

04 Mai 2017 von Gregor Herzfeld

Rauchzeichen über der Domstadt

Am 6. Mai um 14:00 Uhr, findet wieder der Global-Marijuana-March (GMM) in Köln auf dem Heumarkt statt. Diese Cannabis-Legalisierungsbewegung wurde 1999 in den USA ins Leben gerufen und wird inzwischen jährlich in 72 Ländern zelebriert. Dieses Jahr werden mehr als 30 Städte in Deutschland daran teilnehmen. Als bisher einzigster Bürgermeister in Deutschland, hat auch diesmal Andreas Hupke wieder die Schirmherrschaft für dieses Thema übernommen.

Viele Parteien, werden auch auf dem GMM-Event 2017 wieder vertreten sein. Neben den Parteien der BV Innenstadt, wie Die PIRATEN, die GRÜNEN, die FDP und DIE LINKE, werden auch die Bürgerpartei GL, DIE PARTEI und Jugendorganisationen wie die JuLis, die Solid- Jugend und engagierte Aktivisten dort ihre Standpunkte darlegen.

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Bürgerbeteiligung am neuen Landschaftsplan Odenthal: Jetzt Anregungen einbringen

02 Mai 2017 von Darian Lambert

Für das Gebiet der Gemeinde Odenthal überarbeitet die Untere Naturschutzbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises derzeit den Landschaftsplan. Bis zum 2. Juni haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, ihre Anregungen und Bedenken zu dem ersten Entwurf des Landschaftsplans zu äußern. So können sie aktiv an der Gestaltung ihrer Umwelt mitwirken.

Die derzeitige Überarbeitung hat die bereits seit 2004 beziehungsweise seit 1993 bestehenden Landschaftspläne Nr. 2 „Eifgenbachtal“ und Nr. 3 „Große Dhünntalsperre“ sowie den Landschaftsplan Nr. 4 „Mittlere Dhünn“ aus dem Jahr 1995 zur Grundlage. Jetzt geht es im Wesentlichen darum, den Landschaftsplan an die aktuelle Rechtslage anzupassen, denn in den letzten Jahren hat es im Bundesnaturschutzgesetz und im Landesnaturschutzgesetz von Nordrhein-Westfalen zahlreiche Änderungen gegeben. Diese umfassen beispielsweise die Bedeutung von Flächen für einen Biotopverbund. Im künftigen Landschaftsplan liegen einige Flächen, die eine herausragende Bedeutung für den Biotopverbund haben und daher besonders schützenswert sind. Auf dem Gebiet des Landschaftsplans „Odenthal“ gilt für die geplanten Naturschutzgebiete, Naturdenkmale und geschützten Landschaftsbestandteile eine sogenannte Veränderungssperre. Dort sind vom Zeitpunkt der Bekanntmachung bis zum Inkrafttreten des Landschaftsplans alle Änderungen untersagt, ihre Nutzung ist aber natürlich weiterhin erlaubt. Ziel ist es, die Landschaftsplanung im Rheinisch-Bergischen Kreis zu vereinheitlichen, damit in allen Bereichen des gesamten Kreisgebietes die gleichen Bedingungen gelten.
Der Entwurf des neuen Landschaftsplans kann beim Amt Planung und Landschaftsschutz im Kreishaus Heidkamp (Am Rübezahlwald 7, Bergisch Gladbach), ab sofort bis zum 
2. Juni montags bis donnerstags von 8.30 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 
13 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung eingesehen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Planentwurf bei der Gemeinde Odenthal, Altenberger-Dom-Straße 29, 51519 Odenthal, im Geschäftsbereich 3, Bauen und technische Dienste, Zimmer 5, in der Zeit vom 2. Mai bis zum 2. Juni 2017, zu den üblichen Dienstzeiten einzusehen. Während dieses Zeitraums steht zusätzlich am 11. und am 18. Mai von 15:30 – 18:00 Uhr im Geschäftsbereich 3, Bauen und technische Dienste, Zimmer 5 ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung für Informationen und Beratungen zur Verfügung.
Alle Anregungen werden im Verfahren einzeln geprüft, abgewogen und in die Entscheidung mit einbezogen.
Weitere Informationen zum Planentwurf und dem Thema Landschaftsplanung stehen auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises, www.rbk-direkt.de, Suchbegriff „Landschaftsplanung im Kreis“, zur Verfügung. Dort finden Sie die verschiedenen Landschaftspläne.
Für konkrete Nachfragen ist auch Bernd Guder, Mitarbeiter bei der Unteren Naturschutzbehörde, telefonisch unter 02202 13-2540 erreichbar.

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Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger 2017: Kreis bittet um Vorschläge

02 Mai 2017 von Darian Lambert

Der Rheinisch-Bergische Kreis zeichnet jedes Jahr bis zu 25 Personen mit der Ehrennadel in Gold aus. Damit werden Bürgerinnen und Bürger geehrt, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen einbringen. Vor diesem Hintergrund werden alle Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis dazu aufgerufen, jetzt Vorschläge einzureichen.

Voraussetzung für eine Ehrung ist, dass sich die entsprechende Person mindestens zehn Jahre lang in besonderem Maße ehrenamtlich in den Bereichen Jugendförderung, Soziales oder Kulturpflege verdient gemacht hat. Daneben muss die Tätigkeit schwerpunktmäßig im Gebiet des Rheinisch-Bergischen Kreises ausgeübt werden. Es können nur Einzelpersonen, die stellvertretend für Vereine oder Organisationen benannt sind, geehrt werden.
Die Anerkennung erfolgt im Rahmen einer Feierstunde Anfang 2018, in der die zu Ehrenden mit einer vom Kreistag gestifteten Ehrennadel in Gold ausgezeichnet werden. Dies ist ein Symbol für die öffentliche Auszeichnung und soll gleichzeitig zur Nachahmung anregen.

Vorschläge mit entsprechender Begründung sowie der Benennung von mindestens zwei Referenzpersonen für jede Ehrenamtlerin oder jeden Ehrenamtler können bis zum 15. August 2017 an den Rheinisch-Bergischen Kreis, Der Landrat, Referat für Presse und Kommunikation, Am Rübezahlwald 7, 51469 Bergisch Gladbach, oder per E-Mail an pressestelle@rbk-online.de gerichtet werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises unter www.rbk-direkt.de, Stichwort „Ehrung verdienter Bürger“.

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Regionalen 2022 und 2025: Zuschlag geht ins Bergische Land

20 März 2017 von Darian Lambert

Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Bergisch Land (KAG) freut sich über das gute Abschneiden seiner beiden Teilregionen bei der Bewerbung um die Regionalen 2022 und 2025. Am Dienstag hatte das Landeskabinett über die Vergabe entschieden. Der südliche Teil des Bergischen Landes mit dem Rheinisch-Bergischen-Kreis, dem Oberbergischen Kreis und angrenzend dem Rhein-Sieg-Kreis sowie das Bergische Städtedreieck und der Kreis Mettmann hatten sich beworben. Das „Bergische Rheinland“, wie sich der südliche Verbund nennt, wurde dabei sogar als beste Bewerbung ausgewählt. Die Teilregion Bergisches Städtedreieck / Kreis Mettmann erhielt zwar keinen Regionale-Zuschlag, kann aber auf der Basis einer positiven Würdigung durch das Land mit einer deutlichen Unterstützung seiner Vorhaben rechnen.

„Damit hat das Bergische Land seine Handlungsfähigkeit und Leistungskraft wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Man sieht, dass es sich lohnt zusammenzuarbeiten“, betonte der Vorsitzende der KAG und Landrat des Rheinisch Bergischen Kreises Dr. Hermann-Josef Tebroke. Der Erfolg zeige auch, dass das Bergische Land seinem Anspruch, als wichtiger Teil des Rheinlandes zugleich Entwicklungsmotor zu sein, vollumfänglich gerecht würde. Tebroke dankte zugleich dem Land für die objektive und sachbezogene Bewertung der Bewerbungskonzepte.

Das Bewerbungskonzept des Bergischen Rheinlandes steht unter der Leitidee einer strukturierten und ausbalancierten Entwicklung, die sich im Spannungsfeld zwischen der dynamischen Rheinschiene und den Potenzialen des eher ländlich geprägten Bereichs ergibt. Es sollen nun Vorhaben in den Bereichen „Qualität von Wohnen und Leben“, „Innovation schafft Arbeit“, „Ressource trifft Kulturlandschaft“, „Mobilität und Digitalisierung als Zukunftsmotor“ sowie „Neue Partnerschaften quer vernetzt“ umgesetzt werden.

Die Bewerbung des Bergischen Städtedreiecks setzt unter dem Titel „Modellregion für Transformation“ vor allem auf die flexible Unterstützung des herausgehobenen bürgerschaftlichen Engagements in der Region. Genau diesen Ansatz will das Land nun jenseits der Regionale aufgreifen.

Über die REGIONALE
Die „REGIONALE“ ist ein Strukturförderungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 1997 bietet das Land über das Instrument der REGIONALEN alle zwei bis drei Jahre einer ausgewählten Region die Gelegenheit, ihre eigenen Stärken, charakteristischen Merkmale und Qualitäten herauszuarbeiten und zu präsentieren.

Zusammenschlüsse aus Kommunen und Kreisen in NRW können sich für die Durchführung einer REGIONALE bewerben mit gemeinsam erarbeiteten Ideen für die Weiterentwicklung und Stärkung der Region. Erhält eine Region den Zuschlag, werden Projekte, die Antworten auf die Fragen der Zukunft finden, mit Fördermitteln des Landes in dreistelliger Millionenhöhe zeitlich begrenzt gefördert.

REGIONALEN eröffnen der jeweiligen Region vielfältige Möglichkeiten, das Lebensumfeld der Menschen attraktiver zu gestalten. Die geförderten Maßnahmen betreffen Bereiche wie Umwelt und Klimawandel, Wirtschaft, Mobilität, Kultur und Bildung. Alle Projekte werden einem Wettbewerbsverfahren unterzogen, der durch eine zentrale Steuerungseinheit, einer REGIONALE-Agentur, koordiniert und inhaltlich begleitet wird.

Die REGIONALEN verbessern zudem die interkommunale Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden und stärken die Regionen, deren Wirtschaft, den Tourismus und die Mobilität der Menschen vor Ort.

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Empfang und Ausstellung zum Internationalen Frauentag 2017

09 März 2017 von Darian Lambert

Seit 1911 steht jedes Jahr im März der Internationale Frauentag im Kalender. In Bergisch Gladbach gibt es seit 46 Jahren regelmäßige Veranstaltungen, natürlich auch im Jahr 2017. Nachdem bereits am 6. März die Fotoausstellung „Auf der Schwelle – Leben im Frauenhaus“ eröffnet worden ist, steht als nächstes der schon traditionelle Empfang am Samstag, dem 11. März auf dem Programm. Um 11.00 Uhr öffnet das Kunstmuseum Villa Zanders dazu seine Türen. Ausgerichtet wird die Veranstaltung vom Bündnis für Fraueninteressen FINTE e.V. Nicht nur die Netzwerkpartner, die mit Frauenpolitik zu tun haben, sind eingeladen; auch alle anderen Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen.

Die musikalische Begleitung des Vormittags wird gestaltet von Betül Sedes, Schülerin der Max-Bruch-Musikschule. Sie singt aktuelle Popsongs zur Gitarre. Das „Internationale Frauencafé“ zaubert ein deutsch-arabisches Buffet; außerdem sind der Eine-Welt-Laden und die Bergisch Gladbacher Fairtrade-Initiative mit Rosenstand wieder dabei.  Vizebürgermeister Josef Willnecker und natürlich Michaela Fahner als städtische Gleichstellungsbeauftragte sprechen Grußworte.

Ein weiteres Grußwort kommt von einer ganz besonderen Akteurin in Sachen Frauenarbeit: Afnan Ammar ist Palästinenserin, sprach von einem Jahr noch kein Wort Deutsch und steht nun am Rednerpult, um die Gäste zu begrüßen. Aber nicht nur das: Als treibende Kraft des Internationalen Frauencafés im Café Leichtsinn hält sie Frauen aus ganz unterschiedlichen Nationen, darunter viele Geflüchtete, zusammen und sorgt für ein beständiges Gemeinschaftsgefühl in einer Stadt, die nun nicht mehr ganz so fremd ist. Michaela Fahner hält große Stücke auf sie: „Am Anfang lief das Café gar nicht so gut, dann kam Afnan. Seitdem kommen auch die Frauen, viele mit ihren Kindern. Das ist ein wunderbarer Austausch geworden!“ Auf regen Austausch freuen sich die Frauen nun auch beim Empfang in der Villa am 11. März.

Was wäre Zanders ohne die Frauen? Ausstellung im Kulturhaus Zanders

Eine weitere Veranstaltung zum Internationalen Frauentag ist einige hundert Meter strundeaufwärts zu finden: Im Kulturhaus Zanders an der Hauptstraße 267/Ecke Odenthaler Straße eröffnet Archivarin Magdalene Christ am Sonntag, dem 19. März um 11.00 Uhr die Ausstellung „Lobpreis der Weiblichkeit. Frauen von und bei Zanders“, gleichzeitig Jubiläumsausstellung der Stiftung Zanders, die im April ihr 40jähriges Bestehen feiert. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit FINTE und FIF – Frauen in Führung.

Sieben Frauen stehen mit ihrer Persönlichkeit im Fokus der Darstellungen. Von der Gründerin Julie Müller, geboren 1804, nachmalige Gattin von Johann Wilhelm Zanders, bis zu Renate von Hake, der Gemahlin von Dr. Johann Wilhelm Zanders, zieht sich die Geschichte der porträtierten Zanders-Frauen durch fünf Generationen. Die meisten verloren ihre Männer früh, mussten anschließend die Geschäfte selbst führen, und schafften dies mit viel Geschick und Erfolg. Ob Maria, Anna oder Olga – alle haben ihren festen Platz in der Werks- und Stadthistorie. Alexe Altenkirch, Professorin an den Kölner Werkschulen, ist in der Zeit zwischen den Kriegen Olgas beste Freundin und kreativer Kopf in Sachen Gestaltung und Werbung für das Unternehmen. Olgas Tochter Adelheid macht sich zeit ihres Lebens stark für alternative Gesundheitsvorsorge und wird zur Chronistin der Familie.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 19. März bis zum 18. April 2017 – dem Jubiläumstag der Stiftung Zanders. Bei der Finissage präsentiert die Schauspielerin Ute Maria Lerner Texte aus dem „Kulinarischen Traktat für traurige Frauen“ des kolumbianischen Autors Héctor Abad. Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter Tel. 02202 31974.

Für die Ausstellung „Lobpreis der Weiblichkeit“ sind auch Sonderführungen nach Vereinbarung möglich: Terminabsprache mit Archivarin Magdalene Christ unter Tel. 0173 9122899.

Die Veranstaltungen noch einmal in Kürze:

Internationaler Frauentag – Empfang
Samstag, 11. März 2017, 11.00 Uhr
Villa Zanders, Konrad-Adenauer-Platz 8

„Lobpreis der Weiblichkeit“
Ausstellungseröffnung
Sonntag, 19. März 2017, 11.00 Uhr
Finissage
Dienstag, 18. April 2017, 16.00 Uhr
Kulturhaus Zanders, Hauptstr. 267

„Auf der Schwelle – Leben im Frauenhaus“
Fotoausstellung bis 17. März
Foyer des Kreishauses, Am Rübezahlwald

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Humanismus: Mehr Gender wagen!

04 März 2017 von HVD-Bergischland

Seit mehr als 100 Jahren wird soziale und politische Gleichberechtigung von Frauen in der Gesellschaft gefordert. Seit damals ist der 8. März ein öffentlicher Tag zur Erneuerung dieser Forderungen. Was kann der Humanistische Verband (HVD) zu deren Verwirklichung selbst beitragen?

Nach jahrelanger Vorberatung hatte der Humanistische Verband Deutschlands im Jahr 2015 seinen Entwurf zum „Humanistischen Selbstverständnis“ (HSV) öffentlich vorgelegt (1). Schon in dieser Phase machte Frieder Otto Wolf aufmerksam, es „… haben sich immer wieder ältere weiße europäische Männer … selber zu Vorbildern … ernannt … Das müssen wir hinter uns lassen – sonst hat der Humanismus keine Zukunft mehr! … Die Frauenfrage wird ebenso zu einer Existenzfrage des künftigen Humanismus werden wie die Herausforderungen, die von der Migration ausgehen.“ (2) Wenn wir wollen, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, sozialer und ethnischer Herkunft frei, selbst bestimmt, ohne Ausbeutung und im Einklang mit der Natur leben können, dann hat das Konsequenzen für unsere Sichtweise auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse.

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Seminar-Foto:
Oppermann

Im Rückblick auf die Begründung des (europäischen) Humanismus wird im HSV die Einsicht festgehalten: „Der wichtige Beitrag von Frauen für diese Entwicklung wurde lange vernachlässigt. Erst in neuer Zeit ist die Bedeutung von beispielsweise Sappho, Hypatia, Olympe de Gouges … herausgearbeitet worden.“ (HSV, S. 8) Bei der Auswahl der Beispiele wird recht weit ausgeholt. Warum sind nicht etwa Helene Stöcker (3) dabei oder Alma Kettig (4)? Beide haben sich sehr für die freidenkerische Bewegung und die Frage von Frauenrechten engagiert. Darüber hinaus bezeugt der HVD Berlin „22 Portraits freigeistiger Frauen“ (5). Auch Rosa Luxemburg hat pointierte Beiträge zu religionspolitischen Fragen verfasst, die der HVD ansonsten zu würdigen weiß (6). Räumliche und historische Nähe könnten evtl. die Identifikation erhöhen.

Kommen wir von der theoretischen bzw. „politischen“ Ebene zur Rolle des „Praktischen Humanismus für Geschlechtergerechtigkeit“. Reproduktionsarbeit wird bekanntlich mehrheitlich von Frauen verrichtet. Hier könnte eine deutlichere Kennzeichnung der Geschlechterbeziehung als Herrschaftsverhältnis zu finden sein. Da bleibt das HSV eher vage: „Die humanistische Lebensauffassung setzt die Gleichberechtigung aller Menschen voraus, unabhängig ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung. Wir unterstützen eine Politik, die Emanzipation und Beteiligung in allen Lebensbereichen ermöglicht.“ (HSV, S. 24)

Schon während der Frühphase der Diskussion um das neue HVS empfahl F. O. Wolf: „… dass sich der HVD als Organisation des praktischen Humanismus geeignete Maßnahmen überlegt, um die bestehende Diskriminierung von Frauen abzubauen – auch in seinen eigenen Reihen und in seinem praktischen Einflussbereich. Angesichts des Standes der gesellschaftlichen Debatte heißt dies unbestreitbar auch, dass er dabei ernsthaft über Quotenregelungen nachdenken muss.“ (7) Sind nicht – entgegen der verkündeten Werte – die Strukturen und die Organisationskultur im HVD auch aktuell noch männer-dominiert? Wo wird besondere Aufmerksamkeit darauf verwandt, gerade Frauen für den Verband und für Leitungsaufgaben zu interessieren, dieses Potenzial für die Modernisierung der Verbandskultur zu mobilisieren? Darauf machte unlängst Ines Scheibe aufmerksam (8), die dem Präsidium des HVD angehört, der seit Jahren den bundesweiten Aktionstag anlässlich des Internationalen Frauentages unterstützt. (9)

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Das HSV nimmt das Statement auf: „Ebenso wird kontrovers über die Selbstbestimmungsrechte der Menschen diskutiert. Dabei geht es etwa um die Gleichstellung von Frauen oder um verschiedene sexuelle Orientierungen, um Schwangerschaftsabbruch …“. (HSV, S. 6) Die gesellschaftliche Praxis geht hingegen über eine „einfache“ Diskriminierung hinaus. Das Recht auf selbstbestimmte Familienplanung wird durch gesellschaftlichen Druck auf betroffene Frauen, Ärzt/innen und Beratungseinrichtungen ausgehöhlt und führt schließlich zu deren Stigmatisierung und Kriminalisierung. Gerade in den letzten Jahren fordern rechte Politiker und Kirchen-Lobbyisten wieder stärker das allgemeine Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. (8)

In einzelnen Bundesländern tritt der HVD als Träger humanistischer Kitas auf. Bezüglich der Stärkung von Frauenrechten wäre aktuell eine Gelegenheit, auch in anderer Hinsicht konkreter zu werden: So könnte die Ausweitung der Schwangerschaftskonflikt-Beratung durch HVD in Aussicht gestellt werden. Das HSV könnte für eine politische Initiative zur Streichung des § 218 StGb votieren. Es ließe sich über die HVD-Trägerschaft für ein Frauenhaus reden. Mit diesen Positionen sollte der HVD für sich ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen säkularen Organisationen erlangen. Manche „blinken“ zwar konfessionsfrei, fahren dann aber weiter bzw. fort wie bisher. Am Ende würden sich innerhalb des HVD mehr Frauen häufiger zu Wort melden und auch gern engagieren.

Hinweise und Info  unter www.HVD-Bergischesland.de

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Stadtrat in Bergisch Gladbach - Viel Arbeit im Ehrenamt

Stadtrat in Bergisch Gladbach – Viel Arbeit im Ehrenamt

25 Februar 2017 von Wilfried Willie Obst

Kommunalpolitiker und Stadtratsmitglieder sind ehrenamtlich tätig

Anders als Bundestags- und Landtagsabgeordnete, die oft tausende Euros im Monat verdienen, sind Kommunalpolitiker und Stadtratsmitglieder ehrenamtlich tätig. Diese kommunalen Mandatsträger sind oft dann tätig, wenn andere ihre Freizeit genießen. Sei es, dass sie wöchentlich an mehreren Rats-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen teilnehmen, Termine im Wahlkreis oder im Rathaus wahrnehmen, Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern oder Diskussionen mit Vereinsmitgliedern führen. Vieles wird dann auch noch zu Hause vor- und nachbearbeitet, was wöchentlich viele Stunden betragen kann. Die daraus entstandene Höhe der Aufwandsentschädigung ist in der sogenannten „Entschädigungsverordnung“ des Landes Nordrhein-Westfalen gesetzlich festgelegt.

Die Ratsmitglieder in Bergisch Gladbach erhalten demnach monatlich eine Pauschale von 285,60 € und pro Sitzung ein Sitzungsgeld von 19,60 €. Zusätzliche Ausgaben, wie Bürgerbriefe, Druckerzeugnisse, Telefonate von zu Hause, Vereinsbeiträge oder Spenden für soziale Projekte, sollen auch mit der Aufwandsentschädigung abgegolten sein.

Weniger die Stadtratsmitglieder großer Parteien, eher die Parteien mit kleiner Anzahl kommunaler Mandatsträger, bezahlen ihre Büro-, Miet- und Personalkosten aus eigenen Mitteln und finanzieren ihre Partei zur Durchführung von Bürgerinformationsständen und Kundgebungen. Aber auch für Wahlkampfveranstaltungen werden die Mandatsträger nicht-etablierter Parteien oft komplett selbst zur Kasse gebeten.

Für die Fahrten zu offiziellen Terminen gibt es ausschließlich Fahrtkostenerstattungen und wenn Sitzungen und Termine innerhalb der Arbeitszeit stattfinden, kann auch ein Verdienstausfall gezahlt werden.

Zum Jahreswechsel wurde die Stärkung des kommunalen Ehrenamtes durch den Gesetzgeber in ganz NRW umgesetzt. Der Rahmen für Verdienstausfälle wird auf 8,84 € (gesetzlicher Mindestlohn) bis 80,00 € pro Stunde bei den Gemeinden festgeschrieben. In Bergisch Gladbach wird dies zum 1. März 2017 umgesetzt.

Auf der kommunalen Ebene erhält der hauptamtliche Bürgermeister als einziges Mitglied im Rat der Stadt ein festes Gehalt. Die Höhe seines Salärs orientiert sich an der Größe der Gemeinde.

Dem Bürgermeister müssen Stadtratsmitglieder in Bergisch Gladbach Mitgliedschaft und Funktion in Verbänden, Aufsichtsgremien, Vereinen, sowie ihre wirtschaftlichen Verhältnisse offen legen.

So wird es von dem Korruptionsbekämpfungsgesetz NRW verlangt. Eine erheblich höhere Aufwandsentschädigung erhalten die stellvertretenden Bürgermeister und Fraktionsvorsitzenden großer Fraktionen, sowie deren Stellvertreter. Auch diese Angaben müssen zwecks Korruptionsvermeidung veröffentlicht werden.

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