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Dirk Binding sagt Nein – Keine Bürgermeisterkandidatur in Bergisch Gladbach

Dirk Binding sagt Nein – Keine Bürgermeisterkandidatur in Bergisch Gladbach

19 September 2024 von Darian Lambert

Dirk Binding, der in den 1990er Jahren als CDU-Vertreter im Stadtrat von Bergisch Gladbach aktiv war und seit vielen Jahren in Berlin arbeitet, hat sich offiziell gegen eine Kandidatur als Bürgermeister in seiner Heimatstadt entschieden. Trotz einer Anfrage aus Bergisch Gladbach gab er bekannt, dass er für das Amt des Bürgermeisters nicht zur Verfügung steht.

Binding, der seit 16 Jahren in Berlin lebt und dort als Bereichsleiter für Digitale Wirtschaft, Infrastruktur und Regionalpolitik tätig ist, äußerte sich am Donnerstag auf LinkedIn zu den Spekulationen um seine mögliche Kandidatur. „Es ist eine große Ehre und Vertrauensbeweis, als Bürgermeisterkandidat in meiner Heimatstadt angefragt worden zu sein“, schrieb er. „Für eine Kandidatur stehe ich aber nicht zur Verfügung.“

Diese Klarstellung erfolgte, nachdem der Kölner Stadt-Anzeiger Anfang August darüber spekuliert hatte, wer im September 2025 das Bürgermeisteramt in Bergisch Gladbach übernehmen könnte. Binding wurde als potenzieller Kandidat der CDU ins Gespräch gebracht, da sein Profil nach Einschätzung der Zeitung gut zum Amt passe.

Ein Rückblick auf Bindings politische Karriere

Dirk Binding trat bereits mit 15 Jahren in die Junge Union ein und engagierte sich früh in der Kommunalpolitik. Er vertrat die CDU im Stadtrat von Bergisch Gladbach und kandidierte 2004 erfolglos für das Bürgermeisteramt in Marienheide. 2005 zog er sich aus allen politischen Ämtern zurück und widmete sich seiner beruflichen Karriere in Berlin.

Seine Erfahrung und sein politisches Engagement machten ihn zu einem potenziellen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in Bergisch Gladbach. Doch Binding entschied sich bewusst gegen eine Rückkehr in die Kommunalpolitik, obwohl er sich geehrt fühlte.

CDU-Bergisch Gladbach in der Kandidatenfindung

Die Entscheidung von Dirk Binding fällt in eine Phase, in der die CDU in Bergisch Gladbach kurz davorsteht, ihre Kandidatenfindung abzuschließen. Am 25. September soll der Stadtverbandsvorstand über mögliche Kandidatinnen und Kandidaten informiert werden. Eine finale Entscheidung wird dann am 8. Oktober auf einer Mitgliederversammlung getroffen. Bis dahin bleibt offen, wer für die CDU ins Rennen um das Bürgermeisteramt gehen wird.

Auch bei den Grünen und der SPD ist die Kandidatenfindung noch nicht abgeschlossen. Es bleibt unklar, ob diese Parteien – wie bei der letzten Wahl – gemeinsam mit der FDP eine Kandidatin oder einen Kandidaten stellen oder getrennt antreten werden. Der amtierende Bürgermeister Frank Stein (SPD) hat bereits im März erklärt, dass er aus familiären Gründen nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht.

Die Bürgermeisterwahl in Bergisch Gladbach verspricht also weiterhin spannend zu bleiben – auch ohne die Kandidatur von Dirk Binding.

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Glasfaserausbau im Rheinisch-Bergischen Kreis startet in die nächste Phase: Verträge für zweites Bundesförderprojekt unterzeichnet

05 September 2024 von Felix Morgenstern

Rheinisch-Bergischer Kreis – Der Glasfaserausbau im Rheinisch-Bergischen Kreis geht in die nächste Runde: Mit der Unterzeichnung der Verträge für das zweite Bundesförderprojekt setzen Landrat Stephan Santelmann und die Netzbetreiber Telekom Deutschland GmbH sowie epcan GmbH ein starkes Zeichen für die digitale Zukunft der Region. Ziel des Projekts ist es, bislang unterversorgte Gebiete in den Kommunen Burscheid, Kürten, Odenthal, Overath, Rösrath und Wermelskirchen mit schnellem Internet auszustatten.

„Hochleistungsfähige Internetverbindungen sind ein essenzieller Standortfaktor für die Wirtschaft und private Haushalte. Ihre Bedeutung nimmt immer weiter zu und steigert unter anderem den Wert der Immobilien. Ich hoffe, dass die Chance auf einen kostenlos verlegten Glasfaseranschluss von allen Menschen mit Grundstückseigentum sowie von den Unternehmen in den geförderten Gebieten ergriffen wird“, erklärte Landrat Stephan Santelmann bei der Vertragsunterzeichnung.

Umfangreiche Förderung und ambitionierte Ziele

Das Bundesförderprojekt wird mit einer Gesamtsumme von 36,6 Millionen Euro unterstützt, wobei 50 Prozent der Finanzierung vom Bund und 40 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen getragen werden. Die verbleibenden 10 Prozent übernehmen die beteiligten Kommunen, je nach Anzahl der anzuschließenden Haushalte und Unternehmen. In den nächsten 24 Monaten sollen die umfangreichen Planungen und Tiefbauarbeiten abgeschlossen werden. Bereits in den kommenden Wochen wird der erste Spatenstich erwartet.

In einem komplexen EU-weiten Vergabeverfahren konnten sich die Telekom und die epcan GmbH durchsetzen. Die epcan GmbH übernimmt den Glasfaserausbau für rund 2.200 Haushalte, acht Schulen und ein Krankenhaus in den betroffenen Siedlungsbereichen. Die Telekom wird 634 Unternehmen in 43 Gewerbegebieten mit der leistungsfähigen Infrastruktur versorgen.

Glasfaser als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit

Mit dem neuen Projekt wird der Glasfaserausbau in der Region entscheidend vorangetrieben. Vor allem für die unterversorgten Gebiete, die derzeit weniger als 30 Mbit/s im Download zur Verfügung haben, bedeutet dies einen erheblichen Sprung in die digitale Moderne. Unternehmen, Bildungseinrichtungen und private Haushalte können künftig von der schnellen und stabilen Internetverbindung profitieren, die Glasfaser bietet.

Der Ausbau zielt nicht nur auf die Verbesserung der Internetverfügbarkeit ab, sondern stärkt auch die Attraktivität der Region für Investoren und Fachkräfte. „Mit diesem Projekt sichern wir die Zukunftsfähigkeit unserer Region und bieten sowohl Unternehmen als auch Bürgern die bestmögliche Infrastruktur für das digitale Zeitalter“, betonte Santelmann.

Der Glasfaserausbau im Rheinisch-Bergischen Kreis setzt somit neue Maßstäbe und zeigt, wie wichtig eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung ist. Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, dass die ambitionierten Ziele des Projekts erreicht werden und die Region von den Vorteilen der Glasfasertechnologie profitieren kann.

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Umbau der Laurentiusstraße: Verzögerungen und Kostenexplosion sorgen für Unmut

03 September 2024 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Das umstrittene Sanierungsprojekt der Laurentiusstraße steht von Beginn an unter keinem guten Stern. Während die Stadtverwaltung den Start der umfangreichen Baumaßnahmen auf das kommende Jahr verschoben hat, beginnt die Belkaw bereits jetzt mit kleineren Arbeiten direkt vor dem Rathaus – allerdings nicht ohne Kritik.

Schon jetzt zeigt sich, dass der Zeitplan und die Kosten des Projekts aus dem Ruder laufen. Ursprünglich für dieses Jahr geplant, soll der eigentliche Umbau der Laurentiusstraße nun erst „nach Karneval“ 2024 beginnen. Doch die ersten Vorbereitungen starten bereits in dieser Woche: Die vier Fahnenmasten vor dem Rathaus werden entfernt, und ab kommenden Montag soll die Belkaw die Straße aufreißen, um Leitungen zu verlegen – ein kleiner Schritt in einem Projekt, das von Beginn an für Schlagzeilen sorgt.

Dabei stellt sich die Frage, ob diese frühen Arbeiten tatsächlich notwendig sind oder lediglich den Anschein erwecken sollen, dass das Projekt endlich in Bewegung kommt. Denn die eigentlichen, umfangreichen Baumaßnahmen verzögern sich weiter, und die Kosten steigen erheblich. Die Stadtverwaltung musste einräumen, dass das Projekt inzwischen mit 1,465 Millionen Euro kalkuliert wird – eine satte Steigerung von 40 Prozent gegenüber den ursprünglichen Planungen.

Die Gründe für die Kostenexplosion sind vielfältig: Fehlkalkulationen bei der Baustellenabsicherung und nicht berücksichtigte Preiserhöhungen werden angeführt. Doch diese Erklärung dürfte für viele Anwohner und Steuerzahler kaum zufriedenstellend sein. Besonders bitter: Obwohl die Stadt betont, dass die Anlieger nicht zur Kasse gebeten werden sollen, hängt die Finanzierung des Projekts am seidenen Faden. Nur wenn das Projekt bis Ende 2026 abgeschlossen und abgerechnet wird, übernimmt das Land NRW die Kosten – ein ambitioniertes Ziel, das angesichts der bisherigen Verzögerungen und Planungsprobleme schwer erreichbar scheint.

Während die Stadtverwaltung versucht, die anstehenden Arbeiten kleinzureden, bleiben viele Fragen offen. Wie realistisch ist der neue Zeitplan? Werden die Kosten weiter steigen? Und welche Belastungen kommen noch auf die Bürger zu? Diese Fragen wird der zuständige Ratsausschuss in Kürze zu klären haben – doch schon jetzt ist klar: Das Vertrauen in die Umsetzung dieses Projekts ist stark erschüttert.

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Millionenpanne beim Straßenbau zeigt Unfähigkeit der rot-grünen Regierung

Millionenpanne beim Straßenbau zeigt Unfähigkeit der rot-grünen Regierung

03 September 2024 von Darian Lambert

Bergisch Gladbach steht erneut im Rampenlicht, und das leider nicht wegen einer erfolgreichen Initiative, sondern aufgrund eines gravierenden Fehlers, der der Stadt teuer zu stehen kommen könnte. Die unfähige Stadtverwaltung unter der Führung der rot-grünen Regierung hat es geschafft, einen Förderantrag für den dringend benötigten Ausbau der Altenberger-Dom-Straße so zu vergeigen, dass nun eine Finanzierungslücke von 2,1 Millionen Euro droht. Diese Panne ist nicht nur peinlich, sondern zeugt von einer beispiellosen Inkompetenz, die die Bürger dieser Stadt teuer zu bezahlen haben.

Ein beispielloser Verwaltungsskandal

Der Fehler, der der Stadtverwaltung unterlaufen ist, könnte kaum gravierender sein. Anstatt den Antrag für den Ausbau der Altenberger-Dom-Straße korrekt zu stellen, richteten die zuständigen Sachbearbeiter ihn an den falschen Fördertopf. Man fragt sich unweigerlich, wie solch ein offensichtlicher Fehler in einer funktionierenden Verwaltung passieren kann. Dass die Stadt nun mit einem Defizit von über zwei Millionen Euro dasteht, ist das traurige Ergebnis dieser Schlamperei.

Dabei hätte alles so einfach sein können: Ein klar formulierter Antrag an das richtige Förderprogramm, und die finanziellen Mittel wären gesichert gewesen. Stattdessen wird die Stadt nun möglicherweise gezwungen sein, in Vorleistung zu gehen und auf eine nachträgliche Bewilligung der Fördergelder zu hoffen – eine Strategie, die kaum als solide Finanzplanung bezeichnet werden kann.

Verfehlte Politik und finanzielle Misere

Die rot-grüne Stadtregierung hat sich wieder einmal als unfähig erwiesen, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger angemessen zu vertreten. Dass das Land NRW die finanziellen Mittel für kommunale Straßenbauprojekte drastisch gekürzt hat, ist bekannt. Doch anstatt vorausschauend zu handeln und alternative Finanzierungswege zu erschließen, lässt die Stadtverwaltung die Situation einfach eskalieren. Der politische Wille, hier wirklich etwas zum Wohle der Stadt zu bewegen, scheint schlichtweg zu fehlen.

Das Ergebnis dieser Fehlentscheidungen: Eine ohnehin angespannte Haushaltslage wird durch unnötige Mehrkosten weiter belastet, und die Umsetzung dringend benötigter Infrastrukturprojekte steht auf der Kippe. Die Anwohner können froh sein, dass sie zumindest von zusätzlichen KAG-Beiträgen verschont bleiben, doch das ist auch das einzig Positive in diesem ganzen Desaster.

Mangelnde Kompetenz und fehlende Verantwortung

Die derzeitige Stadtführung hat mit dieser Panne erneut unter Beweis gestellt, dass sie nicht in der Lage ist, die Herausforderungen einer wachsenden Stadt wie Bergisch Gladbach zu meistern. Anstatt die Schuld für die Misere bei sich zu suchen, wird versucht, den Anschein zu erwecken, als sei die Situation noch zu retten. Dabei ist klar: Ein solches Versagen hätte Konsequenzen haben müssen – personell wie politisch. Doch stattdessen hält man an der Illusion fest, dass man die Lage irgendwie in den Griff bekommt.

Die Bürger von Bergisch Gladbach haben Besseres verdient als eine Stadtführung, die durch Fehlentscheidungen und mangelnde Kompetenz Projekte gefährdet, die für die Entwicklung der Stadt von entscheidender Bedeutung sind. Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Stadt endlich eine Verwaltung bekommt, die im Interesse der Bürger handelt und nicht im Interesse einer ineffizienten und überforderten Politik.

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Wahlbenachrichtigungen in Bergisch Gladbach – Ein Jahrzehnte alter Verfahrensfehler?

Wahlbenachrichtigungen in Bergisch Gladbach – Ein Jahrzehnte alter Verfahrensfehler?

28 August 2024 von Darian Lambert

In der Stadt Bergisch Gladbach hat ein mutmaßlicher Verfahrensfehler in Bezug auf die Wahlbenachrichtigungen für den Integrationsrat für Aufsehen gesorgt. Zahlreiche Migranten haben berichtet, keine Wahlbenachrichtigung erhalten zu haben. Diese Vorfälle werfen Fragen über die Wahlprozesse und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben auf.

Conceptual image of a person voting, casting a ballot at a polling station, during elections.

In einem Schreiben an die zuständige Behörde hat ein Bürger darauf hingewiesen, dass die geltende Gesetzeslage, insbesondere die Regelungen der Bundeswahlordnung (§ 14 BWO) und die Bestimmungen der Landeswahlordnung, klarstellen, dass Bürger nicht verpflichtet sind, sich selbst in ein Wählerverzeichnis einzutragen. Diese Aufgabe obliegt der Gemeindebehörde, die das Wählerverzeichnis anlegt und aktualisiert.

Die Gemeinde Bergisch Gladbach scheint jedoch seit Jahren eine andere Praxis verfolgt zu haben. Der Bürger vermutet einen Jahrzehnte alten Verfahrensfehler, bei dem die Verantwortlichkeiten für die Erstellung und Aktualisierung des Wählerverzeichnisses möglicherweise nicht korrekt umgesetzt wurden. Es scheint, dass die Stadtverwaltung nicht alle Bürger, die zur Wahl des Integrationsrates berechtigt sind, ordnungsgemäß erfasst hat, was zu den fehlenden Wahlbenachrichtigungen führte.

Ein entscheidender Punkt in dieser Angelegenheit ist die Möglichkeit, das Wählerverzeichnis mittels einer Abfrage nach § 45 des Bundesmeldegesetzes (BMG) vollständiger zu ermitteln. Diese Vorgehensweise könnte dazu beitragen, sicherzustellen, dass alle wahlberechtigten Bürger erfasst werden, insbesondere solche mit Migrationshintergrund, die vielleicht nicht immer im Fokus der Wahlbehörden stehen.

Das Problem scheint in Bergisch über Jahrzehnte hinweg unentdeckt geblieben ist. Die betroffenen Migranten, die keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, könnten dadurch in ihrem Wahlrecht eingeschränkt worden sein, was gravierende Folgen für die demokratische Teilhabe dieser Bevölkerungsgruppe hat.

Die Stadtverwaltung ist nun gefordert, die Vorwürfe zu überprüfen und gegebenenfalls rasch zu handeln. Eine Stellungnahme zu dem Vorfall steht derzeit noch aus, doch der Bürger hat bereits um eine zeitnahe Klärung gebeten.

Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen und rechtmäßigen Handhabung der Wahlprozesse auf kommunaler Ebene, um sicherzustellen, dass alle Bürger ihr Wahlrecht uneingeschränkt wahrnehmen können. Insbesondere in Zeiten zunehmender politischer Partizipation von Migranten ist es von größter Bedeutung, dass alle formellen Hürden für eine reibungslose Wahlteilnahme beseitigt werden. Die Stadt Bergisch Gladbach muss nun beweisen, dass sie die Herausforderungen der demokratischen Inklusion ernst nimmt und die notwendigen Schritte unternimmt

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Schleuser-Skandal: Verstrickungen und mangelnde Sorgfalt im NRW-Innenministerium

Schleuser-Skandal: Verstrickungen und mangelnde Sorgfalt im NRW-Innenministerium

16 Mai 2024 von Darian Lambert

Die jüngsten Enthüllungen über eine Parteispende des mutmaßlichen Chefs einer Schleuserbande an die CDU werfen ein kritisches Licht auf das NRW-Innenministerium und dessen Leitung durch Herbert Reul. Die 27.970-Euro-Spende, die Reul für seinen Landtagswahlkampf nutzte, stammt von Claus B., einem der Hauptbeschuldigten in einem umfangreichen Schleuser-Verfahren.

Einblick in die Spendenpraxis und Verbindungen

Claus B., ein 42-jähriger Jurist, soll seit 2015 maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, vermögenden Chinesen mit gefälschten Unterlagen eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu verschaffen. Trotz der nun bekannten Hintergründe behauptet Reul, er habe damals keinen Grund gehabt, die Ernsthaftigkeit von Claus B. zu hinterfragen. Diese naive Haltung wirft Fragen über die Sorgfaltspflicht und das Urteilsvermögen des Ministers auf.

Reul schildert den mutmaßlichen Schleuserchef als konservativen und religiösen Menschen, dem er mehrfach begegnete. Der Mangel an kritischer Prüfung und die bereitwillige Annahme der Spende zeigen eine erschreckende Sorglosigkeit in den Reihen der CDU. Eine gründlichere Überprüfung hätte möglicherweise Verdachtsmomente ans Licht gebracht und die Partei vor diesem Skandal bewahrt.

Systemische Schwächen und Versagen der Kontrollmechanismen

Der Skandal geht weit über individuelle Fehltritte hinaus und offenbart systemische Schwächen. Die Spenden wurden vorschriftsmäßig verbucht und gemäß Bestimmung im Rheinisch-Bergischen Kreis verwendet. Diese formelle Korrektheit verschleiert jedoch die gravierenden inhaltlichen Mängel in der Spendenprüfung und dem Umgang mit potenziell kriminellen Geldgebern.

Die Rolle der Behörden und Konsequenzen für den Rechtsstaat

Der Fall zeigt auch Versagen auf behördlicher Ebene. Die Aufenthaltserlaubnisse für die illegal Eingereisten wurden von den Ausländerämtern in mehreren Kreisen erteilt, teilweise unterstützt durch gefälschte Arbeitsverträge. Besonders pikant ist die Beteiligung des Kölner Regierungspräsidiums, das durch seine „Zentralstelle Fachkräfte Einwanderung NRW“ mutmaßlich den Schleusern half, die Bearbeitungszeit der Visa-Anträge erheblich zu verkürzen.

Dieses Beispiel zeigt, wie leicht administrative Prozesse von kriminellen Netzwerken ausgenutzt werden können, wenn keine ausreichenden Kontrollen und Sicherheitsmechanismen vorhanden sind. Die Behörden müssen sich fragen lassen, wie solche umfangreichen Fälschungen und Manipulationen unbemerkt bleiben konnten.

Politische und gesellschaftliche Verantwortung

Der Skandal hat weitreichende Konsequenzen für die Glaubwürdigkeit der CDU und des Innenministeriums in Nordrhein-Westfalen. Herbert Reul und seine Partei stehen nun vor der Aufgabe, das verlorene Vertrauen wiederherzustellen. Dies erfordert nicht nur Transparenz und Aufklärung in diesem konkreten Fall, sondern auch eine umfassende Reform der Spendenpraxis und strengere Kontrollen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Es bleibt abzuwarten, ob die politischen und administrativen Konsequenzen aus diesem Skandal gezogen werden oder ob er als weiteres Beispiel für die Verflechtungen von Politik und kriminellen Machenschaften in Vergessenheit gerät. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass ihre Vertreter mit höchster Integrität und Verantwortungsbewusstsein handeln – ein Anspruch, dem Reul und seine Partei derzeit nicht gerecht werden.

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AfD strebt gerichtliche Entscheidung an, um Veranstaltung in Kürtener Bürgerhaus durchzusetzen

AfD strebt gerichtliche Entscheidung an, um Veranstaltung in Kürtener Bürgerhaus durchzusetzen

13 Februar 2024 von Darian Lambert

Die Alternative für Deutschland (AfD) sieht sich in Kürten mit Widerständen konfrontiert, ihre geplante Wahlveranstaltung am 16. Februar im Bürgerhaus durchzuführen. Nachdem die örtliche Verwaltung der Partei die Anmietung der Räumlichkeiten verwehrt hat, hat die AfD nun einen Eilantrag gestellt, um ihr Recht auf Nutzung des Bürgerhauses einzufordern.

Der Streitpunkt entzündete sich an der Planung der AfD für ihren „populistischen Ascherfreitag“, eine Veranstaltung mit Maximilian Krah, dem Spitzenkandidaten der Partei für das Europaparlament. Günther Schöpf, Sprecher der Gladbacher AfD, erklärte, dass trotz intensiver Bemühungen kein Veranstaltungsort gesichert werden konnte, was bereits zu Absagen von Teilnehmern geführt hat.

Die Gemeindeverwaltung begründet ihre Ablehnung mit der Einschätzung, dass die Veranstaltung samt erwarteter Gegendemonstrationen das Fassungsvermögen und die Kapazitäten des Ortes übersteige. Ein früherer Versuch, Räumlichkeiten im Bergischen Löwen anzumieten, scheiterte ebenfalls, da dieser als GmbH nicht zur Begründung seiner Ablehnung verpflichtet ist.

Die AfD argumentiert, dass die Gemeinde als Eigentümerin des Bürgerhauses im Sinne der Überparteilichkeit verpflichtet sei, allen zugelassenen Parteien die Anmietung der Räumlichkeiten zu ermöglichen. Der Hinweis auf die zu erwartende Größe der Veranstaltung und die damit verbundenen Probleme wird von der Partei als nicht stichhaltig betrachtet.

Sollte der Eilantrag keinen Erfolg haben, verfolgt die AfD bereits einen Plan B und hat eine alternative Veranstaltungsstätte in der Gladbacher Innenstadt ins Auge gefasst. Unabhängig vom Ausgang der juristischen Auseinandersetzung betont Schöpf, dass die Veranstaltung mit Maximilian Krah stattfinden wird.

Die Situation bleibt angespannt, da auch Gegendemonstranten ihre Präsenz angekündigt haben, sollten die Pläne der AfD realisiert werden. Kürtens Bürgermeister Willi Heider äußerte sich zurückhaltend und betonte, dass die Veranstaltung nicht ins Bürgerhaus gehöre. Die Entscheidung des Gerichts über den Eilantrag der AfD steht noch aus.

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Gesellschafterversammlung des Bergischen Löwen verhindert AfD-Veranstaltung

Gesellschafterversammlung des Bergischen Löwen verhindert AfD-Veranstaltung

31 Januar 2024 von Darian Lambert

In einer bedeutenden Entscheidung hat die Gesellschafterversammlung der Bürgerhaus Bergischer Löwe GmbH beschlossen, keinen Mietvertrag mit der Alternative für Deutschland (AfD) für eine geplante Veranstaltung am 16. Februar 2024 abzuschließen. Dieser Schritt verhindert effektiv die Durchführung der Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Bergischen Löwen.

Die Bürgerhaus Bergischer Löwe GmbH, die nicht im Mehrheitseigentum der Stadt Bergisch Gladbach steht, sondern gemeinschaftlich von städtischen und nicht-städtischen Gesellschaftern gehalten wird, hat diese Entscheidung in einer kurzfristig einberufenen Versammlung getroffen. Die Gesellschafter kamen zu dem Schluss, dass die Ausrichtung der AfD-Veranstaltung nicht mit den Werten und Zielen der Einrichtung vereinbar ist.

Norbert Pfennings, der Geschäftsführer der Bürgerhaus Bergischer Löwe GmbH, wurde angewiesen, den Mietvertrag für den geplanten Veranstaltungstermin nicht abzuschließen. Diese Entscheidung stellt einen deutlichen Standpunkt gegen die AfD dar und spiegelt das Engagement der Gesellschaft für bestimmte soziale und politische Werte wider.

Die AfD, bekannt für ihre oft kontroversen Positionen, hat in verschiedenen Städten Deutschlands ähnliche Schwierigkeiten erlebt, Veranstaltungsorte zu sichern. Die Entscheidung des Bergischen Löwen fügt sich in ein Muster von zunehmendem Widerstand gegen die Partei in öffentlichen Räumen ein.

Die Entscheidung hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Während einige die Entscheidung als notwendigen Schritt zur Wahrung der ethischen und sozialen Werte der Gemeinschaft loben, kritisieren andere sie als Einschränkung der Meinungsfreiheit und politischen Diskurses. Die Debatte über den angemessenen Umgang mit kontroversen politischen Gruppierungen in öffentlichen Räumen bleibt somit weiterhin aktuell.

Diese Entwicklung wirft grundlegende Fragen über die Rolle von Veranstaltungsorten in politischen Diskussionen und die Verantwortung der Betreiber solcher Einrichtungen auf. Sie unterstreicht die wachsende Notwendigkeit, eine Balance zwischen Meinungsfreiheit und der Förderung von Werten wie Toleranz und Respekt zu finden.

Die AfD hat bisher noch nicht öffentlich auf diese Entscheidung reagiert. Es bleibt abzuwarten, ob sie alternative Orte für ihre Veranstaltung finden oder juristische Schritte gegen die Entscheidung der Gesellschafterversammlung des Bergischen Löwen in Betracht ziehen wird.

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Nach Cyber-Angriff: Bürger tragen die Last der Wiederherstellung im Steuerwesen

Nach Cyber-Angriff: Bürger tragen die Last der Wiederherstellung im Steuerwesen

18 Januar 2024 von Darian Lambert

Die langen Schatten des Cyber-Angriffs auf die Südwestfalen-IT (SIT), der Ende Oktober 2023 die städtischen Abläufe lahmlegte, beginnen sich allmählich zu lichten. Doch während die Stadtverwaltung die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs für Gewerbesteuer und Hundesteuer verkündet, liegt eine unterschwellige Bürde auf den Schultern der Bürgerinnen und Bürger.

Nach wochenlangen Herausforderungen und mühsamen Lösungsansätzen ist es der Stadt nun möglich, den Einzug der Gewerbesteuer rückwirkend zum 5. Februar 2024 vorzunehmen – eine Verzögerung, die für die Unternehmen in der Region unerwartete finanzielle Engpässe bedeuten könnte. Die ursprünglich für den 15. November 2023 fällige Zahlung, die nun mit Verspätung eingezogen wird, sowie die Verschiebung der Fälligkeit vom 15. Februar auf den 1. März 2024, stellen eine ungewöhnliche Belastung dar.

Ähnlich verhält es sich mit der Hundesteuer, die nun wieder regulär zum 1. März und zum 1. September des Jahres eingezogen wird. Während diese Rückkehr zur Normalität auf den ersten Blick erfreulich erscheint, verbergen sich dahinter zusätzliche Anforderungen an die finanzielle Planung der Haushalte.

Die Stadtverwaltung bemüht sich, über die veränderten Fälligkeitstermine und weitere Auswirkungen des Cyber-Angriffs auf andere Bereiche, wie Grundbesitzabgaben und Kindergartenbeiträge, transparent zu informieren. Eine gesonderte Mitteilung dazu ist angekündigt.

Die gesamten Auswirkungen des Cyber-Angriffs sind auf der städtischen Webseite umfassend dargestellt, doch die finanzielle und emotionale Last, die die Bürger nun tragen müssen, ist mehr als nur eine Fußnote in diesem digitalen Drama. Es ist eine stille Erinnerung daran, dass in einer vernetzten Welt die Folgen eines Cyber-Angriffs weit über die unmittelbaren technischen Störungen hinausgehen und tief in das Alltagsleben der Menschen eingreifen.

Für viele bleibt die Frage offen, wie solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können.

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Maaßen und die Wertunion: Ein Schritt zur politischen Neuausrichtung in Deutschland

Maaßen und die Wertunion: Ein Schritt zur politischen Neuausrichtung in Deutschland

05 Januar 2024 von Darian Lambert

Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, kündigt ambitionierte politische Pläne an. Die Gründung einer neuen Partei, die Wertunion, steht bevor. Diese Partei könnte schon bald eine aktive Rolle in den bevorstehenden ostdeutschen Landtagswahlen spielen und strebt eine Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Parteien an, um eine politische Wende in Deutschland herbeizuführen. Dies wurde Maaßen zufolge in einer Mitteilung an die Deutsche Presse-Agentur bekannt gegeben.

Diese Entwicklung folgt einem strategischen Schritt der Wertunion, sich von den etablierten Unionsparteien CDU und CSU abzugrenzen. Maaßen kritisiert dabei insbesondere den Kurs der CDU unter der Führung von Friedrich Merz, den er als eine Fortführung der von Angela Merkel geprägten Politik betrachtet.

Die anstehende Mitgliederversammlung der Wertunion am 20. Januar in Erfurt wird einen Wendepunkt darstellen. Hier sollen die Namensrechte auf die neue Partei übertragen und die bisherige Wertunion in einen Förderverein umgewandelt werden, mit dem Ziel, konservative Politik in Deutschland zu stärken.

Diese Neuausrichtung stößt auf gemischte Reaktionen. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow äußert tiefe Besorgnis über Maaßens Pläne, insbesondere im Hinblick auf das Aufkommen einer neuen politischen Plattform zwischen CDU und AfD. Er warnt vor den potenziellen Auswirkungen dieser Entwicklung auf das politische Spektrum in Thüringen.

Das Bündnis für Thüringen, eine Koalition kleinerer konservativer Parteien, zeigt Interesse an einer Zusammenarbeit mit der neuen Wertunion. Die Teilnahme Maaßens an einem Zukunftskongress des Bündnisses deutet auf mögliche Synergien hin, obwohl eine offizielle Entscheidung über einen Beitritt seiner Partei noch aussteht.

Die politische Landschaft in Deutschland steht somit vor möglichen Veränderungen. Maaßens Schritte zur Parteigründung könnten das traditionelle Parteiensystem herausfordern und neue Dynamiken in der deutschen Politik entfachen.

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