Archiv | Juni 3rd, 2025

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Bombenfund in Köln: Große Evakuierung und Sperrungen geplant – 20.000 Menschen betroffen

03 Juni 2025 von Felix Morgenstern

Köln. Bei Bauarbeiten auf der Deutzer Werft sind am Montag gleich drei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Entschärfung der amerikanischen Fliegerbomben – zwei 20-Zentner- und eine 10-Zentner-Bombe – ist für Mittwoch, den 5. Juni, angesetzt. Die Aktion gehört zu den größten Evakuierungen in Köln seit Jahren.

20.000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen

Rund 20.000 Anwohnerinnen und Anwohner werden am Mittwochmorgen ab 8 Uhr ihre Wohnungen verlassen müssen. Der Evakuierungsradius ist weitreichend und umfasst unter anderem die gesamte Kölner Altstadt, mehrere Museen, Hotels, Pflegeheime, ein Krankenhaus und wichtige Verkehrsanbindungen. Auch der Bahnhof Köln Messe/Deutz fällt in den Sperrbereich.

Drei Rheinbrücken gesperrt

Besonders weitreichende Auswirkungen wird es auf den Verkehr geben: Die Hohenzollernbrücke, die Deutzer Brücke und die Severinsbrücke werden während der Entschärfung vollständig gesperrt. Pendler und Reisende müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr einstellen.

Großeinsatz auch für Unternehmen, Hotels und Krankenhäuser

Neben dem Eduardus-Krankenhaus sind auch zwei Senioren- und Pflegeeinrichtungen betroffen. Für die Evakuierung ist ein aufwendiger Transport der Bewohnerinnen und Bewohner notwendig. Auch zahlreiche Hotels – insgesamt 58 Beherbergungsbetriebe – müssen ihre Gäste unterbringen oder umquartieren.

In mehreren Museen, darunter das Museum Ludwig und das Wallraf-Richartz-Museum, bleibt der Betrieb am Mittwoch geschlossen. Große Unternehmen mit Sitz im Evakuierungsgebiet verlegen ihre Arbeit ins Homeoffice. Der TV-Betrieb einiger Produktionen wird vorübergehend an andere Standorte ausgelagert.

Entschärfung unter höchster Sicherheitsstufe

Die drei Bomben stammen aus dem Zweiten Weltkrieg und sind mit Aufschlagzündern ausgestattet – besonders sensible Zündmechanismen, die eine kontrollierte Entschärfung anspruchsvoll und riskant machen. Die Experten des Kampfmittelräumdienstes bereiten sich entsprechend intensiv auf den Einsatz vor.

Stadt informiert laufend über Einschränkungen

Die Stadt Köln informiert über ihre offiziellen Kanäle laufend über die Evakuierungsmaßnahmen, Sperrungen im öffentlichen Nahverkehr und weitere Einschränkungen. Der erste Klingeldurchgang zur Räumung beginnt am Mittwochmorgen um 8 Uhr – danach werden die betroffenen Straßenzüge gesperrt.

Ein Appell an die Bevölkerung

Die Behörden bitten die Bevölkerung um Verständnis, Geduld und Mithilfe. Nur wenn alle betroffenen Personen den Anweisungen folgen, kann die Entschärfung sicher und schnell durchgeführt werden. Der Einsatz dient dem Schutz aller – denn auch fast 80 Jahre nach dem Krieg bleiben Blindgänger eine reale Gefahr unter unseren Füßen.

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Rettungsleitstelle im Rheinisch-Bergischen Kreis modernisiert – Neue IT-Hardware sorgt für mehr Sicherheit und Effizienz

03 Juni 2025 von Felix Morgenstern

Rheinisch-Bergischer Kreis. Die Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises arbeitet ab sofort mit komplett modernisierter IT-Technik. Nach fünf Jahren Dauerbetrieb wurde die zentrale Hardware im laufenden Betrieb vollständig erneuert – ohne Unterbrechung der Einsatzfähigkeit. Die Maßnahme war notwendig, um die hohe Belastung des 24/7-Dienstes zu bewältigen und gleichzeitig aktuelle Anforderungen an IT-Sicherheit und Systemperformance zu erfüllen.

Server, Displays und Netzwerke auf neuestem Stand

„Nach fünf Jahren Dauerbetrieb ist ein solcher Austausch notwendig, um die Verlässlichkeit unserer Systeme zu erhalten und moderne Anforderungen zu erfüllen“, erklärt Werner Eichholz, der in der Leitstelle für die Technik verantwortlich ist. Ersetzt wurden unter anderem Serverkomponenten, Arbeitsplatzrechner, Displaysysteme sowie netzwerkrelevante Hardware. Die eingesetzten Systeme sind nun auf dem neuesten Stand der Technik, um auch künftig einen stabilen und sicheren Leitstellenbetrieb zu gewährleisten.

Umrüstung im laufenden Betrieb

Die Modernisierung erfolgte unter strengen Vorgaben zur Betriebssicherheit – denn ein Ausfall der Leitstelle war zu keiner Zeit eine Option. „Die Einsatzfähigkeit unserer Leitstelle hatte während der gesamten Umrüstphase oberste Priorität“, betont Axel Staehler, Leiter der Leitstelle. Dank einer eng getakteten Projektplanung und der professionellen Zusammenarbeit mit Technikdienstleistern konnte der Austausch der Systeme nahtlos umgesetzt werden.

Zentrale Schaltstelle für Notfälle

Die Rettungsleitstelle ist das Herzstück der Notfallversorgung im Kreisgebiet. Hier gehen 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr alle Notrufe über die 112 ein. Täglich sind das zwischen 350 und 400 Anrufe, darunter rund 150 echte Notrufe und etwa 70 Anfragen für Krankentransporte.

Die Mitarbeitenden entsenden daraufhin Rettungswagen, Notärzte, Krankentransportfahrzeuge oder alarmieren im Bedarfsfall die Feuerwehr. Insgesamt wurden im Jahr 2024 über 47.000 Rettungsdiensteinsätze, rund 12.000 Krankentransporte und etwa 4.200 Feuerwehreinsätze koordiniert.

Zukunftssicher aufgestellt

Mit der nun abgeschlossenen Modernisierung ist die Leitstelle bestens gerüstet für die Herausforderungen der nächsten Jahre. Die stabile technische Basis ist nicht nur entscheidend für die tägliche Arbeit der Einsatzkräfte, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Sicherheit und Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis.

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