Archiv | Aktuelles

Stromausfall auf der Deutzer Kirmes: Veranstaltung nach nur elf Minuten unterbrochen

Stromausfall auf der Deutzer Kirmes: Veranstaltung nach nur elf Minuten unterbrochen

02 November 2024 von Felix Morgenstern

Für die Deutzer Kirmes in Köln begann das Wochenende mit einem abrupten Zwischenfall: Nur elf Minuten nach der Eröffnung um 18 Uhr ging am Freitagabend der Strom aus. Kurz nach dem Start der Fahrgeschäfte herrschte Dunkelheit auf dem Gelände, und viele Besucher verließen das Areal ruhig und ohne Panik.

Polizei und Ordnungsamt waren schnell vor Ort und sicherten das Gelände. Die Kirmesmitarbeiter verharrten an den Fahrgeschäften und warteten auf Anweisungen. Gegen 20 Uhr konnten einige Fahrgeschäfte wieder in Betrieb genommen werden, doch der Kirmestag war damit praktisch beendet, da die Veranstaltung ohnehin um 21 Uhr schließen sollte.

Ein Sprecher der Kirmes erklärte, dass der Betrieb mit dem Stromausfall automatisch nach einem Notfallplan eingestellt wurde. Sobald der Strom ausfällt, versetzen sich die Fahrgeschäfte automatisch in eine sichere Ausgangsposition und öffnen die Bügel, sodass die Fahrgäste problemlos aussteigen können.

Nach ersten Erkenntnissen war ein technischer Defekt an einem Hauptstromrelais die Ursache für den Stromausfall. Dieser Defekt löste einen Notschalter aus, wodurch die Stromversorgung für die Kirmes nicht wiederhergestellt werden konnte.

Trotz des Zwischenfalls soll die Kirmes am Samstag wie geplant stattfinden, und die Betreiber arbeiten intensiv daran, technische Probleme zu lösen und die Veranstaltung für das Wochenende abzusichern. Insgesamt erwarten die Veranstalter an den folgenden Tagen Tausende von Besuchern, die die zahlreichen Fahrgeschäfte, Stände und das gesellige Flair der Kirmes genießen möchten.

Die Deutzer Herbstkirmes, die traditionell auf dem Festplatz am rechten Rheinufer stattfindet, läuft noch bis Sonntag. Insgesamt sind etwa 80 Schausteller mit Fahrgeschäften und Buden vertreten. Die Veranstaltung ist eines der beliebten Highlights der Herbstsaison in Köln und zieht zahlreiche Besucher aus der Region an.

Im Vorfeld der Kirmes hatte es Unstimmigkeiten zwischen der Stadt Köln und den Schaustellern gegeben, die letztlich gerichtlich geklärt wurden. Der Streitpunkt: Die Frage nach dem Eigentum und der Verantwortung für die Strom-Infrastruktur auf dem Festplatz.

Kommentare (0)

rbw_volker-licht(1)

Von der kreativen Idee zum Geschäftsmodell: Online-Seminar für Gründerinnen, Gründer und Start-ups im Rheinisch-Bergischen Kreis

02 November 2024 von Felix Morgenstern

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung beginnt mit guter Vorbereitung. Am Dienstag, den 28. November, bietet die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW) gemeinsam mit der Stadt Wermelskirchen und der VHS Bergisch Land ein Online-Seminar für alle, die sich für eine Existenzgründung interessieren. Die Veranstaltung richtet sich an Gründerinnen und Gründer, Start-ups und Berufstätige aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, die den Weg in die Selbstständigkeit planen.

RBW-Projektleiter Volker Licht wird als Referent grundlegende Informationen zur Unternehmensgründung vermitteln. Schwerpunkte des Seminars sind die Entwicklung eines Businessplans, die Finanzplanung sowie Praxistipps zu Marketing und Vertrieb für junge Unternehmen. Anhand von Praxisbeispielen gibt Licht wertvolle Einblicke, wie aus einer Geschäftsidee ein erfolgreiches Unternehmen werden kann. Nach dem Vortrag gibt es eine Fragerunde, in der Teilnehmende individuelle Fragen stellen können.

Das Seminar findet online über Zoom statt und beginnt um 18:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung auf der Webseite der VHS Bergisch Land unter dem Stichwort „Unternehmensgründung“ wird gebeten. Interessierte können sich alternativ telefonisch anmelden unter der Rufnummer 02196/94704-0. Angemeldete Teilnehmende erhalten vorab den Zugangslink per E-Mail.

Die RBW unterstützt seit über 20 Jahren Gründungsinteressierte und begleitet sie auch über die Gründungsphase hinaus. „Eine Unternehmensgründung muss gut durchdacht sein, und dafür stehen wir unseren Gründerinnen und Gründern zur Seite – mit Informationen, Beratung und einer Begleitung in allen Phasen“, erklärt Volker Licht.

Kommentare (0)

Skandal um Maik Außendorf: Grüne Forderung nach neutralem Sitzungssaal stößt auf heftige Kritik

Skandal um Maik Außendorf: Grüne Forderung nach neutralem Sitzungssaal stößt auf heftige Kritik

30 Oktober 2024 von Darian Lambert

Der Bundestagsabgeordnete Maik Außendorf von den Grünen sieht sich derzeit einem erheblichen politischen Sturm ausgesetzt. Grund dafür ist ein von ihm verfasster interner Brief an die Bundestagspräsidentin, in dem er die Verlegung einer geplanten Sitzung des Wirtschaftsausschusses in einen „weltanschaulich und religiös neutralen Raum“ fordert. Außendorf stört sich daran, dass die Sitzung aufgrund von Renovierungen im Fraktionssaal der CDU/CSU stattfinden soll, in dem ein Kreuz hängt. Diese Forderung hat zu massiver Kritik vonseiten der Union sowohl auf Bundes- als auch auf lokaler Ebene geführt.

Die Situation eskalierte, als Außendorf öffentlich erklärte, dass der Bundestag ein neutraler Ort sein sollte, an dem „die Vielfalt unserer Gesellschaft abgebildet wird“ und alle Menschen gleichberechtigt seien. Das sichtbare Kreuz in einem parlamentarischen Raum widerspreche seiner Meinung nach dem Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat. Außendorfs Kritik, die ursprünglich intern bleiben sollte, verbreitete sich schnell in den Medien und führte zu einem bundesweiten Echo.

Die CDU reagierte prompt. Thorsten Frei, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, wies die Forderung scharf zurück und bezeichnete sie als Zeichen mangelnder Dankbarkeit und Toleranz. Das Kreuz im Fraktionssaal sei „nicht verhandelbar“, stellte Frei unmissverständlich klar. In den sozialen Medien und bei weiteren Medienhäusern wurde das Thema schnell aufgegriffen, was die Debatte zusätzlich anheizte.

Auch lokal regte sich Widerstand. Thomas Hartmann, Vorsitzender der CDU in Bergisch Gladbach, zeigte sich empört und kritisierte Außendorf scharf. Das Verhalten des Grünen-Abgeordneten zeige deutlich, „wie wenig Toleranz er selbst besitzt“ und offenbare seine mangelnde Wertschätzung für die „Tradition und Kultur seiner Heimatregion sowie für die christliche Religion, die maßgeblich die europäische Geschichte geprägt hat.“

Der Fraktionsvorsitzende der CDU Bergisch Gladbach, Michael Metten, bezeichnete die Forderung als „übergriffig und selbstgerecht“. Außendorf sei als Gast in den Fraktionsräumen der CDU, doch statt sich dankbar zu zeigen, stelle er Forderungen, die nicht nachvollziehbar seien. Die CDU-Vertreter stellten die Frage in den Raum, ob es Außendorf in erster Linie darum ging, mediale Aufmerksamkeit zu erlangen.

In einer knappen Stellungnahme auf X (ehemals Twitter) bemühte sich Außendorf, die Situation zu klären. Er erklärte, dass seine Anfrage weder als Angriff auf die Union noch auf die Religion gerichtet gewesen sei. Jede Fraktion dürfe ihre Räumlichkeiten nach eigenen Vorstellungen gestalten, betonte er. Trotzdem bleibt die Frage im Raum stehen, ob die Forderung nach einem „neutralen“ Sitzungssaal in einem stark religiös geprägten Land wie Deutschland politisch klug war.

Mit dieser Auseinandersetzung hat Außendorf sich in eine unangenehme politische Lage gebracht, in der die Grenzen zwischen Toleranz und Übergriffigkeit in den öffentlichen Diskussionen zunehmend verwischt werden. Der Konflikt könnte das Verhältnis zwischen den Grünen und der Union weiter belasten und langfristige Auswirkungen auf die politische Zusammenarbeit im Bundestag haben.

Kommentare (0)

Auffahrunfall L 101, Kia

Zwei Leichtverletzte bei Auffahrunfall auf der L 101 in Odenthal

30 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am Dienstagmorgen, den 29. Oktober 2024, ereignete sich auf der Altenberger-Dom-Straße (L 101) ein Auffahrunfall, bei dem zwei Personen leicht verletzt wurden. Gegen 06:20 Uhr war ein 32-jähriger Fahrer aus Kürten mit seinem Chevrolet unterwegs und beabsichtigte, nach links auf ein Grundstück abzubiegen. Der hinter ihm fahrende 52-jährige Odenthaler bemerkte das Manöver rechtzeitig und bremste ab. Eine 20-jährige Fahrerin aus Burscheid in ihrem Kia konnte jedoch nicht rechtzeitig reagieren und fuhr auf den Ford des Odenthalers auf, wodurch dieser wiederum auf den Chevrolet geschoben wurde.

Durch die Kollision entstand an allen drei Fahrzeugen erheblicher Sachschaden. Sowohl der Ford als auch der Kia waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die 20-jährige Fahrerin und der 52-jährige Odenthaler erlitten leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Untersuchung in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Der Fahrer des Chevrolet blieb unverletzt.

Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf einen unteren bis mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Unfallhergang zu klären. In Folge des Unfalls kam es auf der stark frequentierten Straße zu Verkehrsbehinderungen, da die L 101 für die Dauer der Unfallaufnahme zeitweise nur einspurig befahrbar war. Die betroffene Strecke ist eine wichtige Verbindung zwischen Bergisch Gladbach und Odenthal, sodass sich ein Rückstau bildete, der erst nach etwa einer Stunde vollständig abgebaut war.

Besonders in den frühen Morgenstunden ist die L 101 oft stark befahren, was das Risiko für Auffahrunfälle erhöht. Die Polizei mahnt alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht, vor allem in verkehrsreichen Zeiten.

Kommentare (0)

fw-gl-ein-verletzter-bewohner-nach-brand-in-heizungsanlage-in-der-stadtmitte-von-bergisch-gladbach-transformed(1)

Bewohner verletzt nach Brand in Heizungsanlage in Bergisch Gladbach

29 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am Montagmittag (gegen 13:30 Uhr) wurde die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises über einen Brand in der Heizungsanlage eines Mehrfamilienhauses in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach informiert. Der Anrufer, der bereits erfolglos Löschversuche unternommen hatte, meldete den Vorfall.

Daraufhin entsandte die Leitstelle umgehend die Feuerwachen 1 und 2, den Löschzug 7 (Stadtmitte), den Einsatzführungsdienst (B-Dienst) sowie einen Rettungswagen zur Einsatzstelle.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde der Anrufer vor dem Gebäude angetroffen. Er hatte sich bei einer Verpuffung in der Heizungsanlage leicht verletzt und wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt, bevor er in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht wurde.

Der Brand selbst konnte durch die Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Mithilfe eines Kleinlöschgeräts wurde das Feuer gelöscht, jedoch kam es zu starker Rauchentwicklung. Die Heizungsanlage wurde stromlos geschaltet, und der Schornsteinfeger wurde zur Begutachtung des Schadens hinzugezogen. Nach den Belüftungsmaßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle um 14:50 Uhr an den Schornsteinfeger.

Während des Einsatzes musste die Sander Straße vollständig gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung führte. Die Anwohner wurden vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, um die starke Rauchentwicklung nicht einzuatmen. Zudem wurde der betroffene Bereich gründlich überprüft, um sicherzustellen, dass keine weiteren Gefahren für die Umgebung bestanden.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach war mit insgesamt zehn Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften vor Ort. Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden, und der Schaden blieb begrenzt.

Kommentare (0)

Aerial view new, pre-owned and consigned recreational vehicle at RV dealership, consignment parking lots in Houston, Texas, USA

Betrugsverdacht gegen Wohnmobilhändler: Kunden um Hunderttausende Euro gebracht

28 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Kunden eines mittlerweile zahlungsunfähigen Wohnmobilhändlers aus Wesseling bei Köln haben offenbar hohe Geldsummen verloren. Das Unternehmen „Camper Base“ sowie eine Schwestergesellschaft in Hessen stehen im Verdacht, Kunden um mehrere Hunderttausend Euro betrogen zu haben. In Wesseling ermittelt die Polizei nun wegen Betrugsverdachts, während in Hessen auch der Vorwurf der Konkursverschleppung untersucht wird.

Trotz bereits bekannter Zahlungsunfähigkeit sollen die Unternehmen weiterhin Zahlungen für Wohnmobile und Fahrzeugteile entgegengenommen haben, die aufgrund finanzieller Probleme nie geliefert werden konnten. Viele Kunden, die Anzahlungen oder sogar den vollen Kaufpreis gezahlt hatten, wurden nicht beliefert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Verlockende Angebote führten in die Falle

Angelika und Mario Schmitz aus Wesseling gehören zu den Betroffenen, die bei „Camper Base Rheinland“ Anfang September ein vermeintliches Schnäppchen machen wollten. „Der Verkäufer hat uns regelrecht gedrängt, einen Vertrag abzuschließen und betonte, es sei ein Super-Schnäppchen. Dazu gab es noch Extras obendrauf“, berichtet Angelika Schmitz. Das Ehepaar ahnte nicht, dass das Unternehmen bereits zahlungsunfähig war.

Am selben Tag verweigerte der Händler anderen Kunden die Herausgabe eines komplett bezahlten Wohnmobils mit der Begründung, dass er aus finanziellen Gründen keine Fahrzeuge mehr übergeben könne. Trotz dieser Kenntnis wurde weiterhin versucht, neue Verträge abzuschließen und Anzahlungen entgegenzunehmen.

Bauchgefühl verhinderte größeren Schaden

Angelika und Mario Schmitz vertrauten ihrem Bauchgefühl und stornierten ihren Vertrag kurz nach Abschluss. Sie hatten das Wohnmobil bereits vollständig bezahlt, doch glücklicherweise blieben sie aufgrund ihrer schnellen Reaktion von größerem finanziellen Schaden verschont.

Während bei der Camper Base Rhein-Main bereits ein Schaden von rund 270.000 Euro festgestellt wurde, ist das genaue Ausmaß der Verluste in Wesseling noch unklar. Für die betroffenen Kunden bleibt die Hoffnung, dass die laufenden Ermittlungen Klarheit und gegebenenfalls Entschädigungen bringen werden.

Kommentare (0)

2024-10-28_Filmfestival_Nahaufnahme_Cover-transformed(1)(1)

Filmfestival „Nahaufnahme – In Vielfalt leben“: Inklusive Filmwoche in Bergisch Gladbach

28 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Vom 4. bis 8. November 2024 findet in Bergisch Gladbach das jährliche Filmfestival „Nahaufnahme – In Vielfalt leben“ statt, das sich dem Thema Inklusion widmet. Seit 13 Jahren bringt die Stadt durch diese besondere Kulturveranstaltung die Themen Migration, Integration, Identität und Behinderung auf die Leinwand. Gezeigt werden Filme, die unterhaltend und zugleich nachdenklich das Thema Vielfalt behandeln.

Die Filme werden sowohl im Kino-Center Schlosspassage als auch im Theater im Puppenpavillon gezeigt. Zu jeder Vorstellung gibt es begleitende Diskussionsrunden mit Filmpaten, die den Zuschauerinnen und Zuschauern Raum für Austausch bieten. Das Festival ist barrierefrei, und Technologien wie Gebärdensprachdolmetscher und Untertitel werden eingesetzt.

Das Festival wird am Montag, dem 4. November 2024, um 19.30 Uhr von der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer eröffnet. Gezeigt wird der Film „Nur eine Frau“, der das Leben der Deutschtürkin Hatun Aynur Sürücü nachzeichnet. Sonja Fatma Bläser vom HennaMond e.V. wird im anschließenden Filmgespräch mit Moderatorin Gabriele Atug-Schmitz das Schicksal von Aynur beleuchten.

Weitere Filme im Programm:

  • Dienstag, 5. November: „The Old Oak“
  • Mittwoch, 6. November: „Eine Million Minuten“
  • Donnerstag, 7. November: „Honig im Kopf“
  • Freitag, 8. November: „Wochenendrebellen“

Neben öffentlichen Vorführungen gibt es auch Schulvorstellungen, die für 4 Euro pro Person angeboten werden. Die kostenlose Teilnahme für Bergisch Gladbacher Kindergärten im Theater im Puppenpavillon ist bereits ausgebucht.

Das Filmfestival wird unterstützt von der Bensberger Bank, der Infrastruktur- und Projektgesellschaft Bergisch Gladbach sowie zahlreichen lokalen Partnern.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter www.bergischgladbach.de/filmfestival-nahaufnahme.aspx.

Kommentare (0)

Ordnungsamt und Stadt stürzen Schloßstrasse ins Chaos

Ordnungsamt und Stadt stürzen Schloßstrasse ins Chaos

26 Oktober 2024 von Darian Lambert

Landtag und Bürgermeister per Petition in die Verantwortung geholt

In Bergisch Gladbach wächst der Unmut über die Umgestaltung der Schloßstraße in eine Fußgängerzone. Vor allem Geschäftsleute und Anwohner beklagen, dass die Bedürfnisse des Einzelhandels und der Bürger nicht ausreichend berücksichtigt werden und befürchten schwerwiegende negative Folgen für die Attraktivität der Innenstadt. Seit dem Beginn der Bauarbeiten wurde der obere Teil der Schloßstraße für den Autoverkehr gesperrt, doch die Kritik reißt nicht ab. Viele Einzelhändler berichten von deutlichen Umsatzeinbußen, da Stammkunden und Laufkundschaft ausbleiben.

Bereits mehr als 50 Geschäftsinhaber haben eine Petition unterzeichnet, die fordert, die Straße so schnell wie möglich wieder für den Autoverkehr freizugeben. Die Sorge ist groß, dass die temporäre Fußgängerzone zu lange bleibt und die Innenstadt dadurch an Attraktivität verliert. Ein häufig vorgebrachtes Argument ist, dass die Möglichkeit für Kunden, vor den Geschäften zu parken, ein entscheidender Faktor für den Fortbestand vieler kleiner Läden ist. Besonders ältere Menschen und solche, die Waren transportieren müssen, sind auf die Erreichbarkeit per Auto angewiesen.

Die Stadtverwaltung rechtfertigt die Sperrung mit den beengten Platzverhältnissen während der Bauarbeiten und argumentiert, dass kein sicherer Wendebereich vorhanden sei. Doch viele Geschäftsleute sind mit dieser Begründung nicht einverstanden. Sie betonen, dass die Straße jahrelang ohne Probleme befahrbar war und sehen in der aktuellen Verkehrssituation ein potenzielles Risiko für die Zukunft ihrer Betriebe.

In der Zwischenzeit zeigt sich, dass die Schloßsstrasse trotz ausgewiesener Fußgängerzone täglich zum Befahren und Parken genutzt wird. Die Bensberger akzeptieren die neue Beschilderung, welche die Stadt alle paar Wochen geändert hatte nicht mehr.

Zudem wird der provisorische Charakter der Fußgängerzone infrage gestellt. Viele befürchten, dass die Sperrung nach den Bauarbeiten nicht aufgehoben wird und die Innenstadt dadurch dauerhaft geschwächt wird. Vorschläge, wie beispielsweise das temporäre Parken zu erlauben oder die Sperrung nur auf bestimmte Tage zu beschränken, werden von der Stadt bislang nicht aufgegriffen.

Während einige Passanten die verkehrsberuhigte Zone begrüßen und die entspanntere Atmosphäre zum Bummeln und Verweilen loben, gibt es auch Stimmen, die auf die praktischen Schwierigkeiten hinweisen, die die Umgestaltung mit sich bringt. Besonders für ältere Bürger sei es wichtig, nahegelegene Parkmöglichkeiten zu haben, um Arztbesuche oder Einkäufe erledigen zu können.

Die derzeitige Situation verdeutlicht, dass ein ausgewogenes Konzept für die Zukunft der Schloßstraße fehlt, das sowohl den Bedürfnissen des Einzelhandels als auch der Bevölkerung gerecht wird. Die anhaltende Diskussion zeigt, dass viele befürchten, die Stadt könnte durch die Ignoranz gegenüber diesen Anliegen langfristig ihre Attraktivität und ihren Charakter verlieren.

Kommentare (2)

Oliver Brügge wird Geschäftsführer der neuen Zanders-Entwicklungsgesellschaft

Oliver Brügge wird Geschäftsführer der neuen Zanders-Entwicklungsgesellschaft

25 Oktober 2024 von Darian Lambert

Zum 1. Januar 2025 übernimmt Oliver Brügge die Geschäftsführung der neu gegründeten städtischen Gesellschaft, die für die Umwandlung des ehemaligen Zanders-Areals verantwortlich sein wird. Der 56-jährige Stadtentwicklungsexperte wechselt von Monheim am Rhein nach Bergisch Gladbach und bringt umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von großen Stadtquartieren mit.

Die neue Gesellschaft, die „Urbane Zukunft Zanders-Entwicklungsgesellschaft mbH“ (UZZE), wurde eigens gegründet, um das 36 Hektar große Gelände der früheren Papierfabrik Zanders in ein modernes, urbanes Viertel zu transformieren. Vorgesehen sind dort unter anderem Wohnraum für rund 2.900 Menschen sowie ebenso viele Arbeitsplätze. Das Projekt gilt als eines der größten und bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Region.

Bürgermeister Frank Stein zeigte sich erfreut über die Verpflichtung von Brügge: „Mit ihm haben wir einen ausgewiesenen Fachmann gewonnen, der bereits große Konversionsprojekte erfolgreich umgesetzt hat.“ Brügge, der seit 2018 die Stadtentwicklungsgesellschaft in Monheim leitete, steht vor einer ähnlich herausfordernden Aufgabe: Die Umwandlung des Zanders-Geländes in einen lebendigen und zukunftsfähigen Stadtteil.

In Monheim war Brügge maßgeblich an der Umgestaltung einer ehemaligen Industriebrache beteiligt, die er in ein florierendes Gewerbegebiet verwandelte. In Bergisch Gladbach wird er sich nun der Herausforderung stellen, auf dem Zanders-Gelände eine nachhaltige und gemischte Nutzung für Wohnen, Arbeit und Freizeit zu realisieren.

Brügge selbst betonte bei seiner Vorstellung, dass er das Projekt nur im Zusammenspiel mit allen Beteiligten – Politik, Verwaltung und Bürgern – erfolgreich umsetzen könne. Dabei sei er nicht an Machtkämpfen interessiert, sondern daran, das Beste für die Stadt zu erreichen. Auch bei einem möglichen Politikwechsel im nächsten Jahr müsse das Zanders-Projekt „oberste Priorität“ bleiben, so Brügge.

Der bisherige Projektleiter, Udo Krause, wird Brügge in der neuen Gesellschaft als Prokurist zur Seite stehen. Krause und sein Team haben in den letzten Jahren die Planungsgrundlagen für die Entwicklung des Areals erarbeitet und erste Vorbereitungen getroffen. Nun soll die Umsetzung der Pläne unter Brügges Leitung in die nächste Phase gehen.

Ein wichtiger Aspekt der weiteren Arbeit wird laut Brügge die Prüfung des bestehenden Gebäudebestands auf dem Zanders-Areal sein. Dabei müsse sorgfältig abgewogen werden, welche Gebäude erhalten bleiben können und welche einem Neubau weichen müssen. Denkmalschutz spiele dabei eine wichtige Rolle.

In den kommenden Jahren wird die städtische Entwicklungsgesellschaft die Infrastruktur auf dem Zanders-Gelände ertüchtigen und die Flächen baureif machen, um das Gebiet für Investoren und Projektentwickler attraktiv zu gestalten. Brügge betonte dabei, dass Geduld gefragt sei: „Nicht alles kann so schnell umgesetzt werden, wie man es sich vielleicht wünscht“, erklärte er. Erwartungsmanagement sei ein wichtiger Teil seiner Aufgabe.

Oliver Brügge lebt mit seiner Familie in Hürth und bringt nicht nur fachliche Expertise, sondern auch viel Leidenschaft für Stadtentwicklung mit. Mit seiner Berufung ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Zanders-Areals und die Stadt Bergisch Gladbach getan.

Hintergrund: Die Zanders-Konversion

Das Zanders-Gelände, das mitten im Zentrum von Bergisch Gladbach liegt, bietet enormes Potenzial für die Stadtentwicklung. Nach der Schließung der traditionsreichen Papierfabrik soll hier bis zum Jahr 2040 ein neues, urbanes Viertel entstehen, das Wohn- und Arbeitsraum für tausende Menschen bietet. Ein einstimmiger Grundsatzbeschluss des Stadtrates hat die Weichen für das Projekt gestellt, das in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden soll.

Kommentare (0)

Realistic photo. A close-up image showcasing a single bacterium. Created with Generative AI

Erster Fall der neuen Mpox-Variante in Deutschland bestätigt: 33-jähriger Kölner infiziert

25 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

In Deutschland wurde erstmals eine neue Variante des Mpox-Virus nachgewiesen. Betroffen ist ein 33-jähriger Kölner, der sich beim Sex im Ausland infiziert hat. Dies bestätigte das Robert-Koch-Institut (RKI). Der Mann hatte sich mit der sogenannten Klade Ib des Virus infiziert und befindet sich seit dem 12. Oktober in stationärer Behandlung. Laut Behörden sei die Krankheit jedoch nicht leicht übertragbar.

Ansteckung im Ausland

Der Patient hielt sich von September bis Anfang Oktober in Ruanda auf und entwickelte kurz nach seiner Rückkehr typische Mpox-Symptome. Nach dem Arztbesuch wurde die Infektion bestätigt. Der Mann befindet sich in Isolation, und sein Zustand wird weiterhin überwacht. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hatte bereits am Dienstag über den deutschlandweit ersten Fall der neuen Variante berichtet.

Mpox: Hintergrund zur Krankheit

Mpox, früher als „Affenpocken“ bekannt, wird von einem Virus verursacht, das häufig in Wildtieren vorkommt und gelegentlich auf den Menschen überspringt. Die Krankheit ist mit dem klassischen Pockenvirus verwandt und äußert sich meist durch Hautausschlag und Fieber. Besonders gefährlich kann das Virus für Kinder sein. Todesfälle wurden in Deutschland bisher jedoch keine gemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Begriff „Affenpocken“ aufgegeben, um diskriminierende Bezüge zu Tieren oder Orten zu vermeiden. Der Erreger findet sich ohnehin häufiger bei Nagetieren als bei Affen.

Neue Variante: Keine erhöhte Gefährdung

Das RKI betont, dass von der neuen Variante keine erhöhte Gefahr für Deutschland ausgeht. Auch die bisherigen Fälle mit der älteren Klade IIb, die seit Mai 2022 weltweit registriert wurden, haben hierzulande nur geringe Fallzahlen gezeigt. 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen bisher 29 Fälle gezählt. Alle Patienten waren Männer, von denen zwei stationär behandelt werden mussten.

Europäischer Kontext

Bereits im August wurde in Schweden der erste Fall der neuen Mpox-Variante außerhalb Afrikas gemeldet. Die betroffene Person hatte sich ebenfalls in Afrika infiziert. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hatte bereits zuvor mit weiteren Fällen in Europa gerechnet.

Impfung und Schutzmaßnahmen

Der Impfstoff gegen das klassische Pockenvirus schützt auch gegen Mpox. Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten oder engen Kontakt mit Infizierten haben, wird die Impfung empfohlen.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
September 2026
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930