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Spatenstich in Rösrath: Glasfaserausbau startet für unterversorgte Gebiete im Rheinisch-Bergischen Kreis

21 November 2024 von Felix Morgenstern

Der Glasfaserausbau im Rheinisch-Bergischen Kreis hat eine wichtige Etappe erreicht: Mit dem Spatenstich in Rösrath wurde die Bauphase des zweiten Bundesförderprojektes offiziell eröffnet. Ziel ist es, in den kommenden zwei Jahren bisher unterversorgte Gebiete mit schnellem Glasfaserinternet auszustatten. Haushalte, Unternehmen und Schulen profitieren von der modernen Infrastruktur, die den digitalen Anschluss sichert.

Ein entscheidender Schritt für die digitale Zukunft

„Heute machen wir einen wichtigen Schritt, damit nun auch die restlichen bisher unterversorgten Bereiche im Kreisgebiet mit hochleistungsfähiger Glasfaser versorgt werden können“, betonte Landrat Stephan Santelmann. Im Rahmen des Projektes werden Gebiete, die bislang weniger als 30 Mbit/s im Download hatten, kostenlos mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet. Insgesamt profitieren 2.200 Haushalte, acht Grundschulen und über 600 Unternehmen in 43 Gewerbegebieten von der Maßnahme.

Bürgermeisterin Bondina Schulze zeigte sich erfreut über den Ausbau in Rösrath: „Der Glasfaserausbau ermöglicht es unseren Bürgerinnen und Bürgern, schon in Kürze die Vorteile einer zukunftssicheren Infrastruktur zu nutzen.“

Finanzierung und Umsetzung

Das Projekt wird durch eine Förderpartnerschaft zwischen Bund, Land und den Kommunen finanziert. Von den Gesamtkosten in Höhe von 36,6 Millionen Euro übernimmt der Bund 50 Prozent, das Land Nordrhein-Westfalen steuert 40 Prozent bei, und die verbleibenden 10 Prozent tragen die beteiligten Kommunen entsprechend der Anzahl der angeschlossenen Haushalte.

Die Umsetzung erfolgt durch die epcan GmbH aus Vreden und die Telekom Deutschland GmbH, die in einem europaweiten Vergabeverfahren den Zuschlag erhielten. „Wir sind stolz darauf, ein Teil dieses Projekts zu sein. Gemeinsam schaffen wir eine digitale Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird“, erklärte Nils Waning, Geschäftsführer der epcan GmbH.

Zeitplan und Ziele

Die Bauzeit beträgt 24 Monate, mit einem geplanten Abschluss im August 2026. Ziel ist es, über 99 Prozent der Haushalte im Rheinisch-Bergischen Kreis mit mindestens 50 Mbit/s im Download auszustatten. Mit diesem Projekt wird der Kreis zu einem Vorreiter in Sachen Digitalisierung und Standortattraktivität.

Fazit

Der Glasfaserausbau markiert einen wichtigen Meilenstein für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Neben einer verbesserten Internetversorgung schafft das Projekt die Grundlage für eine zukunftssichere digitale Infrastruktur, die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung erhebliche Vorteile bietet.

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GEOLOGICA 2024: Mineralien- und Fossilienbörse im Kreishaus Bergisch Gladbach

20 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Sonntag, den 1. Dezember, verwandelt sich das Kreishaus in Bergisch Gladbach in ein Paradies für Liebhaber von Mineralien, Fossilien und der Wunderwelt der Geologie. Die 49. Mineralien- und Fossilienbörse GEOLOGICA, veranstaltet vom Verein „Landschaft und Geschichte e.V.“ (LuGeV) in Kooperation mit dem Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, lädt von 10 bis 16 Uhr Besucher jeden Alters ein, in die faszinierende Welt der Steine und Erdgeschichte einzutauchen.

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Ein Highlight für Sammler und Familien

Die Veranstaltung bietet ein umfangreiches Programm: Sammler und Experten präsentieren, tauschen und verkaufen ihre Schätze – von funkelnden Kristallen bis zu Millionen Jahre alten Fossilien. Besonders für Kinder ist das Event ein Erlebnis: Sie können sich am Goldwaschen versuchen und dabei spielerisch mehr über die Geologie lernen.

Ein weiteres Highlight ist der LuGeV-GeoTreff, wo sich Besucher bei Snacks, Kaffee und Kaltgetränken austauschen und neue Kontakte knüpfen können.

Spannende Geo-Vorträge

Drei hochkarätige Vorträge bieten einen Einblick in verschiedene Themen der Geologie und Erdgeschichte:

  • 11 Uhr: „Abenteuer Møn – Kreide und Kalk – Erdgeschichte live“
    Dr. Wolfgang Stöcker berichtet von seiner Reise zur beeindruckenden Steilküste der dänischen Insel Møn, die für ihre fossilen Schätze und historische Bedeutung bekannt ist.
  • 12 Uhr: „Fossilien und Historischer Kalksteinabbau in der Bergisch Gladbach-Paffrather Kalkmulde“
    Sven von Loga erklärt die erdgeschichtlichen und industriellen Spuren, die die Kalksteinmulde in Bergisch Gladbach hinterlassen hat. Der Vortrag führt die Besucher auf eine Zeitreise in die tropischen Meere vor 360 Millionen Jahren.
  • 13 Uhr: „Quarz – von Amethyst bis Zitrin“
    Sonja Groten zeigt die Vielfalt des Minerals Quarz und dessen Verwendung im Alltag – von Schmuck über Architektur bis zu Haushaltsgegenständen.

Ein Event für die ganze Familie

Die GEOLOGICA verbindet Bildung, Unterhaltung und Gemeinschaft und richtet sich an Geologie-Begeisterte jeden Alters. Der Eintritt ist frei, und für den kleinen Hunger zwischendurch stehen Verpflegungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Steine und Fossilien einzutauchen und mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen sind auf der Website des Kreishauses erhältlich.

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Masked thieves running off with bags of money, shooting in surveillance camera

Einbruch in Einfamilienhaus in Frankenforst – Polizei sucht Zeugen

19 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Montagabend (18.11.) drangen bislang unbekannte Täter in ein Einfamilienhaus in der Parkstraße im Stadtteil Frankenforst von Bergisch Gladbach ein. Trotz der Auslösung einer Alarmanlage durchsuchten die Einbrecher mehrere Räume nach Wertgegenständen. Eine umgehend eingeleitete Fahndung durch die Polizei verlief ohne Erfolg.

Zugang über Fenster erzwungen

Die Täter hebelten gegen 18:15 Uhr ein rückwärtig gelegenes Fenster auf und verschafften sich so Zugang zum Erdgeschoss. Während sie im Inneren nach Wertgegenständen suchten, wurde die Alarmanlage ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde kein Diebesgut entwendet, jedoch ein weißer Stoffbeutel im Außenbereich gefunden, der vermutlich den Tätern gehört. Der verursachte Sachschaden an Fenster und Türen wird auf einen unteren vierstelligen Betrag geschätzt.

Spurensicherung und Ermittlungen

Die Polizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein und veranlasste eine Spurensicherung am Tatort. Die Bewohnerin des Hauses konnte bislang keine fehlenden Gegenstände feststellen. Die Ermittler prüfen, ob der Stoffbeutel Spuren enthält, die zur Identifizierung der Täter beitragen könnten.

Zeugenaufruf der Polizei

Zeugen, die am Montagabend verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Parkstraße oder Umgebung wahrgenommen haben, werden dringend gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg zu melden. Hinweise können telefonisch unter 02202 205-0 abgegeben werden. Jede Information kann helfen, die Täter zu fassen und die Sicherheit in der Nachbarschaft zu erhöhen.

Die Polizei mahnt Anwohner, besonders in den Wintermonaten aufmerksam zu bleiben, da Einbrecher oft die frühe Dunkelheit nutzen.

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Skandal in Bensberg: Stadt Bergisch Gladbach richtet offenbar illegale Fußgängerzone ein!

Skandal in Bensberg: Stadt Bergisch Gladbach richtet offenbar illegale Fußgängerzone ein!

19 November 2024 von Gregor Herzfeld

Ein Sturm der Entrüstung fegt durch Bensberg: Die Stadt Bergisch Gladbach hat im Bereich der Schloßstraße eine Fußgängerzone eingerichtet – offenbar ohne jede rechtliche Grundlage. Gewerbetreibende und Anwohner fühlen sich betrogen, während die Stadtverwaltung bisher hartnäckig schweigt. Unsere Redaktion hat mehrfach versucht, eine Stellungnahme von der Pressestelle der Stadt zu erhalten – bislang vergeblich.

Fußgängerzone ohne Ratsbeschluss?

Die Schloßstraße, einst eine belebte Geschäftsstraße, ist durch die neu aufgestellten Verkehrsschilder faktisch für den normalen Verkehr gesperrt. Einfahrt verboten – so lautete zunächst die Anordnung. Nun wird die Straße als Fußgängerzone ausgewiesen, wobei Lieferverkehr nur zu eng begrenzten Zeiten erlaubt ist: Montag bis Samstag zwischen 6 und 11 Uhr. Besonders brisant: Am Donnerstag wird durch den Wochenmarkt ohnehin jeglicher Lieferverkehr unmöglich gemacht.

55 € für den PKW-Besuch der Schloßstrasse verlangt die Truppe von Ordnungsamtschefin Ute Unrau

Doch ein entscheidendes Detail fehlt: Ein Ratsbeschluss! Nach geltendem Recht, insbesondere § 45 StVO sowie den entsprechenden Landesgesetzen, darf eine Fußgängerzone nicht ohne einen formellen Beschluss des Stadtrates eingerichtet werden. Eine solch gravierende Änderung der Verkehrsführung erfordert nicht nur die Zustimmung der politischen Gremien, sondern auch eine gründliche Abwägung der Interessen aller Betroffenen.

Bußgelder trotz fragwürdiger Rechtslage

Als wäre dies nicht genug, hagelt es Strafzettel für die Gewerbetreibenden der Schloßstraße, die trotz der Beschilderung Waren anliefern oder abholen müssen. Anträge auf Ausnahmegenehmigungen wurden von der Stadt kategorisch abgelehnt. Händler wie Frank Samirae, Inhaber eines Computerfachgeschäfts mit starkem Außendienst, sind fassungslos.

„Wie sollen wir unsere Geschäfte betreiben, wenn wir nicht einmal Waren anliefern können? Die Stadt bestraft uns für den Zugang zu unseren eigenen Läden!“ erklärt ein verärgerter Gewerbetreibender.

Schweigen der Verwaltung

Unsere Redaktion hat die Pressestelle der Stadt Bergisch Gladbach mehrfach um eine Erklärung gebeten:

  • Wann wurde ein Ratsbeschluss zur Einrichtung der Fußgängerzone gefasst?
  • Welche Rechtsgrundlage stützt die aktuelle Beschilderung?
  • Warum werden Ausnahmegenehmigungen kategorisch abgelehnt?

Doch die Verwaltung schweigt. Statt Klarheit herrscht Chaos – ein Zustand, der immer mehr Fragen aufwirft.

Politischer Sprengstoff im Rathaus

Besonders brisant: Frank Samirae, selbst Mitglied des Rates der Stadt Bergisch Gladbach, hat offiziell Akteneinsicht in alle Beschlüsse und Rechtsgutachten zu diesem Vorgang beantragt. Sollte sich herausstellen, dass es keinen Ratsbeschluss gibt, wäre dies ein handfester Skandal – ein Beispiel für undurchsichtige Verwaltungsentscheidungen, die auf Kosten von Bürgern und Geschäftsleuten gehen.

„Die Einrichtung einer Fußgängerzone ist keine Kleinigkeit, sondern eine weitreichende Entscheidung, die den gesamten Stadtteil betrifft. Ohne Ratsbeschluss ist das schlichtweg illegal“, so ein Insider aus dem Rathaus, der anonym bleiben möchte.

Wirtschaftlicher Schaden und Vertrauensverlust

Während die Stadtverwaltung sich in Schweigen hüllt, leiden die Gewerbetreibenden. Kunden bleiben aus, Lieferungen sind kaum möglich, und die Knöllchen werden zum teuren Dauerärgernis.
„Wahrscheinlich wollen die wieder nur die Autofahrer abkassieren“ – schimpft eine Bensbergerin laut die das Ordnungsamt bei der Arbeit beobachtet.
Dieser Vorfall wirft ein düsteres Licht auf die Entscheidungsprozesse in Bergisch Gladbach. Die Bürger und Gewerbetreibenden verdienen klare Antworten: Wer hat diese Fußgängerzone angeordnet, und warum gibt es keinen Beschluss des Rates?

Wir bleiben dran und fordern weiterhin Aufklärung von der Stadtverwaltung. Der Fall der Schloßstraße ist weit mehr als ein Verwaltungsfehler – es ist ein Skandal, der das Vertrauen in die Stadtpolitik nachhaltig erschüttern könnte.

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Sleet covering cars and roads in a thin layer of ice, causing slippery conditions as freezing rain continues to fall

Winterwetter in NRW: Rutschige Straßen durch Schnee, Graupel und Laub

19 November 2024 von Felix Morgenstern

Der Winter klopft in Nordrhein-Westfalen an: Regen, Graupel und sogar Schnee prägen aktuell das Wetter. Autofahrer und Radfahrer müssen sich auf rutschige Bedingungen einstellen, und Hausbesitzer stehen in der Pflicht, Gehwege laubfrei zu halten. Der heutige Dienstag brachte schon am Morgen einige Herausforderungen.

Staubildung auf der A59: Aquaplaning und Sichtbehinderungen

Auf der A59 zwischen Duisburg-Walsum und dem Kreuz Duisburg staute sich der Verkehr zeitweise auf bis zu acht Kilometern. Grund dafür war Wasser auf der Fahrbahn, das für Aquaplaning und schlechte Sicht sorgte. Während die Polizei meldet, dass das Wasser mittlerweile abgelaufen sei, bleiben die Straßen rutschig. Weitere Regenfälle werden bis in den Nachmittag hinein erwartet.

Schnee und Schneematsch in höheren Lagen

Im Hochsauerlandkreis fiel in der Nacht noch Schnee. Doch mit dem milden Regenband, das in NRW einzog, schmolz er vielerorts wieder weg. Auf dem Kahlen Asten beispielsweise, wo am Montag noch 11 Zentimeter Schnee lagen, war der Schnee am Dienstagmorgen bereits komplett verschwunden. Im Tagesverlauf sinkt die Schneefallgrenze allerdings wieder auf 200 bis 300 Meter, sodass neue Schneeschauer erwartet werden. Besonders in den Höhenlagen bleibt es winterlich.

Gefährliche Kombination: Laub, Nässe und Sturmböen

Ein besonderes Risiko stellen nasse Straßen und Wege dar, die durch rutschiges Laub noch gefährlicher werden. Hausbesitzer sind in vielen Städten und Gemeinden verpflichtet, die Gehwege vor ihren Grundstücken zu räumen. Ein Versäumnis kann teuer werden, wenn es zu Stürzen kommt.

Die Sturmböen des aktuellen Tiefdruckgebiets verstärken die Gefahr. Windgeschwindigkeiten von bis zu 89 km/h, wie am frühen Morgen auf dem Kahlen Asten gemessen, führen dazu, dass Äste abbrechen oder Bäume umstürzen können. Da viele Bäume noch Laub tragen, ist die Angriffsfläche für den Wind besonders groß.

Frühwinterliches Wetter bis Freitag

Die Temperaturen in NRW bewegen sich heute zwischen 3 und 9 Grad. Glätte durch Schnee, Schneeregen und Graupel kann bis in tiefere Lagen auftreten. Bis Freitag bleibt diese frühwinterliche Wetterlage bestehen. Autofahrer, die noch ohne Winterreifen unterwegs sind, sollten diese schnellstmöglich aufziehen.

Wochenende bringt milderes Wetter

Ab dem Wochenende sind wieder wärmere Temperaturen zu erwarten. Laut Prognosen könnte der Schnee in höheren Lagen wie dem Rothaargebirge ab Sonntag schmelzen. Ein großer Wintereinbruch, wie er zuletzt im November 2005 stattfand, steht in NRW vorerst nicht bevor. Damals türmte sich der Schnee im Münsterland auf bis zu 50 Zentimeter – so viel ist in den kommenden Tagen nicht zu erwarten.

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A Mother with her newborn baby at the hospital a day after a natural birth labor

Weltfrühgeborenen-Tag: Zwillingswunder im Klinikum Leverkusen

18 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Weltfrühgeborenen-Tag, der jedes Jahr am 17. November begangen wird, stehen Frühgeborene und ihre Familien im Fokus. In Leverkusen wird dieser besondere Tag mit lila angestrahlten Wahrzeichen gewürdigt – darunter das Klinikum und das Stadion von Bayer 04. Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie das Klinikum Leverkusen ein doppelt besonderes Wunder erlebte: die Geburt der Frühchen-Zwillinge Nico und Luke.

Ein Start ins Leben zwei Monate zu früh

Nico und Luke kamen am 29. Oktober 2024 in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt – zweieinhalb Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Trotz der frühen Geburt sind die Zwillinge wohlauf und machen große Fortschritte. Ihre Mutter, Leonie Schwanke, strahlt vor Glück:

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, gerade nach dieser langen und schwierigen Reise. Es ist wunderschön, dass es den beiden so gut geht. Das ist nicht selbstverständlich bei einer Geburt in der 30. Woche.“

Eine Risikoschwangerschaft mit Happy End

Bereits in der 23. Schwangerschaftswoche wurde bei Leonie Schwanke eine Risikoschwangerschaft festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wäre das Überleben der Zwillinge äußerst schwierig gewesen. Deshalb blieb die 29-Jährige zwei Monate lang unter intensiver ärztlicher Beobachtung im Klinikum. Das Geburtshilfe-Team entschied, die Geburt so lange wie möglich hinauszuzögern, um den Kindern die besten Startchancen zu geben.

Fortschritte auf der Geburtsstation

Nico und Luke wiegen inzwischen jeweils 1,5 Kilogramm – deutlich weniger als Neugeborene mit regulärem Geburtstermin. Dennoch zeigt sich das medizinische Team hochzufrieden mit der Entwicklung der Zwillinge. Die Brüder müssen nun lernen, ohne Sauerstoffzufuhr zu atmen und eigenständig zu trinken. Leonie Schwanke kann auf der Geburtsstation rund um die Uhr bei ihren Söhnen bleiben.

Ein besonderer Wunsch zum Geburtstag

Wenn alles nach Plan verläuft, könnten Nico und Luke schon in zwei Wochen nach Hause dürfen – pünktlich zu Leonies 30. Geburtstag am 1. Dezember. Für die junge Mutter wäre das das schönste Geschenk. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie moderne Geburtshilfe und ein engagiertes Team auch bei schwierigen Voraussetzungen Wunder vollbringen können.

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Gedenkfeier in Wermelskirchen: Volkstrauertag mahnt zu Frieden und Versöhnung

18 November 2024 von Felix Morgenstern

Unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ fand die zentrale Gedenkfeier des Rheinisch-Bergischen Kreises zum Volkstrauertag am Mahnmal im Hüpptal in Wermelskirchen statt. Veranstaltet vom Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis und dem Ortsverband Wermelskirchen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, wurde mit zahlreichen Redebeiträgen und musikalischen Beiträgen an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert.

Mahnung gegen Hass und Hetze

Friedel Burghoff, Vertreter des Volksbundes, rief in seiner Ansprache dazu auf, die Schrecken von Kriegen nicht zu vergessen. Angesichts von radikalen Strömungen und des Kriegs in Europa sei das Eintreten für Frieden und Zusammenhalt dringender denn je. Bürgermeisterin Marion Holthaus betonte, wie zerbrechlich Frieden und Freiheit seien, und erinnerte an die Verantwortung, diese Werte zu bewahren.

Eindrücke von Zeitzeugen und Flüchtlingen

Zwei Schülerinnen des städtischen Gymnasiums Wermelskirchen berichteten von ihrem Besuch in Auschwitz und unterstrichen die Bedeutung des Erinnerns an die dunklen Kapitel der Geschichte. Victor Dmytruk, ein Geflüchteter aus der Ukraine, teilte seine bewegenden Gedanken und dankte für die Solidarität der Wermelskirchener Bevölkerung. Seine Worte, live von Dorothea Hoffrogge übersetzt, erinnerten eindringlich an die humanitäre Pflicht, Augen und Herzen für die Not anderer offen zu halten.

Landrat Santelmann: „Frieden ist ein Handlungsauftrag“

In seiner Gedenkrede hob Landrat Stephan Santelmann die bleibende Aktualität der Mahnung zum Frieden hervor. „Die Narben vergangener Kriege sind noch immer sichtbar“, erklärte er. Die Arbeit des Volksbundes und das Erinnern an „stumme Kriegsgräber“ seien von unschätzbarem Wert, besonders in Zeiten wachsender politischer Extremismen und internationaler Konflikte.

Santelmann betonte, dass es Aufgabe der jungen Generation sei, die Lehren der Geschichte wachzuhalten. Er unterstrich die Bedeutung von Resilienz und Bildung, um Populismus entgegenzutreten, und appellierte an alle, europäische Werte wie Rechtsstaatlichkeit und Toleranz zu verteidigen.

Erinnerung an lokale und historische Ereignisse

Der Landrat verwies auf historische Ereignisse wie die Landung der Alliierten in der Normandie und den Warschauer Aufstand im Jahr 1944. Diese stünden symbolisch für Mut und Widerstand in dunklen Zeiten. Auch lokale Erinnerungen wie die Bombenangriffe auf Wermelskirchen und Solingen im November 1944 blieben als Mahnung erhalten, entschlossen gegen totalitäres Denken einzutreten.

Abschluss mit Totengedenken und Kranzniederlegung

Pfarrerin Sarah Kannemann leitete das Totengedenken, gefolgt von einer feierlichen Kranzniederlegung durch Landrat Stephan Santelmann, Bürgermeisterin Marion Holthaus und Vertreter der Stadt Wermelskirchen. Die Veranstaltung war ein eindringlicher Appell, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und aktiv für Frieden einzutreten.

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partial view of blurred judge in robe holding gavel in court

Gerichtsurteil in Köln: Abtreibungsgegner wegen gedruckter Flyer verurteilt

16 November 2024 von Felix Morgenstern

Ein 64-jähriger Mann aus Österreich wurde am Freitag vom Amtsgericht Köln zu einer Geldstrafe von 6.300 Euro verurteilt. Der bekennende Abtreibungsgegner hatte auf Flyern eine Ärztin, die Schwangerschaftsabbrüche durchführt, diffamiert und dabei persönliche Daten von ihr und ihrem Vermieter veröffentlicht.

Flyer mit drastischen Aussagen

Auf den Flyern, die im November 2022 verteilt werden sollten, bezeichnete der Mann die Medizinerin als „Massenmörderin“ und sprach von „industrieller Schlachtung“. Die Praxis wurde als „Abtreibungsindustrie“ dargestellt, in der über 6.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt worden seien. Während das Gericht viele der Äußerungen als von der Meinungsfreiheit gedeckt wertete, zog es bei der Veröffentlichung persönlicher Daten eine klare Grenze.

Veröffentlichung von Daten als Gefahrenquelle

Die Flugblätter enthielten nicht nur die Adresse der Klinik, sondern auch Angaben über die Freizeitgestaltung der Ärztin und den Wohnort ihres Vermieters. Diese Daten könnten die Betroffenen „in Gefahr bringen“, erklärte die Richterin. Sie betonte, dass die Grenze der freien Meinungsäußerung dort überschritten sei, wo personenbezogene Informationen verwendet werden, um gezielt Personen zu gefährden. Der Text des Angeklagten sei keine sachliche Debatte, sondern ein Angriff, der Menschen in ihrem privaten Umfeld bedrohe.

Verteidigung und mögliche Berufung

Der Angeklagte, der sich selbst als investigativer Journalist bezeichnet, ließ über seinen Verteidiger ankündigen, das Urteil nicht akzeptieren zu wollen. Die Verteidigung argumentierte, dass der Flyer investigative journalistische Arbeit sei. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht und hob hervor, dass die Inhalte auf den Flyern keine journalistische Neutralität erkennen ließen.

Signalwirkung des Urteils

Das Urteil zeigt, dass Meinungsfreiheit Grenzen hat, insbesondere wenn durch die Veröffentlichung persönlicher Daten das Leben und die Sicherheit von Personen gefährdet werden. Es betont zudem, dass die öffentliche Auseinandersetzung mit sensiblen Themen wie Schwangerschaftsabbrüchen sachlich und ohne Diffamierung geführt werden muss.

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Heimat-Preis 2024: Würdigung des ehrenamtlichen Engagements in Bergisch Gladbach

16 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Montagabend ehrte Bürgermeister Frank Stein im Kunstmuseum Villa Zanders herausragende Projekte, die das Leben in Bergisch Gladbach prägen, mit dem Heimat-Preis 2024. Der Preis, der das ehrenamtliche Engagement in der Stadt würdigt, wurde an drei Initiativen verliehen, die durch ihre besonderen Beiträge das Gemeinschaftsgefühl und die Identität der Stadt stärken.

Bürgermeister würdigt Engagement

Bürgermeister Frank Stein lobte die Vielfalt und den Einsatz der Nominierten: „Für uns alle ist Bergisch Gladbach Heimat. Die ausgezeichneten Projekte tragen maßgeblich dazu bei, dass unsere Stadt nicht nur ein Ort, sondern auch ein Gefühl von Heimat ist.“ Besonders erfreut zeigte sich Stein über die gestiegene Zahl der Bewerbungen: Aus 24 eingereichten Vorschlägen wurden die Preisträger ausgewählt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.

Die Preisträger 2024

  • 1. Platz: Literaturkurs des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG)
    Der Literaturkurs unter Leitung von Theresa Reusch wurde für das Projekt „DAS NAPOLA ERINNERN“ ausgezeichnet. Die Schüler:innen setzten sich mit der nationalsozialistischen Geschichte des Schlosses Bensberg auseinander und erforschten dessen Nutzung als NS-Eliteschule und Außenlager des KZ Buchenwald. Ihr Ziel ist ein Mahnmal am Schloss. Der Kurs erhielt ein Preisgeld von 2.500 Euro.
  • 2. Platz: DJK-SSV Ommerborn Sand e.V.
    Der Sportverein wurde für sein Engagement zur Förderung von Gemeinschaft und Zusammenhalt ausgezeichnet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Sportplatz zu einem Ort des Miteinanders zu gestalten. Er erhielt ein Preisgeld von 1.500 Euro.
  • 3. Platz: CityRadio GL
    Das ehrenamtlich betriebene CityRadio GL, das seit 1995 auf Radio Berg sendet, wurde für seine informative und werbefreie Berichterstattung über ehrenamtliches Engagement in der Stadt geehrt. Das Team um Gründer Martin Hardenacke erhielt 1.000 Euro.

Steigendes Interesse und neue Ideen

Die gestiegene Bewerberzahl führte die Stadt auf ein neues Marketingkonzept zurück. Für 2025 sind weitere Innovationen geplant, darunter die Einreichung von Bewerbungsvideos. „Es ist toll zu sehen, wie sich das Interesse am Heimat-Preis entwickelt,“ so Daniela Fobbe-Klemm, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Marketing.

Mit den ausgezeichneten Projekten setzte Bergisch Gladbach erneut ein Zeichen für die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in der lokalen Gemeinschaft. Bürgermeister Stein dankte allen Nominierten und Preisträger:innen für ihren Einsatz und betonte: „Ihr Engagement ist der Grund, warum sich so viele Menschen hier zu Hause fühlen.“

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2.500 neue Bäume für den „Wald der Vielfalt“ im Bergischen Land

15 November 2024 von Felix Morgenstern

Mit der Pflanzung von 2.500 neuen Bäumen startete die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) erfolgreich in die diesjährige Pflanzsaison. Ziel ist es, den „Wald der Vielfalt“ als zukunftsfähigen Mischwald im Bergischen Land zu etablieren. Die erste Pflanzaktion fand in Overath statt und wurde durch die Unterstützung der apoBank ermöglicht.

Vielfalt für die Zukunft

Der Wald der Zukunft wird vielfältig sein – diese wissenschaftlich anerkannte These ist Leitbild der SDW. Bei der aktuellen Aktion wurden Traubeneichen, Lärchen, Esskastanien, Douglasien, Schwarzerlen und Buchen gepflanzt. In Kombination mit bereits vorhandenen Baumarten wie Birken, Rotbuchen und Kiefern entsteht ein Mischwald mit rund zehn verschiedenen Arten. „Mit der Vielfalt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wald den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist,“ betont SDW-Vorsitzender Rainer Deppe.

ApoBank engagiert sich

Auch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) trug maßgeblich zur Umsetzung bei. Vorstandsmitglied Dr. Christian Wiermann war vor Ort und packte persönlich mit an: „Unsere Gesundheit hängt maßgeblich von einer intakten Umwelt ab – jeder positive Beitrag zählt.“

Pflanzung angepasst an Standortbedingungen

Die neuen Bäume wurden auf kleinräumige Standortbedingungen abgestimmt. Beispielsweise sorgen Schwarzerlen an bachnahen Standorten für eine natürliche Begleitung. Die Pflanzungen wurden truppweise oder auf Mulchstreifen angelegt, um eine stabile Symbiose zwischen neuen Bäumen und bestehender Naturverjüngung zu fördern.

Erfolgreicher Auftakt

„Der Start ist gelungen,“ resümiert Deppe. Die Pflanzsaison wird bis ins Frühjahr 2025 andauern, mit weiteren Aktionen und Partnern, die die SDW unterstützen. Die Initiative zeigt, wie gemeinsames Engagement von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Die Initiatoren der Aktion – darunter Vertreter der SDW, der apoBank und der Waldeigentümer – zeigten sich begeistert von der ersten Pflanzaktion des Winters.

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