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Wolfgang Niedecken liest und singt Autobiografisches aus „Für `ne Moment“

13 November 2012 von Darian Lambert

Er bringt in seinen Liedern den Kölner Dialekt zum Funkeln und verbindet politische Wachsamkeit mit humanitärem Engagement. Er sichert Spuren und ist ein Chronist des Zeitgeschehens. In „Für ‘ne Moment“ erzählt  Wolfgang Niedecken von einer Kindheit zwischen Trümmern im Nachkriegs-Köln, vom katholischen Internat und der Rebellion gegen Autoritäten. Vom Malereistudium und der New Yorker Kunstszene der siebziger Jahre. Von den ersten Texten auf Kölsch, den tragikomischen Anfängen mit BAP und den Triumphen des überregionalen Durchbruchs. Vom Songschreiben und vom Unterwegssein. Von den geplatzten Konzerten in der DDR und den exotischen Konzertreisen nach Nicaragua, Mosambik, China und die ehemalige Sowjetunion. Von den Begegnungen mit Vorbildern wie Heinrich Böll und Bob Dylan, von den Freundschaften und Kollaborationen mit Wim Wenders und Bruce Springsteen. Es sind Geschichten, die vom Mut der Verzweiflung handeln, vom unbedingten Willen weiterzumachen und davon, wie es sich in der noch immer jungen Kunstform Rock’n’ Roll in Würde altern lässt. Sie führen ins Offene: die Zukunft steht immer noch aus.
Am Ende des Buchs stehen Berichte von Niedeckens Reisen nach Afrika und seinem Engagement für ehemalige Kindersoldaten in Uganda und geschändete Frauen im Ostkongo. In einer abendfüllenden Veranstaltung wird Wolfgang Niedecken seine Autobiographie vorstellen. Die Lesung von Passagen aus „Für ‘ne Moment“ wird dabei ergänzt durch den Vortrag von ca 15 Songs, die die Geschichten des Buchs spiegeln, kommentieren und schon wieder neu erzählen. Wolfgang Niedecken begleitet sich dabei auf der akustischen Gitarre.

Donnerstag, den 29.11.2012
Schulzentrum Cyriax
Einlass: 19.00 Uhr – Beginn: 20.00 Uhr
Eintrittskarten: 27,50 Euro
Freie Sitzplatzwahl

 

Eine Veranstaltung der

Buchhandlung Bücken
Tel. 02206 2104
info@buchhandlung-buecken.de
www.buchhandlung-buecken.de

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Free Pussy Riot flashmob outside of Germany’s only Russian orthodox pilgrimage site in Bekond near Trier

08 November 2012 von Shnippy FreePussyRiot CGN / BN

 Deutsche Version

Activists of the Free Pussy Riot Cologne / Bonn group were supported by Amnesty International Bonn when they gathered in the small village of Bekond near Trier on Saturday, 03.11.2012.
With their protest in front of the only Russian orthodox pilgrimage site in Germany they demanded the immediate release of Pussy Riot members and all other political prisoners in Russia.

Apparently Hotel Brunnenhof is being used as a makeshift church and pilgrimage simultaneously. Potentially present employees preferred to hide behind closed shutters.
20 protestors had travelled from Cologne, Bonn, Frankfurt and Luxembourg to this hotel in order to raise awareness of the increasing restrictive government tactics in Russia.
The collaboration between President Vladimir Putin and the orthodox patriarch and the latter’s former KGB-colleague Kyrill I is of particular concern.

The pilgrimage site in Bekond is vigorously debated in Russia. Since August this year, Duma deputies have been prohibited from owning or purchasing property abroad. According to Russia News, breaking this law results in being fined with around 5-10 million Rubles, a 5-year prison sentence and a prohibition to hold office for 3 consecutive years. 51 % of the hotel property in Bekond is currently being owned by Alina Dolskaya, the wife of Duma deputy Andrey Isayev. The remaining 49 % are being held by the pilgrimage company St. Thomas Tdf GmbH.

Amnesty International employee Klaus H. Walter voiced  his views regarding the issues involved:
„Andrey Isayev, being the chair of the Duma Labour and Social committee, is mainly responsible for the latest tightening of legislation, for instance enforcing non-governmental organizations to register as foreign agents,     if they receive financial aid to support their activities       (this does not only affect local human rights organizations like Memorial and many others, but also prejudices the work of UNESCO or membership organizations like Greenpeace and Amnesty International). The demonstration laws have been drastically restricted      under the auspices of Isayev – and now it turns out that    his very own wife is financially ‚involved‘ with this so-called pilgrimage site near the Luxembourg border. Duma Deputies from opposition parties get arrested and are accused of owning foreign properties. Naturally this does not apply to Mr. Isayev since his wife owns the property.“

The focus of the demonstration however was demand for the immediate release of the band members Nadya Tolokonnikova and Maria Aljochina of Pussy Riot remaining in prison, as well as all other political prisoners in Russia.
The colourful balaclava wearing activists used four megaphones to shout slogans like: ‚Free Pussy Riot, Russia without Putin, Freedom for all political prisoners etc.‘ predominantly in German and Russian.

A conversation between the action organiser Janine Schneider and Bekond Mayor Mr. Reh confirmed that there was one room of the hotel currently being used for praying and holding devine services (the former breakfast room). The building was obviously in the process of being converted. Mr Reh stated that he frequently saw buses filled with pilgrims in front of the hotel. He explained he was simply happy that the property is not left vacant to decay and that it creates working places locally.

Free Pussy Riot Cologne / Bonn is already planning another action for the End of November in the inner city of Cologne. More detailed information will be available here

(https://www.facebook.com/P3ssyRiotGermany/events)

once the formal registration has been submitted to the authorities.

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Pro Pussy Riot Flashmob vor Deutschland’s einzigem russisch-orthodoxem Pilgerzentrum in Bekond

04 November 2012 von Shnippy FreePussyRiot CGN / BN

 English version

Am Samstag, den 03.11.12, versammelten sich Mitglieder von Free Pussy Riot Cologne / Bonn unterstützt von Amnesty International Bonn in dem 852-Seelen-Dorf Bekond bei Trier. Sie protestierten für die Freilassung von Pussy Riot und allen anderen politischen Häftlingen in Russland vor dem einzigen russisch-orthodoxen Pilgerzentrums deutschlandweit.

Das Hotel Brunnenhof wird angeblich auch als Kirche und Pilgerzentrum genutzt, allerdings schotteten sich ggf. anwesende Mitabeiter des Hotels oder der „Kirche“ hinter geschlossenen Rolladen ab. Die 20 Demonstranten waren aus Köln, Bonn, Frankfurt und Luxemburg angereist, um auf die zunehmend restriktiver werdenden Regierungsstrategien in Russland und die Kollaboration von Präsident Wladimir Putin mit dem orthodoxen Patriarchen und früheren Kollegen aus Geheimdienstzeiten Kyrill I. aufmerksam zu machen.

Das Pilgerzentrum in Bekond ist in Russland heftigst umstritten. Seit August ist es russischen Duma-Abgeordneten grundsätzlich verboten Grundstücke im Ausland zu besitzen oder zu erwerben. Laut Russia News ist dies strafbar mit einem Bußgeld von 5 – 10 Millionen Rubel, 5-jähriger Haft und anschließende 3-jährigem Verbot ein öffentliches Amt zu führen. 51% des Grundstücks des Hotels in Bekond gehören Alina Dolskaja, der Ehefrau Duma-Abgeordneten Andrej Issajew. Die anderen 49% besitzt die Pilgerfirma St.Thomas TdF GmbH.

Klaus H. Walter, Mitarbeiter von Amnesty International, äußerte sich zu diesem Thema wie folgt:                       „Andrej Issajew  ist als Vorsitzender des Arbeits- und Sozialausschusses einer der hauptverantwortlichen     Duma-Abgeordneten für die jüngsten Verschärfungen der Rechtsgrundlagen wie z.B. den Zwang für Nichtregierungs-organisationen,  sich als ausländische Agenten registrieren   zu lassen, wenn sie Unterstützungszahlungen erhalten    (dies trifft dann nicht nur lokale Menschenrechts- organisationen wie Memorial  und viele andere, sondern auch die UNESCO  oder Mitgliederorganisationen wie Greenpeace oder Amnesty International).  Das russische Demonstrationsrecht wurde unter Federführung von Issajew drastisch eingeschränkt – und nun stellt sich heraus, dass die Ehefrau eben dieses Herrn an einem sogenannten Pilgerzentrum in der Nähe der luxemburgischen Grenze „beteiligt“ ist. Oppositionsabgerodnete werden eingesperrt weil sie angeblich Besitz im Ausland haben – für Herrn Issajew gilt das natürlich nicht, das ist ja alles Eigentum der Ehefrau.“

Die Thematik des Protests konzentrierte sich jedoch auf die Forderung der Freilassung der beiden noch inhaftierten Bandmitglieder von Pussy Riot, Nadja Tolokonnikowa und Maria Aljochina, sowie aller anderen politischen Häftlinge in Russland.

Mit vier Megafonen riefen die bunt-maskierten Aktivisten lautstark Slogans wie „ Free Pussy Riot, Russland ohne Putin, Freiheit für alle politischen Gefangene usw.“, hauptsächlich in Deutsch und Russisch.

In einem Gespräch zwischen der Demonstrationsleiterin Janine Schneider und dem Bürgermeister Herrn Reh, bestätigte es sich, dass ein Raum des Anwesens (der vorherige Frühstücksraum) zur Zeit als Kirchenraum genutzt werde. Umbauten am Gebäude selber seien im Gange. Herr Reh erklärte, dass er des öfteren Busse mit Pilgern vor dem Hotel gesehen hat. Er sei einfach nur froh, dass das Gebäude nicht verwahrlose und das Unternehmen lokale Arbeitsplätze schaffe.

Free Pussy Riot Cologne / Bonn plant bereits die nächste Demonstration für Ende diesen Monats     in der Kölner Innenstadt. Genauere Informationen werden nach der formellen Anmeldung veröffentlicht und auf der Facebook-Seite

https://www.facebook.com/P3ssyRiotGermany/events

abrufbar sein.

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Kabarett mit Wilfried Schmickler in Overath

26 Oktober 2012 von Darian Lambert

„Ich weiss es doch auch nicht!“ WILFRIED SCHMICKLER ist der „Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten“, seine satirisch brillante Analyse der bundesdeutschen Wirklichkeit weist ihn als kompromisslosen Moralisten aus. Seine Opfer sind immer Täter. Allemal die Großen in Wirtschaft und Politik, Kirche und Medien. Auch die Kleinen, vor allem die Kleinen im Geiste. Und wenn man ihn fragt, wie lange die alle noch so weitermachen dürfen, sagt er: „Ich weiß es doch auch nicht!“ Aber Schmickler macht weiter und feuert in seinem neuen Soloprogramm wieder sein charakteristisches Feuerwerk punktgenauer Pointen ab, mal rotzig und bitterböse, oft wütend und grimmig, fast immer schreiend komisch.

Samstag, den 03.11.2012 Schulzentrum Cyriax
Einlass: 19.00 Uhr – Beginn: 20.00 Uhr
Eintrittskarten: 22,50 Euro

Freie Sitzplatzwahl Karten gibt bei der Buchhandlung Bücken

Tel. 02206 2104
www.buchhandlung-buecken.de

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„Bergische Weihnachten“ – Vorfreude ist die schönste Freude

26 Oktober 2012 von Darian Lambert

Einzigartige Bühnenshow mit Overather Künstlern

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, denn obwohl die Advent- und Weihnachtszeit noch nicht begonnen hat, erlebt der Kulturbahnhof am 17. und 18. November eine Bühnenshow vom Feinsten. Nahezu 30 Künstlerinnen und Künstler werden das Publikum mit Texten, Liedern, musikalischen Leckerbissen und Gedichten begeistern. Und das Einmalige ist: alle Darsteller kommen aus Overath und treten in dieser Zusammenstellung erstmalig auf.

Die Idee dazu hatten Alexander Bücken, Inhaber der gleichnamigen Buchhandlung und Schauspieler und TV-Moderator Manfred Erwe. Den Beiden, die bereits andere Events miteinander durchgeführt haben, schwebte schon seit langem eine literarisch-musikalische Veranstaltung vor, in der ausschließlich Künstler aus Overath auftreten sollen. Dazu Alexander Bücken: „Es ist großartig zu sehen, wie viele tolle Künstler in Overath leben, die aber viel zu wenig wahrgenommen oder gar nicht angesprochen werden. Das möchten wir gerne ändern.“ Und Manfred Erwe, der u.a. weit über die Grenzen seiner Wahlheimat Overath bekannt ist für seine Lesungen an ungewöhnlichen Orten, ergänzt: „Als die auftretenden Künstler gerade ihre Zusage an der „Bergischen Weihnachten“ gegeben hatten, wollten auf einmal noch mehr Musiker und Autoren teilnehmen. Das heißt, wir können, nein wir dürfen hier aus dem Vollen schöpfen, was gute und namhafte Künstler angeht – von Klein bis Groß.“

Besonders stolz ist Manfred Erwe, der die Inszenierung leitet, dass er eine Schauspielgröße wie Peer Augustinski mit ins Boot ziehen konnte, der mit bekannten Weihnachtsgeschichten das Publikum in seinen Bann ziehen wird. „Wir möchten keine „Kölsche Weihnacht“ auf die Bühne holen, das machen Andere schon. Aber wir wollen auch keine Schwermut präsentieren. Die Mischung aus Kult, Klassik und Modernes soll das Publikum zum Schmunzeln und zum Nachdenken bringen.“, so der Mime.

Selbstverständlich wird auch mal in Mundart gesungen, dafür sorgt schon das Quartett um Werner Unger, während Profimusiker wie Roland Pütz, Michael Herden und Die Glorreichen Zwei – Claudia und Dirk Pawelka – wiederum eine ganz andere musikalische Note setzen. Und dass es sich lohnt, früh ein Instrument zu lernen, beweisen die Schülerinnen und Schüler der MusicSchool um Ralph Tehsmann. Für jeden Geschmack wird etwas dabei sein. Dazu tragen auch die Autoren Ferdinand Böhm, Horst Dahlmeyer und Bernd Hambüchen mit ihren literarischen Leckerbissen bei. „Dann gibt es noch einige Überraschungsgäste, die ich aber noch nicht verraten möchte. Doch wer wissen möchte, warum auch der Overather Bürgermeister ein Wörtchen mit zu Reden hat und was der evangelische Pfarrer Karl-Ulrich Büscher auf der „Bergischen Weihnacht“ macht, der muss sich das Programm schon persönlich anschauen“, so Manfred Erwe.

Es gibt zwei Vorstellungen, nämlich am Samstag, 17.November um 19 Uhr, Einlass ist um 18 Uhr und am Sonntag, 18.November um 15 Uhr, Einlass ist um 14 Uhr, um eben auch die ganze Familie anzusprechen. Der Eintritt beträgt 18 € für Erwachsene und 9 € für Kinder bis zum 12.Lebenjahr. Die Karten sind erhältlich über die Buchhandlung Bücken, Hauptstraße 57a in Overath, Tel. 02206-2104. Und damit sich alle Gäste wohlfühlen, hat sich das Gespann Bücken-Erwe etwas Besonderes einfallen lassen: im Eintrittspreis inbegriffen ist ein Gläschen Sekt (wahlweise Orangensaft) zur Begrüßung. Am Samstag gibt es in der Pause Kölsche Tapas aus der Overather Metzgerei Scharrenbroich, am Sonntag sorgt die Bäckerei Müller in der Pause für genügend Waffeln. Alles Gute kommt aus Overath – von der Kunst bis zur Küche.

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mondsichelkentern – Lyrik von Günter Helmig

08 Oktober 2012 von Darian Lambert

Der Bergisch Gladbacher Autor Günter Helmig stellt seinen dritten Gedichtsband mit dem poetischen Titel “mondsichelkentern” am 21. Oktober im Gemeindesaal der Gnadenkirche vor.

Das Buch wird von Bücken & Sulzer (Overath) verlegt. Der Autor hat Lebenseindrücke verdichtet und in Wortkunst verwandelt. Seine ungereimten Gedichte sind eine “gekonnte Mischung aus knappen Wortskizzen und farbenfrohen Bildern” und erhalten “gerade durch diesen Widerspruch einen ungewöhnlichen Reiz” (Karl Feldkamp). Viele Menschen können sich und ihre Alltagserlebnisse in diesem Buch wiedererkennen.

Die Lesung wird musikalisch durch Bernd Höver (Saxophon) und Otto Guettsches (Piano) unterstützt. Es moderiert Karl Feldkamp.

Eintritt ist frei.

Termin: Sonntag, 21. Oktober, 11.30 Uhr
Gemeindesaal der Ev. Gnadenkirche, Quirlberg 1 (Jugend-Kulturzentrum), 51465 Bergisch Gladbach

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vorwiegend wechselhaft

19 September 2012 von Karl Feldkamp

lächerlichkeit verpflichtet
rotznasen und schaumschläger
bevorzugen champagner
wer fragt denn nach
wahrheit und ladenhütern

kirchenbesuche lassen
zu wünschen übrig
die jugend ist politikmüde
kein mensch vollkommen
und monika die göttliche
schaufensterpuppe trägt
mal wieder nichts drunter

schließlich kann nicht jeder
aber die meisten würden schon gern
wenn es nach ihnen ginge

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Neu bei GL Aktuell – Lyrik von Karl Feldkamp

18 September 2012 von Darian Lambert

Karl Feldkamp gehört zu den bekanntesten Autoren in der Region von Bergisch Gladbach. Sein besonderes Interesse gilt der Schriftstellerei. Er ist Autor von Erzählungen, Satiren, Essays, Gedichten und Hörspielen. Zusammen mit Jochen Schimmang gründete Feldkamp 1979 die so genannte Autorengruppe K 60, in der Texte gelesen und kritisiert wurden.

Bei GL Aktuell veröffnetlich er in der Rubrik Lyrik seine Gedichte. Lesen Sie selbst.

Kurzbiografie

Karl Feldkamp, 1943 in Lübeck geboren, lebte von 1989 bis 2011 in Bergisch Gladbach und wohnt seitdem in Engelskirchen-Wallefeld. Er arbeitet als selbstständiger Supervisor und freier Autor, schreibt Gedichte, Geschichten, Glossen, Satiren und Rezensionen und hat 5 Bücher, ein eBook und ein Hörspiel veröffentlicht.
2009 erhielt er den Preis des Stadtverbandes Kultur Bergisch Gladbach „Der Bopp“ und 1981 den Xylos-Lyrikpreis.
Feldkamp gehört dem Verband Deutscher Schriftsteller (VS) an.

 

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eines friedlichen morgens in global village

18 September 2012 von Karl Feldkamp

nachtluft haucht
noch träume
auf den dorfteich
zwischen eichen
ziehen spinner fäden
und über ruinen
spielt das wahre
leben mit
hungerkindern

am wendehammer warten
mangelhafte
erkennen das glück
als bedauerlichen
irrtum lebt unerkannt
im regenwald
balzen gerupfte
paradiesvögel und
entartete kannibalen
verzichten auf fleisch

bruder fortschritt druckt
erotische heiligenbilder
für den flügelaltar
geschlossener klosterkirchen
dort lagern
vergessene kindergebete
und auf der volksbühne
im offenen käfig
tanzt selbstverliebt
ein allerletzter unterschied

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denkmal für einen maulhelden

17 September 2012 von Karl Feldkamp

zwischen großen worten und geringfügigen
untaten trieb gleich mut ihn ins gewagte
als beimenge und störenfried
unter falschem vorwand landläufig

blinzelt im liegestuhl gegen die mittagssonne
summt unbekannte märsche
mit fingerkuppen trommelt er
gegen geleerte augenblicke

erstarrt im schutt vergangener jahre
lang reden geschliffen und dem echo
hinterher gehorcht beim ausklang
falscher komplimente

und immer wieder heiligt
der geldschein die mittel

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