Archiv | Lokal

ChatGPT Image 22. Mai 2026, 17_48_50

Tags: , , , ,

Einbrecher stehlen Schmuck im Wert von mehreren Zehntausend Euro

22 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

In Bergisch Gladbach haben Unbekannte bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus hochwertigen Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrags gestohlen. Die Polizei ermittelt und bittet nun um Zeugenhinweise.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat bereits am Mittwochnachmittag im Stadtteil Bensberg. Eine 95-jährige Bewohnerin hatte ihr Haus an der Gladbacher Straße gegen 15.40 Uhr verlassen und war etwa 35 Minuten später zurückgekehrt. Dabei bemerkte sie eine beschädigte Fensterscheibe an der Terrassentür, schenkte dem Vorfall zunächst jedoch keine größere Bedeutung und vermutete einen wetterbedingten Schaden.

Erst am folgenden Morgen wurde die Seniorin gemeinsam mit ihrer Familie misstrauisch. Bei einer Kontrolle stellte sie fest, dass mehrere hochwertige Schmuckstücke fehlten. Daraufhin verständigte sie die Polizei.

Die Ermittler entdeckten vor Ort Hebelspuren an einem Nebeneingang sowie ein Loch in der Scheibe der Terrassentür. Nach bisherigem Stand versuchten die Täter zunächst erfolglos, über den Nebeneingang in das Haus zu gelangen. Anschließend verschafften sie sich gewaltsam über die Terrassentür Zutritt zu dem Gebäude.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und sicherte Spuren am Tatort.

Auch im Stadtteil Frankenforst kam es am Donnerstag zu einem versuchten Einbruch. Ziel der Täter war eine Doppelhaushälfte an der Kiebitzstraße. Dort entdeckten Beamte Hebelmarken an der Haustür sowie an zwei Küchenfenstern. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Bewohner das Haus gegen 12.45 Uhr verlassen und war etwa eine Stunde später zurückgekehrt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter bei ihrem Vorhaben gestört wurden und deshalb ohne Beute flüchteten.

In beiden Fällen nutzten die Täter offenbar kurze Abwesenheiten der Bewohner aus. Die Polizei Rhein-Berg bittet daher Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Umfeld der Tatorte beobachtet haben, sich beim Kriminalkommissariat 2 unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 19. Mai 2026, 15_49_29

Tags: , , , ,

Jahrzehntelanger Einsatz für Inklusion

19 Mai 2026 von Felix Morgenstern

Hildegard Allelein erhält die Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach

(Symbolbild)

Große Anerkennung für ein außergewöhnliches Engagement: Während der Mitgliederversammlung des Vereins „einfach gemeinsam e.V.“ hat Bürgermeister Marcel Kreutz Hildegard Allelein mit der Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Damit würdigt die Stadt ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Allelein begann bereits 1991 ihre Tätigkeit bei der Stadt Bergisch Gladbach. Sechs Jahre später wurde sie zur Behindertenbeauftragten ernannt – ein Amt, das sie maßgeblich selbst prägte und weiterentwickelte. Unter ihrer Mitwirkung setzte die Stadt wichtige Zeichen für mehr Inklusion. Einen besonderen Einfluss auf ihre Arbeit hatte der Beitritt Bergisch Gladbachs zur „Erklärung von Barcelona“, die das Recht von Menschen mit Behinderung auf gleichberechtigte Teilhabe betont und Kommunen in die Verantwortung nimmt.

Zu den wichtigsten Meilensteinen ihrer beruflichen Laufbahn zählen der Aufbau tragfähiger Netzwerke sowie die Einführung zentraler Maßnahmen wie der Satzung zur Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderung und des Aktionsplans Inklusion. Beide Projekte haben die kommunale Behindertenpolitik in Bergisch Gladbach nachhaltig geprägt.

Doch nicht nur beruflich setzte sich Allelein für Inklusion ein. Über mehr als drei Jahrzehnte engagierte sie sich zusätzlich ehrenamtlich. Beim „CBF I Club behinderter Menschen und ihrer Freunde Rheinisch Bergischer Kreis e.V.“ war sie von 1997 bis 2019 aktiv, ab 2014 zudem als Vorsitzende des Vereins. In dieser Zeit entstand unter anderem das „Café Grenzenlos – Begegnung für ALLE“, das bis heute Raum für Austausch und Begegnung schafft.

Auch am Aufbau der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) war Allelein maßgeblich beteiligt. Die Beratungsstelle gilt bis heute als wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen.

2019 gründete sie gemeinsam mit weiteren erfahrenen Akteuren aus der Behindertenhilfe den Verein „einfach gemeinsam e.V.“. Dort engagiert sie sich weiterhin aktiv – unter anderem bei der Organisation von Veranstaltungen wie dem Karnevalscafé, dem Adventscafé oder dem Aktionstag für Menschen mit Behinderung.

Mit der Verleihung der Ehrennadel in Gold würdigt die Stadt Bergisch Gladbach eine Frau, die sich über Jahrzehnte hinweg mit großem persönlichen Einsatz für eine inklusivere Gesellschaft starkgemacht hat. Ihr Wirken hat die Entwicklung hin zu mehr Teilhabe und Barrierefreiheit in der Stadt entscheidend mitgestaltet.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 15. Mai 2026, 18_44_17

Tags: , , ,

Tankstellen-Mitarbeiter stoppt Räuber in letzter Sekunde – Vier Festnahmen in Burscheid

15 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Ein versuchter Raubüberfall auf eine Tankstelle in Burscheid ist am Mittwochabend spektakulär gescheitert. Dank des mutigen Eingreifens eines Mitarbeiters konnten zwei Täter direkt am Tatort überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Insgesamt nahm die Polizei vier Männer vorläufig fest.

Nach Angaben der Polizei betraten gegen 22:20 Uhr zwei maskierte Männer den Verkaufsraum einer Tankstelle an der Höhestraße. Unter Vorhalt eines Pfeffersprays wollten sie Bargeld aus der Kasse erbeuten. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich neben dem Kassierer auch zwei Kunden im Verkaufsraum.

Als einer der Täter über den Verkaufstresen sprang, reagierte der Mitarbeiter geistesgegenwärtig: Er zog den Mann am Arm, brachte ihn zu Boden und hielt ihn fest. Gleichzeitig gelang es ihm, die Eingangstür zu blockieren, sodass auch der zweite Täter nicht fliehen konnte.

Bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte wurden beide Männer im Verkaufsraum festgehalten. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 20-Jährigen und einen 26-Jährigen aus Grevenbroich. Beide standen nach ersten Erkenntnissen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Die Polizei stellte außerdem den mutmaßlich als Tatfahrzeug genutzten VW sicher. Die daran angebrachten Kennzeichen waren zuvor gestohlen worden.

Im Zuge der Fahndung trafen Beamte wenig später in der Nähe zwei weitere Männer im Alter von 27 und 28 Jahren in einem Opel an. Das Fahrzeug hatte die Tankstelle kurz zuvor passiert. Die beiden Grevenbroicher wurden als mögliche Mittäter ebenfalls vorläufig festgenommen.

Von allen vier Beschuldigten wurden Mobiltelefone als mögliche Beweismittel sichergestellt. Zudem ordnete die Polizei Blutproben an: sowohl bei den beiden Hauptverdächtigen als auch beim 28-jährigen Fahrer des Opel, der ebenfalls unter Drogeneinfluss gestanden haben soll. Nach bisherigen Erkenntnissen besitzt der Mann zudem keine gültige Fahrerlaubnis.

Der Tankstellenmitarbeiter erlitt bei dem Gerangel leichte Verletzungen und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen kamen alle vier Tatverdächtigen zunächst wieder auf freien Fuß. Gegen sie wird nun wegen verschiedener Delikte ermittelt.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 15. Mai 2026, 18_32_43

Tags: , , , ,

Q1 bleibt – Bergisch Gladbach plant neues Jugendzentrum für das Zanders-Areal

15 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Die Zukunft des Jugendzentrums Q1 sorgt in Bergisch Gladbach seit Tagen für Diskussionen. Berichte über eine mögliche Auflösung des Q1 hatten bei Bürgerinnen und Bürgern sowie in der Politik für Verunsicherung gesorgt. Nun stellt die Stadtverwaltung klar: Das Q1 soll nicht verschwinden – vielmehr wird gemeinsam an einer grundlegenden Neuausrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet.

Seit Juni 2025 befinden sich die Stadt Bergisch Gladbach, die evangelische Kirchengemeinde und das Q1 in Gesprächen über die Zukunft der Jugendarbeit in der Innenstadt. Ziel sei es, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und an die Anforderungen des neuen Quartiers auf dem Zanders-Areal anzupassen.

Im Mittelpunkt stehen dabei der neue „Gleispark“ sowie perspektivisch die „Zentralwerkstatt“, die künftig als sozio-kulturelles Zentrum dienen soll. Dort sollen junge Menschen nicht nur einzelne Freizeitangebote nutzen können, sondern aktiv an der Gestaltung und Aneignung des neuen Quartiers beteiligt werden. Die Stadt betont ausdrücklich, dass die Zentralwerkstatt kein exklusiver Standort für ein Jugendzentrum werden soll. Vielmehr sei eine gemeinschaftliche Nutzung der Räume als Teil einer generationenübergreifenden Quartiersentwicklung vorgesehen.

Ein erster Schritt ist bereits erfolgt: Seit der Eröffnung des Gleisparks am 9. Mai 2026 bietet das Q1 dort offene Angebote für Kinder und Jugendliche an. Parallel dazu wird gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde geprüft, ob zusätzlich ein fester Standort in der Innenstadt geschaffen werden kann.

Die Verwaltung betrachtet die Zukunft des Q1 dabei aus zwei Perspektiven: zum einen als Teil der sozialen Entwicklung des Zanders-Areals, zum anderen im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Beide Bereiche werden innerhalb des Fachbereichs Jugend und Soziales eng miteinander abgestimmt.

Klar ist allerdings auch: Das bisherige Q1 wird in seiner heutigen Form langfristig nicht unverändert bestehen bleiben. Die Stadt macht jedoch deutlich, dass dies keineswegs das Ende der offenen Jugendarbeit in der Innenstadt bedeutet. Stattdessen soll ein modernes, sozialräumlich ausgerichtetes Jugendzentrum entstehen, das den Bedürfnissen junger Menschen im neuen Stadtquartier gerecht wird.

Konkrete politische Beschlüsse zur zukünftigen Unterbringung des Q1 gibt es derzeit noch nicht. Sobald belastbare Konzepte und Rahmenbedingungen vorliegen, will die Verwaltung die weiteren Schritte transparent in die politischen Gremien einbringen.

Die Stadt kündigt an, den Prozess gemeinsam mit allen Beteiligten weiterhin offen und konstruktiv zu gestalten.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 13. Mai 2026, 17_54_33

Tags: , , , ,

Bergisch Gladbach tritt wieder an: STADTRADELN 2026 startet Ende Mai

13 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

In Bergisch Gladbach dreht sich ab dem 25. Mai wieder alles ums Fahrrad: Die Stadt beteiligt sich erneut an der bundesweiten Aktion STADTRADELN und ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, drei Wochen lang möglichst viele Wege klimafreundlich mit dem Rad zurückzulegen.

Bis zum 14. Juni sollen dabei möglichst viele Kilometer gesammelt und CO₂-Emissionen vermieden werden. Ziel der Kampagne ist es, den Radverkehr im Alltag zu stärken und ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen.

„Alle Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine, Unternehmen und Institutionen sind eingeladen, mitzumachen und ihre mit dem Rad zurückgelegten Wege zu dokumentieren – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Gemeinsam setzen wir auch dieses Jahr wieder ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität in Bergisch Gladbach“, erklärt Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach.

Teilnehmen können alle, die in Bergisch Gladbach wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder Mitglied eines Vereins sind. Ob alleine oder im Team – jede gefahrene Strecke zählt.

Die Anmeldung erfolgt online über die Plattform des STADTRADELN-Wettbewerbs. Unterstützt werden die Teilnehmenden dabei durch die kostenlose STADTRADELN-App. Mit ihr lassen sich die gefahrenen Kilometer per GPS automatisch erfassen und dem jeweiligen Team gutschreiben.

Gleichzeitig liefern die anonymisierten Daten der App der Stadt wichtige Erkenntnisse über das Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger. Diese Informationen sollen künftig helfen, die Radverkehrsplanung in Bergisch Gladbach weiter zu verbessern.

Mit der Aktion möchte die Stadt erneut möglichst viele Menschen motivieren, das Fahrrad stärker im Alltag zu nutzen – und damit aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 13. Mai 2026, 17_49_33

Tags: , ,

Neue Feuerwache in Refrath: Feuerwehr lädt Bürger erneut zur Diskussion ein

13 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Die Planungen für die neue Feuer- und Rettungswache 2 in Refrath gehen in die nächste Phase: Die Feuerwehr Bergisch Gladbach lädt deshalb Ende Mai zu einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung ein. Bürgerinnen und Bürger sollen dabei über den aktuellen Stand des Projekts sowie die nächsten Schritte informiert werden.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Feuerwehrhaus 10 an der Steinbreche in Refrath statt. Gemeinsam mit dem beauftragten Architekturbüro will die Feuerwehr die aktuellen Planungen für den Neubau vorstellen und erläutern.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Feuerwehr zusammen mit der Stadt Bergisch Gladbach in zwei Informationsveranstaltungen über das Vorhaben berichtet. Nun sollen die neuesten Entwicklungen präsentiert und offene Fragen beantwortet werden.

„Uns ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger transparent über den aktuellen Sachstand des Projektes zu informieren und die weiteren Planungsschritte nachvollziehbar darzustellen“, erklärt Feuerwehrleiter Jörg Köhler.

Nach der Präsentation haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehr sowie der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen und Fragen zum Projekt zu stellen.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Wer Unterstützung für die Teilnahme benötigt, wird gebeten, dies im Vorfeld mitzuteilen.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 13. Mai 2026, 17_36_36

Tags: , ,

Trickdiebstahl im Discounter: Mutter verfolgt Täter – Polizei nimmt 68-Jährigen fest

13 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Nach einem mutmaßlichen Trickdiebstahl in einem Discounter an der Hauptstraße hat die Polizei am Montagnachmittag einen 68-jährigen Mann vorläufig festgenommen. Ein zweiter Tatverdächtiger konnte trotz Fahndung entkommen.

Eine 44-jährige Frau aus Hoffnungsthal war gegen 17 Uhr gemeinsam mit ihren beiden kleinen Kindern einkaufen, als sie an einem Regal von einem unbekannten Mann angesprochen wurde. Kurz darauf bemerkte ihre siebenjährige Tochter, dass ein weiterer Mann offenbar das Portemonnaie aus der Handtasche der Mutter entwendet hatte, die im Einkaufswagen lag.

Die Frau suchte daraufhin den Mann, der sie zuvor angesprochen hatte, und entdeckte ihn im Kassenbereich wieder. Dort sprach sie lautstark auf ihn ein und versperrte ihm mit einem Einkaufswagen den Weg. Nach Angaben der Polizei reagierte der Mann hektisch und wurde gegenüber der Frau handgreiflich, bevor er aus dem Geschäft flüchtete.

Währenddessen hatte die Geschädigte ihren Ehemann informiert. Dieser bemerkte auf einem Parkplatz an der Katharina-Zinnicken-Straße einen verdächtigen Wagen mit ausländischem Kennzeichen. Im Fahrzeug saß bereits ein Mann, während ein weiterer auf das Auto zulief. Der Ehemann verfolgte den Flüchtenden und hielt ihn kurzzeitig am Arm fest. Der Mann riss sich jedoch los und bedrohte ihn, sodass er entkommen konnte. Anschließend stieg der Verdächtige in den wartenden Pkw, der davonfuhr.

Die alarmierte Polizei leitete sofort eine Fahndung ein. Ein Beamter entdeckte das Fahrzeug kurze Zeit später in Forsbach und nahm die Verfolgung auf. Auf dem Höhenweg stoppte der Wagen schließlich. Ein Beifahrer flüchtete zu Fuß in Richtung Bensberger Straße, während der Fahrer ausstieg und auf den Polizisten zuging. Der Beamte forderte ihn auf, sich auf den Boden zu legen. Der Mann kam der Aufforderung nach und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 68-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz. Er wurde ins Polizeigewahrsam nach Bergisch Gladbach gebracht.

Der flüchtige Tatverdächtige wird als etwa 50 Jahre alt und von kräftiger Statur beschrieben. Er trug einen schwarzen Vollbart sowie eine graue Mütze, dunkle Oberbekleidung und eine blaue Jeans.

Das gestohlene Portemonnaie der zweifachen Mutter wurde später im Discounter gefunden. Nach Polizeiangaben fehlte nichts, sodass die Frau ihr Eigentum vollständig zurückerhielt.

Die Polizei Rhein-Berg bittet Zeugen, die Hinweise auf den geflüchteten Mann geben können, sich beim Kriminalkommissariat 3 unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

Kommentare (0)

Kölner Dom bei Dämmerung am Rhein

Tiefgarage am Dom in Köln: Weitere Sanierungsschritte sollen beschlossen werden

07 April 2026 von Felix Morgenstern

Die Sanierung der Tiefgarage am Dom in Köln geht in die nächste Phase: Der Hauptausschuss der Stadt soll am 20. April über weitere Maßnahmen entscheiden. Eine endgültige Beschlussfassung durch den Rat ist für den 12. Mai 2026 vorgesehen.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden erste Arbeiten umgesetzt. So konnte der Verbindungstunnel (Bauteil C) Ende 2023 fertiggestellt werden. Auch in der Nordhalle (Bauteil D) sind wichtige Schritte erfolgt: Dort wurden die Rundstützen saniert, die Arbeiten daran wurden im Januar 2026 abgeschlossen. Derzeit laufen noch Restarbeiten.

Allerdings haben weiterführende Untersuchungen zusätzliche Schäden ans Licht gebracht. Besonders betroffen ist ein sogenannter Unterzug im Bauteil D, der aus statischen Gründen dringend saniert werden muss, bevor dieser Bereich wieder freigegeben werden kann. Die entsprechenden Arbeiten sollen kurzfristig beginnen und nach aktuellen Einschätzungen bis Herbst 2026 andauern.

Die nun vorliegende Beschlussvorlage umfasst ein umfassendes Maßnahmenpaket. Neben bereits durchgeführten Arbeiten sollen auch weitere Untersuchungen, Planungen und Sanierungen beschlossen werden. Dazu zählen unter anderem akute Sicherungsmaßnahmen in Bauteil D, zusätzliche Untersuchungen dieses Bereichs sowie eine Zustandsanalyse der übrigen Bauteile A, B und C. Auch vertiefende Prüfungen der gesamten Anlage sind vorgesehen.

Nach Angaben der Verwaltung sind diese Maßnahmen zwingend erforderlich – sowohl zum Erhalt der Bausubstanz als auch aus rechtlichen Gründen im Rahmen der Betreiberverantwortung. Ziel ist es zudem, ein genaueres Bild der Schäden zu gewinnen und mögliche Gefahren frühzeitig auszuschließen.

Wie es langfristig mit der Tiefgarage weitergeht, hängt maßgeblich von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen ab. Sollte sich kein unmittelbarer Handlungsbedarf für die Standsicherheit ergeben, werden weitere Sanierungsschritte in einer späteren Phase geplant. Dafür will die Stadtverwaltung eine separate Vorlage erarbeiten und dem Rat zur Entscheidung vorlegen.

Kommentare (0)

Betriebsratswahl im Sonnenuntergang

„Wie die Superzahl im Lotto“: Warum mehr Beschäftigte im Rheinisch-Bergischen Kreis auf Betriebsräte setzen sollten

07 April 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Im Rheinisch-Bergischen Kreis haben tausende Beschäftigte aktuell die Chance, ihre Mitbestimmung im Betrieb zu stärken – doch längst nicht alle nutzen sie. Noch bis Ende Mai laufen die Betriebsratswahlen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft daher dazu auf, diese Gelegenheit stärker wahrzunehmen.

Die Voraussetzungen sind einfach: Bereits ab fünf Beschäftigten kann in einem Unternehmen ein Betriebsrat gewählt werden – unabhängig davon, ob es sich um Vollzeitkräfte, Teilzeitbeschäftigte, Auszubildende oder Mini-Jobber handelt. Trotzdem bleibt das Potenzial in der Region groß. Von rund 10.700 Unternehmen mit insgesamt etwa 103.100 Beschäftigten könnten laut IG BAU Köln-Bonn in rund 34 Prozent der Betriebe Betriebsräte gewählt werden.

„Gerade im Handwerk ist noch viel Luft nach oben“, betont Mehmet Perisan von der IG BAU Köln-Bonn. Besonders in Bauunternehmen sowie bei Dachdecker- und Malerbetrieben gebe es Nachholbedarf bei der Interessenvertretung der Beschäftigten.

Auch in der Gebäudereinigung sieht die Gewerkschaft Handlungsbedarf. Konflikte um Dienstpläne, Urlaub oder fehlende Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit seien keine Seltenheit. Hinzu komme immer wieder die Problematik nicht gezahlter Tariflöhne. „In solchen Fällen ist der Betriebsrat ein wichtiges Sprachrohr gegenüber der Chef-Etage“, so Perisan.

Doch die Aufgaben eines Betriebsrats gehen weit darüber hinaus. Er vermittelt bei Konflikten, setzt sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen ein und unterstützt Auszubildende bei Problemen in der Ausbildung. Auch Fragen der Weiterbildung gehören zu seinen zentralen Themen.

Für Perisan steht fest: Ein Betriebsrat bringt klare Vorteile für die Belegschaft. „Es ist wie mit der Superzahl beim Lotto: Mit einem Betriebsrat hat man bessere Chancen, mehr für sich herauszuholen“, sagt er. Anders als beim Glücksspiel sei dieser „Gewinn“ jedoch verlässlich – und komme allen Beschäftigten zugute.

Die IG BAU Köln-Bonn bietet Unterstützung für alle, die einen Betriebsrat gründen oder wählen möchten – insbesondere in Branchen wie Bau, Gebäudereinigung, Garten- und Landschaftsbau sowie Land- und Forstwirtschaft. Beschäftigte können sich direkt an die Gewerkschaft wenden, um Beratung und Hilfe zu erhalten.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 2. Apr. 2026, 15_00_00

Workshop im Bergischen Museum: Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht

02 April 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Im Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe steht die Zukunft ganz im Zeichen der Inklusion: Bei einem Workshop zur baulichen Barrierefreiheit brachten Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen ihre Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Planung der Neukonzeption ein.

Blinde und sehbehinderte Menschen, Rollstuhlnutzende, Personen aus dem Autismus-Spektrum sowie Menschen mit kognitiven Einschränkungen diskutierten gemeinsam, wie das bislang nicht barrierefreie Museum künftig für alle zugänglich gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt standen dabei konkrete Alltagserfahrungen – und die Frage, an welchen Stellen Barrieren besonders häufig auftreten.

Grundlage für die Gespräche bildete eine aktuelle Machbarkeitsstudie, die erste Ideen für den Abbau baulicher Hindernisse entwickelt hat. Schnell wurde im Austausch deutlich, wie unterschiedlich die Anforderungen sind – und wie wichtig es ist, diese frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

Museumsleiterin Sandra Brauer unterstrich die Bedeutung dieses Ansatzes: Barrierefreiheit sei ein zentrales Element der Neukonzeption und könne nicht allein am Schreibtisch entstehen. Vielmehr gelte es, die Perspektiven der Betroffenen aktiv einzubinden – ganz im Sinne des Leitgedankens der UN-Behindertenrechtskonvention: „Nichts über uns ohne uns.“

Auch die Inklusionsbeauftragte der Stadt, Monika Hiller, betonte den praktischen Nutzen der frühen Beteiligung. Wer Betroffene erst spät einbeziehe, verursache unnötigen Aufwand und zusätzliche Kosten. Durch die enge Zusammenarbeit könne hingegen ein Museum entstehen, das den Bedürfnissen aller gerecht werde.

Die Ergebnisse des Workshops fließen nun direkt in die weitere Entwicklung der Ausstellungskonzeption ein. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Landschaftsverband Rheinland sowie der Kämpgen-Stiftung. Die Organisation und Durchführung des Workshops begleitete die Servicestelle INBECO für Inklusion in der Freizeit.

Mit dem Beteiligungsformat setzt das Museum ein klares Zeichen: Der Weg zu mehr Barrierefreiheit beginnt nicht erst beim Umbau – sondern bereits bei der Planung.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
September 2026
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930