Archiv | Bensberg

Unbenannt

Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

09 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Lesungen, Filmvorführungen, Workshops und Aktionen im Stadtgebiet: Vom 23. bis 27. November beteiligt sich Bergisch Gladbach mit einer Aktionswoche am Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen. Bereits Anfang November stehen zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Eine neue Orange Bank soll dauerhaft auf das Thema aufmerksam machen.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen sichtbar machen, Betroffene stärken und über Hilfsangebote informieren: Mit diesen Zielen organisiert die Stadt Bergisch Gladbach im November eine Aktionswoche rund um den Internationalen Tag zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November. Das Programm richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und umfasst Veranstaltungen an mehreren Orten in der Stadt.

Jugendliche können sich unter anderem im Jugendzentrum CROSS, im UFO und am kaufmännischen Berufskolleg mit dem Thema auseinandersetzen. Auch das Atelier KLKS und das Kunstmuseum Villa Zanders beteiligen sich. Neben den Selbstverteidigungskursen „You can Fight“ wird in Heidkamp erstmals ein thematischer Yoga-Workshop angeboten.

Die Veranstaltungen sollen Frauen und Mädchen stärken, Möglichkeiten zum Selbstschutz aufzeigen und auf Beratungs- und Unterstützungsangebote in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis aufmerksam machen.

Lesung und Informationsabend bereits Anfang November

Noch vor dem offiziellen Beginn der Aktionswoche gibt es zwei Veranstaltungen zum Thema Gewalt und Ausbeutung.

Am 3. November liest die Autorin Asha Hedayati in der Stadtbücherei aus ihrem Buch „Die stille Gewalt“. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch „Keine Gewalt an Frauen“ im Rheinisch-Bergischen Kreis statt.

Am 6. November folgt der Informationsabend „Achtung Loverboys“ in der IGP. Bono Direkthilfe e. V. und die städtische Gleichstellungsstelle informieren dabei über emotionale Manipulation und Ausbeutung, von denen insbesondere Mädchen und junge Frauen betroffen sein können.

Auch die Volkshochschule beteiligt sich am Programm: Am 24. November wird dort der Dokumentarfilm „Girls and Gods“ gezeigt. Darin setzt sich die Regisseurin mit der Rolle von Frauen und Mädchen in den Weltreligionen auseinander.

Orange Fahnen und beleuchtetes Rathaus

Neben den Veranstaltungen soll das Thema auch im Stadtbild präsent sein. Am 23. November werden vor den Rathäusern in Bensberg und Bergisch Gladbach sowie auf dem Zanders-Gelände Fahnen gehisst. Während der gesamten Aktionswoche wird das Rathaus in Bergisch Gladbach orange angestrahlt.

Die Farbe Orange steht international für eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Mit den sichtbaren Zeichen will die Stadt auf das Problem aufmerksam machen und zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung beitragen.

Zweite Orange Bank wird am Zanders-Gelände eingeweiht

Ein dauerhaftes Zeichen kommt am 25. November um 13 Uhr hinzu. Bürgermeister Marcel Kreutz und die Gleichstellungsbeauftragte Judith Klaßen wollen am Ende des Gleisparks auf dem Zanders-Gelände eine zweite Orange Bank im öffentlichen Raum einweihen.

Das Projekt entsteht gemeinsam mit der Allgemeinen Frauenberatungsstelle für den Rheinisch-Bergischen Kreis, der Opferschutzstelle der Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis und der städtischen Gleichstellungsstelle. Die beteiligten Organisationen werden auf einem Schild an der Bank genannt.

Die Bank soll nicht nur Aufmerksamkeit schaffen, sondern auch auf bestehende Beratungs- und Hilfsangebote hinweisen. Sie steht damit für die Aufforderung, Gewalt nicht zu ignorieren, Betroffene zu unterstützen und ihnen Wege aus gewaltsamen Situationen aufzuzeigen.

Orange Schuhe erinnern an Opfer von Gewalt

Im Rahmen der kreisweiten Aktion „Orange Schuhe gegen Gewalt an Frauen“ werden an der Bank außerdem Schuhe einer Stifterin aufgestellt. Sie symbolisieren Frauen, die Opfer von Gewalt und Femiziden geworden sind, und sollen dazu beitragen, das Thema aus der Unsichtbarkeit zu holen.

Mit der Aktion verbindet der Runde Tisch „Keine Gewalt an Frauen“ auch politische Forderungen. Dazu gehören eine bessere Anpassung der Unterstützungssysteme an den tatsächlichen Bedarf sowie die Forderung, Femizide als strafverschärfenden Umstand anzuerkennen.

Die Aktionswoche soll damit nicht nur informieren, sondern auch deutlich machen, dass der Schutz von Frauen und Mädchen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

Kommentare (0)

2026-10-01 Gruppenbild AMG

Neuer Erweiterungsbau am AMG in Bensberg eröffnet

02 Oktober 2026 von Vladlen Stolz

Mehr Platz für die Oberstufe: Das Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg hat einen neuen Erweiterungsbau erhalten. Das zweigeschossige Modulgebäude wurde pünktlich fertiggestellt und ist bereits im Schulalltag im Einsatz. Bei der offiziellen Eröffnung wurde zugleich deutlich, dass weitere Sanierungsentscheidungen für den Schulstandort anstehen.

Am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) in Bensberg gibt es zusätzliche Räume für den Unterricht. Bürgermeister Marcel Kreutz eröffnete den neuen Erweiterungsbau am Mittwoch, 30. September 2026, gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Schulbau GmbH und der Schulgemeinschaft.

Der zusätzliche Raumbedarf war durch die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) und die damit verbundene zusätzliche Jahrgangsstufe entstanden. Die Stadt hatte zugesagt, die benötigten Räume rechtzeitig bereitzustellen. Der neue Modulbau wurde nach Angaben der Stadt zügig fertiggestellt, pünktlich bezogen und wird bereits genutzt.

„Wir haben zugesagt, den benötigten zusätzlichen Raum rechtzeitig zu schaffen. Das ist uns gemeinsam mit allen Beteiligten gelungen“, sagte Bürgermeister Marcel Kreutz bei der Eröffnung. Entscheidend sei, dass das Gebäude rechtzeitig zur Verfügung gestanden habe und von den Schülerinnen und Schülern gut angenommen werde. Ihnen wünschte Kreutz, dass sie die neuen Räume gut für ihren Schulalltag nutzen können und sich dort wohlfühlen.

Zweigeschossiger Modulbau für die Oberstufe

Der Erweiterungsbau verfügt über zwei Etagen mit zusätzlichen Klassen- und Fachräumen. Er wird insbesondere von der Oberstufe genutzt und soll den gestiegenen Platzbedarf am Gymnasium auffangen.

Sebastian Rolko, Geschäftsführer der Schulbau GmbH, hob bei der Eröffnung die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor. Die schnelle Umsetzung sei dem guten Zusammenspiel der städtischen Fachbereiche, der Planer und der ausführenden Unternehmen zu verdanken.

Schulleiter fordert Klarheit bei weiteren Sanierungen

Schulleiter Rolf Faymonville begrüßte die zusätzlichen Räume und dankte der Schulbau GmbH für die Zusammenarbeit. Zugleich nutzte er die Eröffnung, um auf die noch ausstehenden Entscheidungen zur Sanierung des bestehenden Schulstandorts hinzuweisen.

Die Schulgemeinschaft benötige Sicherheit darüber, wie es mit den anstehenden Arbeiten weitergehe, erklärte Faymonville. Die Schule habe bereits zahlreiche Ideen und Vorstellungen für die Entwicklung des Standorts eingebracht. Nun müsse die Stadt die notwendigen Entscheidungen treffen, ohne den Prozess durch weitere Grundsatzdiskussionen über Schulbauleitlinien zusätzlich zu verzögern.

Der neue Erweiterungsbau könne dabei als Beispiel für einen zügigen Planungs- und Umsetzungsprozess dienen. Für die Schule geht es damit neben den nun verfügbaren zusätzlichen Unterrichtsräumen auch um die Perspektive für die weitere bauliche Entwicklung des AMG.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 30. Sept. 2026, 15_52_34

Kieferneinschlag im Lerbacher Wald startet im Oktober

30 September 2026 von Vladlen Stolz

Forstarbeiten dauern voraussichtlich rund einen Monat – Wanderwege müssen zeitweise gesperrt werden

(Symbolbild)

Im Lerbacher Wald beginnen im Oktober umfangreiche Forstarbeiten. Im Rahmen einer Durchforstung sollen gezielt einzelne Kiefern entnommen werden. Die Arbeiten übernimmt das Holzkontor im Auftrag der Gebäude- und Grundstücksverwaltung der Stadt Bergisch Gladbach.

Der genaue Beginn und die Dauer der Maßnahme hängen von den Witterungs- und Bodenverhältnissen ab. Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten etwa einen Monat dauern.

Geschädigte und hiebsreife Bäume werden entnommen

Bei der Durchforstung werden einzelne hiebsreife Kiefern aus dem bestehenden Bestand entnommen. Dazu zählen insbesondere geschädigte Bäume sowie Bäume, die aufgrund ihrer Stammstärke oder ihres Schiefstandes für eine Fällung vorgesehen sind.

Ziel der Maßnahme ist es, den bestehenden Waldbestand zu pflegen und seine weitere Entwicklung zu unterstützen.

Arbeiten können sich bei Regen verzögern

Bei der Durchführung soll der Waldboden möglichst geschont werden. Vor allem nach stärkeren Regenfällen kann der Einsatz von Forstmaschinen auf aufgeweichten Böden zu Beeinträchtigungen führen.

Bei ungünstigen Bodenverhältnissen werden die Arbeiten deshalb vorübergehend unterbrochen. Dadurch kann sich der ursprünglich vorgesehene Zeitraum der Forstarbeiten witterungsbedingt verschieben.

Wanderwege werden zeitweise gesperrt

Während der Fällarbeiten und des Einsatzes von Forstmaschinen müssen aus Sicherheitsgründen verschiedene Wald- und Wanderwege vorübergehend gesperrt werden.

Betroffen sind unter anderem der überregional bekannte Streifzug 13 „Bensberger Schlossweg“ sowie der Bergische Weg des Bergischen Wanderlandes. Welche weiteren Wege gesperrt werden und wie lange die jeweiligen Sperrungen bestehen bleiben, hängt vom Fortschritt der Arbeiten ab.

Die Sperrungen sind notwendig, um während der Baumfällungen und beim Einsatz von Forstmaschinen einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu gewährleisten.

Stadt bittet um Beachtung der Absperrungen

Die Stadt Bergisch Gladbach bittet Besucherinnen und Besucher des Lerbacher Waldes, die Absperrungen und Hinweise vor Ort zu beachten und gesperrte Bereiche nicht zu betreten.

Die Einschränkungen sollen auf den Zeitraum begrenzt bleiben, der für eine sichere Durchführung der Forstarbeiten erforderlich ist.

Kommentare (0)

Gegen das Vergessen: Stolpersteine für Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow verlegt

Gegen das Vergessen: Stolpersteine für Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow verlegt

13 Juni 2026 von Darian Lambert

Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums setzen Zeichen für lebendige Erinnerungskultur und decken ungelöste NS-Verbrechen in Bensberg auf

Mit der feierlichen Verlegung zweier Stolpersteine vor der Schloßstraße 46–50 wird seit dem heutigen Freitag dauerhaft an die ukrainischen Zwangsarbeiter Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow erinnert. Das bemerkenswerte Erinnerungsprojekt basiert auf der zweijährigen, intensiven Forschungsarbeit von Schülerinnen und Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) Bensberg, die im Stadtarchiv zudem auf die Spuren eines bislang unaufgeklärten Kriegsverbrechens stießen.

Die neu verlegten Stolpersteine markieren einen historischen Ort des Leidens: Während des Zweiten Weltkriegs befand sich an der Schloßstraße ein Lager für sogenannte „Ostarbeiter“. Die beiden jungen Ukrainer Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow wurden von den deutschen Besatzern aus ihrer Heimat verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen. Nach dem aktuellen Stand der historischen Recherchen wurden sie im November 1944 von Köln nach Bensberg verlegt. Hier mussten sie für das örtliche Tiefbauamt unter anderem beim Bau von Verteidigungsanlagen schwerste körperliche Arbeit verrichten.

Schüler decken Ungereimtheiten im Stadtarchiv auf

Im Zuge ihrer Recherchen im Stadtarchiv Bergisch Gladbach stießen die Jugendlichen auf die Dokumentation eines erschütternden Ereignisses, das bis heute Fragen aufwirft. Laut dem amtlichen Sterbebuch wurden Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow am 22. März 1945 – nur wenige Wochen vor dem Ende des Nationalsozialismus – im Schlosspark Bensberg erschossen. Da zahlreiche Originaldokumente zum Tathergang in den Wirren der Nachkriegszeit verschwanden oder gezielt vernichtet wurden, blieben zentrale Fragen zu den genauen Umständen jahrzehntelang ungeklärt.

Die Schülerinnen und Schüler gaben sich mit den bestehenden Lücken nicht zufrieden. Sie weiteten ihre Nachforschungen auf Unterlagen des Bundesarchivs sowie des NS-Dokumentationszentrums Köln aus und hinterfragten die bislang in der Lokalgeschichte verbreitete Darstellung. Diese stützte sich maßgeblich auf ein einzelnes Dokument aus dem Jahr 1948. Bei der Quellenanalyse entdeckte das Projektteam eine bislang kaum beachtete Zeugenaussage des damaligen Zwangsarbeiters Semjon Gryzak. Seine Schilderungen werfen ein völlig neues Licht auf den Ablauf der Geschehnisse und werfen dringende neue Fragen bezüglich der verantwortlichen Täter auf.

Ausstellung und breites öffentliches Interesse

Direkt im Anschluss an die Verlegung präsentierten die Schüler im Otto-Hahn-Gymnasium eine eigens erarbeitete Ausstellung zu ihren Ergebnissen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie geladene Gäste nutzten die Gelegenheit, sich tiefgehend über die Biografien der beiden jungen Männer sowie über die Rolle des Schlosses Bensberg während der NS-Diktatur zu informieren.

Das Projekt reiht sich nahtlos in das langjährige, erfolgreiche Engagement der Schule für die lokale Geschichtsarbeit ein. Bereits im Jahr 2024 wurde der zuständige Projektkurs mit dem Heimatpreis der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Im darauffolgenden Jahr 2025 setzten die Jugendlichen mit der Errichtung zweier Informationsstelen im Schlosspark ein weiteres sichtbares Zeichen; diese erinnern seither an die Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA) Bensberg sowie an das dortige Außenlager des KZ Buchenwald.

Die neuen Stolpersteine in der Schloßstraße leisten nun einen weiteren, unschätzbaren Beitrag zur Erinnerungskultur vor Ort. Sie holen das Schicksal von Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow aus der Anonymität und führen den Passanten täglich vor Augen, dass nationalsozialistische Gewalt und Willkür kein fernes Phänomen waren, sondern mitten im Herzen von Bensberg stattfanden.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 22. Mai 2026, 17_48_50

Tags: , , , ,

Einbrecher stehlen Schmuck im Wert von mehreren Zehntausend Euro

22 Mai 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

In Bergisch Gladbach haben Unbekannte bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus hochwertigen Schmuck im Wert eines mittleren fünfstelligen Betrags gestohlen. Die Polizei ermittelt und bittet nun um Zeugenhinweise.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Tat bereits am Mittwochnachmittag im Stadtteil Bensberg. Eine 95-jährige Bewohnerin hatte ihr Haus an der Gladbacher Straße gegen 15.40 Uhr verlassen und war etwa 35 Minuten später zurückgekehrt. Dabei bemerkte sie eine beschädigte Fensterscheibe an der Terrassentür, schenkte dem Vorfall zunächst jedoch keine größere Bedeutung und vermutete einen wetterbedingten Schaden.

Erst am folgenden Morgen wurde die Seniorin gemeinsam mit ihrer Familie misstrauisch. Bei einer Kontrolle stellte sie fest, dass mehrere hochwertige Schmuckstücke fehlten. Daraufhin verständigte sie die Polizei.

Die Ermittler entdeckten vor Ort Hebelspuren an einem Nebeneingang sowie ein Loch in der Scheibe der Terrassentür. Nach bisherigem Stand versuchten die Täter zunächst erfolglos, über den Nebeneingang in das Haus zu gelangen. Anschließend verschafften sie sich gewaltsam über die Terrassentür Zutritt zu dem Gebäude.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein und sicherte Spuren am Tatort.

Auch im Stadtteil Frankenforst kam es am Donnerstag zu einem versuchten Einbruch. Ziel der Täter war eine Doppelhaushälfte an der Kiebitzstraße. Dort entdeckten Beamte Hebelmarken an der Haustür sowie an zwei Küchenfenstern. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Bewohner das Haus gegen 12.45 Uhr verlassen und war etwa eine Stunde später zurückgekehrt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter bei ihrem Vorhaben gestört wurden und deshalb ohne Beute flüchteten.

In beiden Fällen nutzten die Täter offenbar kurze Abwesenheiten der Bewohner aus. Die Polizei Rhein-Berg bittet daher Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Umfeld der Tatorte beobachtet haben, sich beim Kriminalkommissariat 2 unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 2. Apr. 2026, 15_00_00

Workshop im Bergischen Museum: Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht

02 April 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Im Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe steht die Zukunft ganz im Zeichen der Inklusion: Bei einem Workshop zur baulichen Barrierefreiheit brachten Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen ihre Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Planung der Neukonzeption ein.

Blinde und sehbehinderte Menschen, Rollstuhlnutzende, Personen aus dem Autismus-Spektrum sowie Menschen mit kognitiven Einschränkungen diskutierten gemeinsam, wie das bislang nicht barrierefreie Museum künftig für alle zugänglich gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt standen dabei konkrete Alltagserfahrungen – und die Frage, an welchen Stellen Barrieren besonders häufig auftreten.

Grundlage für die Gespräche bildete eine aktuelle Machbarkeitsstudie, die erste Ideen für den Abbau baulicher Hindernisse entwickelt hat. Schnell wurde im Austausch deutlich, wie unterschiedlich die Anforderungen sind – und wie wichtig es ist, diese frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

Museumsleiterin Sandra Brauer unterstrich die Bedeutung dieses Ansatzes: Barrierefreiheit sei ein zentrales Element der Neukonzeption und könne nicht allein am Schreibtisch entstehen. Vielmehr gelte es, die Perspektiven der Betroffenen aktiv einzubinden – ganz im Sinne des Leitgedankens der UN-Behindertenrechtskonvention: „Nichts über uns ohne uns.“

Auch die Inklusionsbeauftragte der Stadt, Monika Hiller, betonte den praktischen Nutzen der frühen Beteiligung. Wer Betroffene erst spät einbeziehe, verursache unnötigen Aufwand und zusätzliche Kosten. Durch die enge Zusammenarbeit könne hingegen ein Museum entstehen, das den Bedürfnissen aller gerecht werde.

Die Ergebnisse des Workshops fließen nun direkt in die weitere Entwicklung der Ausstellungskonzeption ein. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Landschaftsverband Rheinland sowie der Kämpgen-Stiftung. Die Organisation und Durchführung des Workshops begleitete die Servicestelle INBECO für Inklusion in der Freizeit.

Mit dem Beteiligungsformat setzt das Museum ein klares Zeichen: Der Weg zu mehr Barrierefreiheit beginnt nicht erst beim Umbau – sondern bereits bei der Planung.

Kommentare (0)

2026-04-02 Tunnel Gohrsmühle

Wartungsarbeiten im Tunnel Gohrsmühle: Sperrung Anfang April

02 April 2026 von Felix Morgenstern

(Foto: Stadt Bergisch Gladbach)

In Bergisch Gladbach kommt es in der kommenden Woche zu Verkehrsbehinderungen: Aufgrund von Wartungsarbeiten an sicherheitstechnischen Anlagen wird der Tunnel An der Gohrsmühle/Jakobstraße zeitweise gesperrt.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist der Tunnel von Dienstag, 7. April, ab 7 Uhr bis Mittwoch, 8. April, um 16 Uhr in Fahrtrichtung Jakobstraße nicht befahrbar. Der Verkehr in Richtung Gohrsmühle bleibt hingegen durchgehend möglich.

Um die Einschränkungen möglichst gering zu halten, wird der Verkehr stadtauswärts unterschiedlich geführt: Am ersten Tag erfolgt eine Umleitung über die Gegenfahrbahn, am zweiten Tag bleibt der Verkehr auf der regulären Spur. Somit ist jeweils nur eine Fahrtrichtung von den Maßnahmen betroffen.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer, die in Richtung Jakobstraße unterwegs sind, wird eine Umleitung eingerichtet. Diese führt über den Bahnübergang an der Tannenbergstraße und wird entsprechend ausgeschildert.

Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Arbeiten, die der Sicherheit im Tunnel dienen.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 30. März 2026, 14_01_42

Tags: , , , ,

E-Scooter-Diebstahl eskaliert: Täter bedroht Hausbewohner mit Waffe

30 März 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

Bergisch Gladbach. Ein versuchter Diebstahl eines E-Scooters ist am späten Freitagabend im Stadtteil Bensberg dramatisch eskaliert. Ein 34-jähriger Mann aus Leverkusen soll den Besitzer des Rollers mit einer Waffe bedroht haben, nachdem dieser ihn auf frischer Tat ertappt hatte.

Nach Angaben der Polizei wurde gegen 23:30 Uhr ein Anwohner der Straße Burggraben durch verdächtige Geräusche aus seinem Hinterhof aufgeschreckt. Als er aus dem Fenster blickte, bemerkte er einen Unbekannten, der gerade dabei war, seinen E-Scooter aus einer Gartenlaube zu entwenden. Der Hausbewohner sprach den Mann sofort an, woraufhin dieser den Roller fallen ließ und die Flucht ergriff.

Der Geschädigte nahm die Verfolgung auf und konnte den mutmaßlichen Dieb wenig später einholen. Es kam zu einem Gerangel, bei dem der Bewohner leicht verletzt wurde. Der Täter konnte sich jedoch losreißen und erneut flüchten.

In der Folge eskalierte die Situation: Um seinen Verfolger abzuschütteln, zog der Mann plötzlich eine Schusswaffe und richtete sie auf den Hausbewohner. Dieser brach daraufhin die Verfolgung ab, während der Täter in Richtung Schloss Bensberg flüchtete.

Die alarmierte Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein. Kurz darauf konnten Beamte an einer Bushaltestelle im Bereich Wipperfürther Straße / Kardinal-Schulte-Straße einen Verdächtigen stellen, auf den die Beschreibung des Opfers zutraf. In unmittelbarer Nähe fanden die Einsatzkräfte zudem eine sogenannte PTB-Waffe.

Der 34-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden kam er anschließend in ein Krankenhaus. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Diebstahls mit Waffen und Körperverletzung ermittelt.

Die Polizei prüft derzeit die genauen Hintergründe der Tat.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 20. März 2026, 12_15_26

Kostenlose Schnuppertouren durch Bergisch Gladbach starten in neue Saison

20 März 2026 von Felix Morgenstern

(Symbolbild)

In Bergisch Gladbach beginnt die neue Saison der beliebten Schnuppertouren: Bereits am Sonntag, den 12. April 2026, fällt der Startschuss für die kostenlosen Stadtführungen. Zum inzwischen zwölften Mal laden engagierte Stadtführerinnen und Stadtführer dazu ein, die Stadt aus neuen Perspektiven zu entdecken. Insgesamt sind in diesem Jahr 32 Touren geplant.

Organisiert werden die Rundgänge in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und mit Unterstützung des Vereins „Wir für Bergisch Gladbach e.V.“. Laut Anna-Lena Breidenstein aus der städtischen Abteilung für Wirtschaftsförderung und Tourismus erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein besonders abwechslungsreiches Programm.

Neben klassischen Stadtführungen stehen auch verschiedene Themenrundgänge auf dem Plan. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Zusammenarbeit mit den Museen im Stadtgebiet: Gleich vier Touren widmen sich gezielt den kulturellen Einrichtungen. Zudem wird erstmals eine Führung in englischer Sprache angeboten.

Die Schnuppertouren dauern in der Regel zwischen einer und drei Stunden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten daher auf festes und bequemes Schuhwerk achten.

Die Touren erfreuen sich großer Beliebtheit, weshalb eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Pro Buchung können maximal zwei Personen angemeldet werden. Die Anmeldung ist online über die städtische Homepage, per E-Mail oder telefonisch möglich. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.

Auch in diesem Jahr gilt wieder ein gestaffeltes Anmeldeverfahren: Während die Touren für das erste Halbjahr bereits jetzt gebucht werden können, startet die Anmeldung für die Termine ab Juli am 4. Mai 2026.

Weitere Informationen sowie alle Termine sind online unter https://www.bergischgladbach.de/schnuppertouren.aspx verfügbar. Zusätzlich liegt der aktuelle Flyer in den Rathäusern sowie im Bürgerbüro aus.

Die Schnuppertouren bieten damit erneut eine ideale Gelegenheit, die eigene Stadt neu kennenzulernen oder verborgene Seiten von Bergisch Gladbach zu entdecken.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 23. Feb. 2026, 12_31_29

Gehwegerneuerung „An der Wallburg“ startet Ende Februar

23 Februar 2026 von Felix Morgenstern

Symbolbild

Die Bergisch Gladbach kündigt die Erneuerung des Gehwegs im Bereich zwischen den Straßen „An der Wallburg“ und „Neuer Traßweg“ an. Der Baubeginn ist für Ende Februar 2026 vorgesehen. Witterungsbedingte Verzögerungen sind jedoch möglich. Der Abschluss der Arbeiten ist im Laufe des Frühjahrs geplant.

Vollständige Erneuerung unter Vollsperrung

Im Zuge der Maßnahme wird der betroffene Gehwegabschnitt vollständig erneuert. Aus technischen Gründen können die Arbeiten ausschließlich unter Vollsperrung durchgeführt werden. Für Fußgängerinnen und Fußgänger wird eine Umleitung über den „Neuer Traßweg“ eingerichtet und entsprechend ausgeschildert.

Parkflächen zeitweise eingeschränkt

Während der Bauzeit werden außerdem Teile der Parkflächen gegenüber dem Kindergarten Kippenkausen als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt. Diese Stellplätze stehen vorübergehend nicht zur Verfügung.

Information für Anwohnende

Die beauftragte Baufirma wird die Anwohnenden rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten über den genauen Starttermin, den Bauablauf sowie zuständige Ansprechpersonen informieren.

Die Stadt bittet alle Betroffenen um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen und dankt für ihre Geduld während der Bauphase.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
Oktober 2026
M D M D F S S
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031