Archiv | April, 2023

Erhalt des historischen Charakters der Gronauer Waldsiedlung im Fokus von Stadt und Anwohnern

Erhalt des historischen Charakters der Gronauer Waldsiedlung im Fokus von Stadt und Anwohnern

14 April 2023 von Darian Lambert

Die Gronauer Waldsiedlung, ein historisch wertvolles und vielseitiges Wohngebiet, steht im Mittelpunkt von Diskussionen zwischen Verwaltung, Politik und Anwohnern. Die Beteiligten möchten den unverwechselbaren Charakter der Siedlung bewahren und die weitere Entwicklung in der Umgebung so gestalten, dass die Identität der Siedlung nicht beeinträchtigt wird. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines steigenden Siedlungsdrucks, insbesondere durch die Entwicklung des Zanders Areals in der Nähe.

Die Gartensiedlung Gronauer Wald ist geprägt durch ihre heterogene Baustruktur, die im Laufe der Jahrzehnte von verschiedenen Architekten entwickelt wurde. Trotzdem sind verbindende Elemente und bauliche Besonderheiten vorhanden, die den Siedlungscharakter prägen. Ein hoher Grünanteil und die freistehenden Einzel- und Doppelhäuser ermöglichen einzigartige Blickbeziehungen in die grünen Innenbereiche.

Um den besonderen Charakter der Siedlung zu erhalten, werden verschiedene städtebauliche Instrumente eingesetzt. Dazu gehören eine Denkmalbereichssatzung, eine Gestaltungsfibel, eine Erhaltungssatzung und eine Baumschutzsatzung. Diese Regelungen sollen dazu beitragen, dass Eigentümer und Bewohner bei baulichen Vorhaben die historische Gestalt der Siedlung berücksichtigen und erhaltenswerte Gebäude sowie Grünflächen geschützt werden.

Die Stadtplanungsabteilung und der Freundeskreis Gartensiedlung Gronauer Wald arbeiten gemeinsam daran, den historischen Charakter der Waldsiedlung zu erhalten. Bei drohenden Fehlentwicklungen wird die Stadt aktiv und setzt die städtebaulichen Instrumente ein, um die Siedlung in ihrer Form zu bewahren.

Weitere Informationen zu den verschiedenen städtebaulichen Instrumenten finden Sie auf der Homepage der Stadtplanung unter https://www.bergischgladbach.de/stadtplanung.aspx.

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63-Jährige Autofahrerin mit knapp 3 Promille Alkohol im Blut erwischt

63-Jährige Autofahrerin mit knapp 3 Promille Alkohol im Blut erwischt

14 April 2023 von Darian Lambert

Am Dienstag (11.04.) wurden Polizeibeamte gegen 13:00 Uhr zu einer Burscheider Tankstelle in der Höhestraße gerufen, nachdem eine offensichtlich alkoholisierte Frau eine Flasche Wodka gekauft, sich in ihr Auto gesetzt und losgefahren war. Dank des Zeugen, der sich das Kennzeichen des Fahrzeugs merken konnte, konnte die 63-jährige Frau wenig später an ihrer Wohnanschrift in Wermelskirchen aufgespürt werden.

Die Polizisten stellten bei der Frau deutliche Anzeichen für Alkoholkonsum fest. Sie gab zu, alkoholisiert zur Tankstelle gefahren zu sein. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholvortest ergab einen Wert von rund 2,7 Promille.

Die Beschuldigte wurde zur Polizeiwache Burscheid gebracht, um eine ebenfalls freiwillige Blutprobe entnehmen zu lassen. Anschließend durfte sie die Wache wieder verlassen. Ihr Führerschein wurde beschlagnahmt, und ihr wurde das Führen jeglicher fahrerlaubnispflichtiger Kraftfahrzeuge untersagt. Sie muss nun mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr rechnen. Die Polizei hat die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen.

0,2 – 0,5 Promille:

  • Leichte Beeinträchtigung der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Verminderte Kritik- und Urteilsfähigkeit
  • Erhöhte Risikobereitschaft
  • Verlängerte Reaktionszeit

0,5 – 1,0 Promille:

  • Deutliche Beeinträchtigung von Seh- und Hörleistung
  • Erhöhte Müdigkeit und verlangsamte Reaktionsfähigkeit
  • Verminderte Koordination und Gleichgewichtsstörungen
  • Schwierigkeiten bei der Entfernungseinschätzung und Geschwindigkeitsanpassung

1,0 – 2,0 Promille:

  • Stark verminderte Reaktionszeit und Wahrnehmung
  • Schwere Gleichgewichts- und Orientierungsstörungen
  • Einschränkungen beim Lenken und Steuern des Fahrzeugs
  • Verlust der Selbstkontrolle und erhöhte Aggressivität

2,0 – 3,0 Promille:

  • Schwere motorische Störungen und Koordinationsschwierigkeiten
  • Unzureichende Reaktionsfähigkeit auf Verkehrssituationen
  • Erhebliche Beeinträchtigung der Seh- und Hörleistung
  • Desorientierung und Verwirrtheit

Über 3,0 Promille:

  • Akute Vergiftungserscheinungen und möglicher Bewusstseinsverlust
  • Erhebliches Risiko für einen schweren Verkehrsunfall
  • Unfähigkeit, ein Fahrzeug sicher zu steuern

Bereits geringe Mengen Alkohol können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Daher ist es ratsam, auf Alkohol zu verzichten, wenn man sich ans Steuer setzen möchte.

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Zeugen gesucht: Verletzter Fahrradfahrer in Lebensgefahr in Schildgen

Zeugen gesucht: Verletzter Fahrradfahrer in Lebensgefahr in Schildgen

13 April 2023 von Darian Lambert

Am Mittwochnachmittag (12.04.) wurden Rettungsdienst, Notarzt und Polizei zur Altenberger-Dom-Straße in Schildgen gerufen, nachdem Zeugen dort einen gestürzten Fahrradfahrer gemeldet hatten. Die Rettungskräfte und Polizisten fanden auf dem Gehweg gegenüber der Einmündung zur Schlebuscher Straße einen 63-jährigen Mann aus Odenthal vor, der neben seinem Fahrrad lag und nicht ansprechbar war.

Die vor Ort befindlichen Zeugen, die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei dem Verletzten leisteten, konnten keine Angaben zu einem möglichen Unfall- oder Sturzgeschehen machen. Ersten Erkenntnissen zufolge ereignete sich der Vorfall wahrscheinlich zwischen 15:15 Uhr und 15:20 Uhr. Der 63-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht und schwebt in Lebensgefahr.

Das Verkehrskommissariat der Polizei Rhein-Berg sucht nun nach Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, um die Umstände des Sturzes zu klären. Hinweise werden unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegen genommen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung dieses tragischen Ereignisses.

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RAD MACHT SCHULE: Erfolgreiche Umsetzung eines weiteren Bausteins des IGP-Projekts

RAD MACHT SCHULE: Erfolgreiche Umsetzung eines weiteren Bausteins des IGP-Projekts

13 April 2023 von Darian Lambert

Das Projekt „RAD MACHT SCHULE – IGP wird fahrradfreundlich“ hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Die Sanierung des Verbindungswegs für den Rad- und Fußverkehr zwischen der Alten Wipperfürther Straße und der Hebborner Straße wurde erfolgreich abgeschlossen. Diese Maßnahme sorgt für eine dauerhafte Verbesserung der Sicherheit und Erreichbarkeit für Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg zur Integrierten Gesamtschule Paffrath (IGP).

Bis Mitte 2023 sollen insgesamt sieben sternförmige Routen, die sogenannten „Schlauen Wege“, abseits der Hauptverkehrsstraßen einen sicheren und komfortablen Weg mit dem Fahrrad von und zur IGP ermöglichen. Die Routen wurden in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern sowie den Projektpartnern aus ADFC, ProVelo, VCD und IGP und mit Unterstützung der Kreispolizei entwickelt.

Mobilitätsmanagerin Natascha Schemmann zeigt sich erfreut über den Fortschritt des Projekts und betont, dass nun nur noch der Ausbau des bestehenden Geh- und Radwegs der Alten Wipperfürther Straße zwischen Jägerhof und Peter-Landwehr-Str. sowie die Absenkung von zwei Bordsteinen anstehen.

Dank der erfolgreichen Umsetzung der Sanierungsmaßnahme rückt das Ziel, die IGP fahrradfreundlicher zu gestalten, einen Schritt näher. Dies trägt nicht nur zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler bei, sondern fördert auch den umweltfreundlichen Verkehr und die Nutzung des Fahrrads im Alltag.

Mit der Fördersumme von ca. 334.000 € sind Maßnahmen für mehr Sicherheit auf den bestehenden Fahrradrouten zur Schule vorgesehen.

Des Weiteren ist mit dem Fördergeld auf dem Schulgelände eine neue Radinfrastruktur entstanden: im Februar 2022 sind Fahrradbügel installiert worden. Bis zu 500 Fahrrädern bieten die Bügel eine teils witterungsgeschützte und sichere Abstellmöglichkeit. Ergänzt wird das neue Angebot durch eine Fahrradumhausung als Schutz vor Regen und Nässe. Eine Rad-Servicestation bietet zudem die Möglichkeit für kleinere Reparaturarbeiten.

Weitere Informationen zum Projekt „RAD MACHT SCHULE“ finden Interessierte unter www.bergischgladbach.de/rad-macht-schule

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Polizei zieht Bilanz nach "Car-Freitag"

Polizei zieht Bilanz nach „Car-Freitag“

13 April 2023 von Darian Lambert

Kontrollen, Verwarnungen und Strafanzeigen im Rheinisch-Bergischen Kreis

Am vergangenen „Car-Freitag“ (07.04.) führte die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis verstärkte Kontrollen durch, um sich an den landesweiten Sonderkontrollen gegen die Raser- und Tuningszene zu beteiligen. Insgesamt wurden 96 Fahrzeuge kontrolliert, was zu verschiedenen Verwarnungen und Strafanzeigen führte.

Die Polizei erhob 16 Verwarnungsgelder, darunter 15-mal wegen erloschener Betriebserlaubnis und einmal wegen Gurtverstoßes. Darüber hinaus wurden fünf Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet, unter anderem wegen Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss, erloschener Betriebserlaubnis, Handybenutzung am Steuer und versäumter Hauptuntersuchung. Insgesamt 17 Kontrollberichte wurden gefertigt.

Zudem wurden Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstellt. In einem Fall wird zusätzlich wegen Urkundenfälschung ermittelt, da der Verdacht besteht, dass ein gefälschter Führerschein vorgelegt wurde. Der Führerschein des betroffenen 24-jährigen Rösrathers, der mit seinem VW Polo auf der Sülztalstraße unterwegs war, wurde von der Polizei sichergestellt.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Rösrath, wo Beamte auf der Hauptstraße einen VW Scirocco eines 30-jährigen Mannes aus Wiehl stoppten. Das Fahrzeug wies erhebliche Mängel auf und wurde von der Polizei sichergestellt. Nun wird das Fahrzeug einer Untersuchung bei einem Prüfzentrum unterzogen, um festzustellen, ob es verkehrssicher ist oder nicht. Den Fahrer erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Die Polizei zieht somit eine umfassende Bilanz nach dem diesjährigen „Car-Freitag“ im Rheinisch-Bergischen Kreis und setzt damit ein Zeichen gegen die Raser- und Tuningszene.

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Umfrage zu Fahrradstraßen in Bergisch Gladbach zeigt großes Interesse der Bürgerinnen und Bürger

Umfrage zu Fahrradstraßen in Bergisch Gladbach zeigt großes Interesse der Bürgerinnen und Bürger

12 April 2023 von Darian Lambert

Die Umfrage zu Fahrradstraßen in Bergisch Gladbach, die vom 1. bis zum 31. März stattfand, ist erfolgreich beendet worden. Insgesamt wurden rund 350 Vorschläge für mögliche Fahrradstraßen eingereicht. Maren Hesselmann, Rad- und Fußverkehrsbeauftragte, zeigte sich erfreut über die hohe Beteiligung: „Es zeigt sich, dass Fahrradstraßen in Bergisch Gladbach gewünscht sind.“

Im ersten Schritt werden nun alle Vorschläge erfasst und einer groben Vorsortierung unterzogen. Anschließend sollen die Beiträge in den sogenannten „Netzgedanken“ eingeordnet werden. Fahrradstraßen sind besonders effektiv, wenn sie Teil eines Netzwerks sind. Dieses kann sowohl innerhalb eines Stadtgebietes liegen, beispielsweise als Wege hin zu einem Nahversorgungsgebiet oder zu einer Schule, als auch großräumiger als Verbindung einzelner Stadtteile.

Im letzten Schritt werden die Vorschläge mit den Kriterien einer Fahrradstraße abgeglichen. Nicht alle Straßen eignen sich als Fahrradstraße, da sie Vorrang für den Radverkehr gewährleisten müssen und sich an bestimmte Auswahlkriterien halten sollten. Insbesondere Neben- und Wohnstraßen sind als Fahrradstraßen geeignet, da der motorisierte Verkehr dort geringer ist und somit mehr Sicherheit für den Radverkehr gegeben ist.

Die Umfrageergebnisse und das hohe Interesse der Bürgerinnen und Bürger zeigen das große Potential, das Fahrradstraßen in Bergisch Gladbach haben. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, ein umfassendes und effektives Fahrradstraßenkonzept zu entwickeln, das den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird und dazu beiträgt, den Radverkehr in der Stadt sicherer und attraktiver zu gestalten.

Was ist eigentliche eine Fahrradstraße?

Eine Fahrradstraße ist eine besondere Straßenkategorie, die vorrangig für den Radverkehr konzipiert ist und Radfahrerinnen und Radfahrern Vorrang gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere dem motorisierten Verkehr, gewährt. Das Ziel von Fahrradstraßen ist es, den Radverkehr sicherer, komfortabler und attraktiver zu gestalten.

In der Regel sind Fahrradstraßen durch entsprechende Verkehrszeichen und Markierungen gekennzeichnet. Auf diesen Straßen gelten besondere Verkehrsregeln, die die Bedürfnisse von Radfahrenden berücksichtigen. Dazu gehören unter anderem:

  1. Vorrang für Radfahrer: Autofahrer und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer müssen sich an die Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen und dürfen sie nicht behindern oder gefährden.
  2. Geschwindigkeitsbegrenzung: Oftmals gilt auf Fahrradstraßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h oder niedriger, um die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen.
  3. Oftmals ist das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden erlaubt, was das soziale Miteinander und die Kommunikation zwischen ihnen fördert.
  4. In einigen Fällen kann der motorisierte Verkehr auf Fahrradstraßen eingeschränkt oder ganz ausgeschlossen sein, sodass nur Anlieger oder Lieferverkehr zugelassen wird.

Fahrradstraßen sind ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Verkehrspolitik und tragen dazu bei, den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad zu fördern und die Lebensqualität in städtischen Gebieten zu erhöhen.

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Versuchter und vollendeter Geschäftseinbruch in der Hauptstraße: Zeuge beobachtet Tatverdächtigen

Versuchter und vollendeter Geschäftseinbruch in der Hauptstraße: Zeuge beobachtet Tatverdächtigen

12 April 2023 von Darian Lambert

In der Nacht zu Mittwoch (12.04.) kam es in der Hauptstraße zu einem versuchten und einem vollendeten Geschäftseinbruch. Ein männlicher Tatverdächtiger wurde von einem Zeugen beobachtet.

Gegen 00:57 Uhr löste der Alarm eines Elektrowarengeschäfts aus. Der Pächter erhielt eine Benachrichtigung auf sein Smartphone und informierte die Polizei. Bei deren Eintreffen wurden deutliche Hebelmarken am Rahmen der Eingangstür festgestellt, allerdings gelang es den unbekannten Tätern nicht, in das Geschäft einzudringen.

Nur wenige Meter vom ersten Tatort entfernt hörte ein aufmerksamer Anwohner gegen 01:05 Uhr einen lauten Knall, der vermutlich vom Zerschlagen der Schaufensterscheibe einer Fahrradwerkstatt stammte. Der Zeuge beobachtete daraufhin einen Mann, der auf einem Fahrrad in Richtung Konrad-Adenauer-Platz / Paffrather Straße flüchtete. Der Anwohner rief dem Unbekannten noch hinterher, doch dieser entkam.

Der Werkstattleiter wurde sofort alarmiert und zum Tatort gerufen. Nach ersten Erkenntnissen wurde ein gebrauchtes Rennrad im Wert eines unteren dreistelligen Betrags gestohlen.

Der mutmaßliche Täter wurde wie folgt beschrieben: männlich, graue Jogginghose und Kapuzensweatshirt.

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise zu den beiden Taten oder möglichen Tätern geben können, sich unter der Rufnummer 02202 205-0 beim Kriminalkommissariat 2 zu melden.

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Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Eckpunkte und Details vorgestellt

Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Eckpunkte und Details vorgestellt

12 April 2023 von Darian Lambert

Die im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung festgelegte Cannabis-Legalisierung nimmt Gestalt an. Nachdem Ende 2022 ein Eckpunktepapier vom Bundeskabinett beschlossen wurde, präsentierten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Cem Özdemir (Grüne) am heutigen Mittwoch die überarbeiteten Pläne.

In abgeschwächter Form sollen Cannabis Social Clubs mit maximal 500 Mitgliedern Cannabis zum Eigenkonsum anbauen dürfen. Jedes Mitglied kann monatlich bis zu 50 Gramm erwerben, während die Obergrenze für unter 21-Jährige bei 30 Gramm liegt. Der Besitz von 25 Gramm ist erlaubt und kann öffentlich mitgeführt werden.

Der Konsum von Cannabis ist in der Nähe von Schulen oder Kitas sowie in Fußgängerzonen bis 20 Uhr verboten. Minderjährige, die mit Cannabis erwischt werden, müssen an Interventions- und Präventionsprogrammen teilnehmen.

Im kommenden Sommer sollen regionale Modellvorhaben zur Schaffung kommerzieller Lieferketten und sicherer Anbaumethoden starten. Diese Modellversuche werden wissenschaftlich begleitet und über fünf Jahre mit Zwischenauswertungen durchgeführt.

Cannabis wird vorerst nur in Cannabis Social Clubs verkauft, wobei Werbung für Cannabis-Produkte generell verboten ist. Die Besteuerung soll über Umsatzsteuer und eine einzuführende Cannabissteuer geregelt werden, deren Höhe jedoch noch nicht feststeht.

Ein Import von Cannabis ist aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen, sodass der Bedarf durch den Anbau in Deutschland gedeckt werden muss. Der Gesetzentwurf zur Cannabis-Legalisierung soll im April vorgelegt werden, mit einer Umsetzung noch in diesem Jahr und dem Start der Modellprojekte im Sommer.

Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Alle Details und Eckpunkte im Überblick

  • Der Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis bleibt straffrei.
  • Maximal drei „weibliche blühende Pflanzen“ sind im Eigenanbau erlaubt.
  • Cannabis Social Clubs mit maximal 500 Mitgliedern dürfen gemeinschaftlich Cannabis zu Genusszwecken anbauen und nur an Mitglieder für den Eigenkonsum abgeben.
  • Maximal dürfen pro Club-Mitglied 25 Gramm Cannabis pro Tag und maximal 50 Gramm pro Monat abgegeben werden. Unter 21-Jährige bekommen maximal 30 Gramm pro Monat, zudem soll für sie eine Obergrenze beim Wirkstoffgehalt festgelegt werden.
  • In der Öffentlichkeit ist der Konsum nahe Schulen oder Kitas verboten. In Fußgängerzonen darf bis 20 Uhr nicht gekifft werden.
  • In einem zweiten Schritt sollen in Kreisen und Städten mehrerer Bundesländer in Modellprojekten „kommerzielle Lieferketten“ ausprobiert werden, von der Produktion über den Vertrieb bis zum Verkauf von Cannabis in Fachgeschäften.

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Umbau von Bensberger Stadtplatz und Schlosstreppe startet im Mai

Umbau von Bensberger Stadtplatz und Schlosstreppe startet im Mai

12 April 2023 von Darian Lambert

Die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Schloßstraße in Bensberg laufen seit dem 13. März 2023 auf Hochtouren. Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Bensberg erhält die Straße durch Fördermittel von Bund und Land einen neuen Natursteinboden, mehrere Plätze sowie ein neues Vegetationskonzept und wird zur „Straße der vielen Begegnungen“. In der ersten Mai-Hälfte 2023 beginnen die dazugehörigen Arbeiten auf und vor der Schlosstreppe sowie auf Teilen des Stadtplatzes in Bensberg.

Die Schlosstreppe und der dazugehörige Vorplatz wurden bereits 2020 provisorisch fertiggestellt, allerdings noch mit einem temporären Bodenbelag und größerem Gefälle, als für den Endausbau geplant. Nun soll die Fläche im Rahmen der Bauarbeiten mit Naturstein ausgestattet und die Schräglage reduziert werden. Das genaue Startdatum wird noch bekannt gegeben, die Fertigstellung ist für das 3. Quartal 2023 geplant.

Aufgrund der örtlichen Topographie und einiger „Zwangspunkte“ lässt sich das Gefälle der Fläche zwar reduzieren, jedoch nicht vollständig entfernen. Der Planungsausschuss der Stadt beschloss am 22. Juni 2021 eine Variante, die ein zusätzliches Treppenpodest vor dem Bereich der öffentlichen Toilette vorsieht, um die Neigung der Fläche bestmöglich zu reduzieren und die Fläche besser nutzbar zu machen. Die Variante kann online unter https://www.bergischgladbach.de/bauliche-varianten-schlossstrasse.aspx eingesehen werden.

Da der Verkehrsbereich von den Bauarbeiten nicht betroffen ist, sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten. Der Markt kann weiterhin donnerstags in der Schloßstraße stattfinden, die alternative Aufstellung wird derzeit erarbeitet und vorab kommuniziert.

Parallel zu den Bauarbeiten an der Schlosstreppe wird wie bisher in der Schloßstraße zwischen den Hausnummern 1 und 16 gearbeitet. Anschließend verlagert sich die Baustelle bauabschnittsweise von West nach Ost und endet nach etwa drei Jahren Bauzeit an der Einmündung „Am Stockbrunnen“. Während der gesamten Bauzeit bleiben alle Geschäfte der Straße erreichbar. Eine Vollsperrung von Teilstücken ist nach Abschluss der Arbeiten zwischen den Hausnummern 1 und 16 sowie während der Arbeiten in der Nikolausstraße nicht mehr vorgesehen.

Wer immer auf dem neusten Stand zum Umbau der Schloßstraße sein möchte, kann online unter https://www.bergischgladbach.de/bautagebuch-schlossstrasse.aspx das Bautagebuch aufrufen. Mit einer kurzen Mail an inhk.bensberg@stadt-gl.de kann man sich darüber hinaus für den Newsletter zum Umbau der Straße anmelden. Die erste Ausgabe der Baustellenzeitung ist weiterhin im Stadtteilbüro zu bekommen und steht auf der Homepage des InHK unter https://www.bergischgladbach.de/inhk-startseite.aspx zum Download bereit. 

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Einbruch in Grundschule und Kindertagesstätte: 16 iPads gestohlen

Einbruch in Grundschule und Kindertagesstätte: 16 iPads gestohlen

12 April 2023 von Darian Lambert

In der Schwerfelstraße kam es am Dienstagmorgen (11.04.) zu einem Einbruch in eine Grundschule und eine angrenzende Kindertagesstätte. Mitarbeiterinnen der Einrichtungen entdeckten den Vorfall gegen 06:45 Uhr und alarmierten die Polizei. Unbekannte Täter entwendeten insgesamt 16 iPads aus einem Lehrerzimmer.

Um auf das Gelände zu gelangen, öffneten die Einbrecher gewaltsam ein Stahltor. Anschließend brachen sie die Eingangstüren der beiden Einrichtungen auf und durchsuchten die Innenräume. Dabei zerstörten sie sämtliche Durchgangstüren und durchwühlten mehrere Räume. Aufgrund der umfangreichen Durchsuchung konnten zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch keine Angaben zu weiterem Diebesgut gemacht werden. Der Gesamtschaden wird derzeit auf einen hohen vierstelligen Betrag geschätzt.

Die Mitarbeiterinnen gaben an, dass die Einrichtungen zuletzt am Donnerstag (06.04.) vor den Feiertagen gegen 15:30 Uhr ordnungsgemäß verschlossen wurden. Um mögliche Spuren zu sichern, verständigte die Polizei den zentralen Erkennungsdienst.

Die Polizei Rhein-Berg bittet nun um die Mithilfe der Bevölkerung bei der Suche nach Zeugen. Personen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Umkreis der Schule und der Kindertagesstätte gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02202 205-0 bei der Polizei zu melden.

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