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Halbzeit beim ADFC Fahrradklima-Test: Vier Städte im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits im Ranking

22 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Seit dem 1. September läuft zum elften Mal die bundesweite Online-Umfrage zur lokalen Radverkehrssituation, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) alle zwei Jahre durchführt. Noch bis zum 30. November 2024 können Radfahrende ihre Meinung unter www.fkt.adfc.de abgeben. Die Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2025 in Berlin präsentiert.

Bisher verhaltene Teilnahme im Rheinisch-Bergischen Kreis

„Im Rheinisch-Bergischen Kreis haben bisher vier von acht Städten die Mindestteilnehmerzahl erreicht: Bergisch Gladbach, Wermelskirchen, Leichlingen und Rösrath“, so Bernhard Werheid, Vorsitzender des ADFC Kreisverbandes RheinBerg-Oberberg e.V. Während in anderen Teilen Deutschlands Teilnehmerrekorde verzeichnet werden, hinken Burscheid, Kürten, Odenthal und Overath hinterher. „Verglichen mit der guten Beteiligung beim Stadtradeln erstaunen uns die niedrigen Teilnehmerzahlen“, fügt er hinzu. Dennoch bleibt Werheid zuversichtlich, dass bis zum Ende der Umfrage alle Städte in die Wertung gelangen.

Warum ist die Teilnahme wichtig?

Die Umfrage misst die Zufriedenheit der Radfahrenden in Bezug auf Fahrradfreundlichkeit, Sicherheit, Infrastruktur und Komfort in ihrer Stadt. Sabine Krämer-Kox vom ADFC erklärt: „Die Ergebnisse bieten Kommunen eine wertvolle Grundlage, um gezielt Verbesserungen im Radverkehr umzusetzen und Schwachstellen zu beheben.“ Das Ranking der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands ermöglicht es den Städten, ihre Angebote für Radfahrende weiter zu optimieren.

Schwerpunkt: Miteinander im Verkehr

Der diesjährige Test legt besonderen Wert auf das „Miteinander im Straßenverkehr“. Werheid erklärt: „Immer mehr Verkehrsteilnehmer fühlen sich durch rücksichtsloses Verhalten verunsichert.“ Die Umfrage fragt gezielt nach, wie Radfahrende das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer wahrnehmen und wie stark diese Konflikte den Straßenverkehr beeinflussen. Ziel ist es, Maßnahmen zu identifizieren, die das Miteinander im Straßenverkehr fördern. „Getrennte Verkehrsflächen für Fußgänger, Rad- und Autofahrer vermindern Konflikte und erhöhen die Sicherheit“, sagt Krämer-Kox.

Teilnehmerzahlen im Rheinisch-Bergischen Kreis (Stand 20.10.2024):

  • Overath: 17 Teilnehmer
  • Burscheid: 19 Teilnehmer
  • Kürten: 27 Teilnehmer
  • Odenthal: 38 Teilnehmer
  • Rösrath: 53 Teilnehmer
  • Leichlingen: 73 Teilnehmer
  • Wermelskirchen: 82 Teilnehmer
  • Bergisch Gladbach: 377 Teilnehmer

Der ADFC-Fahrradklima-Test, gefördert vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, gilt als der Zufriedenheitsindex der Radfahrenden in Deutschland. Beim letzten Test nahmen bundesweit rund 245.000 Personen teil.

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Martinszüge und Lichterfeste 2024 in Bergisch Gladbach

21 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Im November ist es wieder so weit: Die Straßen von Bergisch Gladbach erstrahlen im Schein von Laternen, während Kinder und ihre Familien die Martinszüge feiern. Die Stadtverwaltung hat die geplanten Umzüge für die diesjährigen Martinszüge und Lichterfeste bekanntgegeben.

Die Martinszüge sind eine langjährige Tradition, bei der Kinder mit selbstgebastelten Laternen durch die Stadt ziehen, um an das Leben und Wirken von St. Martin zu erinnern. Der Heilige Martin, bekannt für seine Barmherzigkeit, wird durch diese Umzüge und das Teilen des Lichts geehrt. Eltern und Anwohner sind eingeladen, die Häuser und Straßen mit Lichtern zu schmücken und so eine warme und festliche Atmosphäre zu schaffen.

Die folgenden Termine und Routen der Martinszüge wurden für dieses Jahr festgelegt:

Montag, 4. November:

  • Ev. Kindergarten: Start um 17 Uhr, Route: Wendehammer Schneppruthe – Theodor-Fliedner-Straße – Am Zuckerberg – Vinzenz-Feckter-Straße
  • GGS An der Steinbreche: Start um 18.15 Uhr, Route: Mohnweg – Ginsterweg – Weidenweg – Steinbrecher Weg – Agnes-Miegel-Straße – Beckershäuschen

Dienstag, 5. November:

  • Evangelische Grundschule Bensberg: Start um 17 Uhr, Route: Schulhof EGS – Kauler Straße – Rosenhecke – Eintrachtstraße
  • Kath. Kita St. Elisabeth: Start um 17.30 Uhr, Route: Kirche St. Elisabeth – In der Auen – Am Brücker Bach – Am Eichenkamp

Mittwoch, 6. November:

  • Kindergarten am Golfplatz e.V.: Start um 18 Uhr, Route: Robert Schuman Straße – Lutonstraße – zurück zur Kita
  • Ev. Elterninitiative Heilsbrunner Hosenmätze: Start um 17.30 Uhr, Zug durch Hebborn

Donnerstag, 7. November:

  • Evangelische Grundschule Bensberg: Start um 17 Uhr, Route: Kauler Straße – Rosenhecke – Eintrachtstraße
  • GGS An der Strunde: Start um 18 Uhr, Route: Schulhof – Buchmühlenstraße – Hauptstraße – Laurentiusstraße

Freitag, 8. November:

  • GGS Kippekausen: Start um 17.30 Uhr, Route: GGS Kippekausen – Burgplatz – Burgherrenweg – Siedlerstraße
  • GGS Concordiaschule Schildgen: Start um 18 Uhr, Route: Concordiaweg – Fahnerweg – Altenberger-Dom-Straße

Samstag, 9. November:

  • Bürgerverein Romaney e.V.: Start um 16.30 Uhr, Route: Kuckelberg – Romaney 33 – Geflügelhof Steffen

Montag, 11. November:

  • Kita St. Joseph / Förderverein: Start um 17.15 Uhr, Route: Rotdornweg – Im Lerchenfeld – Am Winkel
  • Fröbel-Kindergarten ZAK: Start um 17.30 Uhr, Route: Sattlerweg

Dienstag, 12. November:

  • GGS Gronau: Start um 17.30 Uhr, Route: Dünnhofsweg – Gierather Straße – Rodemich
  • Montessori Kita Glückspilz: Start um 17 Uhr, Route: Reuterstraße – Nußbaumer Berg – Reuterstraße

Mittwoch, 13. November:

  • Kath. Kita St. Laurentius: Start um 18 Uhr, Route: Konrad-Adenauer-Platz – Dr. Robert-Koch-Straße
  • Gemeinschaftsgrundschule Hebborn: Start um 17.30 Uhr, Route: Schulhof – Wilden Wiese – An der Engelsfuhr – Hebborner Kirchweg

Donnerstag, 14. November:

  • Katholische Grundschule Hand: Start um 18 Uhr, Route: St.-Konrad-Straße – Dellbrücker Straße
  • Verbundschule Mitte: Start um 17.30 Uhr, Route: Ginsterweg – Mohnweg – Steinbrecher Weg

Samstag, 16. November:

  • Martinszug in Herrenstrunden: Start um 17.30 Uhr, Route: Dorfplatz Herrenstrunden – Strunder Delle und zurück

Diese Veranstaltungen bieten eine großartige Gelegenheit, gemeinsam die Vorfreude auf die festliche Jahreszeit zu teilen und die Straßen von Bergisch Gladbach mit Licht und Wärme zu erfüllen.

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Bergisch Gladbach: Abriss oder Erhalt der Stadthäuser? – Diskussion um die Zukunft des Baubestands

21 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

In Bergisch Gladbach wird erneut über den Erhalt oder Abriss der alten Stadthäuser diskutiert. Die Gebäude, einst als Finanz- und Kreisgesundheitsamt erbaut, sind im Zentrum der öffentlichen und politischen Debatte. Die Frage lautet: „Denkmal oder Abriss?“

Der Bergische Geschichtsverein Rhein-Berg sorgte im Herbst 2023 mit der Auszeichnung der Gebäude als „Denkmal des Monats“ für Gesprächsstoff. Diese Häuser, die in den 1950er Jahren erbaut wurden, sind durch ihre kunstvollen Details, wie die Mosaiksonnenuhr und das komplett mit Marmor ausgekleidete „schwarze Treppenhaus“, als „ortsbildprägend“ und „schützenswert“ eingestuft. Diese architektonischen Details sind Zeugnisse der aufstrebenden Nachkriegszeit.

Bürger und Geschichtsverein sprechen sich für den Erhalt aus und argumentieren, dass die Gebäude zusammen mit den Bauten um den Konrad-Adenauer-Platz ein wichtiges städtebauliches Erbe darstellen. Dank ihrer Skelettbauweise sind die Gebäude flexibel umgestaltbar, was eine Sanierung ermöglicht.

Der Planungsausschuss der Stadt prüft nun mögliche Zukunftsoptionen für die Stadthäuser, die nach dem geplanten Umzug der Stadtverwaltung in das AOK-Gebäude an der Bensberger Straße im Jahr 2026 frei werden. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung soll klären, ob eine Sanierung oder ein Teilerhalt sinnvoll ist. Die Gebäude spielen eine wichtige Scharnierrolle zwischen der Innenstadt und dem angrenzenden Zanders-Gelände, das ebenfalls umgestaltet wird.

Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb könnte innovative Lösungen für die Zukunft der Stadthäuser bieten. Die Diskussion um den Erhalt bleibt spannend und betrifft nicht nur den Denkmalschutz, sondern auch die städtebauliche Entwicklung der gesamten Innenstadt.

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Rösrath: Motorradfahrer bei Alleinunfall schwer verletzt

21 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am Sonntag (20.10.) ereignete sich auf der Schönrather Straße ein schwerer Alleinunfall eines Motorradfahrers. Der 60-jährige Mann aus Pulheim wurde dabei schwer verletzt.

Der Unfall geschah gegen 15:40 Uhr, als der Pulheimer mit seiner Kawasaki die Schönrather Straße in Richtung Sülztalstraße befuhr. Aus bisher ungeklärten Gründen geriet er im Kurvenbereich nach rechts von der Fahrbahn ab und landete zunächst im Grünstreifen. Bei dem Versuch, wieder auf die Straße zurückzukehren, verlor er die Kontrolle über sein Motorrad, stürzte und rutschte über die Fahrbahn. Schließlich prallte er gegen die Schutzplanke auf der gegenüberliegenden Seite.

Der Motorradfahrer wurde vor Ort vom Rettungsdienst erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Über den genauen Gesundheitszustand liegen aktuell keine weiteren Informationen vor.

Die Feuerwehr musste auslaufende Betriebsstoffe aufnehmen, die aus dem beschädigten Motorrad austraten. Der Sachschaden wird auf einen mittleren vierstelligen Eurobetrag geschätzt. Das Motorrad wurde von einem Abschleppdienst entfernt.

Während der Unfallaufnahme sperrte die Polizei die Schönrather Straße im betroffenen Bereich vollständig ab. Die Sperrung dauerte bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen.

Es wird vermutet, dass die feuchte Witterung sowie die Beschaffenheit der Kurve zu dem Unfall beigetragen haben könnten, da solche Straßenabschnitte bei nasser Fahrbahn oft besonders rutschig sind. Die Polizei untersucht noch die genauen Umstände des Unfalls, um weitere Erkenntnisse über den Hergang zu gewinnen.

Motorradfahrer sollten bei Fahrten durch kurvige und potenziell gefährliche Straßenbereiche stets besonders vorsichtig sein, vor allem unter schwierigen Wetterbedingungen.

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Verbraucherschutz kritisiert unkorrekte Grundpreisangaben im Supermarkt

19 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Verbraucherschutz NRW – Viele Verbraucher haben es vielleicht schon bemerkt: Die Verpackungen vieler Produkte werden kleiner, der Preis bleibt jedoch gleich. Ob bei Schokolade oder Eis – die sogenannte „versteckte Preissteigerung“ wird immer häufiger zum Ärgernis für den täglichen Einkauf. Doch damit nicht genug: Oft passen Supermärkte ihre Grundpreisangaben am Regal nicht entsprechend an, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW.

Antonia Brandstädter von der Verbraucherzentrale erklärt: „Ein typisches Beispiel ist ein bekannter Hersteller, der im Februar 2024 die Füllmenge einer beliebten Eissorte von 900 auf 825 Milliliter reduzierte, ohne den Preis zu senken. Solche Tricks, die den Kunden weniger Produkt für den gleichen Preis bieten, sind mittlerweile weit verbreitet.“

Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird der Vergleich zwischen verschiedenen Produkten so immer schwieriger. Um den Preis pro Kilo, Liter oder 100 Gramm zu vergleichen, sind eigentlich die Grundpreisangaben am Regal vorgesehen. Diese sind gesetzlich vorgeschrieben und sollen den direkten Vergleich ermöglichen, ohne dass man selbst aufwendig rechnen muss. Doch eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW zeigt, dass viele Supermärkte diese Pflichtangaben vernachlässigen.

Bei einer Überprüfung von 86 Produkten in 19 Märkten stellten die Verbraucherschützer fest, dass in der Hälfte der Fälle die Grundpreisangaben falsch oder unvollständig waren. Besonders bei der untersuchten Eismarke fehlte in etwa 50 Prozent der Märkte die korrekte Grundpreisangabe. „Es ist leider kein Einzelfall, dass diese Angaben entweder fehlen oder so klein gedruckt sind, dass sie kaum lesbar sind“, so Brandstädter weiter.

Für die Verbraucher bedeutet dies: Man bekommt weniger Produkt zum gleichen Preis, und die wichtigen Preisinformationen zur Orientierung im Regal sind häufig falsch oder fehlen komplett. Das macht den Vergleich verschiedener Produkte schwierig, und viele Verbraucher bemerken die versteckten Preiserhöhungen nicht sofort.

Die Verbraucherzentrale NRW fordert nun, dass Händler ihre Grundpreisangaben regelmäßig überprüfen und korrekt auszeichnen. „Verbraucher sollten sich darauf verlassen können, dass die Angaben am Regal stimmen und gut lesbar sind“, betont Brandstädter. „Wir appellieren auch an die Kunden, auf diese Angaben zu achten und bei Unstimmigkeiten Beschwerde einzulegen.“

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen deutlich, dass Handlungsbedarf besteht, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden und die Verbraucher transparent und fair informiert werden.

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Odenthal: Seniorin durch Schockanruf um Bargeld und Schmuck betrogen

19 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Odenthal – Am Donnerstag (17.10.) wurde eine Seniorin Opfer eines perfiden Betrugs. Nach einem sogenannten Schockanruf übergab die Odenthalerin Schmuck und Bargeld an einen Betrüger. Der Vorfall ereignete sich im Ortsteil Holz.

Gegen 13:40 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf von einer männlichen Person, die sich als Polizeibeamter ausgab. Der falsche Polizist behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse nun gegen Zahlung einer Kaution freigelassen werden. In gutem Glauben stellte die Seniorin daraufhin ihren wertvollen Schmuck sowie einen Bargeldbetrag von mehreren tausend Euro bereit.

Rund zwei Stunden später, gegen 15:50 Uhr, erschien ein Mann an ihrer Wohnanschrift und nahm das bereitgelegte Geld und den Schmuck entgegen. Kurz darauf forderte der falsche Polizist telefonisch noch mehr Bargeld. Bevor es zu einer weiteren Übergabe kam, wurde die Seniorin jedoch von ihrer Tochter angerufen, und der Betrug flog auf.

Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 30 Jahre alt, circa 175 cm groß, schlanke Statur, mitteleuropäisches Erscheinungsbild, mittellanges dunkles Haar, und er trug eine bläuliche Kurzjacke sowie eine dunkle Hose. Er sprach deutsch ohne Akzent.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Vorfall oder zur Identität des Geldabholers geben können, sich an das Kriminalkommissariat 2 unter der Rufnummer 02202 205-0 zu wenden.

Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser bekannten Betrugsmasche, bei der Täter gezielt den Schockmoment von Angehörigen ausnutzen. Besonders ältere Menschen werden oft Opfer dieser perfiden Methode. Angehörige werden gebeten, ihre Familienmitglieder zu sensibilisieren. Wer sich kostenfrei beraten lassen möchte, kann sich beim Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz unter der Rufnummer 02202 205-444 oder per E-Mail an gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de wenden.

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Verkehrsunfallflucht in Wermelskirchen / Dabringhausen (Stumpf)

Wermelskirchen: Zeugen gesucht – Unfallverursacher flüchtet nach Kollision

19 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Wermelskirchen – Am Freitag (18.10.) wurde die Polizei über eine Verkehrsunfallflucht in der Straße Stumpf im Ortsteil Dabringhausen informiert, bei der ein Baum und ein Verkehrszeichen beschädigt wurden. Der Unfallverursacher entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Die Polizei sucht nun nach Hinweisen.

Nach bisherigen Ermittlungen befuhr der unbekannte Fahrer zwischen Donnerstag (17.10.) 17:00 Uhr und Freitag (18.10.) 03:30 Uhr die Straße Stumpf in Fahrtrichtung Arnzhäuschen. In einer Rechtskurve verlor der Fahrer offenbar die Kontrolle über das Fahrzeug, kam von der Straße ab und prallte sowohl gegen ein Verkehrszeichen als auch gegen einen Baum auf einem Fußgängerüberweg. Trotz des Unfalls setzte der Fahrer die Fahrt fort, ohne die Schäden zu melden oder sich um die Regulierung zu kümmern.

Der entstandene Sachschaden wird auf einen mittleren dreistelligen Betrag geschätzt.

Das Verkehrskommissariat in Burscheid sucht nun nach Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Fahrzeug machen können. Hinweise werden unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegengenommen.

Zusätzlich erhofft sich die Polizei Hinweise von Anwohnern, die den Unfall gehört oder gesehen haben könnten. Besonders hilfreich wären Beobachtungen von Fahrzeugen, die zu ungewöhnlichen Zeiten unterwegs waren oder sich auffällig verhalten haben. Auch Dashcam-Aufnahmen von Fahrzeugen, die zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Unfallstelle unterwegs waren, könnten wertvolle Hinweise liefern. Jeder noch so kleine Hinweis könnte helfen, den Vorfall aufzuklären und den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Vorkommnisse zu melden.

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Refrath. Ehrennadel an Petra Lebek

Petra Lebek erhält Ehrenadel für herausragendes Engagement im Natur- und Umweltschutz

18 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Petra Lebek wurde für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement im Natur- und Umweltschutz mit der Ehrenadel der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen der Monatsversammlung des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach e.V. statt und wurde von der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Anna Maria Scherer vorgenommen.

Seit über einem Jahrzehnt setzt sich Petra Lebek für den Schutz von Bienen und Insekten, die Biodiversität und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ein. Seit 2012 ist sie Mitglied im Bienenzuchtverein und wirkt seit 2015 als Schriftführerin. Gemeinsam mit dem Verein etablierte sie das Projekt „Blühendes GL“, das von der UN-Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde.

Ein weiteres von ihr unterstütztes Projekt ist der Wildbienenpark, bei dem sie erfolgreich mit der LVR-Werkstätten Lebenshilfe kooperierte. Zudem setzt sie sich für den Schutz von Solitärbienen und im Hornissenschutz ein, sowie im Streuobstwiesenverein, wo sie bei Baumschnitt und Pflanzung hilft.

Lebek engagiert sich auch für das Projekt „Wohlfühlen in der Innenstadt“, bei dem sie insektenfreundliche Bepflanzungen fördert. Die Initiative „Essbare Wiese“, die in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen Naturschutzverein e.V. entstand, wurde 2021 mit dem Heimatpreis geehrt.

Darüber hinaus war Lebek Mitbegründerin der Klimafreunde Rhein-Berg und engagiert sich im Projekt „Essbare Stadt“. Zudem baute sie Hochbeete an Flüchtlingsunterkünften und hilft bei der Rettung von Kröten.

Auch über den Umweltschutz hinaus ist Lebek aktiv: Als Ortsvertreterin im Bürgerverein Romaney und Kassiererin sowie Mitglied im Bergischen Geschichtsverein. Zudem ist sie in der Pfarrgemeinde St. Pankratius als Kommunionhelferin tätig.

Die Verleihung der Ehrenadel würdigt Lebeks unermüdlichen Einsatz für Natur und Umwelt.

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Die Feuerwehr Bergisch Gladbach im Einsatz in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach: Heckenbrand entpuppt sich als Feuer in Obdachlosenbehausung

18 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Am frühen Freitagmorgen (18.10.2024) meldete ein Beamter der Feuerwehr Bergisch Gladbach, der dienstlich am Evangelischen Krankenhaus (EVK) tätig war, gegen 6:30 Uhr einen größeren Feuerschein auf dem Gelände der alten Feuerwache unterhalb des EVK. Zunächst ging man von einem Heckenbrand aus, woraufhin die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises umgehend die Löschzüge 1 und 2 sowie den Einsatzführungsdienst und einen Rettungswagen alarmierte.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass nicht eine Hecke, sondern ein etwa 12 Quadratmeter großer Verschlag brannte, der von einem Obdachlosen genutzt wurde. Der polizeibekannte Bewohner war zum Glück nicht in der Behausung, was die erste Befürchtung, dass sich die Person noch im Inneren befinden könnte, glücklicherweise entkräftete.

Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, jedoch wurde der Verschlag vollständig zerstört. Eine Ausbreitung auf angrenzende Gebäude und die umliegende Vegetation konnte durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte verhindert werden.

Die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar. Der verschlagene Zustand des Brandorts deutet jedoch auf die Gefahr hin, dass solche provisorischen Unterkünfte in städtischen Randgebieten besonders anfällig für Brände sind. Auch wenn keine Person zu Schaden kam, zeigt der Vorfall die Risiken auf, denen obdachlose Menschen in solchen Situationen ausgesetzt sind. Die Stadtverwaltung wird nun gemeinsam mit der Polizei die Umstände des Brandes untersuchen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um in Zukunft solche Gefahren zu minimieren.

Der Einsatz war gegen 7:50 Uhr beendet. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach war mit sechs Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften im Einsatz.

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Hunderte Wohnungen zu wenig: Wohnungsbau bleibt drängendes Thema in Bergisch Gladbach

17 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Der Mangel an Wohnungen, insbesondere an gefördertem Wohnraum, bleibt eine der größten Herausforderungen in Bergisch Gladbach. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie haben dies erneut bestätigt. Die Reaktionen aus der Politik zeigen, dass die Parteien unterschiedliche Ansätze verfolgen, um den Wohnungsbau zu fördern und der Wohnraumknappheit entgegenzuwirken.

Harald Henkel (CDU), stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sieht den Abbau von Vorschriften und flexiblere Regelungen als Lösungsansatz: „Der Wohnungsbau kann nur durch den Abbau starrer Quoten, wie beim sozialen Wohnungsbau, beschleunigt werden, da diese private Investoren abschrecken. Flexiblere Quoten würden den Wohnungsbau eher fördern. Zudem muss die Stadtverwaltung Bauanträge schneller bearbeiten.“

Ähnlich äußerte sich auch Dorothee Wasmuth von der FDP: „Die Digitalisierung der Bauantragsprozesse und der Verzicht auf starre Quoten für den sozialen Wohnungsbau sind für die FDP entscheidende Punkte. Diese Maßnahmen könnten den Wohnungsbau in Bergisch Gladbach vorantreiben, anstatt Investoren abzuschrecken.“

Dem entgegnet Klaus W. Waldschmidt, Fraktionschef der SPD, dass vor allem der Mangel an bezahlbarem und gefördertem Wohnraum das zentrale Problem sei: „Immer mehr Wohnungen fallen aus der Sozialbindung, und Neubauten richten sich fast ausschließlich an das obere Preissegment. Unter Bürgermeister Frank Stein wurden jedoch bereits wichtige Schritte eingeleitet. Die Stadt hat wieder Grundstücke für den Wohnungsbau erworben und der Baulandbeschluss vom Januar 2023 schreibt vor, dass künftig 30 Prozent des neu entstehenden Wohnraums gefördert werden.“

Auch Theresia Meinhardt von Bündnis 90/Die Grünen hebt die Bedeutung der Nachverdichtung und neuer Bauprojekte hervor: „Wir stehen vor der Herausforderung, dass wenig bebaubare Flächen zur Verfügung stehen und die Nachfrage stetig steigt. Mit der Bebauung des Zandersgeländes und des Wachendorff-Geländes sollen in den nächsten 20 Jahren über 2.000 neue Wohneinheiten entstehen. Dennoch ist uns bewusst, dass der Bedarf nur schwer gedeckt werden kann.“

Aus Sicht der Stadtverwaltung betont Ragnar Migenda, Beigeordneter der Stadt, den Bedarf an mehr Baugenehmigungen und die Notwendigkeit von schnelleren Verfahren: „Wir benötigen jährlich Baugenehmigungen für 300 bis 400 Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau. Projekte auf großen Baugrundstücken wie dem Zanders- und dem Wachendorff-Gelände bieten Potenzial. Es gibt bereits viele Interessenten, doch wir müssen die Genehmigungsverfahren beschleunigen und den Dialog mit Architekten und Bauherren verbessern.“

Zusätzlich thematisierte Migenda die Problematik des Wohnungsleerstands und die Zweckentfremdung von Bestandswohnungen. „Auf Bundesebene fehlen 400.000 Wohnungen, während gleichzeitig 600.000 Baugenehmigungen ungenutzt bleiben. Das ist bedenklich. In Bergisch Gladbach gibt es zwar noch keine alarmierende Entwicklung, doch wir prüfen die Einführung einer Zweckentfremdungssatzung. Gerade die Nutzung von Wohnungen als Monteursunterkünfte oder Airbnb muss in einem vernünftigen Rahmen bleiben.“

Die verschiedenen Ansätze der Parteien und der Verwaltung zeigen, dass die Lösung der Wohnraumproblematik viele Facetten hat – von flexiblen Quoten und Digitalisierung über die Nachverdichtung bis hin zur Regulierung des Leerstands. Wie die unterschiedlichen Maßnahmen in der Praxis greifen werden, bleibt abzuwarten.

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