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Exklusivinterview mit Ingolf Gritschneder dem Autor des Dokumentarfilms „Reiche Bürger arme Stadt“

22 September 2012 von Mason Capwell

Im Rahmen der öffentlichen Vorführung von „Reiche Bürger, arme Stadt“ im Bergischen Löwen durften wir den Macher des Dokumentarfilmes Ingolf Gritschneder exklusiv interviewen.

GL-Aktuell: Sie hatten sich überlegt, ob Sie überhaupt mit uns reden wollen, da jemand Sie/ den Dokumentarfilm schlecht gemacht hat. Können Sie uns sagen wer und warum?

Gritschneder: Nein. Da kann ich mich grob dran erinnern. Ich möchte da aber jetzt nicht nachkarten.

 

GL-Aktuell: Was machen Sie beruflich, Herr Gritschneder?

Gritschneder: Das ist mein Hauptberuf (Dokumentarfilmer). Ich mache manchmal auch noch kürzere Sachen für Monitor und manchmal Magazinbeiträge für ARTE. Das ist mein Tagesgeschäft.

GL-Aktuell: Wieviel Recherchearbeit  haben Sie in den Dokumentarfilm „Reiche Bürger, Arme Stadt“ investiert und welcher Art?

Gritschneder: Genau kann ich das nicht mehr beziffern. Grundsätzlich kann man sagen, dass solche Produktionen mehrere Monate Arbeit in Anspruch nehmen.  Es dauert manchmal eine ganze Zeit, bis man die entsprechenden Interviewpartner bekommt und entsprechende Hintergrundinformationen bekommt. Ich habe mich auch während meiner Recherchen mit Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern zusammengesetzt und versucht Details und Wirtschaftsdaten zu klären. Hier ist natürlich die Frage der Steuer schwer zu klären, weil das Steuergeheimnis davor steht. Man kann nur versuchen irgendwie über die Bilanzen der Firmen Annäherungsweise der Frage näherzukommen

GL-Aktuell: Bürgermeister Lutz Urbach hat gesagt er hält den Film nicht für einen Dokumentarfilm. Warum denken Sie will Lutz Urbach Sie derart kritisieren?

Gritschneder: Ich weiß jetzt nicht, ob das jetzt Kritik ist oder nur eine Fehleinschätzung. Also wenn er der Meinung ist, dann ist das sicherlich seine persönliche Meinung, aber da wäre er glaube ich ziemlich alleine mit.

GL-Aktuell: Haben Sie den Eindruck, dass die Lokal/ Regionalpolitiker in Finanzfragen keine Ahnung haben bzw. nur unzureichend vorgebildet sind?

Gritschneder: Also, das könnte ich jetzt pauschal nie so behaupten, man muss natürlich sehen, dass Lokalpolitiker das in Ehrenamt machen und auch nur begrenzt die Möglichkeit haben sich da in komplexe Sachverhalte einzuarbeiten. Manchmal stehen auch nicht die notwendigen Informationen zur Verfügung oder sie werden von der Verwaltung entsprechend aufbereitet. Das ist sicherlich auch sehr schwer für ein ehrenamtliches Ratsmitglied sich da in komplexe Vertragswerke die ja manchmal hunderte Seiten lang sind und schon für einen Juristen schwierig sind zu durchblicken sich da einzuarbeiten.

GL-Aktuell: Wie prognostozieren Sie in Zukunft in Bergisch Gladbach die soziale Kluft zwischen Arm und Reich?

Gritschneder: Das ist natürlich eine schwere Frage für mich, dass zu prognostizieren. Generell gibt es da aktuelle Zahlen, wie sich das jetzt auf Bundesebene entwickelt. Die Zahlen stimmen ja nicht gerade optimistisch. Ich wüsste jetzt nicht, ob sich das jetzt in Bergisch Gladbach anders entwickeln sollte.

GL-Aktuell: Sie denken dabei an den aktuell und bundesweit veröffentlichen Reichtums- und Armutsbericht der Bundesregierung?

Gritschneder: Die Frage wäre warum sollte die Situation in Bergisch Gladbach sehr davon abweichen. Sicherlich gibt es andere Gegenden, wo insbesondere einfach mehr Armut herrscht. Wie sich die Schere hier entwickelt, da wage ich wirklich keine Prognose.

GL-Aktuell: Der kanadische Ökonom Galbraith hat dieses Phänomen der Verarmung der öffentlichen Haushalte und des zunehmenden Reichtums privater Bürger in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts herausgefunden. Trifft diese Situation jetzt und auch in Zukunft  auf  Bergisch Gladbach zu?

Gritschneder: Dazu müsste ich das kennen. Dazu sind mir die Einzelheiten nicht bekannt. Ich kann mich da nur auf die allgemein zugänglichen Zahlen beziehen. Da könnte ich jetzt ehrlich gesagt relativ wenig zu sagen.

GL-Aktuell: Sind Sie Mitglied einer Partei?

Gritschneder: Nein.

GL-Aktuell: Sind Sie Mitglied in einer Gewerkschaft oder in einem Arbeitgeberverband?

Gritschneder: Ich bin als Journalist Mitglied in der Ver.di. Ich möchte aber betonen, dass ich die Veranstalter/Initiatoren der Veranstaltung vom 21. September „Die Stadt gehört uns allen“ vorher weder persönlich noch beruflich kannte. Ich lasse mich auch nicht politisch vor irgendeinen Karren spannen. Ich betrachte meine Berichterstattungen aus dem Blickwinkel eines Journalisten und nicht eines Politikers. Auf diese Differenzierung lege ich Wert.

GL-Aktuell: Was halten Sie für den größten Skandal in Ihrem Dokumentarfilm „Reiche Bürger, Arme Stadt“ und warum?

Gritschneder: Ehrlich gesagt, sehe ich das nicht als eine Skandalberichterstattung. Und ich glaube da auch nicht, dass ich besonders große Sachen aufgedeckt habe. Es ging mir darum, die Situation in der Stadt, in der ich auch lebe zu beschreiben und die Probleme, welche von den Bürgern formuliert werden. Ich würde hier niemanden an den Pranger stellen. Ich wollte einfach mal das Thema Steuern behandeln und ansprechen und einen Stein sozusagen ins Wasser werfen, um die Diskussion mal anzuregen. Die Einnahmesituation ist ja ganz offensichtlich ein Problem. Das wird keiner leugnen in der Stadt. Ich denke es ist gut wenn darüber berichtet wird sowie über mögliche Ursachen, sage ich hier ganz bewusst. Und wenn eine Veranstaltung wie die von gestern stattfindet, zeigt das ein großes Interesse wenn so viele Leute kommen. Es kamen in etwa 50-60 interessierte Bürger, welche an der Veranstaltung vom 21. September 2012 „Die Stadt gehört uns allen“ teilnahmen. In jedem Fall zeigt das ja, dass das Thema die Bürger bewegt. Mir als Journalist geht es nur um die Berichterstattung und möglicherweise auf etwas aufmerksam zu machen. Ich bin kein Politiker und bin auch wie gesagt in keiner Partei. Für einen Journalisten ist es immer schön, wenn es Reaktionen gibt und wenn eine Berichterstattung zu irgendetwas führt.

GL-Aktuell. Sie sehen das also rein aus dem Aspekt eines Journalisten?

Gritschneder: Ich bin kein Politiker. Ich sehe zwar den Auftrag der Presse als einen politischen an, aber ich würde keine Partei in irgendeiner Richtung ergreifen. Es kommen fast alle Parteien in dem Dokumentarfilm zu Wort u.a. die Bürger, welche in der Stadt ein gewichtiges Wort reden.

GL-Aktuell: Haben Sie den Eindruck in Bergisch Gladbach herrscht Vetternwirtschaft/Korruption?

Gritschneder: Da bin ich jetzt wirklich nicht genug eingedrungen in die Materie um das zu beantworten. Es gibt natürlich in jeder Kommune Probleme, dass Leute versuchen, auch über den Stadtrat und über die politische Schiene ihre persönlichen Ziele oder die Ihrer Freunde/Bekannten irgendwie zu beeinflussen. Das gibt es in jeder Kommune. Das betrifft meistens den Bausektor.

GL-Aktuell: Können Sie die Korruption von Bergisch Gladbach, denen mit anderen Städten vergleichen?

Gritschneder: Ich könnte jetzt keinen Fall von Korruption nennen, der mir jetzt untergekommen wäre, natürlich wenn man mit Bürgern redet, wird einem von dem einen oder anderen Projekt berichtet, wo es vielleicht bestimmte Verdachtsmomente gibt, aber ich persönlich könnte das jetzt überhaupt nicht so formulieren.

GL-Aktuell: Herr Reddel tauchte gestern Abend überraschend auf der Veranstaltung auf und beleidigte Sie barsch, aggressiv und wirklich unprofessionell. Es ging darum, dass sie schlecht oder überhaupt nicht recherchiert hätten für Ihren Film „Reiche Bürger, Arme Stadt“. Was würden Sie dem denn entgegensetzen?

Gritschneder: Das ist seine persönliche Meinung. Die kann ich Ihm natürlich nicht nehmen. Ich kann letztendlich nur sagen, dass er lange genug die Gelegenheit hatte sich zu äußern. Wenn er dann im Nachhinein ankommt und behauptet sie haben das verfälscht oder was auch immer.

GL-Aktuell: Herr Reddel sagte, Sie hätten irgendwas rausgeschnitten was konkret mit der Gewerbesteuer zu tun hätte.

Gritschneder: Die Fragen dazu waren alle drin. Er hat sich dazu ja unmissverständlich geäußert, dass er ein guter Zahler sei. Ich stehe einer solchen Kritik bezüglich der Recherche relativ gelassen gegenüber. Wenn ich schlecht recherchiert hätte, dann hätte es sicherlich die eine oder andere rechtliche Auseinandersetzung gegeben. Die hat es nicht gegeben, also kann ich davon ausgehen, dass das vielleicht bei dem ein oder anderen auf Kritik trifft, aber jedenfalls nicht mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen ist.

GL-Aktuell: Gestern wurde sowohl von Ihnen als aber auch von einigen Bürgern aus dem Publikum konstatiert, dass solch ein Film heutzutage nur noch mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten möglich ist. Sehen Sie das auch für die Zukunft?

Gritschneder: Ja, also ich glaube, dass das tendenziell kein Thema für die Privaten ist. Dafür ist das viel zu unspektakulär. Andererseits haben wir aber die Erfahrung gemacht, dass der Dokumentarfilm“ Reiche Bürger, Arme Stadt bisher 5 bis 6 mal auf verschiedenen öffentlich-rechtlichen Programmen wie z.B. WDR, ARTE oder PHOENIX und diversen Dritten Programmen wiederholt wurde. Immerhin zeigt dieser Film ja auch, dass die hier angesprochenen Probleme auch auf andere Kommunen zutrifft. Es trifft auch in anderen Städten auf großes Interesse.

GL-Aktuell: Können Sie sich für die Zukunft ein ähnliches Projekt vorstellen, vielleicht über Themen wie Börse, Finanzmärkte oder sogar die internationale Finanzkrise zu realisieren?

Gritschneder: Ich habe in den letzten Jahren diverse Geschichten gemacht, welche sich mit Wirtschaftsthemen befassen, wie z.B. über Karstadt oder Oppenheim. Natürlich kann ich mir das auch für die Zukunft vorstellen.

Ich denke es braucht immer Leute, welche sich mit komplexen Finanzthemen auseinandersetzen.

GL-Aktuell: Sie haben sicher den Dokumentarfilm „Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt“ auf ARTE gesehen? Welchen Eindruck hatten Sie von dem Film?

Gritschneder: Mit Goldman Sachs hatten wir bezüglich der Karstadt-Geschichte zu tun. Klar kann ich mir das vorstellen auch in Zukunft solch ein interessantes Projekt in Angriff zu nehmen. Das Thema Goldman Sachs ist ja erst mal spektakulär und von globalem Interesse. Ich bin auch der Meinung, dass auch die lokalen Themen für die Leute von Interesse ist und sein wird.

 

Der Dokumentarfilm wurde von der IG „Die Stadt gehört uns allen“ im Bergischen Löwen vorgeführt und diskutiert

 

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„Reiche Bürger, arme Stadt“ heute 19 Uhr im Bergischen Löwen

21 September 2012 von Darian Lambert

Das neugegründete Bürgerbündniss IG „Die Stadt gehört uns allen!“ prangert heute öffentlichkeitswirsam die Misstände in Bergisch Gladbach an. In Zusammenarbeit mit ver.di findet heute eine öffentliche Filmvorführung „Reiche Bürger, arme Stadt“ um 19:00 Uhr im Bergischen Löwen statt.

Die IG „Die Stadt gehört uns allen!“ und ver.di möchten damit der Ausblendung von kritischen Themen entgegenwirken. Im Fokus der Kritik der WDR Dokumentation sind die Firma Krüger, der „Mediterrana Deal“, das Versagen der Lokalpolitker in Sachen Wirtschaft sowie auch die Diskrepanz zwischen Wirtschaftsleistung und Steuereinnahmen im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach.

Filmvorführung und Diskussion
Freitag, 21. September 2012, 19:00 Uhr im Spiegelsaal des
Bürgerhauses „Bergischer Löwe“
Konrad-Adenauer Platz, Bergisch Gladbach

Mehr Informationen unter: www.unsere-stadt-gl.de

 

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Gedenkveranstaltung anlässlich des Mordes an Peter Maurer

15 September 2012 von Darian Lambert

Bei einer Gedenkveranstaltung gedachten am Samstag Abend über 100 Menschen dem nahe des S-Bahnhofes ermordeten Peter Maurer. Der ursprüngliche Organisator der Veranstaltung war nicht anwesend oder wollte nicht erkannt werden. Mit sichtbarer Anteilnahme und Unverständnis für die grausame Gewalttat vernehmen die  Anwenden eine ergreifende Rede eines  Freundes der Familie des Opfers: „Wichtig ist nicht ob ein großer oder ein unbedeutender Bürger uns verlassen hat, sondern das hier ein Mensch aus dem Leben gerissen wurde. Die  Erinnerungen an ihn werden bleiben.“

Daraufhin wurden vier Kerzen zur Gedenkstelle getragen. Die Kerzen und Blumen wurden genau dort niedergelegt wo am vergangenen Sonntag um 4.20 Uhr der 29-jährige Peter Maurer mit mehreren Stichen tödlich verletzt worden war. Bereits die ganze Woche über trauerten Bergisch Gladbacher Bürger um den Verstorbenen an dieser Stelle.

Unter den mehr als 100 Menschen waren wie das Opfer zu einem großen Teil Russlanddeutsche. Weder Bürgermeister Lutz Urbach noch andere Vertreter der  Stadt Bergisch Gladbach nahmen an der Veranstaltung teil. Seitens der Bürger sorgte dies im Vorfeld der Gedenkfeier für Unmut. Manche Bürger empfanden dies sogar als Pietätlosigkeit und unangemessen.

Fotos: Peter Klahm

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Mord in Bergisch Gladbach: Kripo sucht 28 jährigen Tatverdächtigen

12 September 2012 von Darian Lambert

Update vom 13.09.2012 8:00 Uhr

Wie uns soeben mitgeteilt wurde stammt der ermordete junge Mann ursprünglich aus Russland.

Update vom 13.09.2012 7:00 Uhr

Weitere Hintergründe zur Tat wurden bekannt. Wie ein Taxifahrer GL Aktuell heute Morgen mitteilte, kamen Täter und Opfer des Bergisch Gladbacher S-Bahn Mordes aus der Gaststätte „NON STOP“. Die Gaststatte sowie der „NON Stop Kiosk“ verfügen über Videoüberwachungskamers welche die vermeindlichen Täter aufgezeichnet haben sollen beim Betreten und Verlassen der Gaststätte. Die Bergisch Gladbacher Polizei und die Kripo Köln verfolgen demnach nicht nur eine heisse Spur sondern haben wohlmöglich bereits erste einschlägige  Beweise und Indizien.

 

In der Mordsache vom Bergisch Gladbacher S-Bahnhof fahndet die Polizei nach einem 28 jährigen Tatverdächtigen. Ob im juristischen Sinne ein Mord vorliegt muss jedoch erst das Gericht noch feststellen. Daher lautet der Haftbefehl auf Totschlag.

Soeben veröffentlichte die Polizei folgende Meldung:

„Die Staatsanwaltschaft Köln hat einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen einen Mann (28) aus Bergisch Gladbach erwirkt. Dem 28-Jährigen wird zur Last gelegt, in der Nacht auf Sonntag (09. September) in der Gladbacher Innenstadt einen 29-Jährigen mit einem Messer tödlich verletzt zu haben.

Die Fahndung nach dem derzeit flüchtigen Beschuldigten läuft auf Hochtouren. Weitere Angaben zum aktuellen Ermittlungsstand und den näheren Tathintergründen können infolgedessen derzeit nicht gemacht werden.“

Die Polizei hatte bereits die ganze Woche in der Bergisch Gladbacher Innenstadt auf Hochtouren ermittelt. In nächster Nähre zum Tatort befinden sich der S-Bahnhof, ein Taxistand, zwei Restaurants und das 24-Stunden-Kiosk „NON STOP Kiosk“. Das Opfer welches am frühen Sonntag morgen von einer Passantin auf dem Bürgersteig der Stationsstraße vor dem Restaurant “Arena” schwer verletzt gefunden worden ist, starb kurz darauf an den schweren Stichverletzungen, da eine offenbar ins Herz traf.

Die Polizei hatte bereits am Sonntag und erneut am Montag Zeugen vernommen. Möglicherweise waren die Verdächtigen auch von einer Überwachungskamera an der Stationssstraße erfasst worden. Die Spurensicherung arbeitet nach Angaben eines Taxifahrers intensiv an einer Spur in einem der anliegenden Restaurants.

„Wir wollen unser ruhiges und friedliches Bergisch Gladbach zurück“. Unter diesem Motto findet eine Gedenkveranstaltung welche über Facebook organisiert wird am kommenden Samstag statt. Beginn ist um 18 Uhr und der Treffpunkt ist gegenüber dem Tatort am S-Bahnhof.

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S-Bahn Mord – Mordkommission startet Ermittlung

11 September 2012 von Darian Lambert

Den ganzen Tag gestrigen Tag ermittelte die Polizei in der Mordsache vom S-Bahnhof und war in Bergisch Gladbachs Innenstadt sichtbar präsent.  Bislang hüllt sich die Polizei weiter in Schweigen aus ermittlungstaktischen Gründen.

 Die Kölner Mordkommission hat ebenfalls die Leiche des 29-Jährigen obduziert und einen Zeugen vernommen, der sich am Sonntag beim Kölner-Stadtanzeiger gemeldet hat. Im Laufe des gestrigen Tages wurden weitere Zeugen vernommen und die am Tatort gesichteten Spuren ausgewertet. Die Polizei betont ausdrücklich, dass sie die Nationalität von Opfern grundsätzlich nicht bekannt gibt.

Am gestrigen Montag Abend fand am Tatort eine spontane Gedenkveranstaltung statt. Eine weitere Gedenkveranstaltung wird über Facebook organisiert und wird kommenden Samstag stattfinden.

 

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Kultur- und Stadtfest rockte die Innenstadt

09 September 2012 von Darian Lambert

In der Bergisch Gladbacher Innenstadt war bei bestem Septemberwetter für große Unterhaltjung gesorgt. Ein Bühnenprogramm vor der Laurentiuskirche rockte mit Auftritten von Bands und örtlichen Sportvereinen den Konrad Adenauer Platz. Als Mitveranstalter mit Vertretern vom Schulamt und Seniorenbüro präsentierte sich auch die Stadt Bergisch Gladbach. Rund 35 Vereine präsentierten sich bei der Kultur- und Vereinsbörse zwischen Löwen und Villa Zanders. Neben der Bühnenshow konnten sich die Besucher auch an der Schlemmermeile und dem Bauernmarkt erfreuen. Besonders angetan waren die Besucher von der Möglichkeit auch am verkaufsoffenen Sonntag shoppen gehen zu können.

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Mord in Bergisch Gladbach

09 September 2012 von Darian Lambert

Heute in der Nacht vom 9. September wurde ein 29 jähriger Mann in Bergisch Gladbach vor dem Bistro „ARENA“ erstochen. Die Polizei sucht dringend Zeugen. Gegen 4.20 Uhr bemerkte eine Frau den stark blutenden 29 Jährigen auf der Stationsstraße in der Bergisch Gladbacher Innenstadt. Sie alarmierte sofort über den Notruf die Polizei und den Rettungsdienst. Der Bergisch Gladbacher wurde notärztlich versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gefahren, wo er kurz darauf verstarb. Er wird heute in der Gerichtsmedizin obduziert.

Es wird vermutet das es in Folge ein Streit, welcher in einer der Gaststätten begann, auf der Straße eskalierte. In Folge dessen kam es vermutlich zu dieser Gewaltstraftat. Näheres war heute noch nicht bekannt.

Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Sie sucht dringend Zeugen die zwischen 4 Uhr und 4.20 Uhr im Bereich der Stationsstraße und der Johann-Wilhelm-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Sie werden gebeten sich mit dem zuständigen Kriminalkommissariat 11 unter Telefonnummer 0221/229-0 oder per E-Mail unter info@polizei-koeln.de in Verbindung zu setzen.

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Baustelle mit Staugarantie Bensberger / Gladbacher Straße

07 August 2012 von Darian Lambert


Die Berzeliusstraße und der Lückerather Weg sind seit Montag den 6. August, für eine Woche voll gesperrt. Grund dafür ist die Einrichtung einer einspurigen Ausweichstrecke für die Baustelle auf der Bensberger / Bergisch Gladbacher Straße. Noch bis Samstag den 11. August, ist die Vollsperrung vorgesehen. Der Durchgangsverkehr wird derweil über die Gladbacher und die Saaler Straße umgeleitet. Wenn Schlaglöcher und andere Schwachstellen auf den Fahrbahnen der Berzeliusstraße und Lückerather Weg beseitigt sind, wird die Strecke wieder für den Durchgangsverkehr genutzt. Der Ausbau der Bensberger/Gladbacher Straße soll im Herbst, etwa Ende September, fertig sein.

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THEAS ist eine Herzensangelegenheit

16 Juni 2012 von Darian Lambert


THEAS Theater ist eine wunderbare Kulturstätte, wie Bergisch Gladbach sie noch nie zuvor hatte. Es gibt das hervorragende Junge Ensemble und seit Anfang 2012 nun auch ein Erwachsenen Ensemble. „Theas ist für mich eine Herzensangelegenheit“, meint Susanne Kemp, ehrenamtliche Beisitzerin im Vorstand. Ich traf sie zum Gespräch am Ort des Geschehens.

Hallo, Susanne. Bevor wir über dich und das THEAS sprechen, erzähl uns doch erst einmal einige Daten und Fakten über die Theaterschule.

Sehr gerne. Die THEAS Theaterschule und THEAS Theater bestehen seit 2008. Damals wurde es als privatwirtschaftlich orientiertes Unternehmen von David Heitmann gegründet. Im Jahr 2009 gab es außerdem im THEAS ein Theaterprojekt mit Jugendlichen aus Beit Jala, an dem auch meine Kinder teilgenommen haben, das war mein persönlicher Zugang zu Theas. So habe ich THEAS kennen und schätzen gelernt. Am 14. Juli 2010 fand die Gründung des THEAS als gemeinnütziger Verein statt. Viele Leute waren anwesend und trugen ihre Mitgliedschaft ein.

Dass auf einem bemerkenswert qualitativ hohen Niveau gearbeitet wird, hat man auch in den Nachrichten lesen können: Kürzlich gewann das Junge Ensemble mit dem Stück „OHNE VORWARNUNG“ den Bopp-Preis, der mit ca. 600 Euro dotiert ist. Ich selbst habe das Stück gesehen und fand es hervorragend.

Ja, das war wirklich eine schöne Sache! Die harte Arbeit und die Mühe, dieses Stück zu entwickeln, wurde damit belohnt. An solch einem Feedback erkennt man den kulturellen Wert der Theaterarbeit.

So eine Auszeichnung ist etwas Besonderes: Was ist das Besondere an THEAS?

Das ist eine schöne Frage, die ich gern beantworten möchte. THEAS ist eine tolle Einrichtung, die die Möglichkeit bietet, Theater selbst zu spielen und zu erfahren. Das ist eine wichtige Erfahrung, denn sie stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstpräsenz enorm. Im THEAS ist das möglich. Theater ist Zündstoff fürs Leben, das ist die Philosophie der Theaterschule. Und sie trifft zu: Wer Theater spielt, kann sein Ausdrucksvermögen testen und probieren, wie weit man gehen kann. Das stärkt übrigens auch das „Selbst“ und das „Ich“, während gleichzeitig die soziale Interaktion mit ausgebaut wird! Ängste und Hemmungen werden abgebaut und der Körper bekommt mehr Lebensenergie! Hast du schon Mal Theater gespielt? Es kann die Sichtweise auf Dinge ändern, die wir sonst nur als „wir selbst“ wahrnehmen. Aber was, wenn man eine Rolle spielt? Man gewinnt neue Eindrücke und man lernt, die Welt aus einem anderen Winkel zu betrachten. Das ist eine einzigartige Erfahrung! Die Räumlichkeiten des THEAS sind auch für Feiern und Feste zu vermieten. In schönem Theaterambiente können unter theaterpädagogischer Anleitung Kindergeburtstage gefeiert werden. Wenn der Bekanntheitsgrad auf diese Weise gesteigert wird und mehr Menschen zu den Vorstellungen kommen, verbessert sich die finanzielle Situation nebenbei, was erfreulich ist. In erster Linie geht es um die ideelle Unterstützung, das Theater darf nicht sterben! Und schon gar nicht in Bergisch Gladbach. 

Was ist dein persönlicher Wunsch für THEAS und die Zukunft?

THEAS läuft nicht ohne Unterstützung! So wie viele Wege nach Rom führen, kann man sich auch hier in unterschiedlicher Weise einbringen. Zum Beispiel kann man Mitglied werden und uns regelmäßig über Beiträge ab drei bzw. einem Euro unterstützen. Natürlich sind auch einmalige Spenden willkommen. Es geht aber nicht immer um Spenden und finanzielle Hilfen, wir brauchen auch Menschen, die hinter THEAS wirklich stehen und sich dafür einsetzen. Man kann natürlich ganz einfach Theatervorstellungen besuchen, Kurse belegen, Räumlichkeiten und Parkplätze mieten oder sich ehrenamtlich einsetzen, indem man z.B. Plakate und Spielpläne für Vorstellungen verteilt, bei der Instandhaltung mithilft oder den Hof pflegt. Das ist Unterstützung, die man nicht mit Geld aufwiegen kann und gerade solch herzliche Dinge sind es, die THEAS braucht. Blumen Müller aus Paffrath spendet uns regelmäßig Künstlerrosen. Auch so kann Unterstützung aussehen. Ich wünsche mir für THEAS und die Zukunft, dass das Theater wieder in die Herzen der Menschen findet, denn THEAS ist eine Herzensangelegenheit.

Ich habe gehört, dass ab Juli / August 2012 wieder eine Jahrespraktikumstelle frei wird. Dies ist sicherlich besonders für Schülerinnen und Schüler vom Berufskolleg für Gestaltung zu empfehlen, da man in die Welt des Theaters eintauchen kann. Vielen Dank für das nette Gespräch Susanne, und ich bin mir sicher, dass dein Aufruf die Menschen rühren und berühren wird. Gib mir doch bitte mal einen Mitgliedsantrag herüber.

Kontaktdaten THEAS Theater und Theaterschule
Jakobstraße 103  in 51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202 9276500
Internet: www.theas.de

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Eingang zur Stadtmitte verwahrlost

03 Juni 2012 von Darian Lambert


Bereits vergangen Jahres hatte sich die Politik darauf verständigt, dem Driescher Kreisel durch eine bezahlbare gärtnerische Gestaltung ein ansehliches und freundliches Gesicht zu verleihen. Er bildet das Entrée zur Innenstadt und befindet sich ohnehin nicht in der schönsten Ecke der Stadtmitte. Erschreckend das Bild, das sich das ganze Jahr bietet. Eine verwahloste ungepflegte Unkrautlandschaft, der das Gartenbauamt nicht einmal mit einer Sense zu Leibe rückte. Von der Stadtverwaltung war jüngst zu hören, dass die Bepflanzung erst nach den Sommerferien ausgeschrieben wird. Der späte Zeitpunkt ist unerklärlich. Damit ist frühestens im Oktober mit einer Bepflanzung zu rechnen. Warum lies sich die Stadtverwaltung mit der Ausschreibung so lange Zeit? Warum konnte diese nicht breits Ende vergangen Jahres auf den Weg gebracht werden? Die Auschreibung einer Bepflanzung von ca. 500 qm verbunden mit zusätzlichen Einfassungsarbeiten dürfte doch nicht ein so komplexes Unterfangen sein. Gerüchteweise war aus anderen Quellen zu hören, dass das Gartenbauunternehmen Matthies der Stadt eine kostenlose Bepflanzung angeboten haben soll. Die Stadtverwaltung lehnte dies jedoch ab. Auch wenn rechtliche Probleme der Grund für die Nichtannahme dieses Angebotes gewesen sein mögen, so entschuldigt dies noch lange nicht diesen nicht unwichtigen Ort in diesem Ausmaße sich selbst zu überlassen. Einen halben Meter hohes, wild wucherndes Unkrautgestrüpp ist eine Zumutung. Warum das Gartenbauamt der Stadt nicht wenigstens eine preiswerte Interimslösung zustande brachte, ist ebenso unerklärlich. Soll das Unkraut etwa noch bis Oktober weiter vor sich hin wuchern?

 

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