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Streik

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Das sind die betroffenen Städte in NRW

12 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst setzen sich am Mittwoch fort – dieses Mal sind unter anderem Düsseldorf, Remscheid, Essen, Mülheim und Hagen betroffen. Die Gewerkschaft Verdi ruft Mitarbeitende von Stadtverwaltungen, Verkehrsbetrieben und weiteren öffentlichen Einrichtungen dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen.

Diese Städte sind betroffen:

  • Remscheid:
    In Remscheid wird es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Stadtverwaltung, Verkehrsbetrieb und die EWR legen ihre Arbeit nieder. Viele städtische Kitas bleiben geschlossen, Busse fallen aus, und auch Müllabfuhr sowie Straßenreinigung werden ausgesetzt. Um 10 Uhr findet eine Kundgebung in der Innenstadt statt.
  • Düsseldorf:
    Die Stadtverwaltung, Bädergesellschaft, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit sowie die Stadt- und Kreissparkasse werden bestreikt. Auch hier bleiben zahlreiche städtische Kitas geschlossen. Geplant ist eine morgendliche Kundgebung vor dem Rathaus.
  • Essen und Mülheim:
    Hier trifft es vor allem den öffentlichen Nahverkehr. Alle Busse und Bahnen der Ruhrbahn fallen aus – lediglich Schulbusse fahren noch. Zudem sind die Sparkasse sowie das Ordnungsamt Essen samt Verkehrsüberwachung betroffen.
  • Hagen:
    In Hagen legen die Beschäftigten der Busbetriebe, Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, Stadtverwaltung, Jobcenter und Sparkassen die Arbeit nieder. Auch hier bleiben Müllabfuhr und Straßenreinigung ausgesetzt.
  • Recklinghausen:
    Die Stadtverwaltung, die Agentur für Arbeit, die Kreisverwaltung sowie die Sparkassen sind bestreikt.
  • Siegen:
    Hier fällt etwa die Hälfte aller Busfahrten aus – besonders im Schulverkehr.

Auswirkungen auf Kitas und weitere Einrichtungen

In vielen Städten bleiben nicht nur Rathäuser und Bürgerämter geschlossen, sondern auch Kitas und Betreuungseinrichtungen. Eltern sollten sich frühzeitig informieren, ob ihre Einrichtung betroffen ist.

Streiks gehen weiter – Donnerstag mit Schwerpunkt auf Köln, Dortmund und Gelsenkirchen

Auch am Donnerstag sind weitere Streiks geplant. In Köln sind sämtliche städtischen Einrichtungen betroffen, was voraussichtlich zu massiven Einschränkungen bei der Kinderbetreuung und im öffentlichen Nahverkehr führen wird.

Hintergrund der Streiks – Das fordert Verdi

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst:
✔ 8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro zusätzlich pro Monat
✔ Drei zusätzliche Urlaubstage aufgrund der hohen Arbeitsbelastung

Die Arbeitgeber halten die Forderungen für nicht finanzierbar, unter anderem wegen der angespannten Haushaltslage. Da die erste Verhandlungsrunde ergebnislos blieb, will Verdi mit den Warnstreiks nun weiter Druck aufbauen.

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Bund, Kommunen und Verdi findet am 17. und 18. Februar statt. Bis dahin ist mit weiteren Streiks und Einschränkungen in NRW zu rechnen.

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Titanic cruise ship sail in sea iceberg in night scene illustration in cartoon vector

Titanic-Ausstellung in Köln: Geschichte trifft auf Mythos

07 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Die Titanic ist in Köln-Ehrenfeld „angekommen“ – zumindest als Ausstellung. Ab heute können Besucher in eine der berühmtesten Tragödien der Geschichte eintauchen. Die immersive Ausstellung setzt auf große Emotionen und eine spektakuläre Darstellung des legendären Luxusdampfers.

Eine Reise in die Vergangenheit

Besucherinnen und Besucher erleben die Titanic auf besondere Weise: 360-Grad-Projektionen, nachgebaute Räume in Originalgröße und aufwendige Soundeffekte sorgen dafür, dass sie sich direkt an Bord des Schiffes wähnen. Vom Dampf des Maschinenraums bis zum sich nähernden Eisberg – die Inszenierung lässt die letzte Fahrt des „unsinkbaren“ Schiffes lebendig werden.

„Wir haben viel aus dieser Katastrophe gelernt. Solche Ausstellungen halten die Erinnerung wach und machen Geschichte greifbar“, sagt Malte Fiebing-Petersen, Vorsitzender des Deutschen Titanic-Vereins.

Zwischen Fakten und Hollywood-Fiktion

Die Ausstellung räumt mit vielen Mythen auf. So gab es etwa keine Absperrgitter zur dritten Klasse, die in der berühmten Hollywood-Verfilmung eine dramatische Rolle spielten. „Diese Gitter sind eine Erfindung des Films. Sie tauchen auf keinem Deckplan auf und wurden bei Wracktauchgängen nie gefunden“, erklärt Fiebing-Petersen.

Dennoch kommen Filmfans auf ihre Kosten: Das berühmte blaue Amulett, das in James Camerons Blockbuster eine zentrale Rolle spielt, ist ebenso Teil der Ausstellung wie eine Station, an der Besucher die berühmte Szene an der Bugspitze nachstellen können.

Kritik an immersiven Erlebniswelten

Während die Ausstellung viele Menschen begeistert, gibt es auch Kritik: Museen und Gedenkstätten stehen zunehmend in Konkurrenz zu spektakulären Erlebniswelten, die auf Effekte statt auf Original-Exponate setzen. Tatsächlich sind historische Fundstücke rar – zu den wenigen echten Relikten zählen eine Kohleprobe aus dem Titanic-Kessel und eine originale Speisekarte vom Tag des Untergangs.

Dennoch spricht das Konzept vor allem jüngere Generationen an, die Geschichte nicht nur lesen, sondern erleben wollen. Die Titanic-Ausstellung in Köln ist noch bis Ende Juni zu sehen. Der Eintritt kostet 28 Euro für Erwachsene.

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Ginger kitten hugging toy red heart. Cute cat on pink background. Valentine's Day love concept. Banner, advertisement, billboard for animal shelter, veterinary clinic

Bergisch Gladbach feiert die Liebe zur Heimat – Überraschungsaktion zum Valentinstag

07 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Am 14. Februar steht in Bergisch Gladbach nicht nur die romantische Liebe im Mittelpunkt, sondern auch die Verbundenheit zur Stadt. Unter dem Motto „Die kleine Stadt mit dem großen Herzen“ lädt die Stadtverwaltung ab 16 Uhr zu einer besonderen Valentinstags-Aktion auf den Konrad-Adenauer-Platz ein.

Ein Selfie-Herz als Zeichen der Verbundenheit

Bürgermeister Frank Stein wird an diesem Tag ein großes Selfie-Herz enthüllen – ein sichtbares Symbol der Liebe zur Stadt und ihrer 25 Stadtteile. „Bergisch Gladbach ist eine Stadt, die durch die Menschen hier lebenswert und liebenswert wird. Dieses Gefühl möchten wir gemeinsam feiern“, erklärt Stein.

Live-Musik und karnevalistische Gäste

Für die musikalische Begleitung sorgen die Bands „Laut aber schief“ und „Zesamm“, die mit bekannten Klassikern und modernen Hits für gute Stimmung sorgen. Auch das vaterstädtische Dreigestirn – sowohl das große als auch das kleine – wird vor Ort sein und für karnevalistisches Flair sorgen.

Das größte Herz der Stadt aus Menschen

Ein besonderes Highlight des Nachmittags ist die Bildung einer großen Menschen-Herz-Kette: Alle Anwesenden sind eingeladen, gemeinsam ein Herz auf dem Platz zu formen. Eine Drohne wird das beeindruckende Bild aus der Luft festhalten und damit eine bleibende Erinnerung schaffen. „Es wird ein einzigartiges Symbol der Zusammengehörigkeit“, freut sich Aleksandra Hepting vom Marketing-Team der Stadt.

Mitmachen und die Liebe zur Stadt teilen

Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Aktion teilzunehmen und sie unter dem Hashtag #verliebtinbergischgladbach in den sozialen Medien zu teilen. „Folgen Sie am 14. Februar einfach den Schildern mit ‘Für mehr Liebe hier entlang’ in der Fußgängerzone und erleben Sie einen ganz besonderen Valentinstag“, ermutigt Daniela Fobbe-Klemm, Abteilungsleitung Kommunikation und Marketing.

Die Stadt freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die gemeinsam ein Zeichen der Verbundenheit und des Miteinanders setzen wollen.

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Cropped photo of cheerful adult couple in funny accessories spending time together

Brühl sucht sein zukünftiges Dreigestirn – Kreative Aktion für Karnevals-Fans

07 Februar 2025 von Felix Morgenstern

In Brühl herrscht Karnevalsstimmung – doch hinter den Kulissen gibt es ein Problem: Für die kommenden Jahre fehlt es an einem neuen Dreigestirn. Deshalb setzt das Festkomitee Brühler Karneval jetzt auf eine ungewöhnliche Aktion und sucht per Handzettel nach den zukünftigen Tollitäten.

Bewerber für Prinz, Bauer und Jungfrau dringend gesucht

Noch in dieser Session sorgen Prinz Benny I., Bauer Ralf und Jungfrau Alexia für närrische Stimmung in Brühl. Doch für die kommenden Jahre, bis 2027, fehlt es an Nachfolgern. „Niemand will diesen karnevalistischen Ausnahmejob machen“, sagt Georg Müller, Vizepräsident des Festkomitees. Deshalb sucht das Komitee jetzt aktiv nach Bewerbern, die Lust auf die traditionsreiche Rolle haben.

Kein Verein nötig – Hauptsache Spaß am Karneval

Die wichtigste Voraussetzung: Freude am Karneval, Zeit während der Session und keine Scheu vor dem Rampenlicht. Dabei müssen die Bewerber nicht zwingend Mitglied in einem Karnevalsverein sein – auch Dreiergruppen, die sich kennen und gemeinsam ins Abenteuer Dreigestirn starten wollen, sind willkommen.

„Früher wäre es undenkbar gewesen, aber wir sind offen für Neues“, erklärt Müller. Auch ein weibliches Dreigestirn oder ein gemischtes Team sind möglich.

Ein Traum mit Kosten verbunden

Wer sich für das Amt entscheidet, muss allerdings auch mit Kosten rechnen. Der Spaß kostet pro Person bis zu 15.000 Euro, was viele potenzielle Tollitäten abschreckt. Für Benjamin Kamarakis alias Prinz Benny I. stand jedoch immer fest, dass er einmal Prinz werden möchte:

„Für mich ist der Karneval nicht nur eine Jahreszeit, sondern ein Lebensgefühl. Schon als Kinder haben wir uns in die farbenfrohen Umzüge, die fröhlichen Lieder und die ausgelassene Stimmung verliebt. Der Karneval ist eine Zeit, in der alle Sorgen verschwinden und die pure Freude regiert.“

Dringende Suche vor der Proklamation

Die Zeit drängt: Der Festausschuss Brühler Karneval hat bereits das Programm für die nächste Proklamation im Januar geplant. Auf der großen Feier im Brühler Tanzsportzentrum sollen Stars wie Björn Heuser, die Höhner und die Räuber auftreten – doch ohne ein Dreigestirn wäre die Veranstaltung nur halb so närrisch.

Ob sich bald neue Tollitäten finden? Das Festkomitee hofft auf mutige Karnevals-Fans, die sich der Herausforderung stellen.

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Ein Tablet mit dem Text ePA Elektronische Patientenakte

Elektronische Patientenakte: Was Versicherte jetzt wissen müssen

06 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Ab dem 15. Januar 2025 startet in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Franken die elektronische Patientenakte (ePA) in einer Testphase. Die ePA soll künftig eine digitale Sammlung wichtiger Gesundheitsdaten für gesetzlich Versicherte sein. Doch viele Fragen bleiben: Wie funktioniert die ePA? Welche Vorteile und Risiken gibt es? Und wie kann man widersprechen?

Was ist die ePA?

Die elektronische Patientenakte ist ein digitaler Gesundheitsordner, in dem Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Röntgenbilder und Medikamentenpläne gespeichert werden. Auch Impfpässe, Mutterpässe und Zahnbonushefte sollen langfristig integriert werden. Jede gesetzliche Krankenkasse wird eine eigene ePA-App zur Verwaltung anbieten.

Automatische Einrichtung – Widerspruch möglich

Wer nicht widerspricht, erhält automatisch eine ePA. Der Widerspruch muss direkt bei der Krankenkasse erfolgen – sowohl vor als auch nach der Einrichtung der Akte. Bereits gespeicherte Daten werden bei einer Löschung vollständig entfernt. Die Nutzung der ePA bleibt freiwillig. Wer sie nicht nutzt, hat keine Nachteile in der medizinischen Versorgung.

Wie wird die ePA genutzt?

Versicherte können selbst Dokumente hochladen, löschen oder den Zugriff für Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken individuell festlegen. Die Standardzugriffszeit beträgt 90 Tage für Ärzte und Kliniken sowie drei Tage für Apotheken, kann aber verkürzt oder verlängert werden. Ohne eigenes digitales Endgerät können Versicherte die ePA passiv nutzen: Behandelnde Ärzte können die Gesundheitskarte einlesen und auf die Akte zugreifen.

Vorteile der ePA

  • Alle Gesundheitsdaten an einem zentralen Ort
  • Vereinfachter Austausch zwischen Ärzten, Apotheken und Kliniken
  • Weniger Doppeluntersuchungen und einfachere Arztwechsel
  • Schnellere Notfallversorgung durch sofortige Einsicht in Vorerkrankungen

Risiken und Herausforderungen

  • Potenzielle Cyberangriffe oder Datenlecks
  • Technische Probleme oder Zugangsbarrieren durch langsames Internet
  • Benachteiligung von Menschen ohne digitale Geräte

Wechsel der Krankenkasse und Datenschutz

Bei einem Krankenkassenwechsel wird die ePA mit allen gespeicherten Daten übertragen – ebenso wie ein erteilter Widerspruch. Wer keinen Zugriff auf die App hat, kann über die Krankenkasse eine Vertrauensperson benennen, die die ePA verwaltet.

Die endgültige Einführung der ePA für alle Versicherten ist für den 15. Februar 2025 geplant, abhängig vom Verlauf der Testphase.

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A rear view of people with placards and posters on global strike for climate change. Copy space.

Warnstreiks in NRW: Kitas, Müllabfuhr und ÖPNV betroffen

05 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Die Gewerkschaft Verdi ruft ab Mittwoch die Beschäftigten von Bund und Kommunen in Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks auf. Damit will die Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber ausüben. Betroffen sind unter anderem Kitas, Müllabfuhr, Stadtverwaltungen und der öffentliche Nahverkehr.


Hintergrund: Tarifstreit um höhere Löhne

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst acht Prozent mehr Gehalt oder mindestens 350 Euro pro Monat zusätzlich. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt und halten die Forderung für zu hoch – angesichts der angespannten Haushaltslage in vielen Kommunen.

„Seit Oktober hatten die Arbeitgeber Zeit, ein Angebot vorzubereiten – geliefert haben sie nichts“, kritisiert Gewerkschaftssekretär Eric Lobach.


Mittwoch: Erste Warnstreiks in Gladbeck

Am Mittwoch (7. Februar) beginnen die ersten punktuellen Warnstreiks. In Gladbeck sind unter anderem die Beschäftigten von Stadtverwaltung, Sparkasse und Entsorgungsbetrieben aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

Das bedeutet für viele Bürgerinnen und Bürger:

  • Müllabfuhr könnte ausfallen
  • Kitas und OGS-Betreuung an Grundschulen könnten geschlossen bleiben
  • Einschränkungen bei städtischen Dienstleistungen

Einige Kita-Träger haben bereits angekündigt, dass Eltern sich alternative Betreuungsmöglichkeiten suchen müssen.


Donnerstag: Größere Streikwelle in mehreren Städten

Am Donnerstag (8. Februar) weitet Verdi die Warnstreiks deutlich aus. Dann könnten Stadtverwaltungen, Bürgerämter und kommunale Betriebe in folgenden Städten betroffen sein:

  • Bochum, Bottrop, Herne, Mönchengladbach, Siegen, Aachen, Viersen, Korschenbroich, Gummersbach
  • Kreisverwaltungen in Viersen, Düren, Heinsberg und Oberbergischer Kreis

Zusätzlich könnten Kitas, Müllabfuhr und der öffentliche Nahverkehr bestreikt werden. In Mönchengladbach und Aachen sind Warnstreiks im ÖPNV angekündigt – Pendler müssen sich auf Bus- und Bahnausfälle einstellen.

Besonders betroffen sind auch:

  • Bochum: Schließung des Stadttheaters und aller Schwimmbäder
  • Herne: Müllabfuhr auch am Freitag im Streik
  • Oberbergischer Kreis: Einschränkungen in den Kreiskrankenhäusern Gummersbach und Waldbröl
  • Würselen: Rhein-Maas-Klinikum betroffen

Freitag: Nahverkehr in Köln, Bonn und Rhein-Sieg-Kreis lahmgelegt

Für Freitag (9. Februar) hat Verdi alle Beschäftigten von:

  • Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB)
  • Stadtwerke Bonn Bus und Bahn
  • Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG)

zum Streik aufgerufen. Das bedeutet, dass in diesen Regionen Busse und Bahnen nicht oder nur eingeschränkt fahren.


Weitere Streiks in der nächsten Woche möglich

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und den Arbeitgebern findet am 17. und 18. Februar statt. Sollte es bis dahin keine Einigung geben, sind weitere Streikaktionen in NRW wahrscheinlich.

Betroffene Bürgerinnen und Bürger sollten sich daher auf Ausfälle im öffentlichen Dienst, im Nahverkehr und in der Müllabfuhr einstellen.

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Cologne, Germany: Neumarkt Square City Center with St Aposteln Apostle Basilica

Neumarkt in Köln: Ein Drogenhotspot außer Kontrolle

29 Januar 2025 von Felix Morgenstern

Der Kölner Neumarkt ist seit Jahren ein zentraler Treffpunkt für die Drogenszene. Doch seit dort verstärkt Crack konsumiert wird, hat sich die Lage dramatisch verschärft. Anwohner und Geschäftsleute fühlen sich zunehmend im Stich gelassen.

Offener Drogenkonsum und zunehmende Verwahrlosung

Ein Ortsbesuch zeigt das Ausmaß der Probleme: Auf dem Platz vor der Baustelle der Zentralbibliothek sind fast nur noch Drogensüchtige anzutreffen. Einige rauchen Crack offen auf Parkbänken, andere suchen auf dem Boden nach verwertbaren Resten. Der Konsum und Handel finden mitten in der Öffentlichkeit statt – für viele Anwohner und Gewerbetreibende eine unhaltbare Situation.

Mehmet Kizil, der seit 14 Jahren eine Bäckerei am Josef-Haubrich-Hof betreibt, hat genug: „Jedes Mal, wenn ich aus dem Fenster gucke, sehe ich sie. Sie kommen rein, benehmen sich nicht und wollen einen Euro von mir. Die Stadt macht nichts. Es ist eine Katastrophe.“ Er gibt seinen Laden Ende Februar auf.

Ladeneingänge als Schlafplätze und Toiletten missbraucht

Auch Walter Schuch, Inhaber eines Sanitätshauses in der Nähe, erlebt täglich, was die Szene für Geschäftsleute bedeutet: „Da wird nachts gedealt, da wird sich geprügelt, da findet Prostitution statt. Die Ecken im Umfeld werden als Toiletten genutzt.“ Immer wieder muss er morgens die Polizei rufen, um bis zu zehn berauschte Personen samt Schlaflager vor seinem Geschäft zu vertreiben. „Für meine Mitarbeiter ist das zu gefährlich“, so Schuch.

Drogensüchtige selbst kritisieren die Zustände

Sogar innerhalb der Szene sorgt die Entwicklung für Unmut. Direkt neben der Substitutionsambulanz der Drogenhilfe erzählt Anna (Name geändert), die seit 15 Jahren Heroin und Kokain konsumiert: „Ich fühle mich hier nicht mehr wohl unter meinen eigenen Leuten. Die Junkerei auf der Straße – das geht gar nicht! Ich finde das unmöglich vor den Kindern. Ich selbst als Junkie finde das total asozial.“

Anwohner und Geschäftsleute fordern Lösungen

Die Stadt Köln steht unter Druck, eine Lösung für das eskalierende Problem zu finden. Während Sicherheitsmaßnahmen wie Polizeipräsenz und kontrollierte Konsumräume diskutiert werden, bleibt für viele die Frage: Wann wird tatsächlich etwas getan, um die Zustände am Neumarkt nachhaltig zu verbessern?

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Unterstützung für Familien: Verfahrenslotsinnen helfen bei Fragen zu Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen

28 Januar 2025 von Felix Morgenstern

Das Leben mit einer Behinderung stellt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie ihre Familien oft vor große Herausforderungen. Von der Kita bis zur Schule: Zahlreiche Hürden im Alltag erschweren die Teilhabe. In Bergisch Gladbach und dem Rheinisch-Bergischen Kreis stehen ab sofort Verfahrenslotsinnen bereit, um Familien und Fachkräfte bei der Suche nach geeigneten Hilfen zu unterstützen.

Wer hilft bei Fragen zu Hilfen und Zuständigkeiten?

Wenn es um zusätzliche Unterstützung für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Autismus-Spektrums-Störungen oder anderen Beeinträchtigungen geht, stehen Eltern und Angehörige häufig vor einem Dschungel an Zuständigkeiten. Genau hier greifen die Verfahrenslotsinnen ein. Sie helfen den Familien, die richtigen Ansprechpartner:innen zu finden und die nötigen Unterstützungen zu erhalten.

„Wir wirken darauf hin, dass Kinder und Jugendliche die Hilfen bekommen, die ihnen zustehen“, erklärt Sabine Dertinger, Verfahrenslotsin im Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach. „Dabei stehen wir an der Seite der Ratsuchenden und begleiten sie auch bei Unstimmigkeiten mit Behörden.“

Ein Netzwerk für Inklusion

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es bereits ein breites Netzwerk von Angeboten für Menschen mit Behinderungen. Die Verfahrenslotsinnen koordinieren die Hilfen zwischen Sozial- und Jugendamt sowie dem Landschaftsverband Rheinland und bieten eine Anlaufstelle für Eltern, Sorgeberechtigte und Fachkräfte.

„Eltern wissen oft nicht, welches Amt zuständig ist oder ob die Einschränkungen ihres Kindes überhaupt als Behinderung gelten“, ergänzt Ingeborg Sahm, Verfahrenslotsin des Rheinisch-Bergischen Kreises. „Hier können wir vermitteln und die Familien auf den richtigen Weg bringen.“

Beratung für Fachkräfte und Familien

Auch Kitaleitungen, Lehrkräfte und andere Fachkräfte können die Beratung der Verfahrenslotsinnen in Anspruch nehmen. Dabei bleibt die Unterstützung:

  • freiwillig und kostenfrei,
  • unabhängig und vertraulich,
  • und erfolgt nach Wunsch persönlich, telefonisch, schriftlich oder online.

Kontaktdaten und weitere Informationen

Familien und Fachkräfte aus Bergisch Gladbach finden die Kontaktdaten der Verfahrenslotsinnen auf der offiziellen Website der Stadt Bergisch Gladbach:
www.bergischgladbach.de/verfahrenslotsen.aspx

Mit diesem Beratungsangebot setzt die Region einen wichtigen Schritt, um Inklusion und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen nachhaltig zu fördern.

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Tag der offenen Tür am Berufskolleg Bergisch Gladbach – Bildung hautnah erleben

22 Januar 2025 von Felix Morgenstern

Am Samstag, den 08. Februar 2025, öffnet das Berufskolleg Bergisch Gladbach (BKGL) von 09:00 bis 13:00 Uhr seine Türen für alle Interessierten. Der Tag der offenen Tür bietet Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, das umfangreiche Bildungsangebot kennenzulernen, Fachräume zu besichtigen und direkt mit Lehrkräften sowie aktuellen Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen.

Vielfältige Einblicke und persönliche Beratung

Für Unentschlossene steht ein breites Beratungsangebot zur Verfügung. Hier erhalten Sie hilfreiche Informationen über die vielfältigen Bildungsgänge und können sich gezielt orientieren. Wer sich bereits sicher ist, kann sich vor Ort direkt über das Online-Anmeldeverfahren „Schüler Online“ registrieren. In den Beratungsräumen stehen dafür PCs sowie persönliche Unterstützung bereit.

Bildungsangebote des Berufskollegs

Das BKGL bietet ein vielfältiges Spektrum an Bildungsgängen in den folgenden Bereichen:

  • Sozial- und Gesundheitswesen
  • Ernährung und Hauswirtschaft/Versorgungsmanagement
  • Technik
  • Gestaltung

Die Programme reichen von Berufsschulen im Dualen System bis hin zu vollzeitschulischen Bildungsgängen, bei denen Schülerinnen und Schüler berufliche Qualifikationen und weiterführende Schulabschlüsse kombinieren können.

Neu: Doppelqualifikation – Berufsausbildung und Fachhochschulreife

Ein besonderes Highlight ab dem Schuljahr 2025/2026 ist die Möglichkeit, im Rahmen einer dualen Ausbildung eine Doppelqualifikation zu erlangen. Parallel zur Berufsausbildung können Schülerinnen und Schüler zusätzlich die Fachhochschulreife erwerben. Der Zusatzunterricht umfasst die Fächer:

  • Mathematik
  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Naturwissenschaften

Am Ende der Ausbildung steht eine Fachhochschulreifeprüfung, die den Zugang zu Studiengängen an Fachhochschulen eröffnet.

Praktische Informationen

  • Parkplätze: Es stehen ausreichend Parkmöglichkeiten auf dem Schulgelände zur Verfügung.
  • Zielgruppe: Der Tag der offenen Tür richtet sich an alle, die mehr über die Bildungsangebote erfahren oder sich für das Schuljahr 2025/2026 anmelden möchten.

Das Berufskolleg freut sich, alle Interessierten willkommen zu heißen, und lädt ein, Bildung hautnah zu erleben und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Seien Sie dabei und entdecken Sie Ihre Möglichkeiten!

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Senioren Paar und Steuerberaterin sprechen über einen Vertrag oder Antrag zur Altersvorsorge

Resilienztraining für pflegende Angehörige: Stärke finden, Netzwerke knüpfen

21 Januar 2025 von Felix Morgenstern

Die Pflegeberatung des Rheinisch-Bergischen Kreises bietet pflegenden Angehörigen eine wertvolle Gelegenheit: Am 6. Februar (10 bis 14 Uhr) und am 13. Februar (14 bis 18 Uhr) können sie in zwei Workshops ihre persönliche Resilienz stärken und neue Wege im Umgang mit den Belastungen des Pflegealltags finden.

Senioren Paar und Steuerberaterin sprechen über einen Vertrag oder Antrag zur Altersvorsorge

Pflege als Herausforderung: Eigene Bedürfnisse nicht vergessen

Die Pflege von Angehörigen ist oft mit emotionalen und körperlichen Herausforderungen verbunden. Dabei geraten die eigenen Bedürfnisse schnell in den Hintergrund. Das Resilienztraining setzt genau hier an: Es kombiniert theoretische Erkenntnisse aus der Stress- und Resilienzforschung mit praktischen Übungen wie Bewegung, Spaß und Spiel. Ziel ist es, pflegenden Angehörigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um besser mit Stress und Belastung umzugehen.

Gemeinschaft und Austausch als Unterstützung

Ein weiterer Schwerpunkt der Workshops liegt auf dem Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen. Der Dialog kann helfen, angespannte Zeiten zu überbrücken und neue Perspektiven zu gewinnen. Zusätzlich werden Informationen zu Selbsthilfegruppen in Bergisch Gladbach angeboten, um langfristige Unterstützung und Netzwerke zu fördern.

Details zur Veranstaltung

Das Training findet in der katholischen Familienbildungsstätte in der Laurentiusstraße 4-12, 51465 Bergisch Gladbach, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Interessierte können sich unter der Rufnummer 02202 936390 oder per E-Mail an info@fbs-gladbach.de anmelden. Geleitet werden die Workshops von der erfahrenen Sozialpädagogin Friederike Hepner-Ramm. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten warme Socken und eine Decke mitbringen, um die Übungen möglichst komfortabel gestalten zu können.

Förderung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit

Die Veranstaltungen sind Teil des Projekts „Wir kommen in Bewegung!“ und werden durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit gefördert. Dieses Engagement unterstreicht die Bedeutung der Unterstützung pflegender Angehöriger, die eine unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft übernehmen.

Nutzen Sie diese Chance, um Kraft zu tanken, sich auszutauschen und neue Strategien für Ihren Alltag zu entwickeln!

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